Hokuspokus: Alles, was Hobbyzauberer brauchen und ein paar Zaubertricks dazu

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Hokuspokus: Alles, was Hobbyzauberer brauchen und ein paar Zaubertricks dazu

Zauberei – davon haben viele von uns als Kind geträumt. Kindliche Vorbilder wie Harry Potter, die kleine Hexe oder Bibi Blocksberg haben in Generationen von Menschen den Traum gesät, selbst auf einem Besen durch die Lüfte zu fliegen oder den kleinen Bruder zu verhexen.

Nun, dass das alles nicht möglich ist, ist uns mittlerweile klar geworden. Doch gibt es andere Möglichkeiten, Magie in den Alltag zu integrieren. Kartentricks, optische Täuschungen und tolle Illusionen begeistern nicht nur Kinder, sondern auch ein erwachsenes Publikum. Zaubern ist ein Hobby, das unterhält, die eigenen Fähigkeiten schult und dabei einfach großen Spaß bereitet. In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen zeigen, welches Zubehör man als Hobbyzauberer benötigt und welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt. Im Anschluss daran möchten wir Ihnen ein paar einfache Kniffe und Zaubertricks an die Hand geben, mit denen Sie Ihre erste kleine Show gestalten können und Ihr Publikum begeistern werden.

Zauberei – ein Hobby für Jung und Alt

Zaubertricks liegen uns Menschen im Blut. Menschen mögen Illusionen und lassen sich gerne von Dingen verzaubern, die sie nicht verstehen können und somit für faszinierend halten. Ebenso beliebt wie das Verzaubertwerden ist es daher, andere Menschen mit Zaubertricks und optischen Täuschungen in den Bann der Magie zu ziehen. Diese Begeisterung setzt bereits sehr früh ein – nicht umsonst sind Zauberkästen für Kinder seit Generationen Dauerbrenner an Geburtstagen und unter dem Weihnachtsbaum. Viele lässt diese Faszination jedoch niemals gänzlich los und sie erleben mit ihren Kindern die Welt der Magie erneut. Zauberkästen enthalten in der Regel eine Auswahl an einfach durchzuführenden Tricks, mit denen selbst kleine Künstler bereits ihr Publikum überraschen können. Kartentricks sind dabei ebenso vertreten, wie Tricks mit Ringen, Münzen, Würfeln, Bändern und spezielle Zauberartikel.

Doch es gibt auch erwachsene Hobbyzauberer – wahrscheinlich mehr, als man vermuten würde. Während es bei Zaubertricks für Kinder um den Spaß am Präsentieren geht, sind bei „Erwachsenen-Tricks" schauspielerische Fähigkeiten ebenso gefragt wie eine enorme Fingerfertigkeit und Reaktionsschnelligkeit. Am beliebtesten sind hier Kartentricks. Die normalen Spielkarten bieten eine schier unendliche Auswahl an verschiedenen Kartentricks, von denen einer beeindruckender als der andere ist. Allein für Kartentricks gibt es zahlreiche Bücher, die Tricks in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden anbieten. Es gibt daneben aber auch generelle Sachbücher zum Thema Zauberei. Hier können sich Anfänger Inspirationen holen und sich über mögliche Zaubertricks mit unterschiedlichen Utensilien informieren.

Dieses Zubehör benötigen Sie für die perfekte Illusion

Bei Zauberern, egal ob jung oder alt, kommt es genau auf drei Dinge an: die Geschichte, die Präsentation und das richtige Zubehör. Nur wenn alle diese drei Dinge zusammenpassen, kann man die perfekte Illusion für sein Publikum erreichen. Bedenken Sie dabei immer: Auch wenn Ihr Publikum kritisch ist, eigentlich möchte es Ihre Illusionen glauben. Erzählen Sie deshalb passende Geschichten oder Anekdoten, dies macht nicht nur die Darbietung lebhafter, sondern lenkt auch die Aufmerksamkeit des Publikums. Mehr als für alle anderen Entertainer ist es für den Zauberer wichtig, die Aufmerksamkeit des Publikums genau dort zu bündeln, wo Sie sie haben möchten. Zauberer arbeiten professionell, indem sie Blicke lenken. Und zwar hin zu den Dingen, die das Publikum sehen soll und weg von den kleinen Fingerfertigkeiten und schnellen Tricks, die Sie vollziehen. Damit die kunstvollen Ablenkungsversuche funktionieren, müssen Sie sich auf Ihre Fingerfertigkeit und auf Ihr Equipment verlassen können. Zu den beliebtesten Zauber-Utensilien gehören:

