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Ihr Gartenhaus oder Gewächshaus richtig planen

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Ihr Gartenhaus oder Gewächshaus richtig planen
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Wie Sie den richtigen Standort für Ihr Gewächshaus finden

Ob klein und entzückend oder groß und ansehnlich – in einem Gartenhaus lässt sich die Zeit im Freien perfekt genießen. In diesem Aufenthaltsort lässt sich außerdem bequem und übersichtlich alles aufbewahren, was man für die Freizeit und für die dazugehörige Arbeit im Garten benötigt.
Natürlich haben auch Gewächshäuser ihre Vorzüge. Hier kann jeder schnell vom Hobbygärtner zum echten Bio-Bauern werden und sein eigenes Gemüse anpflanzen. Doch der Bau sollte gut geplant werden. Dieser Ratgeber soll Ihnen wertvolle Tipps für die Planung Ihres Garten- oder Gewächshauses geben.

Baugenehmigung für Garten- und Gewächshäuser – Sache der Bundesländer

Ob für ein Garten- oder Gewächshaus eine Baugenehmigung erforderlich ist, hängt von mehreren Punkten ab. Ganz wesentlich ist hier die Standortfrage: In welchem Bundesland soll das Gartenhaus errichtet werden? Denn es kommt auf den geografischen Standort an, ob eine Baugenehmigung zwingend erforderlich ist oder nicht.
Die übergeordneten Bauvorschriften in Bezug auf Gartenhäuser finden sich in den Landesbauordnungen (LBO) der jeweiligen Bundesländer – und diese können stark differieren. In Baden-Württemberg sind beispielsweise nach der LBO Gartenhäuser mit einer Größe von bis zu 40 Kubikmetern Raumfläche für einen Innenraum auch ohne eine amtlich beglaubigte Baugenehmigung zulässig.
Auf freien Grundstücken ist hingegen nur eine Größe von 20 Kubikmeter zugelassen. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Denn bei der Berechnung des umbauten Raumes werden Dachvorsprünge von überstehenden 50 cm (teilweise auch 30 cm) in ganzem Umfang mit in die Raumfläche mit eingerechnet.
Dieses Fallbeispiel gilt nur für Baden-Württemberg, in anderen Bundesländern kommen andere Verwaltungs-Vorschriften zum Tragen: In Hessen wird für 30 Kubikmeter umbauten Raum inklusive Dachüberstand eine Baugenehmigung benötigt. In Rheinland-Pfalz ist die Rechtssprechung großzügiger, hier wird erst ab 50 Kubikmetern eine Baugenehmigung erforderlich, und in Bayern darf man sogar bis 75 Kubikmetern eine Hütte ohne amtliches Einverständnis bauen.

Die Planung von Garten- und Gewächshäusern

Was die Grenzabstände beziehungsweise die direkte Grenzbebauung eines Garten- oder Gewächshauses betrifft, gelten in aller Regel die rechtlichen Verordnungen für sogenannte untergeordnete Gebäude. Hier lautet die Faustregel, dass 3 Meter bis zur Grenze des Nachbarn eingehalten werden müssen.
Zudem gibt es zahlreiche weitere Bestimmungen, die zu teils drastischen Einschränkungen führen können. Bestimmte Städte und Gemeinden schränken den Bau von Gartenhäusern ein – oder verbieten diese sogar. Der Außenbereich ist dort für die Hütten im Grünen anders geregelt, denn dort ist, unabhängig von der Größe und der Landesbauordnung, eine extra ausgestellte Baugenehmigung erforderlich.
Darüber hinaus gibt es für geschlossene Garten- oder Ferienhaus-Gebiete vielfältige Sondervorschriften, die gleichfalls eine gesonderte Baugenehmigung erforderlich machen können. Informieren Sie sich gründlich und gezielt bei Ihrem zuständigen Katasteramt, damit Sie nicht schon in der Planungsphase auf unerwartete Hindernisse stoßen.

