Immergrüne Sträucher für einen schönen Garten - auch im Winter

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Immergrüne Sträucher für einen schönen Garten - auch im Winter

Immergrüne Sträucher zählen botanisch zu den immergrünen Laubgehölzen. Wenn es sich um die Gartengestaltung im engeren Sinne handelt, reden Fachleute ganz korrekt von immergrünen Ziergehölzen. Ihre Funktion geht aber weit über den schönen Anblick und die Freude über das leuchtende Wintergrün in der tristen Jahreszeit hinaus. Denn Sträucher und Bäume haben eine große Bedeutung für das Ökosystem der Erde. Wie viele Pflanzen dienen sie als Sauerstoffspeicher und Luftentgifter. Ohne den Sauerstoff, der bei der Fotosynthese auch von immergrünen Ziergehölzen freigesetzt wird, könnten weder Mensch noch Tier auf der Erde leben. Außerdem erhöhen sie durch ihre immense Wasserverdunstung die Luftfeuchtigkeit und sorgen so für ein ausgewogeneres Klima auf der Erde. Somit wäre ohne Bäume und Sträucher das Leben in seiner jetzigen Form auf der Erde nicht möglich. Und nicht zuletzt bieten Gehölze Schutz, Lebensraum und Nahrung für viele Tiere. Wer also mit seiner Gartengestaltung auch einen kleinen Beitrag zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen leisten will, wählt deshalb verschiedene Arten von Ziergehölzen und kann sich dabei über eine große Auswahl freuen, sodass jeder Gartenfreund sicher die richtigen Gewächse für seinen Traumgarten findet. Lassen Sie sich einfach von der Vielfalt an Ziergehölzen überraschen, wenn Sie sich zum Beispiel bei eBay einen ersten Überblick verschaffen und danach ganz individuell Ihre immergrünen Ziergehölze auswählen und pflanzen.

Immergrüne Ziergehölze – wie Sie mit ihrer Hilfe das Grundgerüst Ihres Gartens festlegen

In den meisten Gärten bilden Ziergehölze das Grundgerüst des Gartens, indem sie zum Beispiel das Grundstück einrahmen, einzelne Bereiche abteilen, Lärm- und Sichtschutz bieten und, gleichsam nebenbei, stille Winkel und Rückzugsorte schaffen und so den Grundcharakter des Gartens definieren. Deshalb wollen Auswahl und Platzierung der immergrünen Gehölze wohl überlegt sein – denn gut eingewachsene, größere Gehölze lassen sich meist nur schwer wieder versetzen und sollten deshalb ihren angestammten Platz behalten.

Eine Schnitthecke aus immergrünen Sträuchern – damit der Garten auch im Winter grünt

Das auffälligste Ziergehölz in einem Garten ist in aller Regel die Hecke. Sie bietet Schutz gegen neugierige Blicke, begrenzt in aller Regel das Grundstück sowohl zur Straße als auch zu den Nachbarn hin, und oft ist es das Gartenelement, auf das der Blick zuerst fällt – ganz gleich, ob vom Wohnzimmer oder vom Sitzplatz auf der Terrasse aus. Wenn Sie somit für die Heckenpflanzung immergrüne Gewächse wählen, haben Sie auch im Winter, wenn der Rest des Gartens sich eher still und unscheinbar zeigt, lebendiges Grün vor Augen. Allerdings gilt es bei der Auswahl der Ziergehölze für eine immergrüne Schnitthecke ein paar Dinge zu beachten: Schnitthecken lassen sich nur mit Pflanzen gestalten, die absolut schnittverträglich sind. Denn wie der Name bereits sagt, werden Schnitthecken regelrecht in Form getrimmt und geschnitten, sodass die Pflanzen entsprechend die Prozedur des ständigen Blatt- und Triebverlusts gut überstehen müssen. Die permanente Einbuße ihrer Grünmasse überstehen solche Pflanzen folgenlos, weil sie einerseits zu schneller Regeneration fähig sind. Andererseits dürfen sie auch nicht so schnell nachwachsen, dass der Gartenfreund quasi ständig zur Hecken- und Gartenschere greifen muss.

