Hotelgutscheine - Schnäppchen oder Betrug ?

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Immer wieder werde ich von meinen Kollegen gefragt, ob es nicht riskant ist auf Hotelgutscheine zu steigern, wenn man nicht sicher sein kann ob bzw. wann diese überhaupt anerkannt werden.

Vorsicht schwarze Schafe

Leider gibt es überall schwarze Schafe und nicht immer kann man diese rechtzeitig erkennen. Aber mit etwas mehr Vorsicht und eigenen Recherchen im Internet kann man zumindest versuchen sein eigenes Risiko zu begrenzen.

Bereits Tausende Ebay-Kunden haben Ihr Geld verloren

In der Vergangenheit sind lt. Focus bereits Tausende Ebay-Nutzer auf betrügerische Angebote von Hotels aus dem Sauerland und aus Bayern hereingefallen. Ihr Geld werden Sie wahrscheinlich niemals wiedersehen.

Leistungsbeschreibung genau lesen

Das man die Leistungsbeschreibung genau lesen sollte, hat sich ja in weiten Kreisen bereits herumgesprochen. Kürzlich entdeckte ich einen Artikel in dem vollmundig ein Hotelaufenthalt angepriesen wurde im Wert von 319,- EUR. Das Angebot bezog sich allerdings allein auf einen Glühwein zur Begrüßung, Auch gibt es diverse Gutscheinsysteme, bei denen Frühstück und Abendessen im Hotel zu einem Festpreis in jedem Fall zu bezahlen sind, auch wenn man lieber mal ausserhalb speisen möchte. In vielen Fällen ist die Gültigkeit der Gutscheine auch auf bestimmte Zeiten beschränkt. Aber wie gesagt, wer hier genau liest kann sich hinterher auch nicht betrogen fühlen.

Über die Qualität von Unterkünften wird gerne gestritten, oft bieten die Hotelbewertungsportale im Internet hierzu Anhaltspunkte. Manchmal weichen aber auch dort die Meinungen stark von einander ab.

Ein gültiger Gutschein kann auch seinen Wert verlieren, wenn ein Hotel unvorhergesehen schließt. Dies kann auch bei großen Hotel-Ketten passieren. Diese sind jedoch zumindest um ihren guten Ruf bemüht. Das Crowne Plaza Hotel in Köln und das Renaissane Hotel in Chemnitz haben mir vorbildlich mitgeteilt, dass deren Pachtverträge in 2008 nicht mehr fortgeführt werden, sodass ich die Gutscheine noch rechtzeitig abwohnen bzw. erstatten lassen konnte. Bei einem kleineren Hotel habe ich aber schon einen Totalverlust hinnehmen müssen.

vorsätzlicher Betrug ?

Wenn ein Hotel jedoch von vornherein gar nicht in der Lage oder Willens ist alle ausgegebenen Gutscheine einzulösen, kann man sich doch schon die Frage stellen, ob hier nicht ein Betrugsfall vorliegen könnte. Wobei dies im Zweifelsfall schwierig zu beweisen wäre solange man nicht selbst einen Gutschein ersteigert hat, der dann nie eingelöst werden kann. Aber will man den wirklich austesten, ob man letzlich betrogen wird, natürlich nicht. Mit hundertprozentiger Sicherheit wird man die schwarzen Schafe nie gänzlich aussondern können, aber manchmal reichen schon ein Blick ins Gastgeberverzeichnis des betreffenden Ortes, die Nutzung der Ebay-Suche und die vier Grundrechenarten aus, um zu erahnen, ob das Hotel vermutlich in der Lage sein wird alle verkauften Gutscheine überhaupt einzulösen.

Vielleicht bin ich ja auch zu pessimistisch, aber ich kann mir einfach nicht erklären, wie ein Hotel mit 7 Doppelzimmern über Monate jeden Tag ca. 7 Gutscheine über 2 Übernachtungen verkaufen kann, die ein Jahr gültig sind und nur von Freitag bis Sonntag gelten. Hochgerechnet würden im Jahr ca. 2.500 Gutscheine verkauft. Eingelöst werden könnten aber nur max. 364 Gutscheine im Jahr, wenn das Hotel an den Wochenenden auschließlich Ebay-Gäste beherbergt.

Wie ich in den Ebay-Ratgebern anderer eBay-Mitglieder lesen konnte, hat ein Hotel die bereits angereisten Gäste abgewiesen. Zu dem Verlust des  Gutscheinwertes, kommen dann noch die Kosten für die ggf. nutzlose Anreise bzw. für die meist deutlich teurere Ersatzunterkunft.

Erst ins Internet schauen und dann bieten, denn nicht jedes Schnäppchen ist eines.

Verwunderlich auch, wenn sich trotz der vielen Gutscheine nicht eine einzige Bewertung im Internet finden lässt und alle Ergebnisse bei Google nur direkt oder indirekt auf Hotelsuchmaschinen, Branchenbücher oder Ebay-Auktionen hinweisen. Gute Hotels werden oft nicht nur in Hotelbewertungsportalen, sondern auch auf privaten Websites oder in Lokalnachrichten erwähnt.

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Also bitte nicht von bunten Bildern und professionell aufgemachten Auktionsangeboten blenden lassen, sondern den gesunden Menschenverstand einschalten und selbst mal außerhalb von Ebay recherieren.

 

 

 

 

 

 

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