Internet-Telefonie - nicht so billig wie viele denken

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Internet - Telefonie...

Zeitungsbeilagen, Internet-Seiten und Postwurfsendungen kündigen ein neues Zeitalter beim Telefonieren an: Die Internet-Telefonie. Dabei werden die Gespräche genau wie die Daten übers Internet vermittelt. Häufig heißt es, Telefonieren über´s Internet sei kostenlos.

Netzverkehr: Die Anbieter von Internet-Telefonie verfügen zumeist über eigene Datennetze. Wer innerhalb dieses Netzes telefoniert, weil etwa ein Freund beim selben Anbieter ist, der telefoniert tatsächlich ohne weitere Gesprächsgebühren. Häufig haben mehrere Anbieter ihre Netze zusammen geschlossen, dann gilt das gleiche. Wer allerdings einen "normalen" Anschluss im Festnetz oder ein Mobiltelefon anruft, muss mit Gesprächsgebühren rechnen, die pro Minute anfallen.

Anschluss: Damit das Telefonieren mit Internet-Technologie funktioniert, ist ein schneller DSL-Anschluss erforderlich. Der kostet neben dem (derzeit noch) erforderlichen Festnetz-Telefonanschluss weitere monatliche Grundgebühren. Und nicht zuletzt verlangt ein Internet-Anbieter weitere Gebühren für den Zugang zum Internet, etwa als monatliche Einmalgebühr ("Flatrate") oder in Form eines Volumentarifs (abgerechnet nach der Menge der Daten vom/zum Internet) oder als Zeittarif, bei dem die Datenmenge keine Rolle spielt, wohl aber die Zeit, die man ins Internet eingewählt ist.

Rechenschieber: Nach der derzeit geltenden Tarifstruktur muss man genau rechnen, ob sich das Telefonieren übers Internet wirklich lohnt. Wer sich dazu extra einen DSL-Anschluss anschafft, muss schon eine ziemliche Quasselstrippe sein. Um die mindestens anfallenden knapp 17 Euro für den DSL-Anschluss einzusparen, müsste man tagsüber bei konsequenter Nutzung von Anbietervorwahlen (call-by-call) monatlich ca. 18 Stunden Ferngespräche führen, abends ca. 35 Stunden. Wer allerdings stets ohne Anbietervorwahlen tagsüber mit der T-Com telefoniert, für den kann sich ein DSL-Anschluss bereits ab 2,5 Gesprächsstunden monatlich lohnen.

Telefon oder PC: Wer einen neuen Vertrag zum Telefonieren über Internet abschließt, bekommt zumeist das dafür notwendige elektronische Kästchen vergünstigt angeboten. Je nach Ausführung lassen sich daran vorhandene herkömmliche Telefone anschließen, so dass man gar nicht mehr merkt, welche Gespräche übers Internet geführt werden und welche über das Festnetz. Man hebt den Hörer ab, wählt die gewünschte Rufnummer, den Rest erledigt das Kästchen. Auch ohne ein solches Kästchen kann man mit dem PC übers Internet telefonieren. Dazu muss aber der Rechner eingeschaltet sein, häufig muss man zum Telefonieren einen Kopfhörer mit Mikrofon aufsetzen.

Unter dieser Nummer: Vom Internet-Anbieter erhält man zusätzlich zur vorhandenen Telefonnummer eine (deutsche) Internet-Rufnummer, mit Vorwahl und Teilnehmernummer. Unter dieser Nummer ist man weltweit erreichbar, auch aus dem deutschen Festnetz. Wer also in einem Hotel im Ausland einen dauerhaften Internet-Anschluss hat, kann auch dort unter seiner Internet-Rufnummer preiswert erreicht werden.

Tarif-Dschungel: Schon bei einfachen DSL-Tarifen blickt kaum noch jemand durch, weil sich die Preise ständig ändern, Leistungen mal im Grundpreis enthalten sind, mal zusätzlich berechnet werden. Komplizierter ist es, wenn das Telefonieren über Internet als Kriterium hinzukommt. Eine eindeutige Empfehlung für oder gegen einen Anbieter kann morgen bereits hinfällig sein. Online-Portale wie teltarif de bieten daher tagesaktuelle Datenbanken, bei denen sich je nach Nutzungsverhalten ein günstiger Anbieter finden lässt.

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