Hilfreiche Tipps zur Gestaltung eines natürlichen Bachlaufs im Garten

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Hilfreiche Tipps zur Gestaltung eines natürlichen Bachlaufs im Garten

Es gibt viele Gründe, die für die Anlage eines Bachlaufs im heimischen Garten sprechen. Zunächst einmal wertet dieser Ihr Grundstück ungemein auf und verwandelt es in eine friedvolle Oase voller unterschiedlicher Tiere und Pflanzen. Der Klang des fließenden Wassers beruhigt zudem die Nerven und entspannt den Körper. Die zahlreichen Bewohner des nassen Elements und ihre spezifischen Geräusche entführen Sie in eine Welt voller Ruhe und unberührter Natur. Ein in sich geschlossenes Ökosystem hält Algen und Unkraut fern und wo Wasser ist, können Sie auf Rasenflächen verzichten und sparen Zeit beim Mähen. Zudem ist ein Bachlauf eine schöne Unterbrechung Ihrer Rasenfläche. Durchzogen vom Wasser gestalten Sie so einzelne Bereiche im Garten und können Sich keine abgeschlossene Sitzecken oder Terrassen einrichten.

Sie sehen also, dass es sich lohnt, etwas Zeit und Arbeit zu investieren, denn schon bald können Sie sich am eigenen Flüsschen erfreuen, dass eine völlig neue Atmosphäre in Ihrem Garten schafft. Im Folgenden erfahren Sie allerlei Wissenswertes rund um Ihren eigenen Bachlauf und lernen, wie Sie Ihr neues Projekt möglichst effektiv realisieren.

Die Planung Ihres Bachlaufs

Legen Sie zuerst eine detaillierte Skizze Ihres Gartens an und notieren Sie alle relevanten Abmessungen des Grundstücks. In die fertige Zeichnung tragen Sie anschließend den Verlauf des Wassergrabens ein. Vergessen Sie dabei nicht die bereits vorhandenen Bäume, Sträucher und Blumen Ihrer Gartenlandschaft. Jede Pflanze hat ein mehr oder weniger ausgeprägtes Wurzelwerk, das durch die Grabungsarbeiten nicht verletzt werden darf. Bedenken Sie auch, dass einigen Gewächsen die unmittelbare Nähe von Wasser nicht gut tut und richten Sie sich in Ihrer Planung nach den Bodenansprüchen Ihrer grünen Schützlinge.

Damit Sie den Bachlauf anlegen können, ist ein Gefälle erforderlich. Dafür müssen Sie jedoch keinen Hügel aufschichten, denn der Höhenunterschied muss nicht gravierend sein – drei Prozent reichen für Ihren Zweck vollkommen aus. Sie können solche Geländeverhältnisse problemlos künstlich erzeugen, indem Sie einen Teil des Bodens abtragen. Von den Höhenunterschieden hängt übrigens auch ab, ob Sie in Zukunft ein leises Plätschern vernehmen, oder eine kräftige Strömung bewundern können. Sogar ein eigener Wasserfall liegt im Bereich des Realisierbaren.

Die richtige Planung ist das A und O

Die Möglichkeiten, die Ihnen zur Verfügung stehen, richten sich in erster Linie nach den festen Gegebenheiten in Ihrem Garten. Überdenken Sie objektiv und rational die Platzverhältnisse und beachten Sie, dass ein zu breiter oder zu langer Bachlauf schnell zur Belastung werden kann, wenn er nicht mehr als Zierde wahrgenommen wird, sondern als ein schwer überwindbares Hindernis.

Sollten Sie bereits einen Gartenteich besitzen, ist es sinnvoll, diesen als Quelle und Mündung für Ihren Bachlauf zu nutzen. Ist dies nicht der Fall, eignet sich eine Pumpe hervorragend als Ersatz. Sorgen Sie dafür, dass eine automatische Wassernachfüllung vorhanden ist um unnötigen Verlust zu vermeiden. Alternativ können Sie eine Sammelgrube anlegen, die das Wasser auffängt. Eine spezielle Bachlaufpumpe erzeugt in diesem Fall einen steten Kreislauf und befördert das kühle Nass zurück zur Quelle.

