Hundetreppen, Hunderampen

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Bei Hundetreppen bitten wir zu beachten, dass der Kauf von Hundetreppen in erster Linie von Hundehaltern erwogen wird, deren Hund, aufgrund Alter oder Gesundheitszustand nicht mehr springen soll/kann oder deren Hund kurze Beine und einen langen Rücken hat (Dackel z. B.). Diese Hunde sollten meist auch keine Treppen laufen. Gerade das Abwärtslaufen von Stufen ist eine Belastung für Rücken und Beine.

Wir weisen dringend darauf hin, dass Sie zuvor mit Ihrem Tierarzt abklären sollten, ob der Hund denn überhaupt noch TREPPEN laufen darf! Hunde mit Spondylose, HD, Arthrose sollten keine Treppen laufen. Wenn der Tierarzt sagt, der Hund sollte nicht mehr springen, dann meint er damit in der Regel auch, dass der Hund keine Treppen laufen soll. Bei Hundetreppen handelt es sich meist um dreistufige Treppen, oft mit relativ steilen Stufen. Gerade das Herunterlaufen von Treppen ist eine arge Belastung für kranke, alte Hunde. Hunde, die Bandscheibenvorfall gefährdet sind, z. B. durch Spondylosen, können zum absoluten medizinischen Notfall werden, wenn sie sich durch das Treppenlaufen die Wirbel verschieben und der Nerv oder die Bandscheibe gequetscht wird.

Desweiteren geben wir zu bedenken, dass etliche Hunde diese Hundetreppen nicht laufen mögen, obwohl sie andere Treppen benutzen - es könnte also zu einer Fehlinvestition werden. Zudem bedenken Sie bitte, dass der Hund, wenn er die Treppe nicht mag, ggf. vom Sofa herunterspringt, statt die Treppe zu benutzen. Gerade dann wäre bei einem Hund mit bedenklichen medizinischen Diagnosen ein Notfall vorprogrammiert und vielen Hunden sind die Hundetreppen nicht geheuer. Ggf. kann eine solche Treppe, wenn sie nicht benutzt wird vom Hund, zu größten gesundheitlichen Problemen führen (die man ja gerade vermeiden will), wenn der Hund z. B. herunterspringt. Ggf. ist es gesünder für den Hund, wenn Sie ihm liebevoll abgewöhnen auf die Couch zu gehen und ihm ein tolles Hundebett auf dem Boden anbieten. Die meisten Hunde lernen das sehr schnell und so leben so sicherer. Dann ist die Gefahr auch nicht gegeben, dass der Hund schnell mal runterspringt, wenn Sie nicht aufpassen und es klingelt und der Hund will zur Tür.

Eine Rampe ist sicherlich eine gesündere Alternative für einen Hund, der aufgrund gesundheitlicher Probleme oder Alter nicht mehr auf die Couch oder das Bett springen kann.

Ansonsten achten Sie bitte bei allen Treppen und Rampen für Hunde darauf, dass die Stufen groß genug sind, dass der Hund sie sicher betreten kann. Diese Maße sind abhängig vom Abstand der Vorder- und Hinterbeine und somit individuell, deshalb bietet es sich eher an, eine Treppe für die Maße Ihres Hundes anfertigen zu lassen. Dabei kann man auch die Stufen entsprechend flacher machen lassen. Eine Hundetreppe, wie auch jede Hunderampe, nimmt relativ viel Platz weg in der Wohnung. Messen Sie bitte vorher den vorhandenen Platz aus, sonst kann es ein böses Erwachen geben, wenn die Treppe geliefert wird. Je flacher die Stufen, je größer die Grundfläche. Stufen und Rampen sollten selbstverständlich stets mit rutschfestem Material belegt sein und ausreichend breit, damit der Hund nicht seitlich droht abzustürzen. Soll ein Hund nicht mehr auf die Couch springen, so kann man in Abwesenheit die Couch "zubauen" und Stühle falsch herum darauf stellen. Ggf. kann man auch selbstklebendes, doppelseitiges Teppichklebeband vor der Couch auf den Teppich kleben, um dem Hund abzugewöhnen auf die Couch zu springen. Die meisten Hunde mögen es nicht, wenn sie mit den Pfoten leicht kleben bleiben.

Tierhilfe Licht im Dunkeln

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