Interessante Hintergrund-Infos aus Gotham City: Batman Comics für Sammler und Liebhaber

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Er ist der einsame Rächer des fiktiven Großstadt-Molochs Gotham City – Batman. Der maskierte Held im Fledermaus-Kostüm ist eine ikonenhafte Figur, die bereits seit fast 75 Jahren ihr Unwesen treibt. Sein Ruf ist legendär und seine Abenteuer sind inzwischen in vielfältiger Form erschienen – TV-Serien, Comic-Hefte, Kinofilme, Videospiele und unzählige Merchandise-Produkte zeugen von der ungebremsten Popularität des dunklen Ritters. Viel ist in den vergangenen Jahrzehnten passiert, die Figur des Batman war vielen Veränderungen unterworfen, hat unzählige Abenteuer erlebt und ist auf zahlreiche Gegenspieler getroffen.

All diese Aspekte und die vielen verschiedenen Medien machen es selbst für hartgesottene Batman-Jünger schwer, die einzelnen Abenteuer zu überblicken oder chronologisch einzuordnen. Der folgende Ratgeber soll daher helfen, die Faszination Batman ein wenig zu erklären und eine Übersicht über das Phänomen zu geben.

Die Entstehungsgeschichte eines Superhelden

Als in den späten 1930er Jahren die Superhelden-Welle, allen voran Superman und Captain America, die Welt überflutete, sprangen viele Verlage auf den Zug auf. Auch National Publications, die später zum Comic-Heft-Verlag DC Comics wurden, wollte mehr Action-Comics auf ihrer Veröffentlichungsliste haben, sodass bei Autor Bob Kane eine neue Heldenfigur in Auftrag gegeben wurde. Zusammen mit Autor Bill Finger entwickelte er die Figur, die augenscheinlich von „Der Maske des Zorro" inspiriert war. Allerdings bekam Finger Zeit seines Lebens nie eine offizielle Erwähnung, wenn es um die Konzipierung Batmans ging, was zu einem langjährigen Streit führte.

Die erste Kurzgeschichte um den Fledermaushelden erschien im Mai 1939 im Rahmen der Comic-Reihe „Detective Comics." Die Popularität dieses Auftritts verhalf Batman bereits im Jahr 1940 zu seinem ersten eigenen Solotitel, auch wenn er den „Detectice Story"-Comics noch eine Weile treu blieb. In den ersten Ausgaben wurde auch das Erscheinen und Auftreten Batmans kontinuierlich optimiert. Stück für Stück wurden erst seine Fahrzeuge, dann seine Hintergrundgeschichte eingeführt. Auch erste Gegenspieler und Batmans langjähriger Helfer Robin betraten die Bühne.

Worin sich Batman von anderen Superhelden unterscheidet

Im Gegensatz zu vielen anderen klassischen Superhelden ist es Batman nicht vergönnt auf spezielle Superkräfte zurückzugreifen. Zwar verfügt er über eine gewisse Bodenständigkeit, dennoch ist Bruce Wayne, der Mann hinter der Maske, kein Otto-Normalbürger. In erster Linie verfügt der millionenschwere Erbe des Wayne Enterprises Imperiums über gewaltige Finanzreserven, die es ihm erlauben, all die teuren und technisch hochwertigen Geräte zu konstruieren, welche Batman nutzt. Sein Anwesen entpuppt sich daher auch als ideales Versteck, seine Erscheinung als schillernder Milliardär bietet die ideale Tarnung für die Welt. Tagsüber gibt sich Wayne als Lebemann und finanzieller Wohltäter, nachts geht er energisch auf Verbrecherjagd.

Ein Held mit Ecken und Kanten

Wayne ist dabei getrieben von seinem rigorosen Gerechtigkeitssinn, der aus einem Kindheitstrauma rührt. Als kleiner Junge musste er mit ansehen, wie seine Eltern vor seinen Augen von einem Straßendieb erschossen wurden. Jahrelang redete sich Wayne ein, er wäre indirekt daran schuld. Das Trauma sitzt tief und macht Bruce Wayne und damit auch Batman zu einem gebrochenen Helden, einem von Gerechtigkeit Besessenen. Das gibt dem ansonst recht schillernden Konzept des Superhelden einen gewissen Bruch und verleiht Batman so insgesamt eine düstere Note. So hat Batman nicht nur immer wieder mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen, sondern auch mit der Skepsis der Einwohner von Gotham City. Viele fürchten den selbst ernannten Rächer und scheuen sich davor, ihm zu trauen. Auch die örtliche Polizei macht bisweilen Jagd auf Batman, der darüber hinaus allerdings nie den Glauben an das Gute verliert.

