Ihr Einkaufsratgeber: Fünf Sammlerstücke, die jeder Goldschmied haben sollte!

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Ihr Einkaufsratgeber: Fünf Sammlerstücke, die jeder Goldschmied haben sollte!

Das Goldschmiedehandwerk ist eines, auf das die Angehörigen der Zunft zu Recht stolz sind. Denn es ist ein sehr altes Handwerk, für dessen Ausübung ein hohes Maß an Fingerfertigkeit und Kunstverstand notwenig ist. Zu den wichtigsten Tätigkeiten gehört das Legieren von Metallen, aber auch das Schmelzen, Gießen, Walzen und selbstverständlich die kunstvolle Verarbeitung von allerlei edlen Metallen, Schmucksteinen oder Perlen. Dabei greifen auch heutige Goldschmiede auf viele Techniken und auch auf Werkzeuge und Maschinen zurück, die schon vor vielen Jahren oder gar Jahrzehnten oder Jahrhunderten in ähnlicher Form Verwendung fanden. Sicherlich ist dies auch der Grund für das große Interesse an den alten Traditionen, das viele Goldschmiede haben. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Antiquitäten aus dem Goldschmiedehandwerk äußerst begehrt sind. Vielleicht gehören auch Sie zu dieser Personengruppe und planen die Anschaffung historischer Goldschmiedegegenstände. Bei eBay werden Sie sicherlich fündig.  

Informieren Sie sich umfassend über das historische Goldschmiedehandwerk

Damit Sie die für sich passende Auswahl treffen können, tun Sie gut daran, sich ausgiebig über Antiquitäten aus dem Goldschmiedehandwerk zu informieren. Dazu können Sie beispielsweise ein antikes Buch zum Thema Goldschmieden zurate ziehen. Sie können aber auch diesen Einkaufsratgeber nutzen. Kurz und prägnant erfahren Sie hier viele Details über fünf begehrte Sammlerstücke, die ein Goldschmied für sich selbst oder für die eigene Werkstatt anschaffen sollte. Auf dieser Basis wird es Ihnen sicherlich leicht fallen, die richtige Kaufentscheidung zu treffen. Wie bei allen Antiquitäten sollten Sie auch hier darauf achten, dass die Produkte in dem Zustand sind, den Sie sich wünschen. Möchten Sie beispielsweise ein antikes Goldschmiedewerkzeug noch einmal in Gebrauch nehmen, so sollte es einigen Sicherheitskriterien entsprechen. Zum Beispiel muss eine historische Maschine auch heute noch den alltäglichen Belastungen Stand halten, denen sie bei Ihnen ausgesetzt ist.  

Punzen: Das erste Sammlerstück, das ein Goldschmied besitzen sollte

Die erste Antiquität aus dem Goldschmiedebereich ist die sogenannte Punze. Unter diesem Begriff versteht man einen Schlagstempel, mit dem unterschiedlichste Materialien bearbeitet werden können. Beim Goldschmied, Kunstschmied oder Graveur sowie beim Uhrmacher zählen Punzen zu den ältesten Werkzeugen und werden auch heute noch in vielen Varianten eingesetzt. Die Punze besteht aus einem länglichen Stück Werkzeugstahl. Während der Rohling, auch Prantel genannt, noch kein Prägemuster trägt, ist bei der fertigen Punze ein erhabenes Muster, eine Form, ein Buchstabe oder etwas Ähnliches aufgebracht. Das Prägen gelingt je nach Material zumeist recht einfach. Die Punze wird auf das zu prägende Material gehalten, anschließend schlägt der Goldschmied mit dem Hammer auf das hintere Ende der Punze. Die Punze prägt das gewünschte Material, das dann mit dem Bild der Punze in spiegelverkehrter Form ausgestattet ist. Unter den Goldschmiedeantiquitäten werden Sie jederzeit viele historische Punzen aus dem Goldschmiedehandwerk finden. Die kleinen Handprägestempel gibt es beispielsweise in Form von Laufpunzen, mit denen man längere Linien oder Ornamente aufbringen kann. Aber auch antike Kugelpunzen, Ziselierpunzen, Faserpunzen oder Feingehaltspunzen können Sie – oft in einem sehr guten Zustand – erwerben.  

