Homecast S 8000 CIPVR

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Nachdem ich bereits über unseren Digital Receiver der jetzt bei unserer Tochter steht berichtet habe, möchte ich jetzt gerne ein wenig über eins unserer Geräte im Wohnzimmer informieren. Bei einigen wenigen Erklärungen versuche ich es so wieder zugeben als ob ich mich gerade mit meinem Schwiegervater unterhalte.
Es handelt sich um einen Homecast S 8000 CIPVR. Die Bedeutung steht wohl für Satellit 8000 "Common Interface Personal Video Recorder" zu Deutsch bezeichnet es einen Standard zum Einsatz von verschiedenen Entschlüsselungsmodulen die verwendet werden können um mit den Gerät einen Verschlüsselten oder Freien Sender ansehen und gleichzeitig einen anderen in diesem Fall auf Festplatte aufzunehmen, oder einfach nur TV zu sehen.
Der von mir verwendete hat eine Kapazität von 80 GB, Man kann sie aber auch mit größeren Speichermedien Kaufen oder nachtäglich aufrüsten.

Ich selber habe es bei einem Versandhaus bestellt, die Preise sind aber je nach Anbieter und Ausstattung (Festplatte + Cam-Modul)sehr unterschiedlich 370 - 450 €

 


1. Verpackung/Lieferumfang
2. Anschluss
3. Design
4. Bedienung
5. Bildqualität
6. Sonstiges
7. Fazit
8. Hinweis
9. Technische Details

 

1. Verpackung/Lieferumfang
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Der Karton ist wohl aus Gründen des Umweltschutz völlig Neutral geblieben, und der Receiver war gut geschützt in Styropor gepackt. Zusätzlich zu Receiver war noch das Handbuch in Deutsch und Englisch eine Fernbedienung, Batterien, AV-Verbindungskabel und ein Koaxial-Verbindungskabel enthalten.

2. Anschluss/Installation
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Der Anschluss ging recht zügig von statten. Im Handbuch sind mehrere Anschlussarten aufgeführt und fabelhaft bebildert, so dass es keine Probleme bereitet wenn man auch mal mehrere Geräte an zu schließen hat. Wissenderweise habe ich dann gleich noch das optional gekaufte USB-Kabel eingesteckt, für den Fall das ich mal eine Verbindung zum PC herstellen möchte.
Dank 2 Tunern kann man an den Receiver gleich 2 Satanschlüsse leiten. Da wir aber gerade keine übrige Zuleitung frei hatten, habe ich den Ausgang von A mit dem Eingang von B
mit dem mitgelieferten Kabel verbunden um doch noch wenn auch etwas eingeschränkt die Bild in Bild Funktion zu nutzen.(bei beiden Zuleitungen ohne Einschränkung)

Ich habe aber nachträglich mit einer 80er Schüssel 3 Duo LNB und 2 DiSEgC Schalter angebracht mit denen ich dann Zugriff auf ca. 2600 Programme habe von denen ich jeweils eins ansehen und bei Bedarf ein weiteres aufnehmen kann.


Die Installation erweist sich bei dieser menge Hightech die das Gerät besitzt dank einem übersichtlichen OSD Menü erstaunlich einfach.

(On Screen Display - Hier werden Befehle und Datenlisten, mit denen alle Funktionen des Gerätes über die Fernbedienung gesteuert und programmiert werden können, in Menüform auf dem Bildschirm dargestellt)

Neue Software Updates werden OTA ( Over the Air, also über das laufende Programm) ausgestrahlt und vom Receiver empfangen werden.

3. Design
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Zu unseren anderen Geräten passt das moderne und funktionelle Design sehr gut. Durch die Farbgebung in Silber/Anthrazit fügt sich der Receiver sowohl an die zurzeit oft verbreiteten helle wie auch dunkle Geräte prima ein. Für Freaks gibt es auch noch prima Möglichkeiten für Modding (ähnlich wie optisches Tuning am Auto). Ich füge dazu mal ein Bild mit an.