Wichtige Nebenfiguren im Universum von Batman

Neben dem Protagonisten Bruce Wayne hat Batman auch verschiedene Helfer an seiner Seite, die ihn tatkräftig bei seinen Abenteuern unterstützen. Zu den Wichtigsten zählen:

  • Alfred Pennyworth. Der langjährige Butler der Wayne-Familie ist gleichzeitig auch engster Vertrauter und Familienersatz für Bruce. Er zog den Jungen nach dem Tod seiner Eltern auf und weiß von Anfang an auch über sein Doppelleben Bescheid.
  • Commissioner James Gordon. Der Chef der örtlichen Polizei ist von Anfang an auf Batmans Seite und unterstützt ihn, auch wenn er seine wahre Identität nicht kennt. Er ist einer der wenigen nicht korrupten Cops.
  • Robin. Batmans treuer Helfer ist seit der „Detective Comics" Ausgabe Nr. 38 im April 1940 dabei. Er wurde im Laufe der Jahrzehnte immer wieder von anderen Figuren mit unterschiedlichen Biografien verkörpert. Die bekannteste Rolle ist dabei die ursprüngliche in Form von Dick Grayson. Wayne nahm den Waisenjungen unter seine Fittiche und bekam somit einen treuen Helfer. In vielen Storylines übernimmt Robin im weiteren Verlauf auch die Rolle von Batman bzw. wird zum eigenständigen Superhelden Nightwing.
  • Batgirl. Die weibliche Variante von Batman wurde im Laufe der Jahre ebenfalls von recht unterschiedlichen Charakteren gespielt. Die bekannteste erste Vertreterin war Barbara Gordon, die Tochter von Commissioner Gordon. Diese Figur tritt nicht in jeder Batman-Reihe auf.

Gefährliche und größenwahnsinnige Gegenspieler

Einem so widerspenstigen Superhelden wie Batman kann natürlich nur ein passender Superschurke gegenübertreten. Eine Vielzahl von bösen Buben hat es dabei im Laufe der Jahre auf den Fledermausmann abgesehen. An dieser Stelle seien als wichtigste Vertreter erwähnt:

  • Bane. Der muskulöse Hüne mit Atemmaske tauchte erstmals im Jahr 1993 auf, als er Batman in einem Comic das Rückgrat brach, was damals ein Novum in der Superhelden-Welt darstellte. Seine Biografie unterscheidet sich immer wieder, meist ist er aber als Kind unter schweren Verhältnissen in einem Gefängnis aufgewachsen und sieht in Batman sein Feindbild
  • Catwoman. Die agile Katzendame ist nicht eindeutig in der Bösewicht-Abteilung zu verorten. Die ursprünglich als Diebin konzipierte Selina Kyle war anfangs noch feindlich gegenüber Batman gesonnen, in späteren Comics entwickelte sich allerdings auch eine Liebesbeziehung zwischen ihr und Wayne.
  • Professor Hugo Strange. Er ist einer der ersten wiederkehrenden Bösewichte der Batman-Geschichte. Es handelt sich um einen durchgedrehten Wissenschaftler, der dem Fledermausmann in verschiedenen Formen das Leben schwer macht.
  • Der Joker. Er ist ohne Zweifel der Erzfeind von Batman. Er hat das skurrile optische Erscheinungsbild eines verrückten Clowns, tritt mit Schminke und Lippenstift auf. Seine Biografie ist dabei immer wieder unterschiedlich, seine verrückten Absichten bleiben bestehen.
  • Der Pinguin. Er ist der Gentleman-Gangster unter den Schurken im Batman-Universum. Der kleine, etwas untersetze Schurke tritt stets im Anzug und mit Regenschirm auf und teilt eine besondere Leidenschaft für Vögel.
  • Two-Face. Es handelt sich dabei um Harvey Dent, den ehemaligen Bezirksstaatsanwalt von Gotham City, der bei einem Säureattentat entstellt wurde und auf die Seite des Verbrechens gewechselt ist.
  • Der Riddler. Dieser grünmaskierte Schurke ist fasziniert von Rätseln und lockt Batman des Öfteren in trickreiche Fallen und Hinterhalte.

