Holz oder Kunststoff? Tipps zur Auswahl von Fenstern für Ihr Eigenheim

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Holz oder Kunststoff? Tipps zur Auswahl von Fenstern für Ihr Eigenheim

Jeder hat sie im Haus, die wenigstens denken viel drüber nach, doch ohne sie wäre man ziemlich verloren: Die Rede ist von Fenstern. Sie fallen häufig tatsächlich nur dann auf, wenn sie nicht da sind. Dunkle Räume ohne Flair, höchstens mit künstlichem Licht erhellt, tragen keineswegs viel zu einer wohnlichen Atmosphäre bei. Vor allem auch in der Küche oder dem Badezimmer, in welchen man Schimmel und Ablagerungen durch Zugluft vorbeugen kann, sind Fenster wichtig. Nun stehen wir mitten im Thema. Die nächste Frage lautet: Welches Material darf es für Ihr Eigenheim sein? Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Möglichkeiten vor, um Ihnen bei der Entscheidungsfindung zu helfen.

Ein Fenster - die „Öffnung zur Außenwelt“ bringt viele positive Aspekte mit sich

  • Neben den bereits genannten Vorteilen von Fenstern im Vergleich zu einer einfachen Beleuchtung, gibt es noch viele andere Aspekte:
  • Hat ein Raum viele Fenster, dringt eine große Menge Licht in den Raum. So können Sie zu jeder Jahreszeit Stromkosten sparen, die Sie an anderer Stelle ausgeben können.
  • Künstliches Licht erreicht nie die Qualität, die Ihnen Tageslicht in die Zimmer zu zaubern vermag. Die Farbe ist eine andere als auch die Menge, die von draußen hereinkommt.
  • Es gibt gesicherte Testergebnisse, die beweisen, dass sich natürliches Licht positiv auf das Wohlbefinden und das rückkoppelnd gut auf die Gesundheit auswirkt.
  • Die Sicht nach draußen bringt viel Nutzen mit sich. Sitzen Sie lange an einem Schreibtisch, lassen Sie den Blick für einige Minuten in die Natur schweifen. Was sehen Sie? Weckt es gewinnbringende Assoziationen für Ihre momentane Tätigkeit? Eine kurze Kopfbewegung kann viele neue Gedanken und Ideen aus Ihrem Unterbewusstsein hervorbringen.
  • Ein kurze Erholungspause gefällig? Allerdings sind Sie nicht in der Lage, auf einen Balkon oder in einen Garten zu gehen? Öffnen Sie die Fenster und lassen Sie Frischluft hinein. So beugen Sie Kopfschmerzen vor und Sie werden schnell wieder fit und aktiv für weitere ertragsreiche Stunden.

Wo baut man Fenster im Eigenheim ein?

Es gibt viele Personen, die nicht genug Fenster in einem Zimmer haben können. Dies ist wegen der genannten Aspekte nicht verkehrt. Welche Fensterarten gibt es aber eigentlich?

Die klassischen Außenfenster sind mindestens einmal in jedem Haus verbaut. Viele davon kann man ganz öffnen, zumeist sind diese auch kippbar. Einige Außenfenster dienen der Dekoration, andere sind als reine Lichtquelle eingebaut. Mit einem Fenstersims (für Blumen, Accessoires, Lampen, …) oder auch Läden kann ein gewisses Ambiente verbreitet werden.

Das Pendant zum Außenfenster ist das Innenfenster. Diese werden im Innenraum eines Hauses eingebaut. Sie werden in vielen Fällen vor allem aus ästhetischen Gründen angebracht. Außerdem muss man durch sie ein Zimmer nicht betreten, sondern kann durch einen kurzen Blick erhaschen, was sich dort abspielt. An Treppenaufgängen oder zwischen Küche und Esszimmer werden oftmals Innenfenster verbaut.

Dach- und Kellerfenster

Die Dachfenster sind eine Weiterentwicklung der kleinen Dachluke. Diese befinden sich in der Schrägwand und können sogar eine Ausstiegsfunktion haben. Weitere Unterarten sind die Kaltraumfenster. Diese werden oft in Speichern verbaut, die nicht geheizt werden müssen. Schwingfenster bzw. Klapp-Schwing-Fenster verschaffen einen tollen Blick in den Himmel und können leicht per Hand oder auch Fernbedienung geöffnet werden.
Die Kellerfenster sind eine lohnenswerte Investition. Denn die untersten Räume im Haus sind durch ihre Lage in der Regel dunkel. Oftmals sind das kleine Luken, die gekippt oder auch komplett geöffnet werden können. Hierbei sollte man vor allem auf eine einbruchssichere Scheibe und eine sehr gute Verarbeitung achten. Denn die Kellerfenster sind leicht zu erreichen und können von Dieben bereits unauffällig im Sitzen bearbeitet werden.

Die Fenster in Bad und Küche sind für viele unerlässlich

Zum einen wird der Raum mit viel Tageslicht versorgt, was das Badezimmer zusätzlich zu einer Wohlfühloase macht. Zum anderen sollte in der Nasszelle häufig gelüftet werden. Vor allem nach einer Dusche ist dies Pflicht. Ansonsten können sich gefährliche Schimmelkeime ansammeln, die möglicherweise in das Mauerwerk eindringen. Ist dies einmal passiert, bekommt man die Sporen zwar wieder eingedämmt, kann sie aber nicht dauerhaft beseitigen.
Ein Küchenfenster ist aufgrund der vielen Gerüche, die durch das Kochen entstehen, zu empfehlen. Ein Abzug kann diese Funktion nicht vollständig übernehmen, außerdem herrscht dadurch im Raum eine andere, nicht frische Luft vor.

Es gibt zudem auch viele Türen im und am Haus, die mit Fenster ausgestattet sind. Das sorgt für zusätzliches Licht und ein angenehmes Raumflair.

Antworten auf: Holz oder Kunststoff?

Was häufig vernachlässigt wird, ist die Wahl des richtigen Fensterrahmens. Diese Frage ist aber wichtig, beantwortet zu werden.

  • Der eigene Geschmack entscheidet. Viele finden Holzfenster schön und naturbelassen, für andere stehen Kunststofffenster an erster Stelle, da sie besser in den Raum passen.
  • Stichwort Raum: welches Material passt zur restlichen Zimmerausstattung? Woraus bestehen die Türen und der Boden? Sind die Möbel rustikal oder modern? All das sollte Ihre Entscheidung für den Rahmen mitbeeinflussen.

Welche Vorteile bieten Holzfenster?

Holzfenster sind im Vergleich zu allen anderen verbauungsfähigen Materialien relativ günstig und sie wiegen nicht viel. Das sollten Sie vor allem bei einem Einbau beachten. Gleichzeitig ist Holz sehr robust. Dieser scheinbare Widerspruch ist eines der besten Argument für Holzfenster.

Auf welches Ambiente kommt es Ihnen in Ihrem Eigenheim an? Für viele Menschen strahlt Holz Behaglichkeit und ein Gefühl wie in einer gemütlichen Berghütte aus. Dies muss deshalb eben nicht heißen, dass sie altmodisch sind.
Holz atmet. Das meint, dass die Fenster die Fähigkeit haben, Wasser aufzunehmen und gleichermaßen wieder abzugeben. Das sorgt für ein angenehm frisches Wohnklima. Eine gewisse Grundlüftung ist bei Holzfenstern ebenso immer vorhanden. Das meint nicht, dass es zieht, sondern dass ein ertragbarer, kaum merklicher Luftstrom durch die Räume weht.
Die Dämmung spielt eine äußerst wichtige Frage bei Holz. So ist man bei Fenstern aus diesem Material auf der sicheren Seite. Eine Abdämmung der Wärme trotz der Atmungsaktivität ist gewährleistet. So müssen Sie keine Sorge haben, dass im Winter die Heizungsluft ungenutzt nach draußen geht.
Für Kreative sind Holzfenster nahezu ein Muss: Sie können im Laufe der Zeit umgestaltet werden. Wechselt die Innenausstattung im Laufe der Zeit, können die Holzrahmen optisch daran angepasst werden. Mit einem einfachen Lack ist eine Farbänderung jederzeit möglich.
Sind Sie ein Freund der Umwelt, sind Holzfenster eine gute Alternative zu allen künstlich hergestellten Materialien.