Die Walze: Das zweite Sammlerstück, das Goldschmiedeherzen höher schlagen lässt

Eine echte Zierde – beispielsweise in Ihrer eigenen Werkstatt – können auch antike Goldschmiedewalzen sein. Ziel des Walzens ist es, einen Werkstoff von einer Form in eine andere zu bringen. Je nachdem, welche Temperatur das Material beim Walzen hat, spricht man vom Warmwalzen und vom Kaltwalzen. Beim Warmwalzen ist der Werkstoff wärmer als seine Rekristallisationstemperatur. Ist die Temperatur unterhalb dieses Werts, spricht man vom Kaltwalzen. Professionelle Walzen werden vorrangig nach dem Material unterteilt, das mit ihnen bearbeitet werden soll. So gibt es beispielsweise unterschiedliche Walzen für Draht oder für Blech. Goldschmiede können das Walzen je nach Wunsch und Art des Zielobjekts alternativ zum Hämmern oder Schmieden einsetzen. Gerade wenn Sie sich für ein sehr altes Stück entscheiden, sollten Sie sich unbedingt nach der Funktionsfähigkeit der Maschine erkundigen, bevor Sie den Kauf tätigen. Dies gilt natürlich vor allem dann, wenn Sie die antike Walze in Ihrem Arbeitsalltag zu neuen Ehren bringen möchten.  

Historische Kataloge machen das Sammlerglück des Goldschmieds größer

Gerade wenn Sie sich gerne intensiver mit der Historie der Goldschmiedekunst befassen möchten, sind auch antike Kataloge aus dem Goldschmiedehandwerk eine gute Wahl. Aus diesem Grund gehören auch Sie zu den Top 5 unter den Sammlerstücken, die jeder Goldschmied besitzen sollte. Die Kataloge können ganz unterschiedlicher Natur sein. So werden Sie bei eBay so manchen Katalog finden, den Juweliere einst ihren Kunden zur Ansicht aktueller Schmuckstücke übergaben. Uhren, Ketten, Anhänger und Ohrringe sind nur Beispiele für die Preziosen, die darin zu sehen sind. Aber auch Kataloge für die Goldschmiede selbst werden Sie entdecken können. Darin werden dann die damals aktuellen und heute antik zu nennenden Werkzeugmaschinen vorgestellt, die für Goldschmiede produziert wurden.  

Historischer Amboss: Das vierte Schmuckstück in der Sammlung von Goldschmieden

Was wäre ein Schmied oder ein Goldschmied ohne seinen Amboss? Sein Talent und seine Fähigkeit zum Umgang mit dem teuren Material würden sicherlich nicht leiden, doch ein wichtiges Arbeitsutensil würde fehlen. Dies ist der Grund dafür, weshalb auch ein historischer Goldschmiede-Amboss unter den Sammlerstücken sein sollte, die Sie für sich auswählen. Der Begriff „Amboss“ stammt aus dem althochdeutschen und bedeutet in etwa „worauf man schlägt“. Dieser Name ist gewissermaßen Programm, denn ein Amboss besteht aus Stahl und dient als feste und stabile Unterlage beim Umformen von Metallen. Während das Metall beim oben erwähnten Walzen durch einen langsamen und konstanten Druck verformt wird, geht es beim Umformen auf dem Amboss anders zu. In der Regel wird hier warm umgeformt und das Metall, zumeist ein Eisenmetall, wird glühend auf den Amboss gelegt und mit speziellen Hämmern bearbeitet. Sollten Sie planen, einen historischen Amboss wieder in Betrieb zu nehmen, können Sie sich auch nach den passenden Hämmern umschauen. Setzhämmer und Hilfshämmer aus der gleichen historischen Werkstatt, aus der auch der Amboss stammte, sind gerade für Sammler oft eine perfekte Kombination. Wenn Sie Ihren Amboss nach dem Kauf noch transportieren (lassen) müssen, denken Sie auch an das Gewicht: Ein Amboss kann bis zu 500 Kilogramm wiegen, Goldschmiedeambosse sind jedoch oft leichter und kleiner.  

