Ich kaufe nicht mehr bei Versandkostenhaien.

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Wie mache ich das?
  1. Als erstes versorge ich mich stets mit aktuellen(!) Tarifinformationen von DHL und Hermes. Diese bekommt man in Form von Faltblättern oder Broschüren in den jeweiligen Filialen (z.B. "Leistungen und Preise" Stand: 1. Juli 2006 der Deutschen Post).
  2. Ich schätze bei der von mir anvisierten Ware die Größe und das Gewicht ab. Das ist mitunter nicht so einfach, aber manchmal hat man vielleicht ähnliche Dinge zuhause und kann die zur Hilfe nehmen. Aber ungefähr weiß man ja auch so, wie groß und schwer z.B. ein Handy, ein Kofferradio oder eine Armbanduhr sind. Schließlich kauft man Dinge, zu denen man schon vorher ein gewisses Verständnis hat und weiß daher grob die Größen- und Gewichtsklasse.
  3. Dann vergleiche ich anhand der Tarifinformation, was das Porto für solch einen Gegenstand bei den verschiedenen Diensten kosten würde, wobei ich darauf zurückgreife, welchen Versandservice der Verkäufer anbietet - Versanddienst und Versandart
  4. Ich gestehe dem Verkäufer natürlich zu, zum Porto noch ein paar Verpackungskosten hinzuzurechnen für Karton, Polstermaterial, Packpapier, Klebeband usw. (das sollte aber im Rahmen bleiben). Halte ich zum Schluss z.B. den Versand des Artikels als DHL-Paket für gerechtfertigt, bin ich bereit, max. 8 EUR zu akzeptieren, also 6,90 EUR Porto und 1,10 Zuschlag. Man muss auch bedenken, dass das Bringen zur Post oder so und das Einpacken auch Mühe machen und Arbeitskraft ist in deutschland ja auch recht teuer ;-)
Sauer werde ich aber dann, wenn ich die Klamotten dann in einem alten, schon mehrfach benutztem Karton geliefert bekomme, oder... kurz gesagt: wenn das Verpackungsmaterial so schäbig ist, dass es wohl kaum auch nur einen Cent gekostet haben dürfte. Das kann man natürlich nicht vorher wissen.
Habe ich für ein Paket bezahlt und bekomme nur ein Päckchen oder gar nur eine "Warensendung", oder vergleichbare Fälle, das ist natürlich schlichtweg Betrug.
Hat man Zweifel, kann man sich ja auch vorher beim Verkäufer erkundigen wie er seine Ware genau zu verschicken gedenkt.

Sicher, manchen Käufern ist das alles egal. Aber ich selbst bin fair und ich verlange das auch von anderen. Deshalb ist es für mich undenkbar, bei Versandkostenhaien etwas zu kaufen. Unangemessene Versandkosten zahle ich aus Prinzip nicht und daher können diese Leute mit mir kein Geschäft machen. Solche Abzocke unterstütze ich nicht!
Ich meine: sicher, es kann ja immer noch jeder selbst bestimmen, welche Versandkosten er verlangt - aber genauso kann ich immer noch selbst bestimmen, was ich kaufe und was nicht. Zum Glück brauche ich nichts so dringend, dass ich es per EBay um jeden Preis kaufen muss, das gilt für mein Maximalgebot genauso wie für die Versandkosten.

Heikel ist es dagegen, unangemessene Versandkosten zum Gegenstand der Bewertung zu machen und die Versandkostenhaie deshalb neutral oder gar negativ zu bewerten - diese Erfahrung habe ich schon gemacht. Auch das Stichwort "Rachebewertungen" sagt wohl jedem etwas. Eine solche kann man sich dann womöglich auch einhandeln. Ich denke, in Zukunft werde ich aber, sollte ich nochmal auf einen Versandkostenhai hereinfallen, dennoch irgendwas entsprechendes in die Bewertung reinschreiben, und wenn es in eine positive ist, dass ich aufgrund der Versandkosten bei dem Herrn oder der Dame nicht mehr kaufe.
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