Kabelgebundene Router: mit PC und Laptop sicher ins Internet

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Kabelgebundene Router – So bringen Sie Ihre PCs und Laptops sicher ins Internet

Der Aufbau des eigenen Netzwerkes zu Hause erfolgt in der Regel mithilfe eines Routers. Dieser wird üblicherweise an das DSL-Modem angeschlossen (oder ist selbst mit einem ausgestattet) und stellt über seine Schnittstellen anderen Endgeräten eine Verbindung zur Telefonleitung und somit zum Internet zur Verfügung. Der folgende Ratgeber informiert Sie über die unterschiedlichen auf dem Markt erhältlichen Router, den Funktionsumfang dieser Geräte und worauf Sie achten müssen, um Ihren Laptop und PC sicher ins Internet zu bringen.

Wie funktioniert ein Router grundsätzlich?

Grundsätzlich dient ein Router der Weiterleitung von Daten und ist dazu mit mehreren Schnittstellen (Interfaces) ausgestattet. Das Gerät muss beim Eintreffen eines Datenpakets entscheiden, welche Schnittstelle zur Weiterleitung zu verwenden ist. Es ist nur die Verarbeitung von routingfähigen Datenpaketen (IPv4, IPv6) möglich. Ein Router arbeitet auf Schicht 3 (Vermittlungsschicht) des OSI-Referenzmodells. Pakete aus anderen Protokollfamilien werden meist durch Systeme verarbeitet, die auf der OSI-Schicht-2 arbeiten. Bei diesen Geräten handelt es sich um Bridges oder Switches. Switches können als transparente Bridges angesehen werden, die über mehr Anschlüsse und eine höhere Durchsatzleistung verfügen. Ein Switch ist sozusagen eine Bridge mit mehr Anschlussmöglichkeiten. Ein Router wiederum ist ein Switch, das zusätzlich TCP-/IP-Pakete verarbeiten kann. Viele neue Switches sind gleichzeitig mit einem Router ausgestattet.
Die häufigste Anwendungsform des Routers ist die Funktion als Schnittstelle zum Internet. Die Verbindung entsteht entweder direkt, wenn der Router selbst über ein integriertes Modem verfügt, oder indirekt über ein externes Modem. Als zentrale Vermittlungsstelle werden sämtliche Anfragen aus dem lokalen Netzwerk (LAN) entgegen genommen und an andere Geräte über das Internet weitergeleitet. Die an den Router angeschlossenen Endgeräte bilden ein lokales Netzwerk (Local Area Network, LAN). Alle verbundenen Geräte können über den Router miteinander Daten austauschen. Wird die Verbindung der Endgeräte zum Router mit einem Kabel realisiert, wird das LAN-Kabel verwendet. Der Router dient nicht allein als zentrale Vermittlungsstelle, sondern gleichzeitig als Schutzwall (Firewall). Das Gerät ist dafür zuständig, das interne Netzwerk vor neugierigen Blicken von außen zu schützen (Router-Firewall).

Auf dem Markt sind Router mit unterschiedlich großem Funktionsumfang und für unterschiedliche Anwendungsfälle erhältlich.

Der moderne Router – ein Multifunktionsgerät

Ein moderner Router bietet mehr als die Standardfunktionalität. Ein DSL-Router ist zusätzlich mit einem PPPoE-Client ausgestattet, der zur Einwahl ins Internet genutzt wird. Ebenso verbaut ist ein Switch, sodass mehrere Geräte gleichzeitig über Kabel anschließbar sind. Eine kleine verbaute Telefonanlage ermöglicht den Anschluss eines Telefons und der zusätzlich häufig verbaute Wireless Access Point (WLAN-Router) bietet den Endgeräten in der Umgebung die Möglichkeit, eine Verbindung über die WLAN-Schnittstelle herzustellen.

Das WLAN-Signal wird über elektromagnetische Funkwellen übertragen. Die Reichweite dieser Funkwellen ist stark von der Umgebung und störenden anderen Signalquellen abhängig. Da das Signal auch an der Außenwand eines Hauses nicht zwingend abbricht, ist es für unbefugte Dritte leicht möglich, Ihr WLAN-Signal zu empfangen. Zum Schutz Ihres WLAN-Netzwerkes ist dieses mit einem Netzwerkschlüssel geschützt. Bei der Verbindung eines neuen Endgeräts mit dem WLAN-Netz muss das Passwort eingegeben werden, um die Verbindung erfolgreich herzustellen. Nach erfolgreicher Verbindung ist über den Router nicht nur eine Verbindung zum Internet hergestellt. Da sich die verbundenen Geräte in einem gemeinsamen Netzwerk befinden, ist der direkte Datenaustausch zwischen diesen möglich. Wenn Sie auf Ihren Endgeräten Ordner für das Netzwerk freigegeben haben, kann jedes teilnehmende Endgerät auf diese zugreifen.

