Im Büro top gestylt – Krawattennadeln für den Businessalltag

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Im Büro top gestylt – Krawattennadeln für den Businessalltag

Ist die Krawattennadel zeitgemäß?

Ob im geschäftlichen oder privaten Alltag: Entdecken Sie Ihren eigenen Stil. Was gehört zu einem perfekten Auftritt? Für den Mann von heute gehört dazu selbstverständlich ein passender Anzug mit Hemd und Krawatte und natürlich die dazu gehörenden entsprechenden Accessoires und Schuhe. Wenn Sie an Krawattennadeln denken, erinnern Sie sich vielleicht auch, dass Ihr Vater oder Großvater so eine Krawattennadel getragen hat. Finden Sie, dass die Krawattennadel ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit und immer seltener vorzufinden ist? Weit gefehlt: Schauen Sie sich um! In der Bank, im Büro oder auf der Straße. Viele Männer tragen wieder diese kleine, praktische Spange. In diesem Artikel erfahren Sie wissenswertes über das Styling auf der Männerbrust.

Die Krawatte - Ein kurzer Rückblick in die Geschichte

Was wäre eine Krawattennadel ohne eine schöne Krawatte, an der man sie anbringen kann? Daher werfen wir zunächst einmal einen Blick auf die Krawatte und wenden uns dann den dazu passenden Accessoires zu. Die Krawatte ist unter vielen Bezeichnungen bekannt. Dazu gehören unter anderem die Begriffe „Schlips“ oder, in klassischer Verbindung mit Uniformen, auch so genannte „Langbinder“. Die erste Form der Krawatte gab es unter anderem bereits in der Antike. Römische Krieger (Kohorten) trugen ein geknotetes Tuch um den Hals; vorrangig zum Schutz des Halses. Der Legende nach verdankt die Krawatte ihren Erfolg einer Truppenparade im Jahre 1663 vor dem Schloss Versailles. Dort marschierte auch ein kroatisches Reiterregiment auf. Die Reiter trugen ein Stück Stoff (Kravata) das am Uniformkragen zu einer Art Schleife gebunden war und deren Enden über der Brust hingen. Dem französischen König gefiel dies sehr und er übernahm dieses modische Accessoire (Cravata) und verbreitete es innerhalb des Adels.

Das Material macht's

Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Krawatte immer weiter. Dabei wurden die Enden der Schleife immer länger und zu einem einzigen Stück Stoff. Die Schleifen an sich verschwanden ganz und bildeten nun eine Art Ring, der unter dem Hemdkragen verschwand. Die Krawatte dient heute dazu, die Knopfleiste des Hemdes zu verdecken, bildet natürlich auch einen modischen Trend, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut und sich weiterhin fortentwickelt. Eine Krawatte kann aus ganz unterschiedlichen Materialien sein. Edel geht es zu, wenn reine Seidenkrawatten zum Einsatz kommen. Beliebt sind weiterhin Krawatten aus Kaschmir, Schurwolle oder Baumwolle. Auch in Synthetik und vielen Materialmix-Variationen sind Krawatten erhältlich. Je nach Krawatte können auch verschiedene, zusätzliche Accessoires eingesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel Krawattennadeln, Krawattenketten, Krawattenspangen oder Krawattenklammern.

Die Krawattennadel - Eine modische Zeitreise

Die Krawattennadel ist ein Herrenschmuck, der ursprünglich nur aus einer Nadel mit einem Zierknopf bestand. Sie dient dazu eine Krawatte zu halten, in dem man sie am Krawattenknoten befestigt. Die Krawattennadel ist unter anderem auch unter dem Begriff Vorstecknadel bekannt. Erstmals ist die Krawattennadel in der Biedermeierzeit im 19. Jahrhundert aufgetaucht. Damals trug man sie allerdings ausschließlich aus rein ästhetischen Gründen für die seiner Zeit getragenen Halsbinden. Mit Aufkommen des Plastrons wurde die Krawattennadel mit vielfältigen Motiven geziert, wie z. B. einem Monogramm, edlen Steinen oder dem Wappen der jeweiligen Familien oder des Landes. In den 1950er Jahren kam alternativ zu den Krawattennadeln die Krawattenspange auf und begann sich immer weiter durchzusetzen. Anfang der 1990er Jahre geriet die Krawattennadel weitgehend in den Hintergrund. Sie galt als altmodisch und wurde immer seltener getragen.

