Informationen zur Kenntnisüberprüfung zum Heilpraktiker

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 Informationen zur Kenntnisüberprüfung zum Heilpraktiker


Die Überprüfung der Kenntnisse auf dem Gebiete der Heilkunde ohne Bestallung setzt voraus, dass ein Antrag
auf Erteilung der Erlaubnis bei dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt gestellt wird. Der Antrag muss spätestens
vier Wochen vor Beginn der Kenntnisüberprüfung hier eingehen.


Folgende Unterlagen sind mit dem Antrag im Original oder als beglaubigte Kopie vorzulegen bzw. einzureichen:


• Nachweis des vollendeten 25. Lebensjahres durch Vorlage des Personalausweises / Passes.
• Lebenslauf (tabellarisch) mit Foto im Passbildformat.
• Ärztliches Zeugnis, das am Tag des Überprüfungsbeginns nicht älter als 3 Monate sein darf, wonach keine
   Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass Ihnen infolge eines körperlichen Leidens oder Schwäche Ihrer geistigen oder
   körperlichen Kräfte oder wegen einer Sucht für die Berufsausübung erforderliche Eignung fehlt.
• Amtliches Führungszeugnis, das am Tag des Überprüfungsbeginns nicht älter als 3 Monate sein darf.
• Nachweis über einen erfolgreichen Abschluss, mindestens der Hauptschule oder über einen gleichwertigen Abschluss.

Bitte reichen Sie Ihre Antragsunterlagen aus Umweltschutzgründen nicht in Klarsichthüllen oder Ring- heftern ein.

Der Nachweis des Besuches einer Heilpraktikerschule ist nicht erforderlich.

Die schriftlichen Kenntnisüberprüfungen finden grundsätzlich in den Monaten März und Oktober statt.
Die Überprüfung gliedert sich in einen schriftlichen und nach erfolgreichem Abschluss, einen mündlichen
Überprüfungsteil.
Die schriftliche Arbeit umfasst z. Zt. 60 Fragen im Multiple- Choice- System. Der Zeitumfang beträgt maximal
zwei Stunden. Der Fragenkatalog wird vorab nicht veröffentlicht.

Inhaltlich erstreckt sich die Überprüfung auf den Ausschluss von Gefahren in folgenden Sachgebieten:

1. Berufs- und Gesetzeskunde, insbesondere rechtliche Grenzen sowie Grenzen und Gefahren diagnostischer
    und therapeutischer Methoden bei der nichtärztlichen Ausübung der Heilkunde.
2. Grundlegende Kenntnisse der Anatomie und Physiologie, einschließlich der pathologischen Anatomie
    und Pathophysiologie.
3. Grundkenntnisse in der allgemeinen Krankheitslehre, Erkennung und Unterscheidung von häufigen Krankheiten,
     insbesondere der Stoffwechselkrankheiten, der Herz-Kreislauf-Krankheiten, der degenerativen und übertragbaren
     Krankheiten, der bösartigen Neubildungen sowie seelischer Erkrankungen.
4. Erkennung und Erstversorgung akuter Notfälle und lebensbedrohender Zustände.
5. Praxishygiene, Desinfektionen und Sterilisationsmaßnahmen, Pflichten nach der Medizinproduktebetreiberverordnung.
6. Technik der Anamneseerhebung, Methoden der unmittelbaren Krankenuntersuchung (Inspektion, Palpation,
    Perkussion, Auskultation, Reflexprüfung, Puls- und Blutdruckmessung).
7. Bewertung grundlegender Laborwerte.
8. Injektions- und Punktionstechniken.

Als Nachweis ausreichender Kenntnisse bedarf es der richtigen Beantwortung von mindestens 45 Fragen.
Danach folgt der mündliche Überprüfungsteil. Zu gegebener Zeit werden Sie gesondert eingeladen. Dieser dauert
bis zu einer Zeitstunde. Die Überprüfungskommission besteht aus einer Ärztin oder einem Arzt des Gesundheitsamtes
und zwei Heilpraktikerinnen oder Heilpraktikern als Beisitzer(innen). Die Heilpraktikerinnen oder Heilpraktiker
beteiligen sich aktiv an der Überprüfung, haben aber in der Kommission keine Entscheidungsbefugnis, sondern
lediglich beratende Funktion.
Die mündliche Kenntnisüberprüfung erstreckt sich auf den Aufschluss von Gefahren auf die bereits genannten Sachgebiete.
Das Ergebnis der schriftlichen Überprüfung wird Ihnen mit der Einladung zur mündlichen Überprüfung mitge-
teilt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass aus datenschutzrechtlichen Gründen eine fernmündliche Ergeb-
nisabfrage nicht möglich ist. Nach erfolgter mündlicher Überprüfung, wird Ihnen im Anschluss -nach Beratung
der Überprüfungskommission- das Ergebnis mitgeteilt.
Sofern Sie der Überprüfung unentschuldigt oder ohne ausreichende Entschuldigung fernbleiben, werden
Ihnen die entstandenen Kosten in Rechnung gestellt.


Kosten der Überprüfung

Die Gebühren für die Überprüfung richten sich nach der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung des
   Landes Nordrhein-Westfalen und betragen:
• Tarifstelle 10.14.11, für die schriftliche und mündliche Überprüfung 210,-- Euro
• Tarifstelle 10.14.13, für die Entscheidung über die Erteilung der Erlaubnis
   d.h. die Ausstellung der Erlaubnisurkunde 52,-- Euro, bei Versagung 39,-- Euro
• Außerdem fällt eine Aufwandsentschädigung für die vorgeschriebenen
   Beisitzer an der Überprüfung an, die zu Ihren Lasten geht.
   Hier entstehen Kosten bis ca. 100,-- Euro.

Der Gebührenbescheid ergeht mit der schriftlichen Antragsentscheidung.
Quelle: Gesundheitsamt Dortmund Heilpraktiker / Formulare

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