Eine praktische Kombination für Sammler: Amboss und Schraubstock antiker Art

Besonders praktisch sind natürlich Werkzeuge, die gleich mehrere Aufgaben auf einmal übernehmen können. Ein gutes Beispiel hierfür sind Ambosse in der Ausführung als Kombination aus Schraubstock und Amboss. Auch wenn diese Modellvariante sicherlich nicht für die Arbeit eines Hufschmiedes geeignet wäre – für die feinen Hammerschläge beim Bearbeiten eines Schmuckstücks reicht die Größe des Kombi-Ambosses in der Regel sehr gut aus.  

Materialien, die der Goldschmied bearbeitet

Die Materialien, die auf einem Amboss bearbeitet werden können, sind vor allem die verschiedenen Metalle, mit denen ein Goldschmied umgeht. So kann beispielsweise ein hochwertiger Ehering mit kleinen Hammerschlägen eine sehr hübsche und individuelle Oberfläche erhalten. Aber auch historische Metallbeschläge lassen sich gut darauf bearbeiten. Je nachdem, was Ihr aktuelles Projekt erfordert, sind es aber auch weniger hochwertige oder feine Materialien, die auf dem Amboss zu etwas Schönerem werden. Bleche aller Art sind ein sehr gutes Beispiel dafür.  

Glänzende Schmucksteine: Das fünfte Schmuckstück komplettiert die Sammlung

Neben Perlen sind Schmucksteine die schönste Art, ein Schmuckstück zu krönen und zu einem Höchstmaß an Brillanz zu bringen. Auch historische Schmucksteine können Sie im Antiquitätenhandel erwerben. Ob es sich um ein Lot Berylle oder ein Lot Citrine handeln soll oder ob Sie sich eher für andere Schmucksteine interessieren – das Angebot variiert, sodass Sie jederzeit schicke Steine finden können. Zu den Schmuck- oder Edelsteinen gehören unter anderem alle Minerale, Glasschmelzen oder Gesteine, die man im Allgemeinen als hübsch und ansprechend empfindet. Da keine einheitliche Klassifizierung des Begriffs „Schmuckstein“ existiert, werden auch andere Stoffe darunter geführt. So sollten Sie sich im Angebot eines Schmucksteinhändlers nicht über kleine Fossilien, Bernstein, Pechkohle oder Ähnliches wundern. Eine wichtige Klassifikation im Schmucksteinbereich war bis vor einigen Jahren die Unterteilung zwischen Edelsteinen und Halbedelsteinen. Diese ist zwar heute nicht mehr in der Fachwelt „gültig“, jedoch sprechen noch viele Laien von den beiden Kategorien. Hier geht es vor allem um den Wert und um die Seltenheit. Während Edelsteine höchst selten in der Natur zu finden sind, findet man Halbedelsteine häufiger – woraus sich auch der Preisunterschied ableitet. Bekannte Edelsteine sind Rubin, Saphir oder Smaragd, zu den sogenannten Halbedelsteinen gehören Achat, Amethyst, Jaspis, Malachit, Onyx und viele andere.

Aufwertung von Schmucksteinen

Als Profi des Goldschmiedehandwerks kennen Sie sicherlich viele Möglichkeiten, Schmucksteine noch schöner zu gestalten. Einige dieser Techniken gehören zu den schon seit langer Zeit überlieferten Tricks und Kniffen von Goldschmieden. So kann man unter anderem durch Ölen bzw. Fetten rissige Steine aufbessern und ihre Farben stärker leuchten und strahlen lassen. Anstelle des Öls wird oft auch Wachs oder Paraffin zum Überdecken von Rissen angewendet. Möchten Sie einen Stein dagegen stabilisieren, bietet sich ein Überzug aus natürlichen Harzen oder auch aus speziellen Chemikalien an. Besonders wichtig für Ihre Auswahl historischer Schmucksteine ist die Qualität derselben. Informieren Sie sich im Vorfeld, um welche Güte und Art von Steinen es sich bei den angebotenen Stücken handelt. Sagen Ihnen diese Eigenschaften zu, so können Sie sich unter Umständen mit antiken Steinen echte Raritäten sichern, die Ihre ganz eigene Geschichte mit sich bringen. Eine Zierde - sicherlich auch für Ihre Goldschmiedewerkstatt. Sicherlich lassen sich einige dieser Preziosen auch in eines Ihrer nächsten Schmuckstücke integrieren.

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