Holster

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Bei Holstern für Revolver oder Pistolen sind meiner Meinung nach Holster aus Leder immer noch am besten. Die modernen Holster aus festem vorgeformten Cordura halten die Waffe oft so fest, daß man zum Herausziehen manchmal zwei Hände braucht, eine davon zum Festhalten des Holsters, um die Waffe herauszuziehen. Nicht unbedingt der Sinn eines Schnellziehholsters. Bei Revolvern sollte der Abzug im Holster nicht frei liegen. Es soll Experten geben, die sich beim hektischem Ziehen ihrer Waffe und gleichzeitigem Herumfingern im Abzug dabei selbst ins Bein geschossen haben. Am besten finde ich die Pancake-Holster. Die sitzen körpernah und fallen unter einer Jacke nicht auf. Der ideale Griffwinkel ist, wenn die Waffe mit dem Lauf schräg nach hinten zeigend im Holster sitzt. Gürtelschlaufen- oder Yaqui-Holster sitzen am engsten am Körper, tragen sich superbequem. Die Waffe sitzt darin nur mit dem mittleren Waffenteil, Griff und Lauf ragen heraus. Angeblich kann man damit auch eine Rolle vorwärts oder rückwärts machen, ohne dass die Waffe herausfällt. Fast alle Holster haben einen Sicherheitsverschluss per Druckknopf, der verhindert, das die Waffe herausfällt oder ein Unbefugter sie herausreißen kann.  Eine andere Lösung sind Holster mit eingebauter Klemmfeder. Holster, die mit einer Klammer an den Gürtel angeklemmt werden, erscheinen zwar zum Anlegen bequem, andererseits kann es passieren, das man beim Ziehen dann die Waffe mitsamt Holster in der Hand hat. Es gibt Hersteller, die haben die Holster per Passform so konstruiert, daß die Waffe im Holster auch ohne Druckknopf bombenfest sitzt. Das ist zum Beispiel das sehr gute Modell 2 Speed Scabbard vom Hersteller DeSantis. Gibt es in gleicher Art jetzt auch vom Holsterhersteller GALCO als Modell Speed Master.Gut sind außerdem die Leder-Holster von Bianchi oder Safariland. Bianchi verwendet nur allerbestes dickeres Leder, was sich auch im Preis niederschlägt. Safariland macht aber auch steife Holster aus Kunststoff, aus denen sich die Waffe schnell ziehen lässt, allerdings "schmiegt" sich das Holster nicht so gut der Hüfte an, zum verdeckten Tragen nicht unbedingt güstig. Wer als Jäger oder Waffenscheininhaber auf schnellen Zugriff zur Waffe angewiesen ist, sollte sich sehr gut überlegen, was wichtiger ist: der gesicherte Transport im Holster mit Sicherungen oder im Notwehrfall das schnelle Ziehen der Waffe. Bei den derzeit angebotenen fummeligen Waffensicherungen bei Holstern habe ich meine Zweifel, ob man unter Stress es richtig macht. Auch RADAR macht gute Holster. Die deutschen  Holster-Hersteller verwenden meistens viel dünneres und nicht so gutes Leder. Zur Pflege von guten Lederholstern verwendet man sparsam Lederöl oder Lederfett. Zuviel davon ist der Tod eines Holsters: es wird wabbelig und ausgeleiert. Auf punziertem Leder, das ist Leder , auf das ein Basketweave-Oberflächen-Muster aufgetragen wurde, sieht man  Druckstellen oder Abschürfungen weniger. Normalerweise trägt man als Rechtshänder das Holster am Gürtel hinter dem rechten Hüftknochen. Da Autofahren oder überhaupt Sitzen damit unbequem ist, empfehlen Experten ein CrossDraw-Holster, was auf der linken Körperhälfte getragen und die Waffe über Kreuz dann gezogen wird oder ein Schulterholster, was die bequemste Trageweise darstellt. Besonders bei einem langläufigen Sechs-Zoll-Lauf-Revolver.  Allerdings dauert es auch am längsten, die Waffe aus dem Schulterholster zu ziehen. Wie alles im Leben muß man Kompromisse zwischen Komfort und schneller Einsatzbereitschaft schließen. Die amerikanischen Revolver-Dienstholster der Polizei sind nur zum offenenen Tragen geeignet. Die stehen wegen einer eingearbeiteten Metallplatte auch etwas von der Hüfte ab zum schnelleren Ziehen der Waffe. Dadurch kann man aber auch schlecht darüber eine Jacke tragen. Aus aktuellem Anlass: jeder Waffenbesitzer hat die Pflicht und Schuldigkeit, seine Waffen so zu verwahren und zu beaufsichtigen, daß kein Unbefugter damit Unheil anrichten kann. Waffen gehören - getrennt von der Munition - in einen behördlich zugelassenen Waffenschrank. Die Munition kommt in einen Extra-Stahlschrank. Jeder Schusswaffengebrauch außerhalb von Sportstätten zieht - auch bei behördlichen Waffenträgern - staatsanwaltliche Ermittlungen nach sich. Und weil Dummheit und Nachlässigkeit im Umgang mit Waffen wohl unausrottbar scheint: eine Waffe ist grundsätzlich immer als geladen zu betrachten, damit zielt man nicht zum Spaß auf Mitmenschen.
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