Indianischer Silberschmuck

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nordamerikanisch-indianischer Silberschmuck aus dem Südwesten der USA wird von den Navaho, Hopi und Zuni-Indianern gefertigt. Das fertigen von Silberschuck wird erst seit ca 1860-1870 betrieben. Türkisschuck wurde schon vor tausenden Jahren gefertigt. Die Verarbeitung von Silber lernten die Indianer aber erst von spanischen Silberschmieden. In der Anfangszeit wurden hauptsächlich Dollarmünzen aus Silber verarbeitet, Dieses Silber hat zwar einen geringeren Silberanteil, da alter indianischer Schmuck sich allerdings bei Sammlern höchster Beliebtheit erfreut, ist der Silbergehalt für den Preis eines Stückes nicht aussagekräftig. Heute wird in der Regel Sterling-Silber verwendet. Silberschuck war (und ist es bis heute) eine Geldanlage. Die Navahotrugen ihn zu Feierlichkeiten, oft aber auch das ganze Jahr. Die Navaho sind Schafzüchter. Wurde das Geld knapp, verpfändeten sie den Familienschmuck. Er wurde wieder ausgelöst, kurz vor den Stammesfesten, wenn die Wolle und ein Teil der Herden verkauft wurden---- diese Praxis nennt sich Pawn-System---alter, in den Navahofamilien getragener Silberschmuck deshalb Pawnschmuck.

Stilmerkmale:

Navaho: in der Regel Verwendung großer Steine, zumeist Türkis und Koralle. Diese Steine werden traditionell verarbeitet. Mitlerweile finden aber auch viele andere Steine Verwendung, zb Lapislazuli, Achat und Malachit. Der Stein als solches ist interessant und wird umrandet von Blattwerk und Silberkügelchen.

Zuni: die Zuni haben mehrere traditionelle Stile- zum einen fertigen sie feinste Intarsien aus Halbedelsteinen, zum anderen sind sie berühmt für Ihre Needle-Point Arbeiten. Dabei werden feinste Nadeln aus Koralle oder Türkis in Unmengen in Form von Mustern aufgebracht.

Hopi: Oft ein reiner Silberschmuck, gelegentlich werden kleinere Türkise mitverarbeitet. Hopischmuck wird aus 2 Lagen Silber gearbeitet- einer Grundplatte und einer 2.Silberplatte, aus der das Motiv gesägt wird. Beide Platten werden so zusammengelötet, daß ein Zwischenraum entsteht, das Motiv also durch den im Zwischenraum befindlichen Schatten sichtbar wird--shadow box.

 

Neben den Stämmen des Südwestens verarbeiten noch viele andere Indianerstämme Silber zu Schmuck---zb die Stämme der Nordwestküste. Es gibt aber auch Gold und Silberschmiede in fast allen anderen Stämmen--- sie arbeiten teilweise moderne Stücke mit uralten überlieferten Motiven. Allerdings sind es oft Einzelkünstler , die in Europa weniger bekannt sind.

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