Hotel Prada oder von einem der Auszog das Fürchten ,,,

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Hatte das vergnügen ein Wellnesswochende im 3 Sterne Hotel Prada zu verbringen. Spontan hatte ich den Gutschein ersteigert um mir und meiner Frau eine Freude zu machen. Als ich später die schlechten Kritiken las, war ich mir nicht mehr so sicher ob wir überhaupt fahren sollten. Wir entschlossen uns das beste draus zu machen und fuhren trotzdem, da es ja auch positive Bewertungen gab. Ein schwerer Fehler, wie sich später herausstellte. Aber der Reihe nach.

Beim Eintreffen bemerkt man als erstes das das Haus in einem stark renovierungsbedürftigen zustand ist. Rudimentär wird wohl auch gearbeitet. das belegen alte Türen etc. die man in der Zufahrt sieht. Beim Eintreffen war gerade eine große Diskussion mit einem Gast der zu früh eingetroffen war im Gange. Nicht dass man ihn nicht einschecken ließ, nein man hatte ihm wohl auch den Zutritt zum Haus bis 15:00 Uhr verweigert! Wahrscheinlich damit er nicht auf Frustrierte Gäste trifft.

Zuallererst wird man abkassiert. Bevor man einen Zimmerschlüssel oder ähnliches bekommt, muss man den Zimmerwochenendzuschlag von 60 Euro berappen ( 15 Euro pro Nacht und Person) Warum sofort wird einem später klar. Überhaupt muss man alles und jedes gleich an Ort und Stelle bezahlen, als ob 90 % der Deutschen Zechpreller wären.

Mit dem Zimmer hatten wir Glück. Es war zwar etwa 3 Klassen schlechter als wie die Zimmer auf dem Photo aber einigermaßen sauber und aufgeräumt. Das Highlight war allerdings das Bett. Sowas einem Gast als Doppelbett zu zumuten, dazu gehört schon einiges. Als Doppelbett für Kinder ja, aber für Erwachsene? Ausserdem schien er mehr eine Billigliege als ein Bett zu sein. Etwa 140 breit und 2 m Lang und hart wie sonstwas.

Nun gut, wollen wir uns nicht beklagen, andere hatten weniger Glück.Sie wurden in ein Kellerzimmer ( ja ihr lest richtig) verfrachtet mit niedriger Decke. wenig Tageslicht und allem was dazu gehört.

Der Aufenthaltsbereich mit Billard etc, war ebenfalls im Keller. Eine einzige Katastrophe. Wer immer diesem Hotel 3 Sterne vergab, kann keinen guten Tag gehabt. Alles im muffigen Keller, lieblos ist wohl das positivste was man sagen kann.

Nun denn, ab in den Wellnessbereich. Hier gab es einen großen Whirlpool mit lauwarmen Wasser, eine 50  Grad heisse Sauna und 2 Liegen , wie man sie zuweilen am Straßenrand beim Spermülltag findet. Ergänzt wurde das ganze von einer Solarienliege, die auch schon eindeutig bessere Tage gesehen hat. Über das Alter der Röhren möchte ich an dieser Stelle lieber nicht spekulieren. Überhaupt scheint dieser Raum ebenfalls zu den Sanierungsbedürftigen zu gehören. 

Auf der unteren Terasse waren mehrere Steine locker und die Tische nicht geputzt, auf der Terrasse im ersten Stock war alles in Ordnung. Das lag aber daran, das es hier weder Tische noch Stühle gab.

Egal, es wurde Zeit zum Abendessen. Beim Abendlichen Büffet ist billig Trumpf. Hähnchenspieße, leider innen roh, Schnitzel dünn wie Zeitungspapier aber dick paniert. Ein undefinierbarer etwas aus Schweinefleich, aber hervorragend als Schuhsohlenersatz geeignet und Fisch in einer hellen Sosse. Dazu Nudeln, Reiss und ein Fertiggemüse bestehend aus Karotten, Brokoli und  Blumenkohl plus Brauner Fertigsauce in einem separatem Topf. Der Salat bestand aus Grünem Salat, Oliven, Mais, Krautsalat und Schafskäse. Dazu ebenfalls zwei Salatsaucen aus der Fertigabteilung. Nachtisch gab es auch. Extrem dünner, eigentlich wirklich flüssiger Pudding.  Schoko und Vanille und gebackene Annanas. Wer immer das zubereitet hat, eine Lehre als Koch kann er sicher nicht gemacht haben und falls doch, sollte man ein ernstes Wort mit seinem Ausbilder reden. 2 Angestellte musten alle Gäste mit Getränken bedienen, Kassieren und das Buffett auffüllen.

