Holzvergaser-Kessel - Einige Hinweise zum Betrieb

Aufrufe 12 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Holzvergaserkessel nur mit einem Pufferspeicher betreiben
Selbst regulierende Anlagen, wie Öl- und Gasheizungen liefern Wärme wenn Sie benötigt wird. In der Wohnung wird das Heizkörperventil aufgedreht und die Öl- Gasheizung springt an. Schließen die Heizkörperventile, arbeitet auch die Heizung nicht mehr. Der Wärmeverlust wird so äußerst gering gehalten.
Anders ist es bei den Holzvergasern. Wenn der Holzkessel bestückt und in Betrieb genommen wird, braucht dieser einige Zeit bis er entsprechende Wärme liefert. Wird keine Wärme mehr benötigt, weil die Ventile an den Heizkörpern in der Wohnung schließen, brennt der Holzvergaser aber meistens noch da die Holzscheite ja nicht einfach gelöscht werden (Nachbrennphase). Er liefert jetzt immer noch  unbenötigte Wärme. Damit diese Wärme nicht verloren geht, wird ein Pufferspeicher eingesetzt der die Wärme aufnimmt.

Von den Öl- und Gasheizungen wird das Heizungswasser oftmals direkt in die Heizkörper gedrückt. Beim Holzvergaser geschieht dies nicht direkt. Dieser erwärmt immer das Wasser im Pufferspeicher, das dann durch die Heizkörper fließt.

Pufferspeicher beim Pelletkessel ?
Pelletkessel benötigen nicht zwingend einen Pufferspeicher. Ähnlich wie die Holzvergaserkessel haben Sie eine Anbrennphase und eine Nachbrennphase. Die Nachbrennphase ist aber wesentlich kürzer als beim Holzvergaserkessel. Wer aber auch diese Wärmeenergie nicht verschenken möchte, setzt einen Pufferspeicher ein.

Welcher Pufferspeicher wird gebraucht?
Zuerst ist zu klären, ob mit dem Heizsystem nur die benötigte Wärme für die Heizkörper produziert wird, oder ob damit auch gleichzeitig das Brauchwasser, zum Duschen und Kaffeekochen, erwärmt werden soll.

Wird die Anlage nur zum Heizen benötigt reicht ein Standard-Pufferspeicher aus. Wird auch Brauchwasser benötigt empfiehlt sich der Einsatz eines Kombispeichers (Vorzugsweise Hygiene-Kombispeicher).

Die Größe des Holzvergasers
Diese können Sie selbst berechnen. Man geht davon aus, dass pro zu beheizendem qm Wohnfläche ca. 100 Watt (0,1 kW) Heizleistung benötigt werden.

Bei einem Haus das 120 qm Wohnfläche hat, benötigt der Holzvergaser also ca. 12 kW Leistung.

Leistung = Wohnfläche (qm) x 0,1 kW

Da nicht alle Häuser gleich gedämmt sind und andere Bauweisen haben, empfehlen wir einen Fachmann vor Ort zu Rate zu ziehen, der die benötigte Heizleistung bestimmt.

Die Pufferspeichergröße
Das Speichervolumen (ltr) richtet sich nach der Leistung des Holzvergaser- oder Pelletkessels.

Holzvergaser
Speichervolumen = Leistung (kW) x  55

Pelletkessel
Speichervolumen = Leistung (kW) x 30

Rücklaufanhebung nicht vergessen
Der Holzvergaserkessel sollte immer mit einer Rücklaufanhebung betrieben werden. Das Heizungswasser wird durch die Heizkörper gedrückt und landet dann anschliessend wieder abgekühlt beim Holzvergaserkessel. Dieses heruntergekühlte Wasser kann aber nun im Kessel zu Kondensat-, und Teerbildung führen, was wiederum die Lebensdauer des Kessels erheblich verkürzt (Rost etc.). Durch die Rücklaufanhebung wird dass Wasser, dass zum Holzvergaserkessel zurückläuft, auf eine Temperatur erhöht die keine Kondensat- oder Teerbildung verursacht.

Fazit: Zu kaltes Rücklaufwasser führt zu Kondesatbildung im heißem Holzvergaserkessel und schädigt diesen. Die Rücklaufanhebung verhindert dies.

 

 

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden