Innenreinigung von Fahrzeugen – so finden Sie das passende Zubehör

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Innenreinigung von Fahrzeugen – so finden Sie das passende Zubehör

Natürlich ist das Auto ein Gebrauchsgegenstand. Es bringt uns sicher von A nach B, sei es wenige Kilometer zum Einkaufen, zur Arbeit oder sogar auf langen Strecken in den Urlaub. Ein Angestellter in Deutschland verbringt durchschnittlich 90 Minuten täglich im Auto – jährlich macht das rund 330 Stunden bzw. 14 Tage. Grund genug, dem Innenraum des Fahrzeuges die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Denn ein Ort, an dem man sich so häufig aufhält, muss gepflegt und sauber gehalten werden. Eine Innenreinigung des Autos ist immer ein wenig aufwendig, doch die Mühe lohnt sich in jedem Fall.

Ziel dieses Ratgebers ist es, Ihnen die unterschiedlichen Reinigungsbereiche vorzustellen. Hier erfahren Sie, welche Reinigungsmittel und Reinigungsgeräte für den Innenbereich des Autos geeignet sind. Mit dem passenden Zubehör und unseren hilfreichen Tipps und Tricks werden Sie sich lange in Ihrem Auto wohlfühlen.

Grundreinigung: Der Staubsauger entfernt die gröbsten Verschmutzungen

Der Staubsauger ist für die Innenraumreinigung des Autos essenziell. Denn wo Brötchen gegessen, Salzstangen geknappert und dreckige Schuhe getragen werden, sammelt sich binnen kürzester Zeit viel Schmutz an. Die erste Maßnahme der Reinigung besteht also darin, sämtliche Fußmatten aus dem Auto zu nehmen und diese gründlich auszuklopfen.

Fußmatten säubern

Dies geht am besten an Ausklopfrosten, die Sie an jeder Tankstelle finden können. Hier gibt es außerdem Staubsauger, die Sie für wenig Geld nutzen können. Wer zu Hause einen Stromanschluss in Auto-Nähe hat, kann natürlich auch seinen eigenen Staubsauger verwenden. Wem das nicht möglich ist, der kann sich mit praktischen Autostaubsaugern helfen. Diese werden meist über den Zigarettenanzünder des Autos mit dem Strom der Autobatterie betrieben. Autostaubsauger sind in der Regel eher klein gehalten, weshalb sie für die Grobreinigung des kompletten Autos nur bedingt geeignet sind. Um jedoch schnell ein wenig Dreck wegzusaugen, sind Autostaubsauger besonders für Autofahrer mit Kindern die optimale Lösung.

Innenraum saugen

Nachdem Sie die Fußmatten entfernt und ausgeklopft haben, können Sie den Innenraum des Fahrzeuges aussaugen. Ist die Staubsaugerdüse sauber, sollten Sie auch die Sitze, insbesondere die Stellen an dehnen Rückenlehnen und Sitzfläche aneinander treffen, absaugen. Danach geht es an den Bodenbereich. Nicht vergessen: Auch der Kofferraum muss gereinigt werden. Bei dieser Gelegenheit empfiehlt es sich, gleich den Wasserablauf unter dem Kofferraumboden zu überprüfen. Ist dieser verstopft, kann sich hier Wasser sammeln, was unbehandelt unweigerlich zu Rost führt.

Pflege und Reinigung: Mit diesem Zubehör können Sie selbst eine professionelle Polsterreinigung vornehmen

Nach der Grundreinigung sollten Sie sich die Sitzflächen der Polster vornehmen. Gerade Stoffbezüge sind sehr empfindlich gegenüber Verschmutzungen durch Getränke oder Lebensmittel. Auch Straßenstaub sammelt sich auf den Textilfasern und wird durch die Feuchtigkeit regennasser Kleidung nd Körperwärme tief in die Fasern eingearbeitet. Wenn eine Lösung aus Wasser und ein wenig Textilwaschmittel nicht mehr hilft, müssen schwerere Geschütze aufgefahren werden. Hier empfiehlt sich Polsterreiniger in Form von Reinigungsschaum, der tief in das Gewebe der Textilien eindringt und den Schmutz dort löst. Sie bestehen aus einer chemischen Zusammensetzung, die Bakterien abtötet und Flecken löst, ohne dabei zu viel Feuchtigkeit zu benötigen. Mithilfe verschiedener Tenside werden kleinere und größere Verschmutzungen gebunden und beseitigt.

