Himbeere: Die rote Königin unter den Beeren

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Himbeere: Die rote Königin unter den Beeren

Himbeeren sind ein süßer Fruchttraum, der Groß und Klein begeistert. Die rot-pinken Früchte sind weich und süß und bestechen durch ein intensives Aroma, das noch lange am Gaumen haften bleibt – und mag dieser noch so verwöhnt sein. Tatsächlich bildet das Rosengewächs ab dem zweiten Jahr nach dem Pflanzen keine Beeren, sondern kleine längliche Sammelsteinfrüchte aus. Die Frucht ähnelt somit den Erträgen anderer Rosengewächse wie Brombeeren oder Maulbeeren. Aufgrund ihres einzigartigen Geschmacks sind Himbeeren so vielseitig wie kaum eine andere Frucht. Frisch von den Zweigen gepflückt, sind Sie pur ganz besonders lecker. Vielleicht haben Sie als Kind selbst vor den grünen Sträuchern gehockt, die zarten Beeren gepflückt und direkt gegessen. Dann können Sie sich gewiss noch daran erinnern, wie köstlich die weichen Früchte sind, die bei entsprechender Reife förmlich auf der Zunge zergehen.

Himbeeren - eine absolute Gaumenfreude

Roh sind Himbeeren eine absolute Gaumenfreude und auch besonders empfehlenswert. Natürlich können Sie auch ein leckeres Dessert wie Creme oder Eis oder einen delikaten Obstsalat mit Himbeeren zaubern. Lassen Sie Ihre Fantasie spielen, wenn Sie nach Kreationen mit der Königin der Beeren suchen. Noch besser ist es, wenn Sie Himbeeren nicht saisonal im Supermarkt kaufen, sondern selbst zu Hause anbauen. Das ist weder besonders schwer noch mit großem Aufwand verbunden. Ein Händchen für Pflanzen und Interesse an der Gärtnerei genügen bereits, um schon bald eigene Himbeeren in der Hand zu halten und sich am Duft und Aroma der Früchte zu erfreuen.

Was Sie benötigen, um Himbeeren im Garten anzubauen

Im Vergleich zu Johannisbeeren oder Brombeeren benötigen Sie wenig Platz, wenn Sie die zarten roten Früchte anbauen möchten. Kaufen Sie im Gartencenter oder auch online junge Pflanzen für den Garten, die Sie anschließend in ein vorbereitetes Beet einsetzen. Himbeersträucher bilden nur sehr flache Wurzeln aus, weshalb Sie bei der Pflege des Bodens behutsam vorgehen sollten. Ähnlich wie auch andere Rosengewächse ist ein lockerer feuchter Boden mit einem hohen Anteil an Humus optimal, um die Pflanzen erfolgreich einzusetzen. Mulchen Sie den Boden nach dem Setzen der Pflanzen gut, um Feuchtigkeit zu konservieren und die flachen Wurzeln zugleich vor Durchnässung durch Regen zu schützen. Bedenken Sie bei der Bodenpflege, beispielsweise wenn Sie Unkraut entfernen, dass Sie die Wurzeln verletzen könnten. Vermeiden Sie daher Hacken und Harken mit langen Zinken.

Himbeeren benötigen eine Rankhilfe

Auch ein Spalier sollte beim Anbau von Himbeeren nicht fehlen. Dieses muss allerdings nicht so hoch und üppig ausfallen wie bei Brombeeren. Zwei oder drei Schnüre oder Drähte zwischen zwei Pfosten als Rankhilfe genügen zumeist schon, damit die Himbeeren gleichmäßig nach oben wachsen. Eine Kletterhilfe benötigen sie nicht, weil sie keine Dornen besitzen, mit denen sie sich an einer Rankhilfe emporziehen könnten. Der Platz pro Pflanze fällt übrigens auch recht kompakt aus. Ein Pflanzabstand von einem halben Meter zwischen einzelnen Sträuchern genügt. Setzen Sie mehrere Reihen, sollten Sie zwischen den Reihen allerdings mindestens einen Meter Abstand lassen.