Verschiedene Verschlüsselungstechniken sind verbreitet, um das WLAN-Netz vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Um dem Risiko komplett aus dem Weg zu gehen und mit Ihrem Laptop und PC sicher im Internet zu surfen, ist eine kabelgebundene Verbindung sicherer. Sollten Sie über einen Router mit WLAN Funktionalität verfügen, lässt sich diese Funktion in der Regel am Gerät deaktivieren.

Vorteile und Nachteile kabelgebundener Router gegenüber kabellosen Routern

Um Daten zwischen Computern mit einem Kabel auszutauschen, wird die Ethernet-Technologie verwendet. Durch die kabelgebundene Verbindung von mehreren Rechnern wird ein lokales Netzwerk (LAN) errichtet. Drucker, Notebooks, PCs, Tablets, Smartphones und viele weitere Geräte können so über ein lokales Netzwerk miteinander kommunizieren. Die unterschiedlichen möglichen Übertragungsraten sind 10 Mbit/s, mit Fast Ethernet 100 Mbit/s, mit Gigagbit-Ethernet 1000 Mbit/s und bis zu 100 Gbit/s. Normalerweise erstreckt sich solch ein lokales Netzwerk nur über ein Gebäude. Wird für die Verbindung der Geräte ein Glasfaserkabel verwendet, sind Distanzen von bis 10 km möglich. Solange die maximalen Kabellängen nicht überschritten werden, kommt es durch die Vernetzung der Geräte nicht zu einer Verringerung der Datengeschwindigkeit. Im WLAN-Netz ist die Datenübertragungsgeschwindigkeit in der Regel immer etwas langsamer. Von außen ist es nicht erkennbar, wie viele Geräte in dem lokalen Netzwerk über den Router miteinander verbunden sind. Nur die IP-Adresse des Routers ist sichtbar. Als Nachteil sind die für die Verbindung notwendigen Kabel zu nennen.

Unterschiedliche LAN-Kabel für die Verbindung

Verfügt der Router nicht über ein eigenes internes Modem, muss die Verbindung des Routers mit dem Internet über ein externes Modem hergestellt werden. Der Anschluss an solch ein Modem oder ein anderes externes Netzwerk erfolgt über die WAN-Buchse (Wide Area Network). Die Anschlüsse des Routers für das lokale Netzwerk sind mit der Aufschrift LAN gekennzeichnet. Das Koaxialkabel-RG58 ist ein veralteter Standard. Das Twisted-Pair-Kabel (Netzwerkkabel) mit 8P8C-Modularstecker ist der verbreitete Standard. Größere Distanzen mit wesentlich höheren Datenübertragungsgeschwindigkeiten sind mit einem Glasfaserkabel möglich.

Worauf bei der Auswahl eines kabelgebundenen Routers zu achten ist

Die wichtigsten Kaufkriterien eines Routers sind der Anschaffungspreis, die Datensicherheit und die Verbindungsgeschwindigkeit. Über den Router sollen alle internetfähigen Geräte im Haushalt gleichzeitig mit dem Internet verbunden sein können. Dazu müssen Anschlüsse in ausreichender Anzahl vorhanden sein. Wer bzgl. der Datensicherheit auf der sicheren Seite sein möchte, verzichtet auf die WLAN-Technik und verbindet die Geräte via LAN-Kabel miteinander. Dazu ist in dem Gehäuse des entsprechenden Routers ein HUB oder Switch integriert. Sollte die Anzahl der LAN-Anschlüsse des Routers nicht ausreichen, kann ein weiterer Verteiler (HUB oder Switch) angeschlossen werden. Ein Switch ist dabei in seiner Funktionsweise etwas intelligenter. Ein HUB sendet sämtliche empfangenen Datenpakete an alle angeschlossenen Geräte. Dadurch wird viel Netzwerkverkehr verursacht, der größtenteils überflüssig ist. Ein Switch hingegen ist in der Lage, den Empfänger des Datenpakets zu ermitteln und dieses nur an diesen weiterzuleiten. Der Netzwerkverkehr ist dadurch schneller.