Die Qual der Wahl – welche Comics eignen sich gut zum Einstieg?

Bei all den verschiedenen Batman-Comics ist es schwer, die richtigen Serien zum Einstieg zu finden. Unter Fachleuten gelten dabei die folgenden Reihen als Kultgeschichten, die sich hervorragend zum Einstieg eignen.

  • Batman: Year One (Das erste Jahr). Diese von Kultautor Frank Miller im Jahr 1987 veröffentlichte Geschichte bebildert hervorragend die Entstehungsgeschichte des Superhelden. Filmisch sehr ähnlich angesiedelt ist auch der 2005 entstandene Streifen „Batman Begins."
  • Batman: Arkham Asylum. Diese 1989 erschiene Geschichte interpretiert das Batman-Thema auf eine sehr erwachsene und sehr intelligente Art und Weise. Dabei spielt vor allem das psychologische Verhältnis zwischen Batman und seinen Gegnern eine wichtige Rolle.
  • Batman: The Killing Joke. Das 1988 erschienene Comic ist bei Fans sehr beliebt, da es das Duell ‚Batman gegen den Joker‘ mit nie dagewesener Intensität zeigt. Die ikonenhafte Darstellung galt auch als Vorlage für den ersten neueren „Batman"-Film im Jahr 1989.
  • Batman: The Long Halloween (Das Lange Halloween).Diese Geschichte gilt als Fortsetzung von "Year One" und zeigt Batmans erste Gehversuche als Verbrechensbekämpfer. Es ist mehr als Detektivgeschichte mit vielen bekannten Schurken konzipiert.
  • Batman: The Dark Knight Returns (Die Rückkehr des dunklen Ritters). Dieses ebenfalls von Frank Miller produzierte Comic gilt unter vielen Fans als absoluter Klassiker. Als das Werk im Jahr 1986 erschien, führte es zur Neukonzipierung der Figur des Batman. Auch wenn die Story teils stark von der Kontinuität der Serie abweicht, so werden hier die Beweggründe des Helden sehr deutlich. Die härtere und kompromisslosere Gangart von Batman inspirierte später auch deutlich einige der Verfilmungen.

Die Fledermaus macht auch im Film eine gute Figur – Batmans Rolle im Kino

Im Laufe der Jahrzehnte haben sich unzählige Filmemacher am Stoff des dunklen Rächers versucht. Die ersten beiden Filme „The Batman" und „Batman and Robin" erschienen bereits als Schwarz-Weiß-Filme in den Jahren 1943 und 1949. Sie waren relativ simpel gehalten. 1966 folgte dann mit „Batman hält die Welt in Atem" eine Film-Adaption der damals populären TV-Serie.

Erst 1989 wagte sich Regisseur Tim Burton wieder an den Stoff. Sein erster Film „Batman" überzeugte durch düsteres Film Noir-Flair, der Nachfolger „Batmans Rückkehr" ging 1992 in eine ähnliche Richtung und verknüpfte düsteres Flair mit Comic-Elementen. Die anschließenden Verfilmungen „Batman Forever" (1995) und „Batman & Robin" (1997) gingen eine gänzlich andere Richtung. Hier entschied sich Regisseur Joel Schumacher für reißerische Aufmachung und grelle Farben. Die Umsetzungen gelten im Allgemeinen als sehr schwach, lange galt das Franchise danach als tot.

Erst Regisseur Christopher Nolan konnte mit seiner neuen Trilogie aus „Batman Begins" (2005), „The Dark Knight" (2008) und „The Dark Knight Rises" (2012) wieder große Erfolge feiern. Sein realistischerer Ansatz brachte die alten Batman-Stärken zurück. In Kombination mit guten Schauspielern und komplexen Storys konnte Nolan damit Fans und Kritiker gleichermaßen überzeugen.

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