Der richtige Zeitpunkt zum Pflanzen der süßen roten Himbeeren

Optimalerweise pflanzen Sie Himbeeren im Garten, wenn der Herbst sich bereits angekündigt hat. Ab Oktober ist die Zeit für das Setzen der frischen Triebe gekommen. Später als November sollten Sie allerdings nicht mehr pflanzen, da der Boden sonst durch ersten Frost schon zu hart sein könnte. Nach dem Anpflanzen der Himbeeren müssen Sie die Triebe kurz abschneiden, wie es bei vielen Beerensträuchern der Fall ist. Anschließend benötigen die Pflanzen nicht viel Pflege. Sie überstehen den Winter in aller Regel unbeschadet und beginnen im Frühjahr stark zu treiben. Natürlich können Sie die Sträucher auch im Frühjahr setzen. Allerdings dürfen Sie dann keine sonderlichen Erträge im folgenden Sommer erwarten. Ohnehin ist der Ertrag bei Himbeeren im ersten Jahr eher gering. Pflanzen Sie erst im Frühjahr, verringert sich die Ernte noch einmal deutlich. Wenn Sie den optimalen Zeitpunkt im Herbst allerdings verpasst haben oder erst im Frühling geeignete Jungpflanzen kaufen können, ist es kein Problem, die Himbeeren erst im Frühjahr in den vorbereiteten Boden zu setzen.

Mit der richtigen Pflege tragen Ihre Himbeersträucher saftige rote Früchte

Das regelmäßige Zurückschneiden alter Triebe genügt in aller Regel schon, wenn Sie Himbeeren gepflanzt haben. Führen Sie im Frühjahr die neuen Triebe durch die Spaliere, damit es nicht zu unerwünschten Wucherungen kommt, die die Ernte einschränken können. So halten Sie Ihre Himbeeren aufrecht und sorgen dafür, dass alle Triebe ausreichend mit Luft und Licht versorgt sind – das kommt vor allem den Beeren zugute, die Sie zwischen Juni und August ernten können, in der Regel ab dem zweiten Jahr.
Dünger ist nur erforderlich, wenn der Boden über weniger Nährstoffe verfügt. Es gibt speziellen Dünger für Beeren, der die Sträucher hauptsächlich mit Magnesium versorgt. Betrachten Sie zur Kontrolle einfach einmal die Blätter Ihrer Himbeersträucher. Sind diese gelblich oder wirken sie allgemein eher blass und farblos, fehlt das Mineral, und Sie sollten den Boden damit anreichern. Außerdem ist es sinnvoll, alte Triebe nicht wegzuwerfen, sondern auf den Boden zu legen. Denn dort ziehen sie Schädlinge wie Spinnmilben an und halten sie von Jungpflanzen und gesunden Trieben fern. Weiterhin sollten Sie darauf achten, dass der Boden nicht zu nass ist, da sich andernfalls Wurzelfäule ausbreiten kann. Diese erkennen Sie daran, dass die Pflanze nicht mehr oder nicht mehr richtig wächst.

Königliche Erträge: So ernten und lagern Sie Ihre Himbeeren richtig

Haben Sie ausreichend Geduld aufgebracht, können Sie im zweiten Sommer erste pralle Himbeeren von den Zweigen pflücken und für zahlreiche Gerichte verwenden. Die Früchte sitzen nur lose am Zapfen, sodass Sie die Beeren mühelos abziehen und einsammeln können. Wie bei Brombeeren gilt auch für dieses süße Obst, dass Sie Druck auf die Früchte vermeiden sollten. Die optimale Reife erkennen Sie an der Farbe der Himbeeren. Diese sollte kräftig, aber nicht zu dunkel ausfallen. Ein leichter Glanz und eine milde Behaarung sind ebenfalls Anzeichen für eine optimale Reifung. Pflücken Sie das Obst im Garten daher nicht zu früh, denn Himbeeren reifen nach der Ernte nicht nach. Warten Sie nicht zu lange mit dem Verzehr – Himbeeren verderben ohne Kühlung schnell. Idealerweise richten Sie die Früchte direkt frisch an oder verarbeiten Sie zu einer Creme, zu Konfitüre oder in Obstsalaten. Waschen Sie Himbeeren nicht unter fließendem Wasser, sondern geben Sie sie kurz in ein kühles Wasserbad. Das ist deutlich schonender, sodass Ihre Beeren frisch und ansprechend aussehen und noch viel besser schmecken.

