Hochwertige Feuerzeuge aus Stahl – darauf sollten Sie beim Kauf achten

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Hochwertige Feuerzeuge aus Stahl – darauf sollten Sie beim Kauf achten

"Haben Sie mal Feuer?" - Dieser Satz gehört wohl zu den oft gestellten Fragen. Meist wird in diesem Fall ein Feuerzeug zum Entzünden einer Zigarette benötigt. Doch ein Feuerzeug soll nicht nur funktionell sein, sondern auch elegant aussehen - so wie beispielsweise edle Feuerzeuge aus Stahl. Diese gibt es in unterschiedlichen stilvollen Kreationen.

Die Geschichte der Erfindung des modernen Feuerzeugs

Bereits Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts werden die ersten Vorrichtungen erfunden, die als Vorgänger des modernen Feuerzeugs bezeichnet werden können. Bis jedoch letztendlich das Feuerzeug in seiner heutigen Form existiert, sind mehrere Forscher und Erfindungen nötig. So erfindet im Jahr 1770 der Franzose Dumouriez ein pneumatisches Feuerzeug, das einen Feuerschwamm enthält. Dieser wird schnell in einen Zylinder hineingetrieben. Durch die entstehende Kompressionshitze entzündet sich der Schwamm. Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelt der Franzose Mollet diesen Mechanismus weiter. So kann er ab 1806 das sogenannte "Tachypyrion" (gr.: tachys = schnell, pyr = Feuer) anbieten.

Als Urform des modernen Feuerzeugs lässt sich das Feuerzeug des deutschen Chemikers Döbereiner aus dem Jahr 1823 bezeichnen. Dieses Platinfeuerzeug erzeugt mit Hilfe von Schwefelsäure und Zink Wasserstoff. Durch eine Düse strömt dieser auf einen Platinschwamm. Aufgrund der katalytischen Wirkung wird so der Wasserstoff entzündet. Nach seinem Erfinder wird dieses Modell auf den Namen "Döbereiner-Feuerzeug" getauft. Im Jahr 1865 erhält als erste Firma das amerikanische Unternehmen Repeating Light Co. ein Patent auf ein Taschenfeuerzeug. Der Österreicher Auer von Welsbach erfindet im Jahr 1903 für Zündsteine die pyrophore Legierung Cereisen, die zu 70 % aus Cerium und zu 30 % aus Eisen besteht. Dieses Auermetall, das ebenfalls nach seinem Erfinder benannt wird, wird bis heute in Einwegfeuerzeugen verwendet.

Benzin- oder Gasfeuerzeug?

Moderne Taschenfeuerzeuge haben verschiedene Zündmechanismen. So gibt es Benzinfeuerzeuge und Gasfeuerzeuge. Diese haben jeweils individuelle Eigenschaften, durch die sie sich auszeichnen und damit zusammenhängende Vor- und Nachteile.

Die Vor- und Nachteile von Gasfeuerzeugen

Gasfeuerzeuge lassen sich wiederum in drei verschiedene Mechanismen unterteilen: Diffusionsbrenner, Teilmischvorbrenner und Vormischbrenner.

Unter hohem Druck strömt beim Diffusionsbrenner Gas aus dem Vorratstank aus. Über ein Reduzierventil gelangt dieses dann in die Brennerdüse. Luft, die als Oxidator dient, mischt sich erst außen, nach Ausströmen des Gases mit diesem. Hier entsteht eine gelbe Diffusionsflamme über der Düse.

Bei Gasfeuerzeugen ist es jedoch auch möglich, den Brennstoff vor dem Austreten mit Luft zu vermischen. Am Düsenauslass sitzt eine Schraubfeder, die für diesen Prozess verantwortlich ist. Kurz vor dem Verbrennungsprozess saugt diese Luft an, die mit dem Gas gemischt wird. Mit diesen Teilvormischbrennern ist es möglich, höhere Temperaturen zu erreichen als mit Diffusionsbrennern. Zudem zeichnen sie sich durch einen weiteren Vorteil aus. Bei starkem Wind geht deren bläulich-gelbe Flamme nicht so schnell aus. Gerade an windigen Tagen sind diese Sturmfeuerzeuge deshalb für Raucher von großem Vorteil.

Vormischbrenner hingegen verfügen über große Öffnungen für die Luftzufuhr, die die Luft am Düseneinlass anziehen. Im Inneren können Gas und Luft dank Wandunregelmäßigkeiten in einer Art Wirbel miteinander vermischt werden. Erst dann strömt das Gemisch aus und wird entzündet. Bieten Gasfeuerzeuge - zumindest Vormischmechanismen - bei starkem Wind Vorteile gegenüber Benzinfeuerzeugen, so haben sie jedoch einen entscheidenden Nachteil. Der Druck des Gases Butan, den die meisten Gasfeuerzeuge enthalten, sinkt bei Kälte. So besteht im Winter bei Minusgraden die Gefahr, dass der Druck zu niedrig ist, um überhaupt eine Flamme zu erzeugen.

Die Vor- und Nachteile von Benzinfeuerzeugen

Wie der Name verrät, dient dem Benzinfeuerzeug Benzin als Brennstoff. Dieser wird durch Kapillarwirkung über einen Baumwolldocht zum Entzündungsort befördert. Dabei entsteht eine leuchtend gelbe Diffusionsflamme. Somit verbrennt diese, ohne dass vorher Luft zugeführt wird. Dadurch ist der Sauerstoffgehalt in der Mitte der Flamme niedriger als bei einem Mischvorbrenner. Deshalb erreicht ein Benzinfeuerzeug nicht so hohe Brenntemperaturen. Ein weiterer Nachteil ist zudem, dass sich Ruß entwickeln kann. Benzinfeuerzeuge sind jedoch leiser als die rauschenden Vorbrenner.

Die Charakteristika von Stahl

Stahl ist keine eindeutige Bezeichnung. Der Begriff wird für metallische Legierungen, die zum größten Teil aus Eisen bestehen, verwendet. Neben Eisen enthält Stahl weitere Metalle und Nicht-Metalle. So ist ein weiterer Bestandteil Kohlenstoff, der als wichtigstes Legierungselement im Stahl gilt, da er die Stahleigenschaften ebenso wie die Phasenumwandlungen beeinflusst. Ist der Kohlenstoffanteil im Stahl höher, so wird dieser härter, jedoch spröder. Prinzipiell muss dessen Anteil jedoch unter 2 % liegen. Eine besondere Variante von Stahl ist Edelstahl, der sich durch einen hohen Reinheitsgrad auszeichnet. Das bedeutet, dass der Gehalt der sogenannten "Eisenbegleiter" Phosphat und Schwefel nicht über 0,025 % beträgt. Durch sogenannte "Stahlveredler" können Eigenschaften von Stahl modifiziert werden. So wird zum Beispiel Chrom als Stahlveredler verwendet, um Härte und Korrosionsbeständigkeit zu beeinflussen. Es gibt ca. 2500 unterschiedliche Stahlsorten, die heute hergestellt werden. Diese werden in drei Hauptgütegruppen unterteilt: unlegierte Stähle, nicht rostende Stähle und andere legierte Stähle und legierte Edelstähle. Diese finden zahlreiche unterschiedliche Anwendungsgebiete. Je nach Legierungsanteilen kann der Schmelzpunkt von Stählen bei bis zu 1536 °C liegen.

Diverse Varianten von Feuerzeugen aus Stahl

Bei Feuerzeugen aus Stahl gibt es verschiedene Varianten. So gibt es diese als Benzin- sowie Gasfeuerzeuge, mit Windschutz und integriertem Deckel. Hochwertige Modelle verfügen zudem über ein Ventil, um Gas nachfüllen zu können. Doch auch Benzinfeuerzeuge können einfach und schnell nachgefüllt werden. Die Oberfläche von Edelstahl oder Stahl hat eine silbrig-metallene Optik. Diese kann hochglänzend oder matt sein. Einige Feuerzeuge gibt es auch mit einer gebürsteten Stahloberfläche, die eine individuell geprägte Struktur aufweist. Feuerzeuge mit Geschichte sind unter anderem Modelle aus den 1940er- und 1950er-Jahren von Zippo. Das Unternehmen fertigt seine Feuerzeuge eigentlich aus Messing. Aufgrund der Messing-Knappheit im Zweiten Weltkrieg und während des Koreakrieges wurden 1944 und 1952 bis 1953 jedoch Zippo-Feuerzeuge aus Stahl gefertigt.

Die Pflege von Feuerzeugen aus Stahl

Damit Ihr Feuerzeug aus Stahl lange chic und elegant aussieht, benötigt es die richtige Pflege. Besonders Edelstahl benötigt spezielle Pflegeprodukte. Schnell sieht man auf der Oberfläche Fingerabdrücke. Damit Ihr Feuerzeug wieder wie neu glänzt, können Sie diese schnell und einfach mit einem weichen Tuch entfernen. Dazu eignet sich zum Beispiel ein leicht angefeuchtetes Mikrofasertuch. Eine länger anhaltende und zudem präventive Wirkung haben spezielle Pflegeprodukte für Edelstahl. Diese werden unter anderem als Sprays und Cremes angeboten und werden nach der Reinigung auf die Edelstahloberfläche aufgetragen. Dort hinterlassen sie einen hauchdünnen Schutzfilm, der für eine Weile neuen Fingerabdrücken und anderen Verschmutzungen vorbeugt.

