Informieren Sie sich über die verschiedenen Markisen für die Montage an einen VW T3 Westfalia

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Informieren Sie sich über die verschiedenen Markisen für die Montage an einen VW T3 Westfalia

Der VW T3 ist längst nicht mehr in Produktion, wobei der VW-Bus recht lange gebaut wurde. Tatsächlich lief die dritte Generation des legendären Bullis mehr als zehn Jahre vom Band, in Südafrika sogar bis in die 2000er hinein.

Obendrein wurde der „Bulli III" in zahlreichen Versionen angeboten, geschätzt wurde der VW-Bus außerdem vor allem von Campern. Denn Fahrzeugbauer Westfalia stellte auf Basis des VW T3 nicht nur einen Camper auf die Räder, sondern kreierte gleich einige Modelle. Beispielsweise wurde der VW T3 mit Hochdach oder Aufstelldach versehen, ebenso mit Kühlschrank und sogar einer Kochmöglichkeit.

Auf dem Zeltplatz aber braucht ein solcher VW T3 Westfalia vor allem eines: Sonnenschutz. Den übernehmen in der Regel spezielle Rollos oder Sonnensegel, letztere als Markisen bekannt. Die gab es für die Camper-Version des T3 Westfalia ebenfalls in mehreren Versionen. Welche Markisen für den VW T3 zur Auswahl stehen und wie Sie diese montieren, verrät Ihnen dieser Ratgeber zum Thema Markisen für den T3 Westfalia.

Kurzgeschichte: Der VW-Bus T3 im Zeitraffer

Doch zuerst ein paar Worte zum Basismodell, dem VW-Bus T3. Der ist Fans sicherlich als dritte Generation des „Bullis" bekannt, wobei weder Bulli noch T3 der offiziellen Modellbezeichnung entsprechen. Seitens des Herstellers hieß der VW T3 – ebenso wie übrigens dessen Ahnen T1 und T2 – nämlich schlicht und allein VW-Bus „Typ 2". Unter Fans und Käufern hat sich trotzdem T3 eingebürgert.

Auf den Markt kam der VW T3
1979, wo er schließlich über zehn Jahre bleiben sollte. Erst 1992 wurde der T3 von seinem Nachfolger VW T4 beerbt, bei dem Volkswagen den Heckantrieb gegen einen Frontantrieb austauschte. Daher gilt der T3 unter Fans als letzter Vertreter des „echten" Bullis, setzten die ersten drei Generationen des VW-Bus doch allesamt auf Heckantrieb. Dabei zeigte sich schon der T3 als komplette Neukonstruktion mit deutlich größeren Abmessungen und Radstand sowie einem gänzlich neuen Design. Waren die ersten VW-Busse T1 und T2 noch recht rund geraten und mit einem riesigen VW-Emblem versehen, war der T3 quasi ein Bus mit Ecken und Kanten.

Camper: Warum der VW T3 für Umbauten so beliebt war

Angeboten wurde der VW T3 dafür in zahlreichen Varianten. Angesiedelt im Segment der Kleintransporter, wurde der VW T3 als Kasten- und Pritschenwagen, mit Doppelkabine oder als Kleinbus gebaut. Daneben gab es einige Sondermodelle, die jedoch eher mit zusätzlicher Ausstattung auffielen. Die Version als Kleinbus bot inklusive Fahrer bis zu neun Passagieren Platz, wobei für Umbauten zum Camper oder eben Campingmodell gern der Sechssitzer VW T3 Multivan genutzt wurde.

Schon in Serie war dieser T3 Multivan mit Klapptisch, Vollverkleidung, Holzfußboden samt Kunststoffbelag, dreisitziger Rückbank oder – quasi im Kofferraum – einer fast zwei Meter langen und 1,60 Meter breiten Schaumstoffauflage als Schlafmöglichkeit ausgestattet. Obendrein war der VW T3 Multivan mit Gardinen und einer zweiten Batterie versehen, die einer Kühlbox mit 36 Litern als Energiespender diente. Fahrzeugbauer Westfalia aus dem ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück hatte allerdings einige weitere Ideen für diesen T3 Multivan.