Himbeeren aus der Zucht – robust, bunt und sehr köstlich

Möchten Sie neue Rezeptideen ausprobieren, sollten Sie neben der klassischen Himbeerpflanze auch einmal verschiedene Zuchtvarianten näher betrachten. Auch wenn Himbeeren üblicherweise durch ihre kräftige rote Farbe auffallen, ist dies keinesfalls die einzige Sorte, die Sie anbauen können. Es gibt ebenso bunte Himbeeren in weiteren Farben, die sich aus speziellen Züchtungen entwickelt haben. Diese Vertreter bieten den großen Vorteil, dass sie noch widerstandsfähiger und gegen viele Schädlinge und Krankheiten immun sind. So können Sie beispielsweise süße gelbe Himbeeren kaufen und anpflanzen. Beginnen Sie damit direkt im Herbst, können Sie bereits im folgenden Sommer erste Früchte ernten und die leuchtend gelben Beeren zum Beispiel in Obstsalaten toll in Szene setzen. Ob nun aber Erzeugnisse aus spezieller Zucht oder herkömmliche Sträucher: Himbeeren aus dem eigenen Garten stellen in der Küche eine große Bereicherung dar, auf die Sie nicht verzichten sollten.

Marmelade aus echter Bio-Himbeere: Selbstgemachter Brotaufstrich für die ganze Familie

Bio-Pflanzen aus dem eigenen Garten sind überaus beliebt. Auch bei Himbeersträuchern können Sie in puncto Herkunft und Vermehrung auswählen, mit welchen Pflanzen Sie Ihren Garten bestücken. Nach der Ernte können Sie aus den erlesenen Beeren leckere Marmeladen kochen. Möchten Sie lediglich das Gelee verwenden, müssen Sie die Himbeeren nach dem Aufkochen in ein Sieb geben und den Saft auffangen. Diesen kochen Sie anschließend mit Gelierzucker zu einem köstlichen Gelee ein, das Sie in sterile Einmachgläser füllen. Wenn Sie die feinen Steinchen, die die Früchte enthalten, nicht stören, können Sie Himbeeren auch dazu verwenden, schmackhafte Marmelade aus den ganzen Früchten zu kochen. Sobald die Marmelade die erforderliche gallertartige Konsistenz aufweist, füllen Sie diese in die bereitstehenden Gläser. Ein Spritzer Zitronensaft rundet den Geschmack ab und verleiht dem süßen Brotaufstrich eine frische Note. Verschrauben Sie die Gläser fest und lassen Sie sie abkühlen.

Himbeeren aus dem eigenen Garten sind zu jeder Jahreszeit ein Genuss

Herbst-Himbeeren sind eine gute Ergänzung, wenn Sie die süßen Früchte nicht nur im Sommer genießen möchten. Sorten, die später reifen, können Sie bis in den Oktober hinein ernten und frisch gepflückt verzehren. Ob pur oder als Dekoration – Himbeeren sind stets eine Köstlichkeit. Außerdem lassen sich die süßen Beeren auch hervorragend einfrieren. Damit die Früchte nicht aneinander haften, sollten Sie sie allerdings lose einzeln auf einem Tablett verteilen und anfrieren. Sind die Beeren bereits erstarrt, können Sie sie in eine Dose oder einen Gefrierbeutel geben und im Gefrierfach verstauen. So können Sie Ihre eigenen Himbeeren das ganze Jahr über genießen, ohne darauf warten zu müssen, dass sie im Supermarkt angeboten werden. Da aufgetaute Himbeeren in vielen Fällen nicht mehr ganz so süß und aromatisch sind wie frische Früchte, eignen sie sich besonders gut für die Herstellung von Nachspeisen oder leckeren Milchshakes. Haben Sie zudem auch frühe Sorten angebaut, können Sie bereits im Frühsommer wieder mit einer neuen Ernte rechnen, an der Sie sich erfreuen können.

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