Krawattennadel, Krawattenkette, Krawattenspange oder Krawattenklammer?

Alle diese modischen Accessoires für den Herrn haben ursprünglich verschiedene Bedeutungen und Funktionen. Die Krawattennadel ist, wie schon beschrieben, ein Zierknopf der am Krawattenknoten befestigt wird. Es ist also ein reines Schmuck-Accessoire und dient keinem weiteren Zweck, sondern lediglich zur Zierde. Die Krawattennadel kann auch nicht ohne weiteres für jede Krawatte verwendet werden. Der empfindliche Stoff von Seidenkrawatten wird durch die dicke Nadel leicht zerstört. Deshalb ist bei empfindlichen Stoffen dringend vom Einsatz einer klassischen Krawattennadel abzuraten. Als empfehlenswerte Alternative kann die Krawattenkette genutzt werden. Diese ist zwar seltener vorzufinden, fällt jedoch gerade wegen dieser Seltenheit umso mehr auf. Sie wird unter dem Knoten getragen und ist in verschiedenen Designs und Materialien erhältlich: Je nach Preisklasse können sie aus Metall, Edelsteinen oder Perlen gefertigt sein

Wissenswertes über die Krawattenspange

Die Krawattenspange wird auch Krawattenklemme oder Krawattenhalter genannt und hat zudem die praktische Funktion, die Krawatte am Körper zu halten. Sie ist länglich und wird normalerweise mit der schmaleren, hinteren Seite am oberen Drittel zusammen mit der Krawatte an die Knopfleiste des Hemds fixiert. So bleibt die Krawatte am Körper, baumelt nicht herunter und landet auch nicht beim Lunch in der Suppe. Krawattenspangen gibt es in den verschiedensten Designs. Ob klassisch glatt oder mit eingravierten oder geprägten Mustern sowie auch verziert mit Edelsteinen oder Brillanten. Reine Gold- und Silberspangen sind ebenso zu finden, wie schlichte Modeschmuckmaterialien. Designs von klassisch oder dezent über sportlich und aktiv bis hin zu individuell, kreativ oder modisch.

Krawattenklammer 

Eine Krawattenklammer wirkt auf den ersten Blick ähnlich wie eine Krawattennadel. Sie wird unter den Knotenwindungen getragen. Die Klammer wird an das schmale Ende der Krawatte geklemmt und von unten in den Knoten geschoben. Durch einen Windsorknoten wird die Krawattenklammer von außen vollständig verdeckt. Somit ist ein verrutschen der Krawatte nicht mehr möglich. Unterm Strich lässt sich sagen, dass man im Allgemeinen von Krawattennadeln spricht, wenn man Krawattenspangen meint. Der Begriff „Krawattennadeln“ hat sich als Oberbegriff aber längst etabliert.

Krawattennadel = Anstecknadel

Möchten Sie eine klassische, ursprüngliche Krawattennadel haben, finden Sie diese sehr häufig unter dem Namen Anstecknadel. Die Anstecknadel hat eine große Fangemeinde unter den Sammlern. Es gibt verschiedene Kategorien. Beliebt sind Anstecknadeln aus der ehemaligen DDR, aus dem Militärbereich oder von der Polizei. Die heutigen Anstecknadeln gibt es nicht nur im klassischen Silber oder Gold, sondern auch in zahlreichen anderen, trendigen und teilweise extravaganten Ausführungen. Für Fußballliebhaber wäre zum Beispiel die Anstecknadel mit aufgesetztem Fußball ein schönes Accessoire, für Teens und Twens wäre eine Krawattennadel mit Superman-Symbol oder anderen Comic-Helden eine frische Ergänzung zur ersten Krawatte. Stöbern Sie einmal durch das Angebot bei eBay. Die Anstecknadel ist auch beliebt bei Firmen für Werbung mit ihrem Logo. Sie wird heutzutage oft am Revers getragen, und eher selten, wie ursprünglich gedacht, am Krawattenknoten.

