IBM T23

Aufrufe 871 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Hallo,

Da ich beruflich (IT Beratung) und Privat mit der IBM T Serie schon länger zu tun habe, schreibe ich dazu ein Ratgeber.

Ausrüstung:
Das IBM T23 ist das Top Model der damaligen Serie (2000/2001).
Es besitzt je nach Ausstattungs Model 1 GHZ und 1,2GHZ mit des damaligen PIII M.
Vorteil 1 bei der Prozessor Ausstattung war das der FSB sich von 100 MHZ auf 133 MHZ verbreitert hat.
Damit stand im Gegensatz zu dem T20 - T22 Modellen ein Drittel mehr Bandbreite zur Verfügung was dem Notebook merklich zu mehr Geschwindigkeit verholfen hat
Vorteil 2 dieser Prozessor Ausstattung war der Sockel. Es war kein PPGA Sockel mehr sondern ein 370 Sockel (standart PIII Sockel). Dadurch konnten auch "normale" PIII auf dem Board betrieben werden.
Im T23 arbeiten bis zu 1 GB 133 SD (SODIMM). Damit ist selbst Heute noch kaum eine Anwendung (CAD und Programmierung ausgenommen) ein Problem.
Das T23 ist ausserdem mit einer 20 - 40 GB fassenden IBM Platte ausgerüstet. Die ist 4200 Umdrehungen schnell (eher langsam).
Es ist neben einen später noch genannten Schwachpunkt DER Schwachpunkt des Notebooks. Ich habe T23 gesehen die in 3 Jahren (die übliche Einsatzzeit) 2-3 neue Festplatten benötigt haben. Die Festplatte ist der Hauptschwachpunkt beim T23. Es ist aber auch eine IBM Festplatte, daher ist das eigentlich normal. Es ist aber Problemlos möglich eine grössere (bis 100 gb) und vorallem schnellere (7200 Umdrehungen) Platte von zum Beispiel Samsung oder Toshiba einzusetzten. Mit einer solchen Platte und ausreichend Hauptspeicher ist das Notebook auch mit modernen Notebooks vergleichbar. Denn moderne Pentium M Prozessoren sind eine Weiterentwicklung der damaligen PIII M.
Daneben gibts ein Multibay 2000 Schacht wo diverse Geräte (DVD Laufwerke, CDRW/DVD Laufwerke, AKKU, Festplatte und vieles mehr) im Betrieb eingesetzt und ausgetauscht werden können.
Das Notebook verfügt über eine dedizierten Grafikchip (ein Savage mit 16 MB Hauptspeicher) der für DVD gucken oder auch eine kleine Runde Siedler/Hearts of Iron 2/Age of Empires reicht.
Sound und Netzwerk (100 Mbit) sowie ein Analoges Modem sind ebenfalls integriert.
2 USB 1.1 stehen neben 2 PCMIA III Slots zur verfügung (wo man Problemlos bis 8 mal USB 2.0 nachrüsten kann)
Mit etwas Glück bekommt ihr ein WLAN vorgerüstet Notebook. Dann könnt ihr sogar eine intern zu verbauende Mini PCI Karte (ersetzt die Modem/Netzwerk Karte) einsetzen (beinhaltet natürlich Modem/Netzwerk Funktionen).
Dann sind im Rahmen nämlich 2 Antennen verbaut. Ich hatte so ein Notebook und es ist schon praktisch intern ein Wlan 54 Mbit Chip zu haben statt dies extern über USB oder PCMIA nachrüsten zu müssen.

Gehäuse:
Das schwarze Gehäuse gefällt eigentlich jedem sofort. Entgegensatz zu der damaligen Zeit ist es ein Kuntstoff Gehäuse (damals war Magnesium gerade in) eingesetzt worden das aber einige Besonderheiten aufweist.
Es ist mit Titan/Titanium Anteilen verstärkt (IBM bezeichnet es als Titan verstärktes Polymergehäuse) Kuntstoffgehäuse das SEHR stabil ist (ein Grund dafür warum selbst die modernsten T60 mit einem ähnlichen Gehäuse ausgestattet ist). Also Beispiel: Mir fiel mein damaliges T23 dank eines Kollegens von der Tischkante (Höhe irgendwas um 60 - 70 cm). Als ich es aufgehoben hatte dachte ich schon das wars. Aber ausser das das Display gebrochen war, war NICHTS passiert. Das Gehäuse hatte noch nicht mal ein Sprung oder Riss !
Neben der hohen Beständigkeit ist das Gehäuse relativ Kratzunempfindlich.