 

4. Bedienung
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Die Bedienung fängt für mich ja schon mal mit dem Auge an, das alphanumerische VFD-Display [VFD-Displays haben gegenüber Normalen Displays, neben der hohen Leuchtdichte einen großen Betrachtungswinkel und einen ausgezeichneten Kontrast] zeigt auch ohne eingeschaltetes Fernsehgerät aktuellen Informationen, z.B. dem Programmnamen, ich finde das ganz praktisch wenn eine Aufnahme laufen habe aber dabei gar nicht TV sehe.
Falls eine Information zu lang für das Display wird zeigt das Gerät dies einfach als Laufschrift an.
Sehr gut finde ich das der Receiver alles was man anschaut unbemerkt speichert und
ohne jeden Aufwand ständig das aktuelle Programm in einer Endlosschleife auf einer Festplatte aufnimmt.
Wenn also das Telefon klingelt oder man den Raum wegen sonst irgendetwas verlässt drückt man auf Pause oder spult nach der Rückkehr einfach zurück und schaut dort weiter wo man aufgehört hat. Man(n) stell sich mal vor es gibt keinen Grund mehr ein Tor zu verpassen, es 1000-mal wiederholen, oder wenn es der falsche Verein war einfach herausschneiden. Werbeblöcke lassen sich natürlich auch entfernen.

Wenn ich z.B. einen Film aufnehmen möchte und zu der Zeit nicht zuhause bin wähle ich das EPG
(Elektronischer Programmführer) schau nach was so alles kommt, lasse mir bei Interesse auch eine Inhaltsbeschreibung des Films anzeigen und falls mir was zusagt drücke ich nur den Roten Knopf, fertig!

Zur Timerprogramierung kann ich nicht viel schreiben da ich diese selbst nicht nutze. Der Homecast hat 8 Timerplätze die wie folgt belegt werden können. Täglich Montag bis Sonntag, Werktags Montag bis Freitags, Wochenende Samstag bis Sonntag. Individuele Tage wie z.B Dienstag bis Freitag sind nicht möglich, man könnte höchstens Montag bis Freitag (1 Timerplatz) wählen und hinterher die Montagsaufnahme wieder löschen.

Wenn die Fernbedienung mal gerade nicht zur Verfügung kann man sich aber auch mit den funktionellen Tasten am Gerät durch das OSD-Menu wählen.

Natürlich kann man auch alles andere was man so aufnehmen oder machen will vorher schon Programmieren, aber ich zähle mich eher zu den Zappern die einfach so durch die Sender streifen.
Und hier hat mich der Homecast total begeistert, die Wartezeiten die ich sonst von Receivern kenne gibt es so gut wie gar nicht, ein Knopfdruck und ZAP!


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5. Bild/Tonqualität
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Bild und Ton, ist das Beste was ich bisher in den letzten Jahren (wir haben Sat seit 1989) bei unseren Receivern überhaupt gesehen oder gehört habe. Das gezeigte Bild ist Glasklar und besitzt kräftige leuchtende Farben, eine gemachte Aufnahme ist für mein bloßes Auge nicht vom zuvor empfangenen Film zu unterscheiden. Es hat aber den Nachteil dass man den Fernsehbildschirm gründlicher reinigen sollte.
Weiter muss ich noch erwähnen das es der Erste Receiver bei uns ist der die Bildschirmformate auf unserem TV wirklich selbst auf die richtige Größe bringt ohne noch mal irgendwie mit dem TV Zoomen zu müssen.

6. Sonstiges
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Der CIPVR kann auch als Jukebox verwendet werden weil man MP3 Dateien vom eingebauten Sat-Radio aufnehmen und über die USB-Buchse sowohl zum als auch vom PC austauschen kann.

Als Zubehör kann man sich die Alphacrypt light oder auch Alphacrypt Pro besorgen um dann noch mit natürlich Gültigem Abo freigeschaltene Pay-TV Sender zu Empfangen. Natürlich arbeitet das Gerät auch mit anderen Cam Modulen, aber die kenne ich nicht weiter.

CAM ist die Abkürzung für "Conditional Access Modul" und bezeichnet einen Standard zum Einsatz von Entschlüsselungsmodulen in so genannten CI's , was selbst einen Standard darstellt und für "Common Interface" steht. Kurz gesagt kommt hier die Pay-TV Karte rein.

Jetzt komme ich mal zu dem Teil in dem man die Daten ja vielleicht auch noch archivieren bzw. verarbeiten möchte. Weil irgendwann ja jede Festplatte voll ist und ehrlich gesagt will man ja nicht alles löschen, aber auch nicht unbedingt immer wieder ansehen. Da dieser Teil aber nicht
unbedingt 100%ig zum eigentlichen Gerät gehört sollte es auch nicht 100% zur Bewertung einfließen, aber auch keinesfalls ausgelassen werden.

