Holz fürs Haus aus dem eigenen Garten: So fällen und spalten Sie mit einer Axt

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Holz fürs Haus aus dem eigenen Garten: So fällen und spalten Sie mit einer Axt

Wer stolzer Besitzer eines Holzofens sowie eines Gartens mit älterem Baumbestand ist, für den ist es eine besondere Herausforderung, den Brennstoffofen mit Holz aus dem eigenen Garten zu heizen. Neben einer Axt sind für das Bäumefällen noch weitere Vorbereitungen nötig.

 

Darf der Baum überhaupt gefällt werden?

Auch wenn ein Baum im Garten störend wirkt, hat der Gartenbesitzer nicht automatisch das Recht, den Baum zu fällen. Ab einem bestimmten Umfang stehen Bäume unter einem besonderen Schutz. Viele Städte und Gemeinden haben eine eigene Baumschutzverordnung erlassen. Wer dagegen verstößt, kann mit einem Bußgeld bestraft werden. In manchen Fällen, beispielsweise bei einem Grenzbaum, muss auch der Nachbar zustimmen. Im Zweifelsfall sollten Sie sich vorher informieren, wie es um den betreffenden Baum steht. Eventuell dürfen Sie den Baum fällen, müssen aber zum Ausgleich einen jungen Baum anpflanzen – wie wäre es mit einem Obstbaum?

 

Schritt 1: Den Baum fällen

Sind die Voraussetzungen geklärt, geht es an das Fällen des Baums. Am besten geeignet ist eine Fäll- oder Forstaxt. Für besonders anspruchsvolle Baumfäller gibt es auch handgeschmiedete Äxte. Vor dem Fällen muss zunächst die Umgebung abgesichert werden. Falls neben dem Garten ein öffentlicher Weg verläuft, muss dieser mindestens mit einer Kette und besser noch mit einer richtigen Absperrung gesichert werden. Für Arbeiten innerhalb des eigenen Grundstücks ist die Überlegung, ob der Stamm auf eine Terrasse, eine Garage oder andere Bäume stürzen und diese beschädigen könnte. Die Fallrichtung ist also genauestens zu planen. Eine Rolle bei der Fallrichtung spielt die Frage, ob starke Wurzelansätze oder ein einseitiger Astbewuchs den Fall beeinflussen könnten. Wichtig ist auch, dass nach dem letzten Hieb, wenn der Baum fällt, schnell ein sicherer Rückzug angetreten werden kann.

Ist das alles geklärt, kommt das eigentliche Fällen. Auf der gewünschten Fallseite wird eine Fallkerbe geschnitten. Das ist ein möglichst waagerechter Schnitt, die etwa ein Drittel der Baumstärke beträgt. Danach wird von schräg oben eine Kerbe oder ein Keil aus dem Baum herausgetrennt. Ist das erledigt, wird auf der Rückseite der waagrechte Fällschnitt gesetzt. Damit sich der Schnitt nicht schließt, werden zwischendurch Fällkeile eingefügt. Der Fällschnitt geht nicht ganz bis zur Kerbe, damit der Baum in die richtige Richtung abknickt. Ist der Schnitt tief genug, reicht es für das Fällen, die Fällkeile ins Holz zu schlagen, bis der Baum abknickt.

 

Schritt 2: Das Holz zerkleinern

Ist der Baum gefällt, werden zunächst die Äste entfernt. Dann muss der Stamm mit einer Säge in handliche Stücke von 30 bis 33 cm geschnitten werden. Bei einem besonders dicken Stamm ist darauf zu achten, dass das abgeschnittene Stück nicht unkontrolliert fällt oder davonrollt. Auch für diese Aufgabe sind daher Sicherheitsschuhe sowie andere Sicherheitskleidung zu empfehlen. Die absägten Stücke werden später, wenn das Holz trockener ist, mit einer Spaltaxt zerteilt. Um besonders feines Anzündholz zu erhalten, ist ein kürzeres Spaltbeil die bessere Wahl. Am besten lagern Sie das zerkleinerte Holz etwa zwei Jahre an einem trockenen, luftigen Ort. Danach liefert es hochwertiges Heizmaterial für Ihren Ofen.

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