Wir möchten Ihnen nun verschiedene Zauber-Utensilien genauer vorstellen. Im Anschluss daran geben wir Ihnen einige Zaubertricks zu dem jeweiligen Zubehör mit auf den Weg.

Gezinkt oder normal – Kartentricks gehören zu den Klassikern der Zauberkunst

Kartentricks gehören zum Standard-Repertoire eines jeden Hobbyzauberers. Der Grund: Der Schwierigkeitsgrad reicht von sehr simpel bis sehr anspruchsvoll. So bietet das Zaubern mit Karten Anfängern einen guten Einstieg und auch für Fortgeschrittene gibt es immer neue, spektakuläre Tricks zu entdecken. Nicht umsonst wird das Zaubern mit Karten auch „Kartenkunst" genannt.

Der Ursprung der Kartentricks ist dabei wenig zauberhaft: So wurden Tricks mit Karten zunächst nur von Falschspielern verwendet. Das große Unterhaltungspotenzial wurde jedoch schon im Mittelalter erkannt und Kartentricks wurden gesellschaftsfähig. Viele damalige „Zauberer" verstanden sich gleichzeitig als Aufklärer, um die Menschen vor Betrügern zu bewahren. Meistens werden heutzutage für Kartentricks entweder das Skat-Blatt mit 32 Karten oder das Poker-Blatt mit 52 Karten verwendet. Man unterscheidet beim Kartentrick zwischen verschiedenen Grundeffekten. Dass es hiervon relativ viele gibt, zeigt schon, dass Kartentricks sehr vielseitig sind. Die folgenden Grundeffekte bei Kartentricks gibt es:

  • Karten verschwinden lassen. Viele einfache Kartentricks basieren auf dem Prinzip, dass eine Karte verschwindet und an einem anderen Ort wieder auftaucht.
  • Karten finden. In diese Kategorie gehören alle Tricks, in der eine Karte, die blind in das Spiel hineingemischt wurde, durch den Zauberer wiedergefunden wird. Hierbei gibt es zahlreiche Varianten mit und ohne Zuschauerbeteiligung.
  • Vorhersagen und Gedankenlesen. Hier gibt der Zauberer vor, hellseherische Kräfte zu besitzen. So kann er zum Beispiel eine vom Zuschauer ausgewählte Karte vorhersagen.
  • Verwandlung der Karte. Hierbei handelt es sich um Kunststücke, bei der sich wie durch Zauberhand der Wert einer zuvor ausgewählten Karte ändert, zum Beispiel von einer Herz 9 zu einer Herz Dame.
  • Karten ordnen. In diese Kategorie fallen Tricks, bei denen sich die Karten durch vermeintlich einfaches Mischen und Abheben in bestimmter Art und Weise anordnen.

Der Anfängertrick mit reiner Mathematik: „Turning Aces"

Als Anfängerkartentrick empfiehlt sich der leichte, aber dennoch eindrucksvolle „Turning Aces". Für diesen Trick benötigen Sie lediglich 20 willkürliche Karten und dazu die vier Asse aus dem Spiel. Sie breiten die umgedeckten 20 Karten in einer Reihe vor Ihrem Publikum aus. Nun lassen Sie einen Zuschauer die vier aufgedeckten Asse mit dem Bild nach oben willkürlich in das Kartendeck legen. Der Zuschauer hat nun noch einmal die Möglichkeit, das Deck nach Belieben zu vermischen. Nun nehmen Sie das Deck wieder an sich und beginnen damit, jede zweite Karte des Decks umzudrehen. Dafür legen Sie die erste Karte mit dem Bild nach unten, die Zweite mit dem Bild nach oben und so weiter. Nun nehmen Sie den Kartenstapel und legen zwei Karten entweder umgedreht oder mit den Bildern nach oben hin. Hier können Sie den Zuschauer bei jedem Kartenpaar entscheiden, ob die beiden Karten hingelegt oder umgedreht werden sollen. Das Gleiche wird dann noch einmal mit vier Karten wiederholt. Nun bilden Sie zwei Stapel, in dem Sie abwechselnd Karten auf den rechten und linken Stapel legen. Klappen Sie die beiden Stapel zusammen und bereiten Sie die Karten vor sich aus. Das Ergebnis: Die vier Asse sind sichtbar, während alle anderen Karten umgedreht vor Ihnen liegen.

