Ich, Tom Horn,Steve McQueen, Linda Evans, William Wiard

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Ich, - Tom Horn (1980), Steve McQueen, Linda Evans, DVD

Ich, Tom Horn (DVD), - Steve McQueen in einer seiner letzten [und besten] Rollen

Jedenfalls, was die Filme mit ihm betrifft, die mir ganz persönlich am besten gefallen ("die glorreichen Sieben", "Cincinnati Kid", "Papillon". Und dieser hier, - beim oft ebenso gepriesenen "Getaway" war mir dann doch das 1994er Remake mit Alec Baldwin und Kim Basinger lieber. Eben gerade auch, weil hier nur lediglich die letzten Lebensjahre der realen, historischen Figur Tom Horn dargestellt werden.

Und wer würde sich für so etwas nicht (klingt zwar zynisch, ist aber oftmals wirklich der Fall) realistischer eignen, als ein Schauspieler, der selbst bereits vom Tod gezeichnet ist. Auch bei John Wayne und seinen gezeigten Leistungen in "the Shootist - der letzte Scharfschütze" war das nur überaus beeindruckend gewesen.

Zur Handlung: Es ist ca. das Jahr 1900, der ehemals nicht nur als Scout in den Apachenkriegen bekannt gewordene Tom Horn wird als Weidedetektiv / Regulator (also jemand, der vorzugsweise gleich mit der Leiche eines Verbrechers zurück kommt, - anstatt jemanden gefangen zu nehmen, auch zu Abschreckung) von einer Vereinigung von Viehzüchtern angeheuert. Zunächst sind diese auch mit seiner Auffassung von Recht und Gesetz sehr zufrieden.

Nur als sein offenes, meißtens brutales und häufig hinterhältig erscheinendes Vorgehen immer weiter eskaliert, beschließen sie, sich dem Mohr (der seine Schuldigkeit getan hat) zu entledigen. Mehr möchte ich bis hier auch nicht weiter verraten. Gerade für all jene, die den Film noch nie gesehen haben. Vielleicht nur noch soviel dazu. Wie schon in anderen, - sehr gut recherchierten Rezensionen angegeben wurde, zeigt der Film lediglich eine (!!!) von möglichen Adaptionen der realen Begebenheiten.

Es wurden einige Namen verändert und ebenfalls ist speziell der ganze Schluß, - dh. so wie er hier dargestellt wird, nicht exakt und korrekt nachgewießen (siehe dazu gern auch entsprechende Kritiken in "Braveheart", - Roger Corman's "Manfred von Richthofen - der rote Baron" usw. usf.). Bei filmisch umgesetzten Biografien schleicht sich nun einmal gerne aus rein dramaturgischen, propagandistischen oder sonstigen Gründen eine etwas freie Inszenierung ein. Es sollte sich also ergänzend dazu auch nochmal besser, zusätzlich informiert werden.

Sonst aber immer noch recht gut umgesetztes Epos und ein schöner Abgesang an diese Ähra. Wo meißtens zuerst geschossen und dann erst gefragt wurde. Und Linda Evans ("der Denver Clan") sieht man auch nicht häufig in einer Nebenrolle. Sowie Umkehrungen sonst üblicher Hollywood - Klischee's (die guten sind moralisch verwerflich, ein Held wird dann zum Verbrecher gemacht, wenn es zuviel wäre, ihn zum Mährtyrer zu stilisieren usw. usf.), sind wie hier zu sehen auch nicht oft in einem Western vorkommend gewesen.

Zumal dabei Steve McQueen selbst in seinen gezeigten Darstellungen dieser zwiespältigen Figur dabei zuletzt noch sehr an seinem eigenen, bisherigen Schauspielerimage arg herumkratzt. Kauf, - und Ausleihtip, nicht nur was für reine Westernfans.
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