Immobilienkauf auf den Philippinen

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Viele Ausländer lassen sich hier nieder, um ihren Ruhestand zu genießen. Auch bei Europäern ist dieses Land nach wie vor ein beliebtes Ziel. Alleine mit dem nötigen Kleingeld ist es dabei jedoch oft nicht getan. Wer hier eine Immobilie erwerben möchte, benötigt vor allem einen guten Anwalt und Makler. Wer hier vor Ort einen Partner sucht oder sich auf Empfehlungen Einheimischer verlässt (die in der Regel keine Erfahrungen mit Anwälten, Makler und Notaren haben) erlebt oft unnötige und vor allem teure Hindernisse. Besser sind hier einige europäische und amerikanische Immobilienmakler, die sich speziell auf dieses Geschäft konzentriert haben. Die Provisionen für den Anwalt, Makler und Notar zahlt in der Regel der Verkäufer. Deren Höhe ist vor Auftragsvergabe am besten schriftlich zu vereinbaren. Offiziell gibt es beim Appartementkauf für Ausländer keine Einschränkungen, doch es kann sein, dass sich die Vorschriften je nach Lage der Immobilie etwas unterscheiden. Mit dem Kauf von Häusern und Grundstücken ist entsprechend den regionalen Gegebenheiten zu verfahren. Die Möglichkeiten für ein eingetragenes Unternehmen sind vielfältig. Man lässt sich am Besten von seinem Makler beraten. Eigene Spontankäufe sollte man in jedem Fall vermeiden. Viele Ausländer setzen den Kaufpreis nach heimischen Maßstäben, also oft zu hoch an, mit der Folge, dass sie Objekte auch noch dann als günstig einschätzen, die im Vergleich vor Ort als Wucher angesehen würde. Makler wissen, dass vor allem im ländlichen Raum oft das doppelte des Markt üblichen Preises bezahlt wird. Empfehlungen von Einheimischen helfen hier auch kaum weiter, da man gegenüber Fremden und Ausländern ein anderes Auftreten an den Tag legt. Hier hilft nur vorsichtiges Hinterfragen und eine Menge Erfahrung. Ein Kaufvertrag ("Contract of Sale and Purchase") muss unbedingt mit Hilfe eines Ortsansässigen Anwaltes abgeschlossen werden. Im Zweifelsfall sind damit juristische Fallen zu umgehen, die bares Geld wert sind. Einen Grundbucheintrag kennt man hier übrigens auch. Jede Immobilie und jedes Land wird analog dem deutschen Grundbuchamt verwaltet. Alle Rechte aus einem Immobilienkauf leiten sich hieraus ab .

Immobilienkredit auf den Philippinen

Häufige Anfrage zur Finanzierung einer Immobilie auf den Philippinen für Ausländer, möchte ich gern mit ein paar Erfahrungen aus der Vergangenheit beantworten. Da wir in dort einige Immobilien in den letzten Jahren verkauft haben. Offizielles Zahlungsmittel auf den Philippinen ist oft bei Investitionen „BAR auf die Hand“. Dann sind auch alle Möglichkeiten im Bezug auf Preisverhandlungen, sonstige Vergünstigungen und Zuschläge (Renovierung, Erweiterung, Reparaturen usw.) offen. Es geht aber auch, das man sich auf verschiedenen Wegen seine Immobilie finanziert. In der Vergangenheit sind wir diese 3 Wege gegangen:

1.
Finanzierung über die deutsche Hausbank. Hat den Vorteil, das man sein Geld schnell bekommt, gleichmäßige, sichere Tilgungen hat usw. Ein weiterer Vorteil ist die niedrige Zinsbelastung, wenn man den Kreditvertrag richtig aushandelt. Wichtige Dinge wie Vorfälligkeiten usw. sind hier zu beachten. Der Nachteil ist, das man bei der Bank nicht angeben kann, wozu man das Geld einsetzen will. Wir hatten in den letzten 2 Jahren keine positiv beschiedene Finanzierungsanfrage für einen Hauskauf auf den Philippinen. Natürlich bieten viele Banken dies an, aber wenn es einmal nicht um Bankeigene Objekte oder Innerhalb von Europa angesiedelte Objekte geht sind die besten Hausbanken, sehr misstrauisch und eher ablehnend. Der einzige Weg ist ein normaler „Ratenkredit“ der für alle Zwecke beantragt werden kann und oft auch bis 100.000,- EUR (ca. 6.5 Mio. Peso) bewilligt wird. Dieser Weg würde gehen.

2.
Man kann sich die Immobilie auf den Philippinen bei einer Bank finanzieren. Hat den Vorteil, das die Bank das Objekt kennt und sicher einschätzen kann. Nachteile sind hier die hohen Zinsen, oft bis zu 20%, woran auch viele Filipinos scheitern, niedrige Raten, aber hohe Zinsen sind an der Tagesordnung und kaum jemand ist bei längeren Finanzierungen vor Zinserhöhungen von „heute auf morgen“ sicher. Ein weitere Nachteil ist das die Philippinischen Banken keine ausländische Bonität anerkennen, das heißt, das zum Beispiel die Familie der Frau bürgen muss und dafür erst einmal über einige Sicherheiten und ausrechendes Einkommen verfügen muss.

3.
Der 3. Weg ist eine sogenannte „In house“ Finanzierung, bei der man mit dem Eigentümern eine Finanzierung aushandelt. Das wird sehr oft gemacht und hat einiges an Vorteilen. Die Anzahlung beträgt meistens nur rund 20% des Kaufpreises, die Raten können beliebig festgelegt werden und Zinsbelastungen oder andere Gebühren sind fast zu vernachlässigen. Das einzige was man braucht ist ein guter Leumund und einen guten Eindruck beim Besitzer.

Bitte fragen Sie nicht welches der beste Weg ist, ich glaube den gibt es nicht, aber wenn man von Fall zu Fall entscheidet, ruhig und besonnen, dann ist jeder Weg ein guter Weg, oft bieten sich auch Mischungen an. Dies würde ich mir aber offen halten und von Objekt zu Objekt individuell mit dem Eigentümer und wenn wir zusammen arbeiten wollen mit uns gemeinsam entscheiden.

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