Kunststofffenster bringen ebenso viele positive Aspekte mit sich

Kunststoff ist ein Material, das sehr beständig ist. Korrosion und starker Lichteinfall machen den Rahmen nichts aus. Auch Regen, extreme Hitze oder Dauerfrost lassen die Kunststofffenster nicht alt aussehen.
Sie benötigen keine sonderliche Pflege. Kunststofffenster müssen nicht gewartet werden, sind sie einmal eingebaut. Auch sind keine Anstriche nötig, da das Material nicht abblättern kann. So erspart es dem Hausbesitzer viel Aufwand und Mühe.
Zum Dämmen sind Kunststofffenster bestens geeignet. Dies muss nicht auf Dauer überprüft werden, da die Lebensdauer scheinbar unbegrenzt ist. Hohle Isolierkammern schützen das Haus vor Wärmeausfall. Sie sind extrem dicht, da sie ineinandergreifende Falze im Gehäuse verbaut haben. So kommt auch die Schalldämmung nicht zu kurz.
Kunststofffenster sind leicht und lassen sich so von jedermann schnell und sicher einbauen.
Einbruchssicherheit kann nie zu 100% gewährleistet werden. Jedoch sind in Kunststoffrahmen häufig metallische Elemente integriert, die eine gewaltsame Öffnung erschweren oder komplett vermeiden können.
Das Äußere kann von vorneherein gewählt werden. Für Künstler und Bastler mag dies ein Nachteil sein, jedoch kann man hierbei zwischen unterschiedlichen  Lacken wählen, die der Einzelhandel so nicht bereithält.

Es könnte so erscheinen, als ob Holzfenster den Kunststofffenster vorzuziehen seien. Der enorm große Pluspunkt des künstlichen Produkts ist, dass es keine langfristige Reinigung und Pflege benötigt. Es gilt aber, einige Dinge zu beachten.

Auch Nachteile sind bei beiden Varianten nicht auszuschließen

Holz

  • Da Holz ein natürliches Produkt ist, ist es auch witterungsanfällig. Das Material kann spröde werden und ausfransen. So entstehen unschöne als auch gefährliche Stellen am Fenster. Auch Faulstellen können an einem Holzrahmen nicht ausgeschlossen werden. So ist eine begrenzte Haltbarkeit ein Nachteil der Variante.
  • Eine regelmäßige Pflege sollten Sie bei dem Holzfenster in jedem Fall einkalkulieren. Diese kann mit der Zeit immer aufwendiger werden, da das Holz in sich arbeitet und weiter verschleißt.
  • Wer die regelmäßigen Luftzüge nicht mag, sollte besser auf komplett abgedichtete Lösungen umschwenken.
  • Im Laufe der Jahre kann sich das lebendige Holz verziehen. Dies führt dazu, dass die Zugluft weiter zunimmt, aber auch die Kipp- und Öffnungsfunktion nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert.
  • Durch möglicherweise auftretendes Schwitzwasser kann Holz ebenso schnell schimmeln. Eine Vorsorge ist möglich, Sie sollten hierbei immer ein Tuch am unteren Ende der Scheibe vorbereitet halten.

Kunststoff

  • Das Material benötigt zwar keine so ausführliche Pflege und Wartung wie das Holzpendant, jedoch kann es mit der Zeit auch abgegriffen sein und damit älter aussehen, als es eigentlich ist.
  • Kunststoff ist, entgegen vieler Meinungen, nicht gegen UV-Licht gefeit. Ohne eine entsprechende Pflege wird das Material bei dauerhaftem Sonneneinfall rau, da die Weichmacher, die verarbeitet wurden, abgebaut werden. So dringt Schmutz und Staub in die Porenöffnungen und der Kunststoff wirkt grau bis grün.
  • Vielen gefällt das Design der Kunststofffenster nicht. Klobig und unnatürlich ist eine häufig gehörte Meinung. Dagegen als auch für den Witterungsschutz sollte man über eine Außenschale aus Aluminium nachdenken.
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