Diese Materialien brauchen Sie für Ihren Bachlauf

Wie jedes größere Projekt erfordert auch dieses die richtige Ausstattung und das passende Zubehör für seine Realisierung. Sie arbeiten effektiver und motivierter, wenn Sie nicht immer wieder fehlendes Werkzeug oder Material besorgen müssen. Schreiben Sie am besten eine Liste – so können Sie sicher sein, dass Sie auch wirklich alles haben, was Sie brauchen.

Zunächst benötigen Sie spezielle Teichfolie aus PVC. Sie hält das Wasser im Graben, verhindert das Einsickern in den Erdboden und sollte eine großzügige Breite aufweisen. Ebenfalls unerlässlich ist die Pumpe, wobei Sie die maximale Förderhöhe im Auge behalten müssen, damit Ihnen ein Umtausch oder gar eine Fehlinvestition erspart bleibt. Außerdem gehören ein Teichschlauch sowie hochwertiger Baukleber in Ihren Einkaufskorb. In Ihrem Garten finden Sie mit Sicherheit große und kleinere Steine, die Sie zum Fixieren der Folie auf dem Boden des Wasserlaufs benötigen – wenn nicht, müssen Sie diese zusätzlich kaufen. Erwerben Sie zudem genügend Kieselsteine und Sand.

Welche Gartengeräte werden benötigt?

Sind Sie bereits im Gartenbau bewandert, besitzen Sie bestimmt bereits eine Grundausstattung an Gartengeräten. Wenn dies allerdings Ihr erstes Projekt einer solchen Größenordnung ist, sollten Sie sich zusätzlich zu den oben genannten Materialien eine Schere, einen Spaten, eine Schaufel und eine Wasserwaage beschaffen. Kaufen Sie stets Gartengeräte, die eine gute Materialqualität sowie eine hochwertige Verarbeitung aufweisen. So bleiben Ihnen unangenehme Überraschungen erspart und Sie müssen sich nicht mit kaputten oder minderwertigen Werkzeugen beschäftigen.

So legen Sie Ihren neuen Bachlauf an

Stecken Sie den Verlauf Ihres Bachs zunächst ab, sodass Sie einen groben Überblick über das Gesamtbild erhalten und gegebenenfalls nachkorrigieren können. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden, folgt nun das Ausstechen. Sie sollten sorgsam alle Wurzeln und Steine entfernen, damit die ausgelegte Folie im Nachhinein nicht beschädigt wird. Behalten Sie während des Schaufelns immer das Gefälle im Auge, um anschließendes Ausbessern auf ein Minimum zu beschränken.

Wenn der Graben fertig ist, schneiden Sie die Folie großzügig zu und legen Sie sie aus. Es ist ratsam, die einzelnen Abschnitte des Grabens auf das Fließverhalten hin zu überprüfen. Testen Sie alle Abschnitte mit Wasser und bessern Sie einzelne Bereiche gegebenenfalls mit Sand aus. Wenn Sie mit Ihrem Werk zufrieden sind, fixieren Sie die Folie mit großen Steinen.

Abschließende Arbeiten

Anschließend ist es an der Zeit, die einzelnen Folienelemente miteinander zu verkleben, wobei Sie sorgsam darauf achten müssen, keine noch so kleine Stelle auszulassen. Die gesamte Konstruktion kann danach über Nacht antrocknen und Sie können vorerst nichts Weiteres für Ihren Bachlauf tun.

Am darauffolgenden Tag sollten Sie die verklebten Stellen noch einmal gründlich überprüfen und, wenn nötig, nachbessern. Schließlich müssen Sie nur noch die überlappenden Folienteile entfernen und schon ist Ihr neuer Bachlauf bereit zum Befüllen. Platzieren Sie jetzt die Wasserpumpe entweder im Teich oder an einer anderen Stelle, die Sie dafür vorgesehen haben. Es fehlt nur noch der Schlauch für den Rücklauf, den Sie idealerweise am anderen Ende des Grabens anbringen sollten. Bleibt das ganze Wasser an Ort und Stelle, haben Sie alles richtig gemacht und können den Boden mit Sand und Kies auslegen. Dabei gilt eine Faustregel: Je steiler das Gefälle, desto größer müssen die Kieselsteine sein.