Thujahecken – der abendländische Lebensbaum ist ein bewährter Heckengestalter

Bei den immergrünen Ziergehölzen steht die Thuja ganz oben auf der Beliebtheitsskala, wenn es um die Heckengestaltung geht. Denn obwohl die Thuja auch frei stehend ein sehr ansprechendes Gartenelement ist, hat sie sich beim Gestalten immergrüner Hecken besonders große Verdienste erworben. Sie ist sehr schnittverträglich, und ihre immergrünen "Wände" schließen so dicht, dass sie einen optimalen Sichtschutz bieten. Wenn Sie genügend Platz im Garten haben, können Sie die Thuja auch ohne Schnitt als frei wachsende Naturhecke pflanzen. Dafür eignen sich besonders die Sorten Thuja occidentalis oder auch die Thuja Malonyana. Wie auch die Thuja Columna oder Thuja Fastigata wachsen diese Arten säulenartig und bieten so einen schönen Kompromiss zwischen den sehr ausladenden Naturhecken und der häufig etwas streng anmutenden, exakt getrimmten Schnitthecke.

Der Buchsbaum – ein beliebtes immergrünes Ziergehölz für kleinere Hecken

Genauso beliebt als Einfassungsgewächs wie die Thuja ist der Buchs, der besonders für kleinere Hecken geeignet ist. Sein botanischer Name Buxus sempervirens weist ihn bereits als „immer starkes" – und somit auch immergrünes Gewächs aus. Für Buchsbaumhecken wird fast ausschließlich die Sorte Buxus suffruticosa verwendet. Wenn Sie mit Ihrer Hecke eher gestalterische Akzente setzen wollen und keinen hohen Sichtschutz planen, eignet sich auch die Sorte Buxus bullata, die nur etwa einen Meter hoch wächst. Buxus latifolia dagegen kann eine Heckenhöhe von bis zu fünf Metern erreichen, und der sogenannte „Blaue Heinz" – eine weitere beliebte Buchsbaumart – überrascht Gartenliebhaber mit seinem stark bläulichen Austrieb. Alle Buchsbaumgewächse sind gut schattenverträglich und anspruchslos, was die Qualität des Bodens angeht. Wegen seiner großen Schnittverträglichkeit kann Buchs in fast jede Form gebracht werden, weshalb er sich auch ganz besonders zur architektonischen Gestaltung im Sinne der strengen Symmetrie und Geometrie französischer Barockgärten eignet. Allerdings wächst Buchs im Gegensatz zur Thuja sehr langsam und ist deshalb eher für kleinere Hecken geeignet.

Die Eibe – ein immergrüner Nadelbaum, der rote Früchte trägt

Selbstverständlich gehören auch alle Nadelbäume zu den immergrünen Gehölzen. Einige von ihnen gibt es auch in zwergiger und kleinerer Form, sodass sie sich ebenfalls für den Heckenbewuchs eignen. Darunter fallen insbesondere einige Eibenarten. Für kleine Gärten ist eine Eibenhecke allerdings nicht geeignet. Denn auch die Sorte Repandens – die von der Höhe her kleinste Eibensorte – wächst zwar nur 80 Zentimeter hoch, entwickelt aber eine buschige Breite von bis zu vier Metern. Die Sorte Semperaurea – auf Deutsch „ immer golden" – wächst mit aufrechten Ästen bis zu zwei Meter hoch und ist ebenfalls breitbuschig. Den Namen verdankt sie ihren auffälligen, goldfarbenen Nadeln. Generell sprechen für eine Eibenhecke ihre gute Schnittverträglichkeit sowie ihre Robustheit und Schattenverträglichkeit. Außerdem entwickelt dieser Nadelbaum weithin leuchtende, attraktive rote Früchte. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn Kinder im Garten spielen sollen. Zwar ist der Samenmantel der Früchte harmlos, aber Fruchtinhalt sowie alle anderen Pflanzenteile der Eibe sind hochgiftig.

Die Stechpalme – als Heckenpflanze ebenso beliebt wie im freien Stand

Die Stechpalme ist Gartenliebhabern auch unter ihrem botanischen Namen Ilex aquifolium vertraut. Für ihre Verwendung als Heckengewächs sprechen ihre ausgesprochen attraktive, auffällig gezähnte Blattform sowie ihre flammend roten Beeren, die dieses Ziergehölz oft bis weit in den Winter hinein trägt und was sich in der komprimierten Heckenform besonders schön zeigt. Allerdings gilt auch für diesen besonderen Hingucker unter den immergrünen Ziergehölzen: Der gesamte Busch ist giftig. Neben der Ilex aquifolia mit ihren in kräftigem Grün glänzenden Blättern gibt es auch Sorten, deren Laub gelb oder weiß gerandet ist. Dazu zählen die Sorten Argenteomarginata und Madame Briot. Alle Ilexarten gedeihen am besten an einem halbschattigen Standort.