Display:
Es ist ausreichend Gross (14,1 Zoll) und auch ausreichend Hell.
Bei höchster Helligkeit kann man auch draussen arbeiten.
Die Reaktionszeit liegt bei damals hervorragenden 25 ms. Damit kann man DVDs gucken ohne schlieren zu sehen.
Der zweite Hauptkritik Punkt am T23 ist allerdings das der Deckel des Notebooks zu dünn ist. Dadurch kann es passieren wenn ihr schwere Sachen im geschlossenen Zustand auf das Notebook legt das ihr irgendwann auf eurem Display die Zifferntasten eingedrückt seht.
Das ist bis Heute ein Problem von IBM Notebooks. Abhilfe schafft eine dünne Kunststofffolie (bei jedem neuen Notebook dabei um sowas zu verhindern) die man einfach bei schliessen des Notebooks zwischen Tastatur und Display legt.

Gewicht:
Je nachdem was verbaut ist und was ihr zusätzlich reinpackt (2 Akku etc) wiegt das notebook zwischen 2,3 bzw 2,6 KG. Es ist damit für damalige (und eigentlich auch heutige Verhältnisse) relativ Leicht. Gerade leicht genug zum Reisen.

Laufzeit:
Tja mit dem IBM Standart Akku etwa 2 - 2,5 Stunden (je nach Zustand und Betrieb). Wenn ihr bei Ebay ein qualitativ Hochwertigen Akku kauft so bekommt ihr auch locker 3 - 3,5 Stunden raus. Nehmt ihr dann noch den Ultrabay 2000 Akku dazu liegt ihr teilweise locker bei 5 Stunden. Mehr als ausreichend (und mehr als viele modernen Notebooks)

Zuverlässigkeit/Reparatur:
Bis auf die angesprochen Problemfälle Festplatte und Display ist das T23 IBM Typisch SEHR zuverlässig.
Man bekommt noch Heute Reparatur Teile bei IBM (zugegeben sehr teuer) für das T23.
Bei Ebay gibt es allerdings ein sehr guten Ersatzteile Markt für die IBM T Serie was eine Reparatur günstig zu bewerkstelligen macht.
Daneben ist man entgegen vieler anderer Notebook Hersteller bei IBM NICHT auf eine Reparatur Firma angewiesen. Bei IBM gibt es die sogenannten HMM. HMM steht für Hardware Maintence Manual. Darin ist explizit beschrieben (mit Bilder) wie jedes Teil im Notebook ausgetauscht werden kann. Daneben sind dort auch Fehlercodes und die FRU Nummern jedes Ersatzteiles aufgelistet. Wer schonmal am Auto rumgeschraubt hat oder nur etwas vom PC versteht kann dort sehr leicht Teile selber tauschen (die über Speicher und Festplatte hinweg gehen). Diese HMM sind im Netz weitverbreitet einfach mal danach googlen.

Preis:
Was darf ein T23 Heute kosten ? Es kommt drauf an was drin ist und welchem Zustand es ist.
Ein total nacktes T23 (ohne Speicher, Festplatte, Laufwerke etc) dafür sollte man keinenfalls mehr als 100 - 150 Euro ausgeben. Weil vorallem der Speicher ziemlich ins Geld geht. Ein defektes T23 wo Displaybruch oder ein Gehäusebruch vorliegt darf auch etwas mehr kosten weil dies relativ einfach und kostengünstig zu erledigen ist.
Bei einem defekten Mainboard muss genau abgewogen werden. Mehr als 100 - 150 Euro darf auch dort nicht fällig für werden.
Ingesamt kann ein gut ausgestattes Notebook auch 400 - 500 Euro kosten. Da werden jetzt viele sagen: Soviel ? Da kriegt man ja schon ein neues für.
Das mag sein, aber es ist ein IBM das qualitativ und ergonomisch bis Heute (ausser eigene Nachfolger) niemanden zu fürchten hat. Bis auf USB 2.0 und DDR Speicher hat dieses Notebook alles was Heutige Notebooks auch haben.
Und Reparaturen kann man leicht und günstig selber machen.


Fazit:
Kauft das T23. Es ist beliebt und das nicht ohne Grund. Ein solches Notebook hält auch 6-7 Jahre problemlos
Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden