Im Flussbett suchen oder gut informiert kaufen: Gold-Nuggets

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Im Flussbett suchen oder gut informiert kaufen: Gold-Nuggets

Gold fasziniert Menschen seit jeher, und es gilt als eine der sichersten Anlageformen. In Form von Barren und Münzen kann es bei einer Bank oder einem Goldhändler gekauft werden. Als Schmuck wird es verarbeitet, um den Träger oder die Trägerin aufzuwerten. Immer beliebter werden auch Gold-Nuggets als Geschenk.
Als Nugget wird Gold in seiner natürlichen Form bezeichnet. Der Begriff wird bei Goldfunden mit vergleichsweise hohem Reinheitsgrad verwendet. So haben Nuggets aus Australien einen Reinheitsgrad von 95 Prozent. Wer also Nuggets kaufen will, sollte sich nach dem Reinheitsgrad erkundigen, bevor er zugreift.

Gold-Nuggets suchen

Natürlich gibt es auch in Deutschland Goldsucher. Allerdings handelt es sich bei dieser Suche nach Gold um ein Freizeitvergnügen, dem außerdem enge Grenzen gesetzt sind. Begeisterte Goldsucher machen sich mit Metalldetektoren auf die Suche oder waschen Gold aus dem Sand von Flüssen. Bodenfunde sind grundsätzlich abzugeben, da sie dem Staat gehören.
Für Wasserfunde gibt es Ausnahmen. Reich geworden ist mit diesem Hobby aber bisher noch niemand, und selbst ein bedeutender Fund müsste von einem Experten geprüft werden und wäre somit meldepflichtig.

Gold-Nuggets kaufen

Aber Gold-Nuggets gelten auch als Geschenkartikel und sind im Handel erhältlich. Im Gegensatz zu Goldbarren wird aber beim Verkauf eine Mehrwertsteuer fällig. Als Wertanlage sind also Nuggets eher ungeeignet. Dennoch strahlen sie eine gewisse Faszination aus, und werden deshalb bei besonderen Anlässen gerne verschenkt, an Sammler oder als Symbol großer Zuneigung.
Zudem strahlen Nuggets aus Australien oder anderen Ländern eine gewisse Exotik aus und haben eine geheimnisvolle Aura. Wer also nach einem besonderen Geschenk sucht und einem Menschen seine Wertschätzung ausdrücken möchte, kann dies symbolisch mit Nuggets tun, zumal Nuggets in kleinen Mengen und abhängig vom Reinheitsgrad vergleichsweise günstig zu bekommen sind.

Karat von Gold-Nuggets

Historisch wird die Reinheit von Gold in Karat (kt) gemessen. Ein Reinheitsgrad von 24 Karat entspricht 100 Prozent. Im metrischen System wird die Reinheit in Promille gemessen, was die Umrechnung in Gramm erleichtert. So bedeutet ein Stempeleindruck von 750, dass ein Metall mit tausend Gewichtsanteilen 750 Gewichtsteile Gold enthält. Dies entspricht 18 Karat.
Münzen und Barren haben einen sehr hohen Reinheitsgehalt, Goldnuggets schwanken in der Reinheit, weil Verunreinigungen wie Kristalle und andere Einschlüsse diese senken. Ein exakter Gehalt kann nur im Labor ermittelt werden, weshalb Goldnuggets hauptsächlich für Sammler attraktiv sind.

Faszination Gold

Gold ist ein uraltes Mineral, das bei den Kernkollapsen der Supernovae entstanden ist, lange bevor die Sonne existierte. Da eine synthetische Herstellung bis heute unverhältnismäßig teuer wäre, wird Gold bis heute nur in natürlicher Form gewonnen und dann entweder gehandelt oder weiterverarbeitet. Es ist als Mineral anerkannt und kommt in der Natur gediegen, also rein vor.
Je nach Korngröße variiert seine Farbe zwischen gelblich, ockerbraun und purpurviolett. Beim Schmelzen verändert sich seine Farbe und wird schließlich hellgelb glühend. Das geschmolzene Metall ist zitronengelb bis leicht grünlich. Durch die Beimengung von Kupfer sinkt die Schmelztemperatur und erscheint das Gold rosa, während sich durch Silber seine Farbe aufhellt, bis es fast weiß erscheint.
Da Gold ein sehr reaktionsträges Element ist, behält es seinen Glanz und seine Farbe und ist daher auch in der Natur leicht zu erkennen. Dort kommt es zusammen mit Kupfer oder Quarz vor. Durch Verwitterung gelangt es an den Boden fließender Gewässer, wo es sich dank seines hohen Gewichts ablagert. Dies kann auch zu ausgedehnteren Lagerstätten aus geologisch lange zurückliegenden Zeitaltern führen. Außerdem kommt Gold als Bestandteil von Mineralen wie Claverit und Krennerit oder Sylvanit vor.

