Kaninchenhaltung

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Neuerdings höre ich immer häufiger, dass Leute ihre Kaninchen in handelsüblichen Käfigen halten, sie kaum Auslauf in der Wohnung bekommen und schon gar nicht draußen rumsausen können. Auf die handelsüblichen Käfige gehe ich hier nicht weiter ein, es finden sich hier genug Ratgeber, die sich mit diesem Thema beschäftigen und denen ich mich in ihren Hauptaussagen, dass handelsübliche Kafige zu klein sind, vollkommen anschließe. Dennoch reicht meiner Meinung nach auch ein großzügiges Zimmergehege nicht aus.Täglicher Auslauf in der Wohnung ist natürlich sehr wichtig, aber die Tiere sollten auch mal raus auf die Wiese. Zum Rennen, zum Futtern, zum im Schatten oder in der Sonne liegen und dösen. Nun hat nicht jeder eine Wiese, aber Wälder haben Lichtungen und ein Kaninchengehege darf auch auf einem Gemeinschaftsgrundstück stehen. Dabei ist zu beachten, dass das Gehege ein- und ausbruchssicher sein sollte. Katzen, Greifvögel und Marder dürfen nicht hineinkommen und die Kaninchen nicht hinaus (Achtung: Kaninchen buddeln sich auch gerne ins Freie. Ein wenig Kaninchendraht im Boden versekt verhindert dies) Die Maschen der Umzäunung sollten möglichst fein sein, da Katzen sonst mit ihren Pfoten durchkommen und Tiere schwer verletzen können. Der Deckel sollte ebefalls fest sein, also nicht nur ein Netz, da Katzen beim Draufspringen sehr weit "einsinken" und das Gehege womöglich einreißen oder mit ihren Pfoten von oben nach den Tieren "fischen" können. Deshalb sollte immer ein haus zu Verstecken im Gehege stehen. Gleichzeitg dient dies als sicherer Schattenplatz. Es sollte immer ausreichend Schatten zur Verfügung stehen, am besten mind. die Hälfte des Geheges, damit die Tiere auch nach einer Kabbelei noch beide Schatten haben, wenn sie in verschiedenen Ecken sitzen (Achtung: Die Sonne wandert). Weitere Spiel- und Versteckmöglichkeiten sind anzuraten, da es sonst langweilig wird und die Tiere in einem völlig leeren Gehege Angst haben. Außerdem sollte immer ausreichend Wasser zur Verfügung stehen.
Sollte kein Garten vorhanden sein, ist auch ein Balkon hilfreich, jedoch ist bei einem Südbalkon vorsicht geboten, da dieser sich Stark aufheizt. Hier die Tiere besser nicht in der Mittagshitze draußen lassen. Beim einem Balkon muss auch darauf geachtet werden, dass er nicht von Katzen besucht wird und Lücken am Boden müssen geschlossen werden, da die Tiere sonst abstürzen können.
Wenn es auch keinen Balkon gibt, geben sie ihren Lieblingen wenigstens regelmäßig Grünfutter, wie Löwenzahn, Gras oder Klee, denn so bekommen sie viele Vitamine und es ist preiswertes Futter. Bitte nicht an stark befahrenen Straßen oder Hundewiesen flücken, da dieses Grünzeug verunreinigt ist. Viele Bauern und Reiterhöfe geben gegen einen kleinen Obolus etwas von ihrem frischen Grünschnitt ab, der sich bei Zimmertemperatur in einer offenen Holzkiste (in Plastiktüten schimmelt es) 3-5 Tage hält.
Ihre Kaninchen werden es ihnen mit einem langen glücklichen Leben danken.
Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden