Insolvent?! Berlin-Touristik - Touristik-Center Hamburg

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Letzte Aktualisierung: 23.10.08

Am 15. August 2008 hat eBay den Händler "berlin-touristik" (BTC) vom Handel ausgeschossen. Eine Woche später wurde auch den Schwester-Account "touristik-center" aus Hamburg gesperrt. Dieser Händler hatte monatlich für ca. 200.000 Euro Reisen in Verbindung mit Musical-Besuchen und Hotelaufenthalte verkauft. Er verlangte Vorkasse. Offensichtlich ist er nun nicht mehr in der Lage, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Da die zugesagten Hotels von Berlin Touristik nicht gebucht bzw. bezahlt wurden, können geschädigte Käufer ihre Reisen nicht mehr antreten. Nach Berichten von Kunden ist das Berliner Büro dees Unternehmens auch nicht mehr besetzt.

Von den 99,8% bzw. 100% positiven Bewertungen des eBay-Shops sollte man sich nicht täuschen lassen. Die meisten Käufer haben ja nur den Eingang der Gutscheine bewertet, die Berlin-Touristik ausgestellt hat:

Bewertungsprofil von berlin-touristik

Bewertungsprofil von touristik-center 

Eine Recherche bezüglich des Umsatzes hat ergeben, daß "berlin-touristik" zwischen dem 04.06.08 und dem 15.08.08 rund 2.400 Reisen für 502.000 Euro verkauft hat. Ein großer Teil der Käufer wird die bezahlten Reisen bisher nicht angetreten haben. Der Verkäufer hatte ihnen mitteilte, daß für August bis Oktober die Termine weitestgehend ausgebucht seien. Der kleine Account "touristik-center" hat übrigens in dem 18 Tage-Zeitraum vom 04.08.08 bis zur Accountschließung am 22.08.08 rund 380 Reisen für ca. 86.000 Euro verkauft.

Eine Reihe der Kunden die vor dem 4. Juni 2008 Gutscheine erworben haben, dürften ebenfalls noch auf die Gutschein-Einlösung warten. Das belegen auch Rückmeldungen von Käufern aus dem eBay-Foren. Zusätzlich wird Berlin-Touristik einige weitere Verkäufe außerhalb von eBay getätigt haben. (Z.B. Nachbuchungen von eBay-Kunden.)

Aus diesen Werten kann man eine grobe Schätzung für die Accounts "berlin-touristik und "touristik-center" vornehmen. Die Zahl der betroffenen Käufer liegt vermutlich zwischen 2.000 und 3.500. Durchschnittlich haben die Käufer 210 Euro ausgegeben. Einige Käufer haben aber auch mehrere Reisen ersteigert, so daß manche Einzelschäden bei bis zu 1.000 Euro liegen. Daraus errechnet sich eine mögliche Schadensumme zwischen 420.000 und 735.000 Euro.

Ein Anhaltspunkt für das Ausmaß des Schadens ist auch die bereits sehr rege Diskussion in den eBay-Foren. Dutzende Geschädigte haben sich dort bereits gemeldet. (Erfahrungsgemäß findet nur ein kleiner Bruchteil der Betroffenen den Weg solche Foren.) In einer inzwischen nicht mehr aufrufbaren Diskussion gab es über 500 Beiträge und mehr als 50.000 Seitenaufrufe. Eine kleinere der etwa von etwa einem Dutzend Diskussion zu Berlin-Touristik ist in den Foren noch zu finden:

http://community.ebay.de/forum/ebay/thread.jspa?threadID=238500

 

Update vom 23.10.08: Bisher keine Insolvenzverfahren bekannt. Infos über eine (frühere) Eidesstattliche Versicherung.

Auf der Seite "insolvenzbekanntmachungen.de" findet sich bis heute kein Insolvenzverfahren für berlin-Touristik / Jürgen Stern. Da es sich bei dem Unternehmen nicht um eine juristische Person (z.B. GmbH) handelt, besteht keine Antragspflicht. Geschädigte können also nur per Mahnbescheid versuchen an ihr Geld zu kommen. Möglicherweise könnte die Polizei aber auch Konten und Vermögenswerte beschlagnahmen.

An dieser Stelle möchte ich noch auf das Posting eines Betroffenen aus dem eBay-Forum verweisen, dessen Inhalt ich allerdings nicht geprüft habe. Demanch soll Herr Stern schon vor einiger Zeit eine Eidessattliche Versicherung (früher Offenbarungseid) abgegeben haben. Möglicherweise hat er Einnahmen aus den eBay-Auktionen genutzt, um Altschulden abzutragen:

"(...) Jxxxx Sxxxx war Gesellschafter einer Liegenschaft mbH in Berlin, welche in 2005
Insolvenz anmeldete. Ebenfalls in 2005 und in 2007 musste Jxxxx Sxxxx darüber hinaus
als Privatperson jeweils eine Eidesstaatliche Versicherung abgeben. Letzte bekannte
Adresse ist: Oxxxxxx xx , 12207 Berlin.

Im Anschluss wurde eine "Jxxxxx Sxxxx Berlin Touristik" gegründet. Das Gewerbe wurde
am 05.05.2008 abgemeldet, da zahlungsunfähig."

Quelle (Posting #48): Thread aus dem eBay-Sicherheitsforum

 

Update vom 11.09.08: Aktuelle Stellungnahme von Herrn Stern im eBay-Sicherheitforum

Gestern ist Herr Stern (BTC) in einem Beitrag auf die aktuelle Situation seines Unternehmens eingegangen. Darin räumt er Fehler ein. Über die weitere Entwicklung führte er aus:

"(...) Derzeit stehe ich vor der Entscheidung, den Insolvenzantrag zu stellen. Nach aktueller
Sicht bleibt mir keine andere Wahl, denn durch die o.a. Ereignisse ist inzwischen ein
derart großer Schaden entstanden, dass ein Sanierungskonzept diesen kaum kompensieren
könnte."

Hier der direkte Link zu dem Posting. (Längere Aufbauzeit.) Wenn er nicht funktioniert, findet man die Stelllungnahme von Herrn Stern in der weiter oben verlinkten Diskussion in Posting #367:

Stellungnahme im Sicherheitsforum

Auf die angebiche Insolvenzversicherung ist Herr Stern nicht eingegangen. Ein betroffner Käufer hat mir allerdings eine Stellungnahme der "EUROPÄISCHEN Reiseversicherung"  gemailt. Demnach habe Berlin Touristik weder bei diesem Unternehmen noch einem Tochterunternehmen eine Insolvenzversicherung abgeschlossen.

 

Update vom 08.09.08: Presse-Information der Website Falle-Internet zu "berlin-touristik"

Die Verbraucherschutz-Initiative Falle-Internet hat den Fall "berlin-touristik" zum Anlaß genommen, einen Artikel über die Probleme beim Gutscheinkauf zu verfassen. (Link kopieren und ** gegen tt ersetzen):

h**p://www.falle-internet.de/de/html/pr_btcrgs.php

Hier ein Bild aus dem Falle-Internet-Artikel von der verschossenen Eingangstür des Reisehändlers :

 

 

Die Daten des Unternehmens und  die AGB laut der eBay-Artikelbeschreibungen:

Es gab bei "berlin-toristik" zwei verschiedene Angaben zu dem Unternehmen. In der Artikelbeschrung war unter rechtliche Informationen des Verkäufers eingeblendet:

Berlin Touristik Center, Jürgen Stern & Henry Wellhausen GbR
JürgenStern
Pfalzburger Straße 43-44
10717 Berlin
Deutschland

Hier ein originaler Screenshot aus einer inzwischen von gelöschten Artikelbeschreibung von "berlin-touristik". (Link kopieren und ** gegen tt ersetzen): h**p://i33.tinypic.com/2e6elmu.gif

Auf der Mich-Seite (AGB) wurde nur Herr Stern alleine als Inhaber angegeben:

Inhaber: Jürgen Stern
In Zusammenarbeit mit der European Travel Corporation Ltd.
Niederlassung Berlin:
Pfalzburger Straße 43-44
D-10717 Berlin
Fon: 0049-30-890643-22
Fax: 0049-30-890643-10

Laut eBay-AGB haben die Käufer einen Vertrag mit dem Inhaber des eBay-Accounts getroffen. Das ist Herr Jürgen Stern, der als Person auch im vollen Umfang haften muß. Soweit die Angebote aber als GbR (= Gesellschaft bürgerlichens Rechts) eingestellt wurden - wie in den Artikelbeschreibungen aufgeführt - dann haben alle Mitgesellschafter der GbR (hier: Henry Wellhausen) zu haften. Anders als bei einer GmbH, haften die Gesellschafter einer GbR mit ihrem gesamten Vermögen (auch dem privaten) für Schulden des Unternehmens.

Die erwähnte Zusammenarbeit mit der European Travel Corporation Ltd. ist ohne Relevanz. Mit der wurde kein Vertrag geschlossen. (Eine Ltd.  = Limited ist eine englische Form der GmbH, die auch in Deutschland beliebt ist, weil nur 1 oder 10 britische Pfund als Haftungskapital eingebracht werden müssen.)

In der inzwischen von der Mich-Seite gelöschten AGB von "berlin-touristik" gab es unter anderem den folgenden wichtigen Hinweis:

"(...) Vertragsabwicklung

Nach erfolgreicher Ersteigerung erhält der Käufer eine Bestätigung per E-Mail.
Den ersteigerten Gutschein / Reiseunterlagen erhält der Käufer vom BTC auf dem
Postweg umgehend nach Eingang des Auktionsbetrages und der Versandkosten (werden
separat ausgewiesen). Für die Abwicklung zwischen dem BTC und dem Käufer nach der
Ersteigerung gilt das deutsche Reiseverkehrsrecht. BTC und Käufer regeln die
Durchführung untereinander. Das BTC ist für die entsprechenden Reservierungen
der Hotels, Tickets und Zusatzleistungen eigenverantwortlich. Die Versendung der
Gutscheine/Reiseunterlagen an die Käufer erfolgt unmittelbar nach Zahlungseingang
(innerhalb von 3 Tagen) durch das BTC. Es erfolgt grundsätzlich kein Versand von
Tickets im Rahmen von pauschal gebuchten Arrangements, die Tickets liegen bei
Anreise des Gastes an der Rezeption des gebuchten Hotels bereit. Verbindliche
Buchungen vor Zahlungseingang sind ausgeschlossen. Die Ansprüche des Gastes gegen
das Berlin Touristik Center (z.B. bei Insolvenz) sind durch eine globale
Kautionsversicherung nebst globalem Sicherungsschein des Veranstalters zu 100%
abgesichert.
Gerne informieren wir Sie hierzu ausführlich."

Hier ein originaler Auszug (Screenshot) der etsprechenden  AGB. (Link kopieren und ** gegen tt ersetzen): h**p://i38.tinypic.com/kbuiie.jpg

Es ist höchst fraglich, ob dieser Insolvenzschutz tatsächlich bestand. Soweit sich Kunden bei ihrer Zahlung darauf verlassen haben, könnte das eine Täuschung und im Schadensfall sogar ein Betrug sein.

 

Beim Account "touristik-center" (Hamburg) waren folgende Angaben in den Artikelbeschreibungen eingeblendet:

HTC Hamburg Touristik Center
Jürgen Stern
Gänsemarkt 43
20354 Hamburg
 
Telefon: 0308906430
Fax: 03089064310
E-Mail: touristik-center(at)hamburg.de

Zitat von der gelöschten Mich-Seite von "touristik-center" aus dem Google-Cache:

"(...) Wir bieten Ihnen rigens ausschlieich Veranstaltungen an, für die wir bereits Tickets
besitzen oder fest reserviert haben. Die von uns angebotenen Hotelpartner haben sich
in langer Zusammenarbeit bewährt."

Quelle (Screenshot; Link kopieren und ** gegen tt ersetzen):  h**p://i34.tinypic.com/f3stad.jpg

 

Keine Vertragserfüllung  trotz Vorkasse?

