IBM Thinkpad, Achtung beim Kauf!

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Zu diesen Notebooks gibt es Qualitäts-Bewertungen genug, daher soll hier nur auf ein paar Fehlerquellen hingewiesen werden.

Mein erstes Notebook von IBM war für mich nach diversen SONY und DELL-Ausflügen eine Wohltat.
Die Qualität von Gehäuse, Display und Akku, dazu die Konzepte zu intergrierter Sicherheit und Bedienbarkeit sind das Geld wert.

Sinnvolle Details sind z.B der sensorgesteuerte Festplattenschutz, mit dem ein Sturz erkannt wird und die Festplatte blitzschnell geparkt wird (hat mich schon mal gerettet), sowie die Displayverriegelung mit 2 Haken statt oft nur einem.

Weil die Qualität im Allgemeinen hoch und die Nachfrage groß ist, sind auch die Preise recht stabil und es gibt kaum Schnäppchen.

Vor ca. 1 Jahr habe ich ein gebrauchtes Thinkpad T42 von einem gewerblichen Verkäufer (magicdevices*de) ersteigert, weil ich dachte, dass die Qualität eigentlich kaum leidet, und die Thinkpads sehr servicefreundlich sind.

Und das ist der Haken. Die Dinger werden teilweise schlampig und gnadenlos aus Resten zusammengebastelt.
Direkt nach dem Auspacken habe ich die erste mail geschrieben: CD-Laufwerks-Schraube fehlt, Netzteil mit 2-adrigem Anschluss ist für den asiatischen oder kanadischen Markt, in Europa braucht's dreiadrig. Offensichtlich war auch der Austausch der Tastatur und des Touchpads schon notwendig geworden, es waren absolut keine Gebrauchsspuren sichtbar.

2 Tage später im Betrieb: Das Display ist unter (!) der Folie an mehreren Stellen abgerieben, wurde also schon mal unsauber getauscht. Die Oberseite (Deckfolie) hat Abdrücke von der Tastatur. Und bei der Bildqualität kann das darunter kein IBM-Teil sein. Das alles ist normalerweise Grund genug für einen Rücktritt. Aber es gibt ja Leute wie wir, die kaufen Dinge aus Notwendigkeit. Deswegen kam ein Tausch nicht mehr in Frage, und weil wir die Mängel zähneknirschend hinnehmen konnten. Mittlerweile funktionieren die Funkabteilungen WLAN und BT nicht mehr.

Blöd: Bewertung ist schon geschrieben, der Verkäufer hat auch sonst keine Anstalten gemacht, sich einzulassen.

Als Konsequenz würde ich das nächste Mal entweder von einem IBM-Händler oder privat kaufen oder folgende Fragen stellen und die Antworten explizit als ausschlaggebend für einen Kauf angeben:

- ob und welche Teile getauscht wurden, wenn ja, ob IBM-Teile oder andere.
- ob das Display Tastatur-Druckstellen oder Pixelfehler aufweist.
- ob das Netzteil dem Original entspricht inkl. dreiadrigem Netzkabel.

Im Allgemeinen ist es zusätzlich eine gute Vorgehensweise, Dinge ohne Druck zu kaufen, und abzuwägen, ob man mit gewissen Mängeln leben kann oder ob man ggfs. für einen Aufschlag gleich einen sicheren Kauf macht.

Noch ein Tipp: Beim Kauf auf eventuell preistreibende Extras verzichten, die man gut selber nachrüsten kann.
Das kann ein gebrauchtes Betriebssystem, etwas Arbeitsspeicher oder ein DVD-Brenner sein (ab 80,- hier in der Bucht).
Und neue Festplatten sind mittlerweile so günstig, dass sich ein Austausch (Umbau 2 Minuten + natürlich neues Betriebssystem, Software etc.) oft lohnt und das Alterungs- und Gebrauchsschaden-riskio von Festplatten reduziert.
Die sehr guten und hilfreichen Service-Manuals zum Umbau gibt`s zum Donwload. Dann weiß man auch, wer es eingebaut hat.

Nachtrag 2015:
Mein T42p ist nun 10 Jahre alt und läuft prima mit Windows 7 und Debian Weezy.
Ausgetauscht: Festplatte (die dritte), CFL-Hintergrundbeleuchtung, CPU-Fan, RAM. 
Das hier besprochene T42 werde ich demnächst mal wieder anpacken..

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