Honig - dunkler Wald Honig (Honigtau)

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Es hat sich eingebürgert, den dunklen Honig, den die Bienen überwiegend aus Honigtau produzieren, als Waldhonig zu bezeichnen. Der Ausdruck „Waldhonig" bezeichnet aber auch im Wald gesammelten Honig aus Blüten von Himbeere, Brombeere, Heidelbeere, Faulbaum, Gamander und Weidenröschen. Es können auch blütenlose Pflanzen mit extrafloralen Nektarien darunter sein.
 
Die Honigtautracht kommt durch das Zusammenwirken von vier lebenden Systemen zustande:
 
1. Die Pflanze, die auf komplizierte Weise die Grundstoffe für den Ernährungskreislauf erzeugt. (kohlehydratreicher Phloemsaft)
2. Die Lebewesen, die diesen Siebröhrensaft für ihre Existenz und Entwicklung benötigen. Die pflanzensaugenden Insekten, insbesondere Lachniden und Lecanien. (Honigtauausscheider)
3. Zu den Honigtausammlern und Zubereitern von Honigtau gehören nun die Bienen.
4. Im Laufe der Jahrmillionen mischte sich dann noch ein viertes System in diesen Kreislauf ein und zwar in Form der Ameisen. Diese sammeln nicht nur den Honigtau, sondern sind Heger und Pfleger der Lebewesen, die ihnen diese Nahrung zur Verfügung stellen.
 
Honigtau hat den gleichen Rohstoff wie der Nektar. Er wird von der grünen Pflanze erzeugt und hier in den Nektardrüsen und dort im tierischen Organismus der Honigtauerzeuger so verändert, dass es den Bienen möglich wird, diese beiden Zwischenprodukte mit ihren Mundwerkzeugen in ihrem Körper (Honigblase) aufzunehmen, sie entsprechend umzuwandeln und als Blüten- bzw. Tauhonig in den Wabenzellen abzulagern
 Auf einem Fichtenzweig:
 
„Rotbraun bepuderte Fichtenrindenlaus“ mit Honigtauausscheidungen. Diese sind als Tröpfchen sehr gut zu erkennen. Die leuchtenden Honigtautröpfchen reflektieren das Licht und sind von den Bienen leicht ansteuerbar. Diese Lausart verbreitet sich durch Migration (in Windrichtung durch geflügelte Geschlechtstiere ).
 
 
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