Tuning von Westfalia: VW T3 wird zum echten Camper

Westfalia als Tuningpartner hat den VW T3 Multivan weiter veredelt und dabei den Fokus ganz auf das Thema Camping gerichtet. Wichtigste Idee war wohl das Aufklappdach, welches dem VW T3 einen zusätzlichen Schlafplatz verlieh. Der versprach einen Platz von immerhin 1,94 Metern Länge und 1,16 Metern Breite, womit der T3 plötzlich drei Personen eine Möglichkeit zum Übernachten bot.

Westfalia entwickelte einige weitere Ideen, was schließlich in einer komplett neuen Innenausstattung gipfelte. Diese Westfalia-Versionen des T3 wurden im Volksmund gern als „Westi" bezeichnet und seitens VW unter verschiedenen Namen vertrieben, beispielsweise T3 Joker, T3 Club Joker oder T3 California.

Parallel probierten sich außerdem andere Tuner und Fahrzeugbauer wie Weinsberg, Rheimo oder Carthago an entsprechenden Campingversionen. Solche VW T3 Camper wurden aber meist von den Unternehmen auf eigene Kosten umgerüstet und vermarktet, mitunter sogar nur direkt auf Bestellung. Westfalia hingegen arbeitete direkt mit Volkswagen zusammen, weswegen die Campingmodelle vom Start weg angeboten wurden. Auch spätere Modelle wie den T4 sollte Westfalia zum Camper umrüsten.

Umbauten aller Art: Westfalia modelt jeden VW-Bus um

Tatsächlich beruht die Zusammenarbeit zwischen Westfalia und Volkswagen auf Jahrzehnte alten Traditionen, denn schon den VW T1 Bulli hatte Westfalia mit einer „Camping-Box" aufgewertet. Später folgten für den Bulli diverse Westfalia-Anhänger oder -Vorzelte, die den nutzbaren Campingraum noch etwas vergrößerten. Schon der T2 Westfalia und ebenso der T3 Westfalia waren daher mit einer kompletten Küche versehen und stellten so vollwertige Wohnmobile mit allem Komfort.

Dabei hat sich Westfalia nicht allein auf Modelle beziehungsweise Kleinbusse von Volkswagen eingeschossen. Ebenfalls gern zum Camper wird der Fiat Ducato umgebaut, wobei solche Ducato-Wohnmobile gegenüber T3 und dessen Nachfolgern sogar noch etwas mehr Platz bieten dürften. Eines aber haben die genannten Camper gemein: Gerade im Sommer ist guter Sonnenschutz quasi ein Muss. Und diesen Sonnenschutz bekommt der Camper durch Sonnensegel und spezielle Markisen.

Schatten ist gewollt: Wozu dienen Markisen und Sonnensegel

Was Markisen und Sonnensegel sind oder was sie bezwecken – eben möglichst effektiven Sonnenschutz –, braucht eigentlich kaum erklärt werden, zieren solche „Segel" doch mittlerweile in unzähligen Versionen jede Terrasse und jeden Balkon. Da gibt es Gelenkarmmarkisen, Kassettenmarkisen, Vollkassettenmarkisen, Seitenmarkisen, elektrische Markisen mit bequemer Fernbedienung via Funk und noch viele weitere Versionen.

Für den Camper ergibt sich prompt ein Aber, denn nicht jede der gerade aufgezählten Markisen eignet sich zum Camping und vor allem der Montage an einem VW T3 Westfalia. Die Seitenmarkise ist selbstredend schnell „aufgestellt", dient diese Markise doch eher dem Sichtschutz als Sonnenschutz, der bei einer tief stehenden Sonne am Morgen oder Abend aber doch gegeben ist.

Einige findige Zulieferer haben jedenfalls auch hier mit entsprechenden Angeboten ein gewisses Sortiment geschaffen und speziell für den T3 einige Camping-Markisen kreiert. Beispielsweise ist für den T3 Westfalia ein Markisen-Komplettset erhältlich, das direkt am Hochdach des VW-Busses montiert wird. Die Markise dient als Sonnendach über der Schiebetür und kann zudem ebenso als Regenschleuse bei schlechtem Wetter herhalten. Die Montage der Markise am Hochdach des VW T3 erfolgt denkbar einfach und ist quasi mit einigen speziellen Schrauben und Halterungen in nur wenigen Minuten vollbracht.

