Inkasso

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Bevor Sie Inkasso-Dienstleistungen ersteigern, informieren Sie sich, ob der Anbieter eine Zulassung gemäß § 2 Rechtsberatungsgesetz hat. Sofern das nicht der Fall ist, arbeitet das Büro illegal, was für den Auftraggeber ebenfalls rechtliche Konsequenzen haben kann. Ist im Angebot nichts von dieser Zulassung vermerkt, fragen Sie den Anbieter per Mail von welchem Gericht er seine Zulassung erhalten hat. Ist die Antwort nicht glaubhaft, rufen Sie das vom Anbieter angeführte Gericht an und fragen Sie nach.

Teilweise behaupten Anbieter von Inkasso-Dienstleistungen, sie seien ein ausländisches Unternehmen, das keine Zulassung in Deutschland brauche, da eine solche Einschränkung der Berufsfreiheit europäischen Normen widerspräche. Dem ist nicht so! In manchen Bereichen hat die EU den Mitgliedern das Recht eingeräumt, Zulassungsvoraussetzungen zu erlassen. Somit muss jeder, der in Deutschland rechtsberatend tätig wird, eine entsprechende Zulassung haben.

Anbieter, die Ihnen die Möglichkeit geben, vorformulierte Mahnbriefe aus einer Datei zu verschicken, betreiben kein Inkasso. Ihr Angebot anzunehmen ist daher rechtlich unproblematisch. Dass sie sich trotzdem Inkasso-Büros nennen, ist zwar nicht zulässig, hat aber auf den Käufr keinen Einfluss.

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