Fingerfertigkeit für den perfekten Zaubertrick: Zaubern mit Schaumstoffbällen

Mit kleinen Schaumstoffbällen lassen sich tolle Tricks vorführen. Sie haben dabei gleich zwei Vorteile: Durch ihre Form kann mit ihnen gespielt oder jongliert werden. Das lenkt das Publikum von dem eigentlichen Trick ab. Ein weiterer Vorteil: Durch die Weichheit des Materials können die kleinen Bälle ganz leicht verschwinden. Zaubertricks mit Schaumstoffbällen erfordern ein hohes Maß an Fingerfertigkeit.

Ein einfacher Trick mit Schaumstoffbällen besteht darin, einen Ball aus einer Hand in die andere zu zaubern. Das funktioniert so: Legen Sie zwei identische Schaumstoffbälle vor sich auf den Tisch. Dann drücken Sie mit der Handfläche und dem Handrücken einer Hand auf einen der Bälle. Tun Sie nun so, als würden Sie mit der linken Hand den Schaumstoffball in die rechte Hand legen. Verschließen Sie die rechte Hand zur Faust. Nun nehmen Sie mit der linken Hand den zweiten vor sich liegenden Ball auf. Der Zuschauer wird gedacht haben, dass Sie in jeder Hand einen Ball halten, dabei war die rechte Hand von vornherein leer.

Wo ist der Knoten? Tricks mit Seilen und Bändern

Seile und Bänder sind ebenfalls beliebte Zauber-Requisiten. Mit ihnen lassen sich leichte bis sehr anspruchsvolle Tricks vorführen. Ein beliebter Trick für Anfänger ist der „Seil durch Finger"-Trick, bei dem ein Seil einmal um den Zeigefinger eines (eingeweihten!) Zuschauers gewickelt wird. Achten Sie darauf, dass die zweite Umwicklung erst nach dem mittleren Fingergelenk sitzt. Ziehen Sie das Seil vermeintlich fest und rütteln Sie etwas an beiden Enden. Beim zweiten oder dritten Ziehen klappt der Helfer seinen Zeigefinger schnell ein und das Seil löst sich. Hierbei kommt es sehr auf das richtige Timing und auf die Schnelligkeit des Eingeweihten an. Am besten ist es, wenn Sie diesen Trick vorher gemeinsam mehrmals ohne Publikum üben.

Bei Geld fängt der Spaß erst an: Tricks mit und um Münzen

Es gibt verschiedene Tricks mit Münzen und ebenso vielfältige Zaubermünzen mit den unterschiedlichsten Eigenschaften. Einige sind magnetische Münzen, andere werden mit einer speziellen Münzhülle zu Zaubermünzen gemacht. Man kann jedoch auch mit einer ganz normalen Münze effektvolle Tricks vollziehen. Benötigt werden neben einer normalen Münze Fingerspitzengefühl und eine eingeübte Greiftechnik, die Sie trainieren sollten. Wir möchten Ihnen einen einfachen Verschwindungstrick genauer vorstellen: Legen Sie eine mittelgroße Münze auf Ihre linke Handfläche und greifen Sie mit der rechten kompletten Hand danach. Nehmen Sie nicht Daumen und Zeigefinger zum Aufheben, sondern alle Finger geschlossen. Nun drehen Sie die geschlossene Hand nach vorne und lassen die Münze in einer fließenden Bewegung wieder in die Hand zurückgleiten, aus der Sie die Münze gerade noch genommen haben. Je fließender und schneller Sie diese Bewegungen durchführen, desto glaubwürdiger wird der Trick.

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