Hinter der Schwelle. Ein Leben im Opus Dei Maria Tapia

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Hinter der Schwelle. Ein Leben im Opus Dei. Der schockierende Bericht einer Frau von Maria del Carmen Tapia.  Zuletzt verlegt 1994 Solothurn/ Düsseldorf, Benzinger Verlag. Im Buchhandel in deutscher Sprache vergriffen ( nur noch auf englisch und spanisch zu bekommen) Niemand wird sich des Eindrucks erwehren können, daß das Opus Dei unter dem Pontifikat Johannes Pual II sichtliche Förderung erfährt. Durch die ideologische Übereinstimmung mit dem polnischen Papst war das Opus Dei zur mächtigsten Organisation innerhalb der katholischen Kirche aufgestiegen, Zu auffällig war der kurze Prozeß, der zur Seligsprechung des Gründers des Opus Dei ( Escriva de Balaguer, Gründung am 2.10.1928) im Jahre 1992 führte. Beobacher behaupten, das Verfahren war irregulär und der Gründer sei eine fragwürdige Person.  Von Kritikern als "heilige Mafia" geschmäht,  wird das Opus Dei in die Nähe von Sekten gerückt. Geheimniskrämerei, körperliche Züchtigungen und eingetrichterte Anweisungen zur Unterwerfung haben zu diesem Urteil geführt. Zum ersten Mal veranschaulicht Maria del Carmen TAPIA , die nahezu zwei Jahrzehnte (!) Mitglied im Opus Dei war, und vier Jahre lang täglich Anweisungen vom Gründer Monsenor Escriva de Balaguer erfuhr, umfassend und kritsch zugleich Zielsetzung und Anliegen dieser Organisation. Unter großen persönlichen Mühen konnte sie sich dem autoritären  und demütigenden  Einfluss des Opus Dei entziehen und den Mut zu dieser persönlich überzeugenden Autobiographie finden. Entstanden ist ein authentisches Zeugnis, wie es nur selten gelingt, und ein schockierendes Dokument der Zeitgeschichte. Maria del Carmen Tapia beschreibt einfühlsam und ohne Vorurteile den Weg in den religiösen Fanatismus und veranschaulicht den nachhaltigen Einfluß des frommen Kämpfers der katholischen Kirche. Mit der Darstellung ihres eigenen Schicksals will sie andere davor bewahren, einen falschen Schritt zu tun: Selbstkasteiungen und der völlige Verzicht auf jedliche Individualität sollten warnende  Zeichen vor dem Opus dei sein. Nach ihrem Verlassen des Opus dei antwortete die Autorin auf die Frage eines  Priesters, ob sie noch an Gott glaube " was hat Gott mit dem Opus Dei zu tun?", Ähnlich wie in einem Psychokult oder einem der sog. destruktiven Kulte wird von dem Mitgliedern blinder Gehorsam verlangt. Die Anordnungen der Leiter sind nicht nur in spirituellen Dngen, sondern auch in weltlichen Dingen ( wie z.B. der Besuch der eigenen Eltern oder die Aufgabe des bürgerlichen Berufes) ohne Hinterfragen zu befolgen. Diskussionen und Kritik sind unerwünscht und verboten! Die Leiter interpretieren den Willen Gottes, da sie die notwendige Gnade dazu haben. Ein direkter Kontakt zu Gott, wie ihn die Mystiker aller Religionen stets gesucht haben, ist auch hier unerwünscht.. Die Mitglieder werden ausgenützt, liefern ihr eigenes Einkommen zur Gänze ab und dürfen unentgeltlich arbeiten und sind größtenteils nicht einmal sozialversichert. (!) Die Brüderlichkeit unter den Mitlgiedern scheint nicht  echt und dient nur dem Seelenfang neuer Mitglieder ( Dazu werden auch Jugendclubs, Jugendzentren, Studentenheime und ähnliches ohne erkennbaren Zusammenhang mit dem Opus Dei aufgebaut)  Neue Mitglieder sollen speziell in Übersee wie Südamerika Kinder aus Familien der Oberschicht sein, die Kontakte und Bildung haben und   neue Mitglieder bringen können, die Armen sind nicht interessant, um die können sich andere kirchliche Organisationen kümmern. Weniger Gebildete werden nicht als Vollmitglied ( Numerarier) sondern als Supernumerarier angenommen, müssen aber trotzdem das Versprechen der Ehelosigkeit , Keuschheit und Armut abgeben.  Mitgefühl oder Mitleid mit anderen, egal ob Mitglieder oder außenstehende, ist unpassend und unerwünscht. Anstelle von Nächstenliebe , Barhmherzigkeit und Mitgefühl steht eisige Kälte. Das Werk Gottes scheint sehr weit von Gott entfernt zu sein.  Eines der besten kritischen Bücher  von einer Insiderin zum Thema, selten und vergriffen! (nur noch auf englisch und spanisch im Buhchandel erhältlich)

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