Judo, Karate, Taekwondo - welcher Kampfsport passt zu mir?

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Judo, Karate, Taekwondo - welcher Kampfsport passt zu mir?

Kampfsport kann eine gute Möglichkeit darstellen, den eigenen Körper umfassend zu trainieren. Auch der Geist kommt dabei in der Regel nicht zu kurz. Allerdings bestehen große Unterschiede zwischen den verschiedenen Kampfsportarten. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, einen Kampfsport zu erlernen, sollten Sie sich über die verschiedenen Varianten informieren. Informationen im Internet helfen Ihnen hier ebenso weiter wie spezielle Bücher zum Thema. Absolvieren Sie außerdem mindestens ein Probetraining. Nur so bekommen Sie ein Gespür dafür, ob eine Kampfsportart Ihrer Persönlichkeit und Ihren Zielsetzungen entspricht.

 

Judo - Würfe statt Schläge

Judo ist eine japanische Kampfkunst, die ursprünglich aus Ju-Jutsu (Jiu-Jitsu) entstand. Sie ist verglichen mit anderen traditionellen Kampfsportarten wie Kung-Fu noch relativ jung, aber heute auch in Deutschland weit verbreitet. Das moderne Judo, wie es in diversen Wettkämpfen praktiziert wird, verzichtet weitgehend auf Schlag- und Tritttechniken. Dafür nehmen Würfe und Hebeltechniken eine prominente Rolle ein. Wenn Sie eine Kampfsportart suchen, in der es vor allem auf Gewandtheit ankommt, die aber zugleich ein effektives Ganzkörpertraining bietet, kann Judo die richtige Wahl sein. Wenn Sie vor allem an Schlag- und Tritttechniken oder akrobatischen Figuren interessiert sind, gilt das weniger. Spezielle Schutzkleidung brauchen Sie beim Judo eher selten, abgesehen von einem Tiefschutz. Eine Matte wird im Regelfall gestellt.

 

Karate - kraftvolle Kampfsportart und effektive Selbstverteidigung

Auch Karate stammt aus Japan. Wie Judo und andere traditionelle Kampfkünste liegt ihm eine Philosophie zugrunde, die auf das Training von Körper und Geist ausgerichtet ist. In vielen modernen Karateschulen wird dieser Aspekt allerdings vernachlässigt, auch wenn es noch immer Dojos (Vereine) gibt, in denen die traditionellen Werte der Kampfkunst vermittelt werden. Ein Gespräch mit dem Dojoleiter vermittelt Ihnen leicht ein Bild von dessen Charakter und Trainingsmethoden. Im Gegensatz zu Judo sind Hebel- und Wurftechniken im Karate zunächst weniger bedeutend als Schläge, Stöße, Blocktechniken und Tritte. Damit ist Karatetraining eine sehr kraftvolle und schweißtreibende Angelegenheit. Karate kann zudem eine effektive Art der Selbstverteidigung in Notfällen sein. Bei Wettkämpfen und Training mit Kontakt kommen Sie um eine Schutzkleidung nicht herum.

 

Taekwondo - weit verbreitet in Deutschland

Die koreanische Kampfsportart Taekwondo ist in Deutschland weit verbreitet. Sie sieht für manchen im ersten Blick wie Karate aus, bei näherem Hinsehen werden die Unterschiede allerdings deutlich. Einen besonderen Stellenwert im Taekwondo haben Tritte. Eine hohe Beweglichkeit und gute Dehnbarkeit sind hier besonders wichtig. Wird das Training mit Vollkontakt ausgeführt, ist eine entsprechende Schutzkleidung Voraussetzung. Oft wird aber ohne Kontakt trainiert. Taekwondo sollten Sie in Erwägung ziehen, wenn Sie an akrobatischen und schnellen Bewegungen Interesse haben. Wie bei anderen Kampfsportarten auch sollten Sie sich vor Trainingsbeginn am besten von einem Arzt untersuchen lassen. Mit vorgeschädigten Gelenken oder gar einem Hüftschaden ist Taekwondo alles andere als gesundheitsfördernd.

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