Router für alle Fälle

Grundsätzlich sind zwei Arten von Routern zu unterscheiden. Zum einen sind Router erhältlich, die über eine Schnittstelle verfügen, um eine Verbindung zu einem Modem und somit zum Internet herzustellen. Ohne externes Modem kann mit solch einem Router keine Verbindung zum Internet hergestellt werden. Alternativ sind Router erhältlich, in denen ein entsprechendes Modem bereits verbaut ist. Das spart Geld bei der Anschaffung und macht ein zusätzliches Gerät mit eigener Stromversorgung und zusätzlichen Kabeln überflüssig. Je nach Netz, mit dem die Verbindung zum Internet hergestellt wird, sind unterschiedliche Router mit integriertem Modem erhältlich.

DSL-Router

Ein DSL-Router ist mit einem internen DSL-Modem ausgestattet. Bei der Auswahl des Geräts ist darauf zu achten, dass dieses das PPPoE-Protokoll unterstützt, das für die DSL-Verbindung notwendig ist. Unbedingt ist ebenso auf die unterstützte DSL-Version zu achten. Mit ADSL 2 sind bis zu 16 Mbit/s, mit ADSL 2 gar 25 Mbit/s möglich (ADSL-Modem, ADSL2-Modem, ADSL-Router, ADSL2-Router). Noch schnellere Geschwindigkeiten sind mit der VDSL-Technik möglich. Die Basisversion ermöglicht Übertragungsgeschwindigkeiten von 52 Mbit/s, mit VDSL 2 sind Übertragungsleistungen von 100 Mbit/s möglich. Bei eBay ist eine große Auswahl unterschiedlicher VDSL-Router und VDSL-Modems erhältlich. Die Konfiguration des Routers und der Eintrag der notwendigen Verbindungsdaten des Providers erfolgt über die Verbindung mit einem Computer oder Notebook. Im Konfigurationsmenü des Routers stehen zahlreiche weitere Einstellungsmöglichkeiten zur Auswahl, mit deren Hilfe sich die Sicherheit des Netzwerkes weiter erhöhen lässt. Die dynamische Vergabe von IP-Adressen lässt sich deaktivieren, sodass sich nur Geräte mit fester IP-Adresse mit der Schnittstelle des Routers erfolgreich verbinden lassen. Mehrere Router sind via Kabel verbindbar und in der Lage die Datenpakete weiterzuleiten.

Kabel-Router

Die Verbindung zum Internet über das DSL-Netz ist der Standard in Deutschland. Alternativ ist eine Verbindung über das Kabel-Netz möglich. Die maximal möglichen Übertragungsgeschwindigkeiten sind mit denen des DSL-Netzes vergleichbar. Bei eBay sind entsprechende Router mit integriertem Kabelmodem (Kabelmodem-Router) erhältlich.

UMTS-/HSDPA-/LTE-Router

Wenn in Ihrer Region die Verbindung zum Internet über DSL oder Kabel nicht möglich oder nicht gewünscht ist, kann über das UMTS-Netz eine schnelle Verbindung zum Internet hergestellt werden. Das Mobilnetz kann als Back-up-Funktion genutzt werden. Sollte das DSL-Netz einmal ausfallen, wird dann das Mobilfunk-Netz für die Verbindung zum Internet verwendet. Voraussetzung dafür ist, dass die Netzqualität gut genug ist. Für solche Fälle sind auf dem Markt entsprechende Router erhältlich, die mit einem integrierten UMTS-Modem (UMTS-Router bzw. LTE-Router) ausgestattet sind. Die Verbindung zwischen Router und den Endgeräten erfolgt dann wahlweise und je nach Modell über das LAN-Kabel oder kabellos über das WLAN-Netz (oder über beide Verbindungsmöglichkeiten). Über den Status des Ausbaus des jeweiligen Netzes können Sie sich bei dem jeweiligen Netz-Provider informieren. Bedenken Sie dabei, dass die Kosten für die übertragene Datenmenge über das Mobilfunk-Netz wesentlich höher sind, als über das DSL-Netz. Wenn Sie vor dem Kauf eines neuen Routers stehen, sollten Sie zukünftige Entwicklungen berücksichtigen. Auch wenn in Ihrem Wohngebiet derzeit kein LTE-Netz verfügbar ist, wird sich das in den nächsten Jahren ändern. Sind Sie dann an der Nutzung dieses Netzes interessiert, müssen Sie erneut einen neuen Router kaufen, oder bereits jetzt einen mit entsprechender Technik auswählen.

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