Die optimalen Pflanzen für Ihren Bachlauf

Natürlich müssen die Pflanzen, die zukünftig an den Ufern Ihres eigenen Flüsschens wachsen, optisch zu der übrigen Flora Ihres Gartens passen, doch grundsätzlich sind Ihrer Fantasie in puncto Bepflanzung keine Grenzen gesetzt.

Eine Vielzahl außergewöhnlicher und schöner Blumen und Gewächse kann an Ufern von Bachläufen gedeihen. Beachten Sie jedoch, dass sich nicht jede Pflanze in der Nähe von Gewässern wohlfühlt. Wählen Sie daher ausschließlich Exemplare, die gerne feuchten Boden mögen. Weiden, Erlen oder Schwertlilien eignen sich gut für Uferzonen und sind bei Hobby- sowie Profi-Gärtnern sehr beliebt. Wenn es besonders exotisch sein soll, können Sie zum Beispiel winterharte Palmen oder Bananenpflanzen entlang des Ufers pflanzen.

Auch hier gilt: Weniger ist mehr

Hobbygärtner, die noch nicht über umfassende Erfahrungen in der Pflanzenkunde verfügen, begehen häufig den Fehler, zu viele Pflanzen am Ufer ihres Flüsschens anzusiedeln. Verwurzelte Blumen und Gewächse, die mühevoll entfernt werden müssen, sind die Folge einer solchen Fehlplanung. Pflanzen Sie lieber an den Stellen nach, die Ihnen zu karg erscheinen und ersparen Sie sich viel Arbeit.

Auch im Wasserinneren dürfen bestimmte Gewächse nicht fehlen. Sie dienen nicht nur einem dekorativen Zweck, sie versorgen ihr Umfeld mit Sauerstoff, reinigen es von Schmutzpartikeln und bieten jungen Fischen und anderen Wasserbewohnern Schutz sowie Nahrung. Vor allem im Winter, wenn die Pumpe herausgenommen werden muss, sind Wasserpflanzen, die das natürliche ökologische Gleichgewicht des Teichs und des Laufs aufrechterhalten, unerlässlich. Pflanzen wie das Quellmoos produzieren ganzjährig Sauerstoff und sind ideale Bewohner Ihrer Wasserwelt.

Besonders schön sehen auf der Wasseroberfläche schwimmende Blumen und Gewächse aus. Hier sollten Sie jedoch beachten, dass viele Vertreter dieser Pflanzenspezies keine kalten Temperaturen vertragen und im Herbst mit Laub oder Ähnlichem bedeckt werden müssen.

Dekoration wird oft unterschätzt: Was eignet sich für Ihre Neuerung?

Wenn Sie sich bereits mit der Dekoration Ihres Teichs beschäftigt haben, wird Ihnen schon aufgefallen sein, dass die Vielfalt an Ziersteinen, Figuren, Brücken und Stegen schier ins Unendliche geht. Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber, welcher Stil sich am besten in das Gesamtbild Ihres Gartens integriert und welche Elemente störend wirken können. Bei der Dekoration zählt jedoch nur eins: Ihr eigener Geschmack. Gestalten Sie Ihr Gartenparadies ganz nach Ihren eigenen Wünschen

Bedenken Sie jedoch, dass zu viele verschiedene Blumen, Steine und Figuren schnell überladen wirken können. Daher sollten Sie auf ein dezentes Gesamtbild setzen, indem Sie einzelne Highlights akzentuieren. Machen Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber, welches Gesamtbild die Dekoration Ihres Bachlaufs haben soll. So ersparen Sie sich im Nachhinein mühevolles Zusammensuchen und Kombinieren.

Ist der Lauf etwas breiter, können Sie eine dekorative Brücke darüber bauen oder Trittsteine im Wasser implementieren, sodass Ihre Laufwege nicht mit dem Verlauf Ihres Flüsschens kollidieren müssen. Damit bleibt Ihnen selbst künftig kein Bereich Ihres Gartens versperrt. Wenn Sie die Ränder der Folie mit Steinen auslegen, ist es sinnvoll, von innen nach außen mit kleiner werdenden Steinen zu arbeiten, da das Gewicht der Blöcke zusätzlichen Halt für die Folie bietet. Sehr schön sieht übrigens auch eine Uferbegrenzung aus Natursteinplatten in unterschiedlichen Farbtönen aus oder ein aufwendiges Mosaik, das Sie speziell nach Ihrem Geschmack gestalten.

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