Horror-Actionfilm Resident Evil mit Milla Jovovich: futuristische Szenerie und biologische Waffen

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Horror-Actionfilm Resident Evil mit Milla Jovovich: futuristische Szenerie und biologische Waffen

Gelungene Videospielverfilmung

Die Meinung vieler Kritiker, dass die meisten Videospielverfilmungen mehr als schlecht seien, kann kaum bestritten werden. Entweder wird versucht, das entsprechende Spiel 1:1 abzufilmen, was immer misslingt, da ein Computer- oder Videospiel eine andere Erzählstruktur verwendet als ein Film und die Spannung aus unterschiedlichen Elementen gezogen wird. Andere Verfilmungen versuchen, das Spiel neu zu interpretieren und zerstören dabei fast immer die Elemente, die gerade die Faszination des Spiels ausmachten. Allerdings kommt es ab und zu vor, dass ein Computer- bzw. Videospiel ansprechend und klug als Film umgesetzt wird, und dazu gehört „Resident Evil“ zweifelsohne. Dabei war der Erfolg des Filmss so groß, dass er, genau wie die Videospielreihe, mehrere Fortsetzungen erfuhr. Bei eBay können Sie diesen Film und seine Nachfolger als DVD oder Blu-Ray erwerben.

„Resident Evil“ – Videospiel als Basis des Films

Basis des Filmes mit Milla Jovovich ist das Videospiel „Resident Evil“, das in Japan unter dem Namen „Biohazard“ erschien und als kommerziell erfolgreichstes Playstation-1-Spiel gilt. Es definierte Ende der 1990er-Jahre ein komplettes Spielgenre, den sogenannten Survival Horror. Hierbei geht es im Grunde genommen einzig um das Überleben der Spielfigur. Dazu muss sie gegen Monster, Zombies und Ähnliches antreten und einfache bis anspruchsvolle Rätsel lösen. Wichtig bei dieser Art von Spielen ist dabei nicht die Action, sondern die Atmosphäre, das heißt, der Spieler oder die Spielerin sollen sich gruseln und den Horror nachempfinden. Die „Resident-Evil“-Saga erreicht diesen Anspruch in fast allen Teilen. Auch dem ersten Teil der Film-Reihe gelingt dieses Unterfangen - wobei im Film viele Elemente verwendet werden, die auch im Spiel auftauchen. So spielt eine Schlüsselszene in einem fahrenden Zug, genau wie im Spiel. Auch die chronische Knappheit an Munition ist ein immer wiederkehrendes Merkmal der Spiele, ebenso wie die typischen Schockmomente, in denen Unerwartetes auftritt. Einen großen Unterschied gibt es in der erzählten Geschichte. Diese unterscheidet sich in wichtigen Punkten vom Spiel. Beispielsweise wurde die Protagonistin Alice erfunden, deren Geschichte den roten Faden des Filmes bildet.

„Resident Evil“ – die Geschichte des Horror-Actionfilms

Schon im Jahr 1997 sicherte sich der deutsche Produzent Bernd Eichinger die Filmrechte am Spiel und beauftragte George A. Romero mit dem Verfassen eines Drehbuchs zum Stoff, außerdem sollte er die Regie führen. George A. Romero ist einer der wichtigsten Vertreter des modernen Horrorfilms und definierte mit seinem Film „Die Nacht der lebenden Toten“ das Zombie-Film-Genre neu. Er schuf damit das Fundament für eben solche Spiele wie Resident Evil. Das Drehbuch von Romero orientierte sich stark am ersten Teil des Spiels, war allerdings dramaturgisch schwach und überzeugte Bernd Eichinger genau wie den geschäftsführenden Produzenten der Videospiele, Yoshiki Okamoto, nicht. Romero nahm folglich Abstand vom Projekt. Deshalb wurde Paul W. S. Anderson für das Drehbuch und die Regie beauftragt. Er schuf zumindest im ersten Teil eine atmosphärische, dichte Geschichte, die den Zuschauer nicht nur aufgrund des „Horrors“ unterhält, sondern wegen der Entwicklung der Protagonistin, die am Anfang ohne Gedächtnis erwacht und erst im Laufe des Films ihre eigene Geschichte kennenlernt. Sicherlich nicht nur für Berliner interessant ist, dass der Film fast ausschließlich in den Studios von Berlin Adlershof gedreht wurde. Für einige „Originalschauplätze“ wurden Berliner Gebäude genutzt, wie etwa der U-Bahnhof Bundestag, der den Zugang zum Laborkomplex im Film darstellt, oder in Potsdam das Schloss Lindtstedt, für die Spielszenen in der Villa.