Breite Auswahl: Welche Markisen für den VW T3 Westfalia gibt es?

Markisen und Sonnensegel gibt es übrigens längst in „moderner" Version mit Regenrinne, wobei die Adapter zur Montage sowohl für T3 wie ebenso T4 und T5 passen können. Dank Teleskopstützen am Ende der Markise hängt diese auch nicht durch, sondern bekommt zusätzlichen Halt sowie vor allem eine gewisse Mindesthöhe.

Statt an das Hochdach kann die Markise mittels spezieller Adapter zudem direkt an die Regenrinne des VW-Busses montiert werden, was in der beiliegenden Montageanleitung detailliert erklärt wird. Wichtig: Die Halterungen müssen an bestimmten Punkten angebracht werden, folgen Sie bei der Montage also möglichst genau der Anleitung. Zur Hilfestellung bieten die Hersteller – konkrete Anbieter für solche Markisen speziell für Camper wie den VW T3 Westfalia sind schnell im Netz recherchiert – außerdem einige Videos, die anzuschauen mit Sicherheit lohnen dürften.

Mehr Platz zum Campen: Aus der T3-Markise wird ein Vorzelt

Ein bekannter Hersteller für solche Camper-Markisen ist beispielsweise das Unternehmen Fiamma. Kombiniert mit einigen weiteren Seitenmarkisen und den nötigen Halterungen und Stangen, wird eine solche Markise von Fiamma sogar schnell zu einem kompletten Vorzelt, das morgens zum Frühstücken im Freien einlädt oder abends zu einer gemütlichen Barbecue-Runde.

Vorteil für Besitzer eines älteren „Bullis" wie den T3: Die Markise kann ein modernes Produkt sein und ist trotzdem am T3 zu montieren. Wie schon erwähnt, taugen Markisen wie vor allem Adapter und Halterungen nicht nur für aktuelle Modelle der VW-Bus-Familie, sondern ebenso für Vorgänger wie VW T4 oder VW T3. Die Vorteile moderner Markisen sind jedenfalls kaum zu übersehen, denn einerseits sind die Sonnensegel schlicht fabrikfrisch und versprechen viele Jahre Lebensdauer. Außerdem sind moderne Sonnensegel speziell imprägniert und weisen somit Wasser ab. Gleiches gilt für die „Haltbarkeit" der Farben, die trotz permanenter Sonnen- und UV-Strahlen selbst nach Jahren noch kräftig erscheinen.

Markisen-Montage am T3: Warum gute Arbeit wichtig ist

Trotzdem ist gerade die Montage wichtig. Hier wurde bereits auf die Beachtung der beigefügten Anleitung hingewiesen. Ausschlaggebend sind die Halterungen, wo es von Modell zu Modell doch Abweichungen geben kann. Achten Sie daher auf die richtigen Halterungen und Adapter speziell für den VW T3 Westfalia.

Falsche Halter können hingegen Schaden anrichten. Das Gleiche gilt, wenn Sie der Montageanleitung nicht exakt folgen. Befestigen Sie die Marke an der falschen Stelle, können Isolierungen oder Füllungen beschädigt werden. Die mögliche Folge sind von außen unsichtbare Risse und Löcher, durch die später Wasser eindringt. Mögliche Folge: Rost und Korrosion.

Nachbessern können Sie aber durchaus, etwa bei Hochdachhaltern. Um der Markise mehr Stabilität zu verleihen, fügen Sie innen einfach zwei oder drei Millimeter dicke Edelstahlbleche ein. Unter die Halterungen lohnt zudem etwas Karosseriedichtmasse. In der Regel müssten übrigens drei Adapter vorgesehen sein, zwei für die Seiten der Markise, ein dritter für die Mitte. Nutzen Sie diese drei Adapter, das garantiert dem Sonnensegel den nötigen festen Halt. Sollten Fragen unbeantwortet bleiben, wenden Sie sich an den Hersteller der Markise. Außerdem laden einige spezielle Foren im Internet dazu ein, sich mit Gleichgesinnten zum Thema auszutauschen.

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