Gerade in geschlossenen Innenräumen wie einem Auto kann zu viel Feuchtigkeit in den Polstern zur gesundheitsschädlichen Schimmelbildung führen. Für genauere Anleitungen halten Sie sich auf jeden Fall an die Angaben auf dem jeweiligen Reinigungsschaum.

Damit edle Sitze lange schön bleiben: Ledersitze bedürfen besonderer Aufmerksamkeit

Ledersitze benötigen eine andere Pflege als normale Polster. Sie bieten den Vorteil, dass Flecken in der Regel einfach abgewischt werden können. Bei hartnäckigen Flecken durch Getränke oder Fett empfehlen sich spezielle Lederreiniger, die schonend und effektiv reinigen, ohne das Leder zu beschädigen. Pflegesprays und Versiegelungen sind für ein langes Leben Ihrer Ledersitze ebenfalls unerlässlich.

So reinigen Sie Lederflächen im Auto

Der erste Schritt bei der Lederpflege ist also die Reinigung. Hierzu gibt es spezielle Lederfluids, die im Autozubehörhandel oder im Reitsportbedarf erhältlich sind. Ein Tipp: Testen Sie das Reinigungsmittel immer erst an einer unauffälligen Stelle. So können Sie sichergehen, dass keine großflächigen Verfärbungen auf dem empfindlichen Leder auftreten. Eingearbeitet werden die Reinigungsmittel mit weichen Baumwolltüchern. Um den Schmutz aufzunehmen, eignen sich saugfähige, alte Frottee-Handtücher ganz besonders.

Viele dieser Reinigungsprodukte wirken rückfettend, sodass sie das Leder während der Reinigung gleich pflegen. In diesem Fall ist eine nachträgliche Lederpflege nicht immer notwendig. Bei allen anderen Reinigern muss das leder danach intensiv gepflegt werden.

Bevor man sich der Lederpflege widmet, lässt man das Leder nach der Reinigung gut abtrocknen. Bewährte Lederpflegemittel basieren auf Hartz- oder Wachs-Komponenten. Sie werden mit einem Schwamm aufgetragen und sanft eingearbeitet. Dabei sollten Sie darauf achten, nicht zu viel des Produktes anzuwenden. Nachdem Sie die Pflege systematisch an allen Stellen der Ledersitze aufgetragen haben, sollten Sie die behandelten Flächen im Idealfall über Nacht trocknen lassen. Danach werden die Flächen mit einem weichen Staubtuch vorsichtig abgerieben.

Auch bei der Lederpflege gilt: Je besser die Pflege, desto länger bleibt das Leder schön. Etablierte Hersteller von Polster- und Lederreinigungsmitteln sind:

Universell im Einsatz: Putztücher sind wahre Alles-Könner im Auto-Innenraum

Um Cockpit, Scheiben und Polster zu reinigen, werden unterschiedliche Putztücher benötigt. Während Microfasertücher den Staub von Ablagen und Seitentüren zuverlässig aufnehmen und einschließen können feuchte Reinigungstücher die Materialien sogar pflegen. Für Fensterscheiben sind Microfasertüchr und Leder optimal geeignet. Wir stellen Ihnen nun die wichtigsten Putztücher und das passende Zubehör in ihren Einsatzbereichen vor.

Mit hochwertiger Cockpitpflege bleibt Ihr Auto wie neu

Um die Kunststoffe des Cockpits zu reinigen, muss zunächst der Staub entfernt werden. Hierfür eignen sich feine Microfasertücher, die den Staub nicht nur aufwirbeln, sondern sicher in sich aufnehmen. Nach der Grundreinigung zum Nachwischen ist lauwarmes Wasser mit einem sanften Cockpitreiniger ideal. Diese Lösung wird mit einem weichen Schwamm aufgetragen. Achten Sie dabei darauf, nicht zu nass zu wischen, da sonst Feuchtigkeit in die Elektronik oder Lüftung laufen könnte. Experten raten bei der Cockpitreinigung keine aggressiven Reiniger, wie zum Beispiel Geschirrspülmittel zu verwenden, da der empfindliche Kunststoff sonst porös werden könnte. Im schlimmsten Falle können so sogar Risse entstehen. Speziell für Kunststoff ausgerichtete Reiniger schonen das Material und reinigen es sanft.