Goldwaschen

Gold-Nuggets sind besonders durch die Geschichte der USA bekannt geworden, Schriftsteller wie Jack London haben den Goldrausch in ihren Abenteuerromanen verewigt. Daher ist das Goldwaschen bis heute die bekannteste Form der Goldgewinnung.
Bis heute zählt das Goldwaschen im Sichertrog zu den einfachsten und verbreitetsten Verfahren der Goldgewinnung. Bei dieser Methode werden Sand und Kies vom Grund der Gewässer durch gleichmäßiges Drehen in Bewegung versetzt und gelegentlich geschüttelt, damit sich die verschiedenen Anteile voneinander absetzen und sich die dichteren Partikel am Boden der Pfanne sammeln. Durch gelegentliches Abschütten der leichteren Anteile sammeln sich am Boden schließlich die schwersten Minerale. Zwischen diesen lassen sich dann auch Goldkörner ausmachen. Beim Goldwaschen mit der Waschrinne sammelt sich der Goldstaub aus Gold führenden Gewässern in Fellen oder Wolltüchern.
Eine moderne Waschrinne funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie der Sichertrog. Sie bildet einen Strömungskanal, indem der Auftriebsunterschied genutzt wird, um die verschiedenen Bestandteile (Sand, Schwermineralien und Gold) voneinander zu trennen. Bei diesem Verfahren können größere Mengen Sediment verarbeitet werden.
Obwohl die einzelnen Vorgänge bis heute physikalisch schwer zu verstehen sind, ist das Errichten einer funktionierenden Anlage vergleichsweise einfach. In einen u-förmigen Strömungskanal werden flache Hindernisse eingefügt, an denen sich Ablagerungen unterschiedlicher Dichte ansammeln. Zusätzlich wurden Goldpartikel durch Amalgamverfahren an Quecksilber gebunden. Durch Erhitzen verdampft Quecksilber und zurück bleibt Gold. Man kann sich denken, wie umwelt- und gesundheitsschädlich dieses Verfahren ist.

Goldlagerstätten

Der moderne Goldabbau findet in tiefen Bergwerken statt. Früher wurde Gold aus sogenannten Seifenlagerstätten gewonnen, die dort entstanden, wo das Ausgangsgestein Gold enthielt, und verwitterte. Bei Flussseifen handelt es sich um Lagerstätten in oder nach der Innenseite eines Flussbetts, wo das Gold zusammen mit anderen schweren Mineralien liegen blieb, da sich dort die Wasserströmung verringerte. Oft verlandeten diese Flussläufe mit der Zeit. Die Goldvorkommen konnten dort im Tagebau gefördert werden.

Geschichte des Goldes

Gold wurde seit der Antike überwiegend im Tagebau aus den sogenannten Seifenlagerstätten gewonnen. Schon auf einem ägyptischen Papyrus aus Turin ist die Lage einer Goldmine verzeichnet und auch in antiken Sagen findet die Suche nach Gold Erwähnung. Auch in der Bibel ist von sagenhaften Goldländern mit den Namen Hawila oder Ophir die Rede. Von den Römern konnte nachgewiesen werden, dass sie goldhaltiges Gestein in großem Stil von Sklaven abbauen ließen und über Aquädukte große Mengen Wasser führten, um das Gestein damit zu durchspülen.
Nachgewiesen wurden römische Goldminen unter anderem in Nordspanien. Auch im Mittelalter wurde Gold in großem Stil gefördert. Der Goldberg Rauris im Salzburgerland war im 15. Jahrhundert das größte Goldabbaugebiet Europas und brachte geschätzte 10 Prozent der weltweiten Goldproduktion hervor. Bis zu 3000 Knappen förderten dort. Außerdem wurden große Mengen Gold aus Afrika importiert. Das "Sonnenmetall" bildete auch den Antrieb für die ersten Entdeckungsreisen.