Vor Kratzern und weiteren Umwelteinflüssen schützen zudem kleine Feuerzeugtaschen. Diese Etuis sind oft aus Leder gefertigt und verleihen zudem Ihrem Look schlichte Eleganz. Besonders praktisch sind Kreationen, die sich mit Hilfe einer Schlaufe oder eines Clips am Gürtel befestigen lassen. Ob schlicht in schwarz oder braun oder mit üppigen Verzierungen: Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Das Nachfüllen von Benzin- und Gasfeuerzeugen

Hochwertige Feuerzeuge aus Stahl sollen Sie lange begleiten, damit sich die Investition lohnt. Daher lassen sich die meisten dieser Modelle nachfüllen. Dieser Vorgang gestaltet sich für Benzinfeuerzeuge etwas anders als für Gasfeuerzeuge. Bei beiden gilt es, Vorsicht walten zu lassen.

Das Nachfüllen von Benzinfeuerzeugen

Zum Nachfüllen von Benzinfeuerzeugen benötigen Sie ein spezielles Feuerzeugbenzin. Zunächst wird das Feuerzeug aufgeklappt. dann muss das Feuerzeug aus seiner Hülle aus Stahl gezogen werden. Der Benzinbehälter wird geöffnet und der Filz angehoben. Nun können Sie das Benzin in die Watte gießen, bis diese vollständig getränkt ist. Um ein Auslaufen des Benzins zu verhindern, sollten Sie jedoch nicht zu viel einfüllen. Nach dem Befüllen klappen Sie den Behälter wieder zu und schieben ihn zurück in das Gehäuse. Sollte etwas Benzin daneben gegangen sein, reinigen Sie Ihr Feuerzeug und Ihre Hände mit einem Taschentuch.

Das Nachfüllen von Gasfeuerzeugen

Zum Nachfüllen eines Gasfeuerzeugs gibt es verschiedene Sorten von speziellem Feuerzeuggas. So können unter anderem hochwertiges Isobutangas oder etwas günstigere Propan-Butan Gasgemische verwendet werden. Die Gemische können jedoch im Druck nachlassen, wenn sich der Tank leert. Kontrollieren Sie zunächst, ob sich Ihr Feuerzeug direkt über das Ventil nachfüllen lässt oder ob Sie einen speziellen Adapter benötigen. Oft hilft es, wenn das Feuerzeug vorher etwas abgekühlt wird. Dies kann im Kühlschrank geschehen. Dadurch entsteht ein Unterdruck. Das Gas hingegen sollte Zimmertemperatur haben. Verzichten Sie während des Nachfüllvorgangs darauf zu rauchen. Auch offenes Feuer, wie Kerzen, sollte sich in dem Moment in sicherer Entfernung befinden. Achten Sie darauf, dass während des Befüllens nicht die Betätigungstaste gedrückt ist. Die Nachfüllampulle wird senkrecht auf das Nachfüllventil oder den Adapter aufgesetzt und einige Sekunden eingedrückt. Wiederholen Sie den Vorgang, wenn es nicht direkt beim ersten Mal klappt. Nach dem Nachfüllen sollte das Feuerzeug zunächst wieder Zimmertemperatur erreichen, bevor Sie es benutzen. Unter Umständen muss die Flammenhöhe neu eingestellt werden.

Darauf sollten Sie beim Kauf von Feuerzeugen aus Stahl achten

Ob zum Anzünden einer Zigarette, Zigarre, Kerze oder eines Gasherds: Ein Feuerzeug ist in vielen Situationen sehr hilfreich. Feuerzeuge aus Stahl wirken dabei weitaus edler als Einwegfeuerzeuge aus Kunststoff. So zeigen Sie mit diesem eleganten Accessoire Ihr Gespür für Stil. Damit Sie lange Freude daran haben, sollten Sie einige Aspekte beim Kauf beachten. Hochwertige Produkte haben Ihren Preis, weisen jedoch eine höhere Qualität und eine längere Lebensdauer auf. Ob Benzin- oder Gasfeuerzeug: Wählen Sie ein Modell, das sich problemlos nachfüllen lässt. 

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