Nach diesem Prozedere kommt es zur Pflege des Cockpits. Die einzelnen Teile, wie Sichtfenster über den Armaturen oder die Flächen des Armaturenbrettes müssen dabei gleichermaßen behandelt werden. Hierfür wird eine spezielle Kunststoffpolitur sparsam auf alle Flächen aufgetragen. Sie verleihen dem Cockpit einen angenehmen Glanz und sorgen dafür, dass sich auf den glatten Oberflächen weniger Staub ansammelt.

Spezielle Reinigungssprays bekämpfen nebenbei auch muffige Gerüche und lassen Ihr Auto wahlweise angenehm frisch, nach Leder oder sogar nach Neuwagen duften.

Für den optimalen Durchblick: Diese Scheibenreiniger und Putztücher garantieren freie Aussicht

Pollen, Mücken, Staub, Feuchtigkeit und Ablagerungen – unsere Autoscheiben haben es auch im Inneren des Autos nicht leicht. Dabei sind einwandfreie, durchsichtige Scheiben nicht nur optisch von großer Bedeutung, sie bilden auch einen nicht zu vernachlässigenden Sicherheitsaspekt.

Für ein sauberes Cockpit

Um die Scheiben von innen zu reinigen, empfiehlt sich ein starker Scheibenreiniger speziell für das Auto. Diese haben eine besonders hohe Reinigungsleistung und entfernen auch hartnäckigen Schmutz. Dieser tritt besonders häufig an der Innenseite der Windschutzscheibe auf, da hier durch die Lüftung und Heizung kleinste Staubpartikel auf die Scheibe geblasen werden. Reiniger auf Alkoholbasis lösen den feinen Schmutz optimal und hinterlassen gleichzeitig einen frischen Geruch im Cockpit. Mit einem Microfasertuch können die Partikel optimal aufgenommen werden. Sie bieten außerdem den Vorteil eines streifenfreien Endergebnisses.

Beschlagene Scheiben sind vor allem in der kalten Jahreszeit in Problem, das nicht unterschätzt werden sollte. Binnen weniger Sekunden kann es durch beschlagene Scheiben zu enormen Verschlechterungen des Sichtfeldes kommen. Dieser Effekt wird schon durch regelmäßig gesäuberte Scheiben deutlich abgeschwächt. Ist die Beschlagung gerade akut, helfen Lederschwämme perfekt. Sie nehmen die Feuchtigkeit auf und hinterlassen eine streifenfreie und trockene Scheibe.

Nicht zu vergessen: So reinigen und pflegen Sie Türgummis

Türgummis sind der Puffer zwischen Autotür und Karosserie. Sie dichten die Türen ab, sodass Nässe, Schmutz und Wind nicht in das Autoinnere gelangen können. Besonders im Winter werden sie stark beansprucht. Lassen die Türgummis Feuchtigkeit ein, kann die Tür im schlimmsten Falle festfrieren. Damit Türgummis ihre äußerst wichtigen Aufgaben möglichst lange meistern können, müssen sie regelmäßig gereinigt und gepflegt werden.

Dafür gibt es verschiedene Produkte. Die wichtigste Voraussetzung für die Pflegeprodukte ist, dass diese nicht auf Wasser basieren dürfen. Da Türgummis flexible und damit poröse Kunststoffteile sind, kann das Wasser ungehindert eindringen. In den kalten Monaten kann das Wasser gefrieren und durch die damit verbundene Ausdehnung die Abdichtung beschädigen.

Geeignete Mittel für die Pflege von Türgummis sind Produkte aus Talkum, Glycerin, Hirschtalg, Vaseline oder Silikon.

Wichtige Vorarbeit

Bevor diese Mittel aufgetragen werden, muss das Türgummi von Schmutz und Feuchtigkeit befreit werden, da diese sonst nur tiefer in das Material eingearbeitet werden würden. Die Pflege kann nur auf sauberem Untergrund fachgerecht angewendet werden. Nachdem die Türgummis geputzt und abgetrocknet wurden, können Sie die Pflege auftragen. Dabei sollten Sie in jedem Fall die Gebrauchshinweise auf dem jeweiligen Produkt beachten. Meistens reicht eine dünne Schicht, um den Schutz zu gewährleisten. Zum Auftrag benutzt man in der Regel einen Schwamm oder ein staubfreies Baumwolltuch.

Während der Winter durch Feuchtigkeit und Frost eine besondere Herausforderung an die Türgummis darstellt, ist auch der Sommer eine große Belastung. Durch Hitze und direkte Sonneneinstrahlung werden die Gummis schnell porös und spröde. Die aufmerksame Pflege der Türgummis ist also eine Aufgabe für das ganze Jahr.

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