Bei ausbleibender Lieferung bzw. Rückerstattungen sollten Kunden nicht untätig bleiben. Eine Mahnung und dann folgender ein Kaufrücktritt ist der richtige Weg. Am besten verschickt man die per Einschreiben. In eine Mahnung gehört immer eine Fristsetzung und die Ankündigung weiterer Schritte rein. Beispiel:


"(...) Da sie den Vertrag nicht fristgemäß erfüllt haben, erkläre ich
hiermit meinen Rücktritt und fordere sie auf, mit innerhalb von
10 Tagen den Kaufpreis auf mein Konto xxxx zu überweisen. Sollten
sie dem nicht nachkommen, werde ich ohne weitere Ankündigung eine
gerichtliches Mahnverfahren gegen sie einleiten. (...)"


Zu dem Thema Mahnungen hat die Anwaltsseite "internetrecht-rostock.de" gute und lesenswerte Informationen zusammengestellt. Hier wird ausführlich auf die zivilrechtliche Mahnung und den Mahnbescheid eingegangen. Man sollte den Rechtsweg nicht grundsätzlich scheuen, manche Händler bauen darauf, daß die meisten Betroffenen sich zwar beschweren, dann aber doch nichts Wirksames unternehmen, um an ihr Geld zu kommen.

h**p://www.internetrecht-rostock.de/vorkasse-keine-lieferung.htm

(Da eBay in den Ratgebern keine Links auf Fremdseiten erlaubt, bitte den Link kopieren und die ** gegen tt tauschen.)

Für die Kommunikation mit dem Verkäufer kann man bis 60 Tage nach dem Kauf das eBay-Formular "Unstimmigkeiten online klären" nutzen. (Das ersetzt aber keine Mahnung per Post oder Fax.)  So bekommt auch eBay mit, wie viele Käufer eigentlich betroffen sind. Infos finden sie über diesen eBay-Link:

http://pages.ebay.de/help/tp/inr-snad-process.html

 

Was passiert bei einer Insolvenz?

Aktuell scheint es noch nicht zu einem Insolvenzverfahren gekommen zu sein. Bei Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit ist das aber fast unvermeidlich.

Im Insolvenzverfahren übernimmt ein vom Gericht eingesetzter Verwalter alle Vermögenswerte des Unternehmens. Bei Herrn Stern (bzw. Herrn Wellhausen) würde sich dies auch auf verwertbares Privatvermögen (z.B. einen PKW) erstrecken, da er persönlich für seine eBay-Geschäfte haften muß.

Dem Insolvenzverfahren wird oft ein sogenanntes Insolvenzantragsverfahren vorgeschaltet. Da macht sich der Verwalter ein Bild über die verfügbare Masse (Vermögenswerte) und die Schulden des Unternehmens. Darüber fertigt er ein Gutachten. Reicht die Masse zumindest aus um die Verfahrenskosten zu decken, wird das Verfahren durchgeführt. Ansonsten kann das Verfahren mangels Masse abgewiesen werden.

Im Insolvenzverfahren können Geschädigte (Gläubiger) beim Verwalter ihre Forderungen anmelden. Wenn die Buchhaltung des Schuldners stimmt, werden sie auch direkt angeschrieben. Im Laufe des Verfahrens werden dann die Gläubiger aus der noch vorhandenen Masse anteilig entschädigt. Meist gibt es da Quoten zwischen 0% und 20%.

Im Insolvenzverfahren spielt es keine Rolle, ob der Geschädigte vorher ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet hat oder nicht. Die Forderungen werden gleichwertig behandelt. Kurz vor einer Insolvenz sollte man Abwägen, ob die Ausgaben für ein gerichtliches Mahnverfahren noch eine lohnende Investition sind. Sollte aber eine Insolvenz abgewiesen werden und/oder ein Betrug vorliegen, dann kann man mit einem gerichtlichen Vollstreckungstitel 30 Jahre lang pfänden lassen.

Das neue Insolvenzrecht ermöglicht es Schuldnern, nach 6 Jahren Wohlverhalten eine Befreiung von den Restschulden zu bekommen. Diese Befreiung wird aber nicht für Schulden gewährt, die aus unerlaubten (strafbaren) Handlungen stammen. Ist z.B. Betrug die Ursache einer bestimmten Forderung, dann kann der Geschädigte beim Insolvenzverwalter einen Sonderstatus für diese Forderung beantragen. (Im Antragsformular gibt es da eine Spalte.) Solche Forderungen können dann auch nach dem Zeitraum von 6 Jahren vollstreckt werden.