Nutzung eines Garten- oder Gewächshauses

Die Frage, wie das Gartenhaus eingerichtet und zu welchen Zwecken es genutzt werden soll, sollte ebenfalls bereits bei der Planung gut durchdacht werden. Denn ein Aufenthalt im Garten ist nicht nur eine Frage des Erholungswertes. Wer die Sonne optimal ausnutzen möchte, wählt von mittags bis abends ein gemütliches Plätzchen in südwestlicher Richtung.
Wer sich unabhängig von der Jahreszeit in der grünen Umgebung eingelebt hat, wird auch schnell das Gärtnern für sich entdecken. Beispielsweise kann Regenwasser in Tanks auffangen werden und ist somit als wertvolles Gießwasser nutzbar. Außerdem lockt die bunte Welt der Pflanzen auch zahlreiche Gartenbewohner wie Vögel, Bienen oder Schmetterlinge an. Hier möchte doch jeder in seinem neu errichteten Gartenhaus sitzen und dem bunten Treiben von Flora und Fauna zusehen.
Die Nutz-Pflanzen, die im Gewächshaus oder in Beeten gezogen werden, sind auch ein kleiner und umweltfreundlicher Beitrag zur Klima-Aufwertung. Dabei können unbeheizte Gewächshäuser auch im Winter genutzt werden. Empfindliche Kübelpflanzen können in diesem Kalthaus in der eisigen Jahreszeit überwintern, wenn sie auf Styroporplatten gestellt werden. Hierzu wird ein großer Bottich mit Wasser als Wärmepuffer ins Glashaus gestellt – so kann der Frost den Pflanzen nichts anhaben.

Ein Gartenhaus kann auch in Eigenleistung entstehen

Es hängt ganz von den handwerklichen Fähigkeiten, den zeitlichen Kapazitäten und dem vorhandenen Material und Werkzeug ab, ob ein Gartenhaus auch in Eigenleistung aufgebaut werden kann.
Natürlich ist ein solches Vorhaben aufwendig und verlangt ein hohes Maß an handwerklichen Fertigkeiten, den Eigenbau aus Rohmaterial selbst zu errichten. Eine Hütte im Grünen kann aus Ziegeln oder Holz gebaut werden – das ist der persönlichen Vorliebe und der Phantasie des Bauherren überlassen. Vom ausgewählten Material hängt allerdings auch ab, welche Maschinen und welches Werkzeug zum Einsatz kommen müssen. Auch hierüber sollte man sich bereits bei der Planung einen Überblick verschaffen. Grundsätzlich ist es wichtig, sich über die handwerklichen Fähigkeiten des Heimwerkers (und die der helfend einspringenden Freunde) klar zu sein.
So kann ein stabiler Geräteschuppen aus Holz mit etwas Fleiß recht flott selbst gebaut werden. Günstiges Rohholz oder Balken, die hierfür benötigt werden, sind in jedem Baumarkt erhältlich. Auch ein geübter Handwerker sollte hier allerdings ein komplettes Wochenende einplanen – und vor Beginn der Arbeiten den Wetterbericht berücksichtigen. Regenschauer sind bei Arbeiten im Außenbereich nicht gerade förderlich.

Selbst gebaut oder Fertig-Bausatz?

Wer gerade ein neues Haus gebaut hat und etwaiges Grundmaterial für das Gartenhaus noch in größerer Menge zur Verfügung hat, ist im Vorteil. So kann er aus den Resten den Gartenhaus-Grundbau hochziehen und muss nur in geringem Maße Bau-Material hinzukaufen.
Bei einem Gartenhaus aus Holz mit kompletten Türen und Fenstern sollte in Erwägung gezogen werden, einen Fertig-Bausatz zu kaufen. Diese bei Bauherren beliebte Variante ist sehr leicht aufzubauen. Die vorgefertigten Teile fügen sich passgenau ineinander und so kann ein Blockhaus innerhalb von 10 bis 14 Stunden selber aufgebaut werden. Hierbei ist der Bauherr auch nicht auf strahlenden Sonnenschein angewiesen, sondern kann das Gartenhaus auch an trockenen oder schneefreien Tagen nach der Sommer-Saison selber aufbauen.
Auch für Gewächshäuser gibt es praktische Fertig-Bausätze, die in einem Stecksystem aufgebaut werden. Das hat Vorteile, hier muss weder geklebt noch gebohrt werden. Für den Aufbau reichen Wasserwaage und Schraubenzieher. Die Verstrebungen eines Gewächshauses bestehen allerdings aus scharfkantigem Aluminium, beim Aufbau sollten unbedingt Handschuhe getragen werden.

Gewächshäuser werden mit Wärmeschutzglas verglast. Doch hier ist die Beachtung der Verglasungsvorschriften nach DIN-Maßstäben zwingend erforderlich. Große Türen, freizügige Lüftungsmöglichkeiten und eine Höhe von 3 bis 4 Metern stellen optimale Bedingungen für die Aufzucht von Pflanzen dar. Aber es muss für eine gute Entwässerung und Belüftung gesorgt sein, damit die Gewächse auch gut gedeihen.

