Im Schatten der Bohrtürme: Wissenswertes rund um die amerikanische Kult-Serie Dallas

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Dallas“ war in den 1980ern der Renner im deutschen Fernsehen. Keine andere Seifenoper hatte bis dato solche Einschaltquoten erreichen können. Die Mischung aus Intrige, Hass und Liebe, in der die Hauptfiguren J. R., Bobby, Miss Ellie Ewing und alle anderen lebten, faszinierte die Zuschauer. Was die deutschen Fans aber eventuell nicht wissen, wird hier erzählt.

 

Die Serie „Dallas“ war eigentlich als Miniserie geplant

1978 schon strahlte die CBS die fünf Folgen der eigentlich als Miniserie geplanten Erfolgsserie aus. Der Arbeitstitel lautete „Linda-Evans-Project“. Inspiriert wurden die Macher von dem Film „Giganten“ mit James Dean. Die Produktionsfirma Lorimar weiß, wie man Zuschauer vor den Fernseher zieht, schließlich wurden auch Serien wie „Die Waltons“ von ihr produziert. Auch „Falcon Crest“ stammt aus der Produktion von Lorimar.

 

Cliffhanger in Soaps sind eine Erfindung der Dallas-Macher

Die Serie war die erste, die auf diese Weise agierte. „Cliffhanger“ bezeichnet Szenen, die erst in den folgenden Episoden aufgeklärt werden. So brachte jener Cliffhanger, der das Ende der dritten Staffel besiegelte, nach der Sommerpause die zweithöchste Einschaltquote für Serien in den USA überhaupt. Einzig das Ende von M*A*S*H sahen mehr Menschen. Bei Dallas kam es daraufhin zu einem ungeahnten Hype. Weltweit wurde heftig darüber spekuliert, wer der vielen Feinde, die sich J.R. im Laufe seines Lebens geschaffen hatte, denn nun auf den Bösewicht geschossen hatte. In den USA liefen die Menschen in Shirts durch die Straßen, auf denen „I shot J. R.!“ (Ich schoss auf J. R.) zu lesen war.

 

Die Ewings: Öl in Dallas und Sonne in Kalifornien

„Unter der Sonne Kaliforniens“ konnte in Deutschland nicht die großen Erfolge verbuchen wie ihre Mutterserie „Dallas“. In den USA gehört diese Serie jedoch zu den erfolgreichsten. Deutschland strahlte die frühe Folge, in der Miss Ellie ihrem Sohn Gary und seiner Frau Valene ein Haus in Knots Landing kauft, erst 2011 aus. Dementsprechend nimmt „Unter der Sonne Kaliforniens“ auch immer wieder Bezug auf „Dallas“. Zahlreiche Gastauftritte der Charaktere inklusive. Erst nach der dritten Staffel drifteten die beiden Serien auseinander. In „Dallas“ kehrte Bobby Ewing in der zehnten Dallas-Staffel zurück, während er in der Tochterserie weiterhin als tot gilt.

 

Die deutschen Zuschauer bekamen nicht alles zu sehen

Sieben Folgen der Serie wurden im deutschen Fernsehen nicht ausgestrahlt. Zudem kürzte die ARD die jeweiligen Episoden um jeweils ungefähr drei Minuten, um die Serie dem deutschen Ausstrahlungsformat anzupassen. Erst mit den 2004 erschienen DVDs können auch die deutschen Fans alle 357 Folgen ohne Kürzung schauen.

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