Es ist an dieser Stelle zu aufwendig, alle Aspekte eines Insolvenzverfahrens aufzulisten. Sollte es konkret dazu kommen, dann gibt es an dieser Stelle weitere Infos von mir.

 

Anzeige bei der Polizei erstatten?

Bei ausbleibender Lieferung  oder Vertragserfüllung muß nicht immer ein Betrug vorliegen. Zum Betrug gehört u.a. Vorsatz des Täters, eine nachweisbare Täuschung und die Bereicherung des Täters oder weiterer Personen. Eine Täuschung könnte darin begründet sein, daß verfügbare Ware bei eBay angeboten wird und der Kunde daraufhin Vorkasse leistet. Ist die Ware nicht verfügbar und erfolgt keine Rückerstattung des Geldes, spricht einiges für betrügerische Absicht. Laut Rückmeldungen in den Foren haben bereits eine Reihe Käufer Strafantrag wegen Betrugsverdachtes gestellt.

Aus der oben verlinkten Diskussion im eBay-Sicherheitsforum läßt erahnen, daß es offensichtlich schon länger Zahlungsprobleme bei Herrn Stern gab. Trotzdem hat er weiter neue Vorauszahlungen eingesammelt. Vermutlich wurden damit alte Forderungen beglichen.

Bei der Anzeige sollte man die vermutete Täuschung deutlich machen. (Die Artikelbeschreibungen hat eBay leider gelöscht.) Eine Strafanzeige erstattet man bei seiner örtlichen Polizie. Gute Infos zur Strafanzeige findet man auf der folgenden Mich-Seite:

http://cgi3.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewUserPage&userid=polizei-anzeige

 

Käuferschutz durch eBay oder PayPal?

eBay hat bereits im Februar 2008 den Käuferschutz abgeschafft. Betrogene Kunden werden nicht mehr entschädigt. Dafür wirbt die eBay-Tochter PayPal mit Käuferschutz. In den Angeboten von "berlin-touristik" hat eBay ausdrücklich  für den Fall einer Zahlung mit PayPal angekündigt:

"Dieser Artikel ist bis zu 1.000 EUR abgesichert."

Allerdings beträgt die Antragsfrist für den Käuferschutz von PayPal nur 45 Tage nach Zahlung. Viel schlimmer noch. PayPal wird vermutlich jegliche Leistung mit Hinweis auf das Kleingedruckte ablehnen:

https://www.paypal.com/de/cgi-bin/webscr?cmd=_pbp-info-outside

Gutscheine und Reisen sind nach Ansicht von PayPal keine materiellen Güter sondern als Dienstleistungen. Und die sind laut den Bedingungen der PayPal-Käuferschutzrichtlinie von der Leistung ausgeschlossen. Das ist natürlich üble Käufertäuschung, denn die PayPal-Zahler werden sich auf den eingeblendeten Käuferschutz-Hinweis verlassen haben. (Warum hat eBay den eingeblendet, wenn es für solche Gutscheine keinen Käuferschutz gibt?) Deshalb sollten Betroffene die mit PayPal bezahlt haben auf jeden Fall einen Käuferschutzantrag stellen und bei Ablehnung ihren Fall öffentlich machen.

 

Den eigenen Fall öffentlich machen; Fragen stellen?

Sie können in einen eBay-Ratgeber schreiben oder in den eBay-Foren (Community) ihre eigenen Erfahrungen schildern. Einloggen ist dort mit dem eBay-Namen möglich. Für spezielle Fragen sind die Foren ebenfalls gut geeignet.

Bei dem absehbaren Schadensausmaß macht es durchaus Sinn, sich an die Medien zu wenden. Der eine oder andere Pressevertreter könnte die Geschite aufgreifen und intensiver recherchieren.

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Stichworte: "König der Löwen", "Mamma Mia", "Ich war noch niemals in New York", "Musical Tarzan", "Blue Man Group", "Variete Wintergarten", "Musical Wicked", Berliner-Touristik-Center,

Lesetipp: Ratgeber Hotelgutscheine - Das versteckte Risiko!

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