Nach diesem Essen waren wir restlos bedient.

Der Gutschein + 60 Euro Zusatzkosten ergeben 180 Euro. Für weniger als die Hälfte des Geldes war ich mit meiner Frau schon in einigen ersteigerten Top 4 Sterne Hotels die Ihre Sterne auch verdient hatten. Sowas ist mir noch nie untergekommen. Den anderen Gästen ( alles Ebayer ) ging es ähnlich. Das zum Abendessen ein Glas Wasser mehr als 2 Euro kostete ( bitte sofort und bar bezahlen), rundete das Bild nur ab. Alle Gäste, ohne Ausnahme waren unzufrieden. Die Stimmung insgesamt gereizt. In der kurzen Zeit hatten wir mit 5 Pärchen kontakt. Von diesen 5 sind 4 nach der ersten Übernachtung abgereist. Wir auch!!!!

Fairerweise muss man sagen das das Frühstück einigermaßen Okay war und zumindest dem 3 Sterne Standard entsprach. Leider muste man für jede Tasse einzeln an das Büfett weil es für 15 Tische nur 5 Thermoskannen mit Kaffee gab. (sonst hätte man ja möglicherweise eine Tasse umsonst gekocht).

Bei der Schlüsselabgabe wurden wir weder nach dem Grund unserer frühen Abreise gefragt, noch bestand eine Chance auf Rückerstattung der nun ja zuviel gezahlten Zusatzpauschale. Dies passiert in diesem Hotel wohl nicht zum ersten Mal. 

Dem Eigentümer müssen alle diese Mißstände zwingend bekannt sein. Dies interessiert ihn aber offenkundig wenig. Der Umgangston ist bei Beschwerden recht rüde. So durfte das Päärchen aus dem Keller nach einer Nacht zwar umziehen, ( weil ein anderes Päärchen ebenfalls vorzeitig abreiste), allerdings werden am Wochende keine Betten gemacht, (wofür dann eigentlich der Wochendzuschlag) und sie sollten das Zimmer so schmutzig übernehmen. Worauf sie ebenfalls abreisten. An Stammkunden hat dieses Haus definitiv kein interesse, sondern  hier wird versucht auf kosten gutgläubiger Ebayer schnell ein Hotel zu Sanieren. Was im moment offenkundig sogar funktioniert. Dieses Haus schadet der gesamten Branche. Meine ansonsten immer positiven Erfahrungen wurden ad absurdum geführt. Ebayer scheinen übrigens auch  die einzigen Kunden dort zu sein.

Positiv ist zu vermerken, das ich gelernt habe, ab sofort nie wieder Hotelgutscheine zu  ersteigeren, ohne mich vorher ausgiebig kundig zu machen. Darüberhinaus werde ich mich bei gemischten Bewertungen immer an den schlechten orientieren.

Woher die positiven Aussagen zum Prada kommen ist mir wirklich Rätselhaft. Andererseits ist es ja bekannt, das in vielen Bewertungsportalen gerade im Hotelbereich nach einigen schlechten Kritiken, urplötzlich  positive Kommentare auftauchen die die vorangegangenen überhaupt nicht nachvollziehen können. Für jeden Kommentares Bedarf es ja lediglich einer E-Mail Adresse. Ein Schelm der dabei böses denkt. Letzendlich bin ich ja auch drauf reingefallen und die positiven Aussagen haben mich ja doch dazu verleitet es zu versuchen.  

Fazit:

Es war ein richtig übles Wochende. Wir haben unterm Strich 250 Euro verblasen, in einer Kaschemme übernachtet und sind 520 Kilometer umsonst gefahren. In jeder drittklassigen Jugendherberge wären wir deutlich besser aufgehoben gewesen. 

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