Im Himmel kann ich Schlitten fahren

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Hallo an alle, die dieses Buch lesen wollen und erstmal eine andere Meinung hören wollen, bevor man sich zum Kauf entscheidet.

Eigentlich habe ich dieses Buch nur gekauft, um mir die Zeit zur täglichen Arbeit im Zug zu verkürzen und zu vertreiben, weil der Titel des Buches für mich interessant klang. Dies sollte sich aber bald ändern.....!!!

In dem Buch schreibt ein Vater über die Leukämie-Erkrankung seiner 4- jährigen Tochter vom Ausbruch der Krankheit mit 9 Monaten bis zum qualvollen Tod mit 4 Jahren. Ich muss gestehen, des öfteren standen mir die Tränen in den Augen.

Ich muss sagen, dass es sich hierbei  nicht nur um ein Buch handelt. Vielmehr sind es die Ängste und bitteren Erfahrugen von Eltern, insbesondere eines Vaters, der seine Tochter bis zum letzten Atemzug begleitet und sich an jeden noch so kleinen Strohhalm klammert, den man sich wünscht, damit seiner Tochter dieser schrecklichen Krankheit doch noch entkommt.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich mich beim Lesen so fühlte, als wäre ich selber dabei, nicht als Leser...nein...vielmehr als jemand, der das alles hautnah miterleben konnte.

Der Autor beschreibt die Geburt und die damit zusammenhängenden Freuden jeder Eltern, die eine Geburt eines Kindes auslösen. Die ersten Anzeichen von Symptomen der Krankheit, der ersten Chemo-Therapie, der anschließenden Kur mit 2 Jahren. Letztlich die Hoffnung und das Wissen, dass die Kleine mit ihrem sehr starken Willen den Krebs besiegt  und hofft, dass alles ein gutes Ende gefunden hat. Schließlich und wie aus heiterem Himmel dem unwillkürlichen Widerausbruch der Leukämie-Erkrankung. Ebenfalls gut dokumentiert wurden die Erfahrungen mit diversen Ärzten in Krankenhäusern und dem Zusammenhalt der Familie.

Ganz extrem ist mir aufgefallen und das habe ich mir ins Gedächtnis rufen müssen, dass es JEDEN treffen kann. Außerdem wird beschrieben, wie die Tochter Sophia, schneller reift als manch anderes Kind, dass gesund ist. Mittlerweile verstehe auch ich, dass wir Kinder manchmal ganz schön unterschätzen und nicht damit leben können oder wollen, dass sich auch kleine Kinder mt dem Thema TOD sehr wohl beschäftgen können und es dann auch tun, nur weil wir es vielleicht nicht merken oder es uns nich vorstellen könen.

Auch ich bin Vater einer heute fast zweieinhalb jährigen Tochter und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich in solch einer Lage reagieren oder wie ich damit umgehen würde.
Jeder von uns sollte jeden Tag des Lebens mehr zu schätzen wissen und vor allem jeden Tag immer wieder neu erleben. In diesem Buch wird einem unumwunden klar vor Augen gehalten, dass jeder Tag der Letzte im Leben sein kann.

Viele Menschen denken immer noch, dass sowas schrecklich ist, vor allem wenn es Kinder trifft, die ihr Leben noch vor sich haben. Aber mal ehrlich, wir sind doch alle froh, wenn es sich nur um "andere" handelt und nicht die eigene Familie trifft.  Ich selbst habe auch so gedacht, aber vielleicht trifft es irgandwann ja mal jemanden von uns...!!!

In diesem Sinne..viel Erfolg beim Nach- und Umdenken.....




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