Holzgehege für Nager

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Auf dem Markt werden viele Holzgehege für Nager angeboten. Bitte bedenken Sie, dass zum Beispiel Wüstenrennmäuse ein Holzbrett in Windeseile zerlegen. Ist das Holz unbehandelt muss mit dem Eindringen von Urin gerechnet werden. Nager geben unterschiedlich viel Urin ab. Das Holz sollte also behandelt sein mit unbedenklichen Stoffen (Wachs, Spielzeuglack...), wenn das Eindringen von Urin verhindert werden soll.

Weiterhin sollte bedacht werden, dass ein Holzgehege schwer zu reinigen ist, wenn die Tiere Milben oder Haarlinge haben und das kommt in den vorsichtigsten Tierhalterfamilien vor, da man sich solche Parasiten auch ungesehen mit Heu reinholen kann. Sie sind schwer aus Holzgehegen zu entfernen.

Uns ist aufgefallen, dass viele Holzgehege mit Glasscheiben oder Plexiglasscheiben versehen sind, aber unzureichende Lüftungen aufweisen. Insbesondere bei hohen Gehegen ist eine Umluft nicht mehr gewährleistet, wenn das Gehege nur einseitig Gittereinsätze hat und womöglich oben auch einen geschlossenen Deckel hat. Achten Sie also bitte auf ausreichende Belüftung bei Holzgehegen.

Einige Holzgehege sind so hoch und haben so viele Zwischenetagen, dass die Tiere sich schwer verletzten können, wenn sie von oben herabstürzen. Wenn Sie den Tieren Leid und Ihrem Portemonnaie (Tierarztkosten) ersparen wollen, achten Sie bitte auf die Sicherheit Ihrer Tiere und entsprechende Absturzsicherungen.

Manche Tierarten (z. B. Wüstenrennmausgruppen) können zu Revierkämpfen neigen, wenn es mehrere Etagen gibt. Es ist möglich, dass sie dann das Revier aufteilen und es zu bösen Beißereien kommen kann.

Zwerghamster z. B. klettern prima herauf, aber lassen sich herab oft fallen. Achten Sie bitte darauf, dass solche Tiere nicht in zu hohen Gehegen gehalten werden.

Farbmäuse und weiße Mäuse, besonders männliche Mäuse, markieren stark mit Duftmarken ihr Terrain. Holzgehege sind für solche Tiere ungeeignet.

Die Bodenplatten von Holzgehegen sollten urinunempfindlich und leicht zu reinigen sein. Bitte denken Sie daran, dass sich Kotschubladen mit Streu schwer ein- und ausschieben lassen, weil die Streu von den Tieren verschoben worden sein kann. Die Schubladen dürfen also nicht zu niedrig sein.

Nasses Holz kann sich verziehen und tut das gemeiner Weise auch schnell. Achten Sie also darauf, wo Wasserbehälter stehen und wie sie die Gehege reinigen. Viele Reiniger enthalten Giftstoffe für Kleintiere. Auf solche Reiniger sollte man verzichten.

Tierhilfe Licht im Dunkeln

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