Wer sein Garten- oder Gewächshaus selber bauen möchte, befindet sich in guter Gesellschaft. Eine Studie, die von einem Baumarkt in Auftrag gegeben wurde, besagt, dass in diesem Marktsegment weniger als 10 Prozent aller Kunden für den Aufbau eines Gewächs- oder Gartenhauses einen Aufbauservice in Anspruch nehmen.

Jedes Gartenhaus benötigt einen stabilen Untergrund

Ohne einen gesicherten Untergrund läuft nichts beim Bau eines Garten- oder Gewächshauses. Handelt es sich um ein Grundstück mit Hanglage, muss die Schräglage mit zusätzlichem Mutterboden ausgeglichen werden, damit ein ebenes Gelände entsteht
Soll nur eine kleinere Holzhütte auf eine Terrasse oder in den Hinterhof gesetzt werden, reicht eine extra Imprägnierung für den Holzboden völlig aus. In diesem Fall kann auf eine Grundlage aus Beton verzichtet werden, denn der Untergrund weist ausreichende Stabilität auf.
Ein sogenanntes Streifen-Fundament ist für Objekte vorgesehen, die auf freiem Feld stehen. Dieses Streifen-Fundament ist dabei kein vollflächiger Untergrund, sondern ein Teil-Unterbau. Auf dieser Fläche werden die Grundrisse eines Gebäudes in Beton gegossen. Das klingt aufwendig, ist aber unbedingt empfehlenswert. Denn bei Gebäuden, die nicht unterkellert sind, wird eine stabile Unterlage benötigt, damit bei heftiger Witterung keine Sturmschäden entstehen können. Mit einer so beständigen Ausführung ist das Fundament ein deutlich sichererer Untergrund.
Für Gewächshäuser, die kein so starkes Eigengewicht wie ein Gartenhaus haben, reicht auch ein sogenanntes Punktfundament. Für diesen Untergrund werden vier Löcher für die Eckpunkte des Garten-Objektes in den Boden gebohrt. An diesen Ecken werden die Seitenprofile des Gewächshauses integriert und anschließend werden diese Löcher für einen stabilen Halt mit Beton aufgegossen. Die Löcher sollten mindestens 50 bis 80 Zentimeter tief gebohrt werden, damit das Gewächshaus auf frostsicherem Grund steht.

Welche Dacheindeckung ist für das Gartenhaus geeignet?

Für Gartenhäuser gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichsten Dacheindeckungen. Von schweren Eindeckungen mit Ziegeln, Dachsteinen oder Gründächern wird vielfach abgesehen, weil diese ein hohes Grundgewicht haben. Eine noch so starke Gartenhaus-Konstruktion kann ein solches Eigengewicht nicht tragen. Eine Last von 75 Kilo pro Quadratmeter sollte unbedingt gewährleistet sein, damit auch bei starker Schneelast das Dach sicher hält. In den Beschreibungen von Gartenhäusern finden sich hierzu Hinweise. Falls Sie hier nicht fündig werden, suchen Sie ein Beratungsgespräch mit einem Dachdeckermeister.
Dächer, die nur aus Dachpappe bestehen, sind nicht zu empfehlen. Die Dachpappe kann leicht reißen, und wenn die Seitendach-Konstruktion aus einer Press-Spanplatte besteht, ist diese sehr schnell vom Regenwasser aufgeweicht. Gewächshäuser haben Dächer aus Glas, das ist ein langlebiger Werkstoff. Es empfiehlt sich hier keine Schindelverglasung zu nehmen, sondern durchgehende Scheiben zu wählen. Denn diese sind sicherer und halten dicht bei starken Regenfällen. Außerdem sind diese Glasscheiben auch unempfindlicher gegen Verschmutzung.

Ein Ort zum Wohlfühlen im Garten

Mit einem sturmsicheren und stabilen Garten- oder Gewächshaus kann das komplette Gartenjahr ganz witterungsunabhängig vom frühen Frühjahr bis zum Winter ausgedehnt werden. Doch der Bau eines Garten- oder Gewächshauses ist nicht aus dem Haushalts-Portemonnaie zu bezahlen. Vor dem Bauvorhaben sollte mit ausreichend Zeit und Muße eine nötige Qualitätsprüfung vorgenommen werden.
Prüfen Sie selbstkritisch, ob Ihre Wünsche und Anforderungen dem Neubau im Garten entsprechen. Die Vorfreude auf Ihren Platz im Grünen kann schnell in Unbehagen umschlagen, wenn wichtige rechtliche, technische und bauphysikalische Grundregeln unbeachtet bleiben.

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