Ein Comeback für die Krawattennadel

Egal ob durchgestochen oder festgesteckt: Krawattenaccessoires sind keineswegs unmodern. Richtig, lange Zeit galt die Krawattennadel (Krawattenspange) als out und nicht zeitgemäß. Doch immer mehr Männer finden wieder Gefallen an dem kleinen, praktischen Schmuckstück. Nicht nur bei älteren Gentlemen kommt er zum Einsatz, sondern auch immer mehr junge Männer greifen zur Krawattennadel, allein schon aus praktischen Gründen. Gerade Männer, die viel Anzug tragen, sehen den Vorteil einer Krawattennadel. Sicher haben die modernen Designs, Formen und Farben dazu beigetragen, dass das Accessoire wieder in den heimischen Schränken zu finden ist. Auch Firmen mit Shop-Filialen oder Außendienstkonzepten legen immer mehr Wert auf diese kleine Werbefläche bei Ihren Mitarbeitern.

Wie trägt man(n) Krawattenschmuck?

Hauptsächlich trägt man Krawattenschmuck zum klassischen Anzug oder auch Hochzeitsanzug. Auch bei zweireihigen Anzügen oder Anzügen in Kombination mit einer Anzugsweste spricht nichts gegen Krawattenschmuck. Wichtig dabei ist auf jeden Fall, dass Sie Ihren Krawattenschmuck mit Ihrem Outfit abstimmen. Silberfarbene Manschettenknöpfe und eine goldene Krawattennadel sind stilistisch eher ungeschickt gewählt. Also achten Sie beim Kauf darauf, dass Ihr Krawattenschmuck farblich mit Ihren sonstigen Accessoires harmoniert. Vergessen Sie dabei nicht, dass auch Ihre Armbanduhr ein stilistisches Accessoire ist. Selbst Gürtel und Gürtelschnallen gehören dazu und sollten passend sein. Natürlich können Sie die Krawattennadel auch in der Farbe Ihrer Krawatte kaufen. Egal für was Sie sich auch entscheiden; die verschiedenen Accessoires in Kombination spiegeln Ihren eigenen Stil und Typ wieder.

Auch im Büroalltag Krawattennadeln?

Männern bieten sich in der Mode drei Bereiche, in denen sie ihre Individualität zum Ausdruck bringen können: Sie können in der Farbwahl variieren, Materialen mixen und Accessoires wählen. Auf diese Weise können Sie mit einer farblich abgestimmte Anzug-Hemd-Krawatten-Kombination oder eine sich wiederholenden Akzentfarbe Ihre Individualität unterstreichen. Nur Mut! Oder wie wäre der Mix mit Materialien? Anstatt zu einem Anzug aus Schurwolle oder Baumwolle zu greifen, empfehlen sich Modelle aus Tweed. Ob modisch schick, businesslike oder ausgefallen, es liegt allein in Ihrer Hand. Sie sollten sich aber schon den lokalen Gegebenheiten anpassen und nicht bei einem Geschäfts-Meeting mit einem ausgefallenen Anzug auftauchen, außer Sie arbeiten als kreativer Kopf in der Werbebrache oder sind grundsätzlich für Ihren eigenen Stil bekannt. Im Accessoire-Bereich gestalten sich die Möglichkeiten am vielfältigsten. Wer es mag, kann dem tristen Büroalltag mit individuellen Krawatten ein wenig Farbe verleihen oder durch die Wahl einer besonders auffälligen Krawattennadel für Gesprächsstoff sorgen.

Tragen, was gefällt

Ihren persönlichen Stil sollten Sie nicht nur von der Branche und der Position abhängig machen, sondern auch von Ihrem Geschmack. Wenn Sie sich zu 80 Prozent an die Businessgarderobe halten und mit den restlichen 20 Prozent etwas spielen, können Sie leicht Ihre persönliche Note mit einbringen. Dies kann in Form von Krawattennadeln, Manschettenknöpfen oder auch Einstecktüchern erfolgen. Wichtig ist auch die richtige Auswahl der Accessoires beim Tragen von Westen unter dem Sakko. Hierbei bietet sich natürlich keine Krawattenspange an, weil diese durch die geschlossene Weste verdeckt wird, beziehungsweise nicht zur Geltung kommt. Als Alternative ist eine entsprechende Anstecknadel am Revers vorzuziehen. Auch bei breiteren Krawatten, wie zum Beispiel einem Plastron, eignen sich keine Krawattenspangen. Hier sollte man eher auf eine Anstecknadel oder eine Krawattenkette zurückgreifen. 

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