Der Goldrausch ist eine Erscheinung der Moderne. Denn hier bedurfte es zunächst großer Mengen freier Arbeitskräfte, die es erst nach der Abschaffung der Sklaverei gab. Außerdem wurde der massenhafte Goldabbau entlegener Gebiete erst durch die Entstehung moderner Transportmittel möglich. Besonders im neunzehnten Jahrhundert kam es zu einer ganzen Reihe von Goldräuschen in Südafrika, Australien und Nordamerika.
Auch heute arbeiten neben dem Goldabbau in Lagerstätten immer noch Menschen im Tagebau, auch Goldsucher gibt es noch. Besonders in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern arbeiten Menschen in mehr oder minder legalen Schürfen. Teilweise sind die Arbeitsbedingungen dort katastrophal und auch die Abbaumethoden haben teilweise drastische Folgen für die Umwelt und die Menschen.

Goldsuchen als Hobby

Auch in Deutschland widmen sich immer mehr Menschen dem Goldwaschen als Hobby. Dabei geht es aber nicht um den Traum von Ruhm und Reichtum. Ausgestattet mit Goldwaschpfanne, Gummistiefeln, Hammer und Lupe begeben sich Menschen in die freie Natur, teils um den Alltag durch ein kleines Abenteuer zu bereichern, teilweise zur Ertüchtigung, und natürlich, weil von dieser Art, Gold zu suchen nach wie vor eine gewisse Faszination ausgeht.
Eine ganze Reihe von Ratgebern sind auf dem Markt, um den Einstieg zu erleichtern, und die Ausrüstung kann sich heute jeder im Internet bestellen. Angeblich ist alles ganz einfach. Steine, Schlamm und Sand müssen mit Wasser dauernd bewegt werden und jeder weiß, dass er nicht mit großen Nuggets zu rechnen hat. Selbst staubkorngroße Funde sind eher selten. Dafür findet sich sogenannter Flitter, von denen zwanzigtausend ein Gramm Gold von 20 bis 22 Karat ergeben. Profis finden auch noch die kleinsten Körnchen in einer Größe von 0,2 Millimetern, von denen theoretisch 200.000 für ein Gramm Gold nötig wären.
Aber Hauptsache, Freizeit in freier Natur verbringen, am besten mit der ganzen Familie - und wenn nötig, kann man auch Kurse bei einem erfahrenen Goldwäscher buchen. Angebote gibt es im Internet. Schon die mühsame Suche ist Sport pur. Und die Geduld wird manchmal durch einen kleinen Fund belohnt, was die Spannung steigert.

Aber auch gekaufte Nuggets haben ihren Reiz. Jedes Stück hat eine individuelle einzigartige Form. Das macht sie zu einem möglichen Sammlerobjekt. Die Stücke lassen sich aber auch zu Schmuck und anderem Zierrat weiter verarbeiten. Auch hier ist es der Reiz des Ungewöhnlichen, der zum Kauf verleitet. Und da trotz des edlen Metalls und der ungewöhnlichen Form die meisten Nuggets nur einen eher geringen Goldanteil aufweisen, sind sie erschwinglicher als reines Gold, das in Münzen oder Barren auf dem Markt erhältlich ist.

Gold als Wertanlage

Als Wertanlage sind Gold-Nuggets wenig geeignet. Allerdings lohnt es sich, Geldbesitz in Gold umzutauschen. Zurzeit machen eine ganze Reihe Faktoren Gold zu einer guten Wertanlage. Zum einen frisst der Negativzins Sparguthaben langsam auf, was bei Gold als langfristige Anlage nicht der Fall ist. Zwar schwankt auch der Goldpreis erheblich, aber über längere Zeiträume hinweg erwies sich Gold immer als Anlage mit einer soliden Wertsteigerung.
Außerdem hat Gold den Vorteil, dass sein Wert nicht von der Zahlungsfähigkeit eines Schuldners abhängt, was bei Aktien und Derivaten der Fall ist. Dadurch übersteht Goldvermögen sogar eine Währungsreform und gewinnt mit schwindendem Wert des Dollars sogar an Wert, während seine Kaufkraft erstaunlich konstant ist. Deshalb war Gold, das nicht künstlich vermehrt werden kann und wertstabil ist, immer eine sichere Anlage, die besonders für Sparer mit kleinen Vermögen interessant ist.
Wem Goldnuggets gefallen, der sollte durchaus auch darüber nachdenken, sein Erspartes in Gold zu investieren.

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