Himbeersträucher schneiden

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Im Laufe des Winters können noch Himbeersträucher geschnitten werden, sofern das nicht bereits im Spätsommer geschehen ist. Bei den Sommerhimbeeren werden abgetragene Ruten, welche nun annährend zwei Jahre alt sind, ebenerdig ausgeschnitten. Von den neu gewachsenen - erkennbar an der noch hellen Farbe der Rinde - entfernt man alle dünnen Ruten sowie die besonders dicken, weil diese erfahrungsgemäß anfälliger für Krankheiten sind. Diese Unterscheidung muss man bei Herbsthimbeeren nicht machen, hier wird alles komplett ebenerdig abgeschnitten. Zwar würden die einjährigen Ruten im Sommer ein weiteres Mal tragen, aber auf diese Ernte verzichtet man zugunsten der Früchte, die an den ganz jungen Ruten entstehen werden. Diese Himbeeren sind dann übrigens frei von Maden, weil der Himbeerkäfer (Byturus tomentosus) im Spätsommer und Herbst zur Eiablage nicht mehr unterwegs ist. Wer ein neues Himbeerbeet anlegen möchte, kann an frostfreien Tagen pflanzen, sofern der Boden nicht gefroren ist; Reihenabstand 2,50 Meter und in der Reihe 40 Zentimeter Platz zwischen den Pflanzen. Dazu reifen Kompost einarbeiten und in der Reihe einen leichten Hügel anlegen. Besonders auf schweren Böden hat sich solch ein niedriger, humushaltiger Wall bewährt, denn nasse, kalte Böden begünstigen bodenbürtige Krankheiten. Unter den Herbsthimbeeren ragt besonders die neue Sorte „Himbo-Top“ heraus, weil sie vergleichsweise robust ist und - gute Nährstoff- und Wasserversorgung vorausgesetzt - Unmengen von schmackhaften Früchten liefert. Damit sich die Ruten nicht zum Boden neigen, wird ein Drahtgerüst zum Anbinden empfohlen. Dazu je Reihe zwei Pfähle setzen und drei verzinkte Drähte quer spannen.
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