Interessantes über die Herkunft des Wortes Rambo

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Interessantes über die Herkunft des Wortes Rambo

Wenn man heute das Wort Rambo verwendet, denkt man in der Regel an Draufgänger, gewalttätige und besonders aggressive Personen. Mit seinen zwei dunklen Vokalen hat allein der Klang des Wortes schon etwas leicht Bedrohliches, und gerade im Deutschen denkt man dabei unweigerlich an einen Rammbock, der jedes Hindernis bedenkenlos zur Seite fegt. Aber woher kommt eigentlich dieses so geschmähte Wort? Hier einige Erörterungen zur Bedeutung und zur Herkunft des Wortes.

 

Die literarische Vorlage zu Rambo

Ursprünglich stammt das Wort aus dem Roman „First Blood“ des amerikanischen Schriftstellers David Morell aus dem Jahre 1972. Rambo ist der Nachname des Protagonisten John Rambo. Der Vietnamveteran kehrt in seine Heimat ins ländliche Kentucky, wird dort zu Unrecht verhaftet und flüchtet sich in Folge in die Berge, wo er sich einen blutigen Kleinkrieg mit der örtlichen Polizei liefert. Interessantes Detail am Rande: Der Name von John Rambo geht auf die Apfelsorte Rambour zurück – einen solchen Apfel brachte die Frau von Morell mit nach Hause, als er gerade nach einem Namen für seine Romanfigur suchte.

 

Rambo als Actionheld im Kino

Einem größeren Publikum bekannt wurde Rambo aber vor allem durch die Verfilmung mit Sylvester Stallone aus dem Jahr 1982. Was in der Buchvorlage nur angedeutet wurde, kam auf der Leinwand in drastischen Bildern voll zur Geltung: Rambo als Einmann-Armee, der im Alleingang eine ganze Kleinstadt in Atem hält und als perfekter Soldat eine ganze Armee von Polizisten zur Strecke bringt.

 

Spätere Filme ramponierten das Image von Rambo

In den Fortsetzungen wurde dieses Konzept schließlich vollends auf die Spitze getrieben. Enthielt der erste Rambo-Film zumindest in Ansätzen leicht sozialkritische Tendenzen – Rambo wird schließlich zu Unrecht beschuldigt und ist immerhin ein Held, der seinem Vaterland gedient hat – wird er in Rambo Teil 2 und 3 zu einem muskelbepackten Supersoldaten, den nichts und niemand stoppen kann. Vor allem in den 80ern erwies sich das als äußerst einflussreich – in der Folge gab es Dutzende von größtenteils miserablen Filmen, die so gut wie keine Botschaft mehr hatten und sich auf die rein voyeuristische Darstellung von Gewalt beschränkten. Vermutlich ist das der Grund, warum man heute beim Wort Rambo hauptsächlich an hirnlose Muskelprotze denkt.

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