„Resident Evil“ – die Handlung

Ort der Handlung ist die fiktive Stadt Racoon City in den USA. Hier ist die Umbrella Corporation der größte Arbeitgeber und beeinflusst nicht nur die Politik und Wirtschaft der USA, sondern die aller Länder. Unter der Stadt befindet sich ein Forschungskomplex, genannt Hive. In ihm werden biologische Waffen hergestellt, unter anderem der T-Virus. Mit ihm ist es möglich, totes Gewebe wieder zum Leben zu erwecken. Allerdings agieren die „Wiedererweckten“ nur noch triebhaft, gleich wilden Tieren.
Die Haupthandlung beginnt mit dem Aufwachen von Alice, gespielt von Milla Jovovich. Ohne Erinnerung kommt sie in einer Villa zu Bewusstsein. Sie findet im Gebäude verschiedene Hinweise darauf, dass sie verheiratet ist. Plötzlich stürmen bewaffnete Sicherheitskräfte die Villa. Eine weitere Figur taucht auf, Matt Addison – gespielt von Eric Mabius. Er und die Sicherheitskräfte bringen Alice durch einen Geheimgang aus dem Haus. Dabei finden sie ihren „Ehemann“ Spence. Ihr Weg führt zu einem unterirdischen Bahnhof. Unterwegs erfahren Alice und Spence, dass sie kein Ehepaar sind, sondern nur zur Tarnung ein solches mimen. In Wahrheit ist die Villa ein Noteingang in den Hive, den die beiden bewachen. Der Gedächtnisverlust der Protagonistin kommt daher, dass sie einem Nervengas ausgesetzt war. Der Zentralcomputer hat alle Eingänge zum Hive verriegelt und niemand weiß, was dort geschehen ist. Um es herauszufinden, soll die Eingreiftruppe der Umbrella Corp. dort eindringen. Dies gelingt auch, doch alle Menschen im Hive sind tot. Beim Computer angekommen erfährt der Zuschauer, weshalb der Computer den Laborkomplex abriegelte. Der T-Virus und dessen Gegenmittel wurden gestohlen. Um seine Spuren zu verwischen, zerstörte der Dieb eine Phiole mit dem Virus im Labor. Dieser verteilte sich über das Belüftungssystem. Um seine Ausbreitung zu verhindern, schloss der Zentralcomputer das Labor hermetisch ab und tötete alle Menschen. Der Computer sieht weiterhin seine Aufgabe darin, den Hive abzuriegeln und den T-Virus an einer Ausbreitung zu hindern. Das Sicherheitsteam der Umbrella Corp. hat hingegen die Aufgabe, den Computer abzustellen. Es gelingt unter Verlusten. Durch das Abstellen des Computers werden die toten Menschen, die durch den Virus zu Zombies wurden, aus den abgeriegelten Räumen befreit. Der Survival-Horror beginnt.

„Resident Evil“ – Darsteller und Regie

Hauptdarstellerin des ersten Teils der „Resident-Evil“-Reihe ist Mila Jovovich. Sie verkörpert die Rolle der Alice, die auch in allen folgenden Filmen die Hauptfigur ist. Schon im Alter von neun Jahren begann Jovovich ihre Modellkarriere und mit 13 spielte sie ihre erste kleine Rolle in einem Fernsehfilm. Später wurde sie vor allem als Modell bekannt und schaffte mit dem Film „Das fünfte Element“ ihren Durchbruch im Kino.

Michelle Rodríguez als Rain Ocampo ist die zweite wichtige weibliche Rolle des Films. Sie stellt eine harte Elitekämpferin dar. Rodríguez ist einem breiten Publikum vor allem aus Filmen wie „The Fast and the Furios“, „S.W.A.T. – Die Spezialeinheit“ und natürlich „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ bekannt, wobei sie vorwiegend die Rolle der harten Kämpferin verkörpert.

James Purefoy stellt im Film Spence, den Ehemann von Alice dar, der den Diebstahl des T-Virus beging. Neben zahlreichen Kinofilmen ist Purefoy vor allem für seine Fernsehrollen bekannt, wie etwa den Marc Anton in „Rom“ oder den Serienmörder Joe Carroll in „The Following“.

Neben anderen Schauspielern wie Martin Crewes oder Colin Salmon ist auch Heike Makatsch als Dr. Lisa Addison im Film zu sehen. Fans der Schauspielerin haben sicherlich Freude an ihrem Auftritt als Zombie.

Regie führte, wie schon erwähnt, der Engländer Paul W. S. Anderson. Bekannt wurde er mit Videospielverfilmungen wie „Mortal Kombat“, „Alien vs. Predator“ oder eben „Resident Evil“. Er ist seit 2003 mit Milla Jovovich verlobt, die er bei den Dreharbeiten zum Film kennenlernte. Ihre Heirat folgte im Jahr 2009.

„Resident Evil“ im Spiegel der Kritik

Waren die Fans des Videospiels vom Film enttäuscht, da er sich kaum an die Geschichte hielt, so rief der Film doch bei den Kritikern größtenteils wohlwollende Meinungen hervor. Etwa bemerkte Spiegel-Online, dass der Film dem Genre neue Impulse verleihen würde. Die Süddeutsche Zeitung lobte Milla Jovovich für ihre überzeugende Darstellung der Alice, welche an einen Charakter aus einem Film noir erinnere. Im Lexikon des internationalen Films hingegen wird „Resident Evil“ als in Ausstattung und Effekten überzeugende, aber in der Charakterisierung der Figuren blasse Verfilmung eines Videospiels benannt.

„Resident Evil“ – die weiteren Teile

Da die Videospielverfilmung finanziell ein beachtlicher Erfolg wurde, folgten bis zum Jahr 2012 vier weitere Teile. Die Handlung aller Filme ist in der Art aufgebaut, dass weitere „Resident-Evil“-Filme folgen können. Gegenüber dem ersten Teil wird bei allen nachfolgenden Filmen weniger Wert auf eine spannende Handlung gelegt, dafür sind mehr Actionsequenzen vorhanden. In jedem Teil wird dafür ein neues noch gefährlicheres Monster eingeführt, das der Protagonistin das Überleben schwer macht. Außerdem bekommt der Zuschauer weitere Hintergrundinformationen zu Alice, die sich von einer Frau ohne Gedächtnis zu einer übermenschlichen Elitekämpferin entwickelt, die mittels T-Virus verändert wurde. Die bis 2012 erschienen Teile sind: „Resident Evil – Apocalypse“ aus dem 2004. Hier geht es um das Ende der Stadt Racoo City, die mittels Atombombe ausgelöscht werden soll, um die Ausbreitung des T-Virus zu verhindern. „Resident Evil – Extinction“ aus dem Jahr 2007 präsentiert ein Endzeitszenario in einer Wüstenlandschaft, nachdem die Seuche die ganze Welt befallen hat und die letzten Menschen um ihr Überleben kämpfen. In „Resident Evil – Afterlife“ aus dem Jahr 2010 wird ein Schiff, das zunächst Überlebende transportieren soll, zu einer Falle der Umbrella Corporation. Der fünfte Teil „Resident Evil – Retribution“ aus dem Jahr 2012 führt die Heldin in ein Demonstrationsgelände der Umbrella Corporation, in dem die neuen Biowaffen vorgestellt bzw. getestet werden. Außerdem erfährt Alice, dass es von ihr unzählige Klone gibt, die man zu Testzwecken nutzt. Der Zentralcomputer des ersten Teils – die „Red Queen“ – hat zudem die Herrschaft über die Umbrella Corporation übernommen und will den T-Virus vernichten, indem sie ihm die Nahrung entzieht. Dazu will sie die Menschheit auslöschen.

Neben den Realfilmverfilmungen existieren auch „Resident-Evil“-Filme als computeranimierte Filme, die vorwiegend Fans der Spiele ansprechen sollen und auf eBay erhältlich sind.

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