Ich erwähne aber nur die Möglichkeit bei der kein Festplatten Ausbau vorgenommen wird. Um die Daten zu Übertragen wird ein USB 2.0 Kabel verwendet, ich selbst hab mir ein qualitativ hochwertiges Aktives besorgt weil der Weg vom Wohnzimmer an meinen PC doch fast 13 Meter beträgt und ich erst ein nicht geeignetes Kabel verwendet habe. Also bei USB-Kabel über 5 Meter lieber gleich Qualität kaufen. Dann noch das Übertragungsprogramm von Homecast geladen und gestartet man hat dann Zugriff auf die Festplatte des Receivers.

(TIP ! Keine Werbung = Im Ebay einfach mal ATEN AKTIVE USB 2.0 Verlängerung eingeben und dann dieses + ein Normales oder weiteres Aktives bis zur gewünschten länge Verbinden, da ein USB Datenaustausch über 5 Meter ohne Aktiv-Kabel unweigerlich zusammen brechen würde)

Die Daten liegen dann nach einer Übertragungszeit von ca. 1-1,5 Stunden je nach Filmlänge und Qualität als *.TPO Datei (ca. 3 GB Daten) auf dem PC in dem selbst gewählten Verzeichnis vor. Von mir am wird einfachsten das Programm DVR-Studio von Haenlein - Soft das mit den Homcast zusammen arbeitet verwendet.

Bei der Software einfach auf den DVD-Assistent klicken und sein OK geben. Nach ca. 15-30 Minuten je nach Rechnerleistung und Film die fertige DVD aus dem PC entnehmen.

7. Fazit
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Der Homecast ist für mich wirklich sein Geld wert, ich finde das Design gelungen, und die Verarbeitung Spitze. Die Bedienung ist einfach und übersichtlich. Die Ton und Bildqualität hat mich dann noch völlig überzeugt. Auch der Service von Homecast erscheint mit sehr gut, eine Anfrage per E-Mail war nach wenigen Stunden schon beantwortet. Für einen USB 2.0 Anschluss dauert die Datenübertragung zum PC aber irgendwie viel zu lange, von daher würde ich jemandem der gerne viele Mediendaten archiviert lieber zu einem DVD-Recorder raten. Für die Preis/ Leistung müssen dem Gerät von mir aber wohl volle  Punkezahl zugestanden werden.

8. Hinweis
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Falls man Probleme bei der Jukebox hat die übertragenen *.MP3 abzuspielen, sollte man versuchen die Dateien vor dem kopieren von PC auf den Homecast in *.RAD (wie aufgezeichnete Radioprogramme) umzubenennen. Ich habe diese Möglichkeit im Handbuch allerdings auch nicht gefunden.


9. Technische Details
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- 2 Tuner
- HF-Eingangs-Frequenzbereich 950-2150 MHz
- Demodulation QPSK
- HF-Modulator (K21-K69)
- Video Dekodierung MPEG-2
- Video Datenrate (Mbit/s) 1,5-15
- Audio Dekodierung MPEG 1/2, Layer 1/2
- Sampling-Rate 32/44,1/48 (kHz)
- DiSEqC 1.0/1.2/USALS
- Festplatte: Speicherkapazität 80 GB (höhere Kapazität aufrüstbar)
- Time Shift Recording
- Leistungsaufnahme Betrieb 24 W /Stand-by 13 W

weitere Funktionen :
- Commin Interface (CI) Aufnahme-Slots 2
- Display-Anzeige: Alphan. VFD
- 4000 Programm-Speicherplätze
- Mehrsprachiges Bildschirmmenü
- Automatischer Programm-Suchlauf
- Kanallistenbearbeitung
- 8 Favoriten-Programmlisten
- Elektronischer Programmführer EPG
- Videotext / 800 Seitenspeicher
- 16:9 und 4:3 Formatumschaltung
- Mehrfach Timer-Funktion
- Software-Update über SAT/RS-232 Schnittstelle
- Kindersicherung
- Netzschalter

Anschlüsse :
- 2x Scart
- S-Video Ausgang
- USB 2.0 Anschluss-Port
- Optischer Audio-Ausg. für Dolby Digital Datenstrom
- Audio-/Video-Ausgang (RCA)
- RS-232 Schnittstelle

Abmessungen :
- 36 x 6 x 28 cm (BxHxT)

Gewicht :
- 3,2 kg

Farbe :
- Silber/Anthrazit

Mit Freundlichen Grüßen Astor1967

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