Kirschlorbeer oder Lorbeerkirsche – der beliebte Alleskönner im Garten

Wenn von geeigneten Heckenpflanzen unter den immergrünen Ziergehölzen die Rede ist, darf der Kirschlorbeer nicht fehlen. Denn diese anspruchslose, schnell wachsende Pflanze entwickelt ihre glänzend grünen Blätter nicht nur an problematischen Schattenplätzen, wie sie häufig in Terrassennähe zu finden sind. Gerade auch als Heckenpflanze erfreut er des Gartenbesitzers Herz im April und Mai mit seinen weißen Blüten, die in üppigen weißen Trauben stehen. Später beeindruckt der Kirschlorbeer mit seinen in tiefem Schwarzrot glänzenden Früchten, die allerdings giftig sind. Als Heckenpflanze eignet sich besonders gut die Sorte Schipkaensis Macrophylla, die bis zu drei Meter hoch wächst und etwa 20 Zentimeter hohe Blütentrauben entwickelt. Als Heckenpflanze ungeeignet, dafür aber umso prachtvoller als Einzelgewächs zeigt sich eine weniger bekannte Verwandte des Kirschlorbeers: der Berglorbeer, auch Kalmia latifolia genannt. Diese Kalk fliehende Pflanze zeigt im späten Frühjahr und im Frühsommer üppige rosafarbene bis rote Blüten und wächst am besten an sonnenabgewandten, halbschattigen Orten. Sie ist eine geradezu ideale Begleitpflanze für alle Rhododendren.

Krankheiten und Pflege immergrüner Heckengewächse

Obwohl die meisten immergrünen Ziergehölze anspruchslos und wenig krankheitsanfällig sind, tritt insbesondere bei der Thuja öfter ein Krankheitsbefall auf, den es schnell und konsequent zu behandeln gilt. Dazu zählen vor allem die Thujaminimotten, die gerne die frisch entwickelten Triebspitzen der Pflanze fressen. Deshalb sollten Sie ab etwa Mitte Februar Ihre Thujahecke regelmäßig zurückschneiden und bei Miniermottenbefall das abgeschnittene Grün außerhalb des Gartens entsorgen, um eine weitere Verbreitung auszuschließen. Der Thujaborkenkäfer dagegen befällt in der Regel nur bereits geschwächte oder kranke Pflanzen. Der beste Schutz ist deshalb eine gute Pflege, wozu insbesondere die ausreichende Versorgung mit Magnesium und Kalk gehört. Außerdem benötigt die Thujahecke zum Gedeihen nicht nur an heißen Sommertagen, sondern auch das ganze Jahr über ausreichend Wasser, wobei Staunässe allerdings unbedingt vermieden werden muss. Wenn Sie an den Trieben Ihrer Thujahecke kleine, schwarze Punkte entdecken, dann handelt es sich um Pilzbefall in Form des Kabatina thujae.
Wenn im Mai die Sporen aufbrechen, ist er dann deutlicher zu erkennen. Am besten lässt sich diese Krankheit, von der hauptsächlich die Thuja plicata und die Thuja occidentalis betroffen sind, durch einen umfangreichen, kräftigen Rückschnitt eindämmen. Wenn sie Ihre Thujahecke im Frühjahr zeitig zurückschneiden, vermeiden Sie auch den Pilzbefall mit Didymascella, der in Form brauner Schuppen auftritt. Außerdem reagieren speziell Thujapflanzen sehr empfindlich auf Streusalz im Winter. Davon betroffen sind deshalb besonders Thujahecken, die Sichtschutz zur Straße hin bieten. Sie reagieren mit Wuchsdepressionen, kümmerlichem Wuchs und können sogar absterben. An einem solchen Standort sollte die Thuja deshalb nicht zu stark gedüngt werden. Außerdem empfiehlt es sich, nach der Frostphase sehr ausgiebig zu wässern, um das Salz auszuspülen. Im Frühjahr kann dann auch eine ausgiebige Dusche von oben dafür sorgen, dass die Salze in tiefere Bodenlagen eindringen und so das Wachstum Ihrer Thujahecke nicht mehr beeinträchtigen.

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