Hilfreiche Tipps für den Kauf einer Nähmaschine

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Hilfreiche Tipps für den Kauf einer Nähmaschine

Selber machen - das ist die Devise

Sie wollen sich auch im Nähen probieren, nur ein paar Hosen selber umnähen können oder haben schon Erfahrung gesammelt und wollen professionell starten? Eine Nähmaschine ist hierfür genau das Richtige. Es wird eine Vielzahl von Nähmaschinen angeboten, mit denen Sie Ihre Arbeiten ausführen können. Doch genau die passende Nähmaschine für Sie und Ihre Bedürfnisse zu finden, kann manchmal gar nicht so leicht sein. Es gibt mehrere Sachen, die Sie beim Kauf einer Nähmaschine beachten sollten, denn wer einfach einmal drauf los kauft, kann sich am Ende ganz schön ärgern. Zudem ist eine Nähmaschine, je nach Modell, eine große Investition und sollte auch entsprechend lange Ihren Anforderungen standhalten können. Schließlich wollen Sie sich nicht jedes Jahr eine neue Nähmaschine kaufen. Hier finden Sie einige Tipps und Informationen, damit Sie das richtige Modell für sich aussuchen können.

Wichtige Fragen vor dem Kauf einer Nähmaschine

Es gibt ein paar Fragen, die Sie sich vor dem Kauf einer Nähmaschine stellen sollten, da es um Ihre Bedürfnisse geht.

Einsteigermodell oder Profi-Nähmaschine?

Sie müssen sich selbst einstufen. Sind Sie eher schon erfahren was Nähmaschinen betrifft oder arbeiten Sie zum ersten Mal mit einer Nähmaschine? Besitzen Sie eventuell schon eine Nähmaschine und kennen sich mit dieser gut aus? Wollen Sie zusätzlich eine spezielle Nähmaschine, mit der Sie bestimmte Arbeiten wie Stickarbeiten ausführen können? Dies ist wichtig zu wissen, da die Modelle doch sehr unterschiedlich anspruchsvoll in ihrer Handhabung sind. So ist zum Beispiel eine mechanische Nähmaschine wesentlich übersichtlicher von den Einstellungen als eine computergesteuerte Nähmaschine. Die Modelle besitzen auch unterschiedliche Funktionen und eignen sich so vielleicht für die eine aber nicht für die andere Arbeit.

Für welche Zwecke wird das Gerät benötigt?

Ein weiterer Aspekt ist ebenfalls, ob Sie beruflich viele Sachen nähen müssen oder als Hobby nur hier und da mal etwas ausprobieren. Für jemanden, der viel beruflich näht, ist es sinnvoller, eine schnelle Nähmaschine mit hoher Anzahl an Programmen zu kaufen, da zum Beispiel hier eine einfache Nähmaschine, wie das Modell Nutzstich 5010 von Privileg, mit den Grundprogrammen nicht ausreichend ist. Also machen Sie sich vorher Gedanken darüber, wie hoch ihr Anspruch an die Nähmaschine bezüglich der Nähprogramme ist. Den meisten genügt es, die Grundausrüstung mit 15 bis 20 Programmen zu haben. Sollten Sie sich jedoch sicher sein, auch schwerere Stiche, Effektnähte und Kunstnähte zu brauchen, müssen Sie auf eine größere Anzahl dieser Programme achten. Auch hier finden Sie Modelle, wie die Confidence 7463 von Singer. Meistens erfüllen computergesteuerte Nähmaschinen, wie diese, diese Programmvielfalt.

Was darf die Nähmaschine kosten?

In Betracht der vorherigen Fragen spielt auch die Investition eine große Rolle. Natürlich müssen Sie Abstriche machen, wenn Sie nicht so viel investieren möchten. Das heißt jedoch nicht, dass die Nähmaschinen zwingend schlechter arbeiten. Manchmal haben Sie einfach nur weniger Programme oder arbeiten nicht ganz so präzise. Doch wenn Sie zum Beispiel diese Programmvielfalt nicht benötigen, lohnt es sich nicht eben, für diese mehr Geld zu zahlen.

Machen Sie sich also bewusst, zu welchen Zwecken Sie die Nähmaschine einsetzen, was Sie für Ansprüche an die Nähmaschine stellen und wie viel Sie bezahlen wollen.

Neue Nähmaschine versus gebrauchte Nähmaschine

Bei eBay werden auch immer wieder gebrauchte Nähmaschinen angeboten. Diese haben den Vorteil, dass sie natürlich preiswerter sind als die Nähmaschinen frisch vom Hersteller. Vielleicht finden Sie so sogar noch alte Nähmaschinen mit Schrank.

Jedoch sollten Sie immer vorsichtig sein. Als Anfänger ist es sehr wichtig, dass eine Bedienungsanleitung mitgegeben ist, da man doch schnell mal etwas vergessen kann. In solchen Anleitungen ist meist auch die richtige Einstellung der Nähmaschine zu vielen Stoffarten gegeben, was sehr hilfreich für Einsteiger ist.

Vergleichen Sie auf jeden Fall die gebrauchte Nähmaschine mit einem neuen Modell. So verhindern Sie böse Überraschungen. Doch heißt es nicht immer, dass ein Modell verkauft wird, weil es kaputt ist oder dergleichen. Bei den gebrauchten Modellen finden Sie auch Vorführmodelle, veraltete Modelle oder Fehlkäufe. Sind bei diesen Punkten keine negativen Auffälligkeiten, können Sie auch ein gebrauchtes Modell kaufen und so sogar oft viel Geld sparen.

Suchen Sie Modelle, bei denen eine Garantie vorhanden ist. Oft spricht es für eine neue Nähmaschine, da Sie hier meistens ein längeres Rückgaberecht beziehungsweise eine längere Herstellergarantie haben. Die Garantie fällt bei gebrauchten Nähmaschinenmodellen leider meistens komplett weg. Und sollte mal etwas bei einer teureren Nähmaschine defekt sein, so kann diese Garantie schon einiges wert sein. Gerade bei preiswerten Modellen kann eine Reparatur schnell teuer sein als die Nähmaschine selbst.

Bei einer neuen Nähmaschine ist meistens auch einiges an Zubehör dabei. Natürlich ist dies auch herstellerspezifisch. Bei gebrauchten Nähmaschinen können Sie davon nicht ausgehen. Es ist jedoch sehr empfehlenswert eine Grundausstattung an Zubehör, zum Beispiel verschiedene Nadeln für die Nähmaschine zu bekommen. Nicht alle Nähmaschinen sind kompatibel, was die Zubehörteile angeht. Suchen Sie also nach Angeboten, bei denen das Zubehör mit dabei ist.

Die meistgenutzten Nähmaschinenarten - ihre Schwächen und Stärken

Die meisten Hersteller wie AEG, SINGER, BROTHER, Bernina und Pfaff stellen drei Typen von Nähmaschinen her. Dazu zählen die mechanischen Nähmaschinen, die computergesteuerten Nähmaschinen und die Overlock-Nähmaschinen. Mit diesen drei Arten können Sie alle Ihre gewünschten Näharbeiten ausführen. Alle diese Nähmaschinen werden in der praktischen Freiarmform angeboten. Diese Form ermöglicht es Ihnen, auch bei Hosenbeinen oder Ärmeln ohne Probleme Ihre Arbeit fortführen zu können.

Achten Sie bei dem Kauf auf das Gewicht der Nähmaschine. Wenn Sie diese öfters transportieren, kann dies sehr wichtig sein. Das Zubehör sollte vorhanden sein und zur Nähmaschine passen. Eine Overlock-Nähmaschine braucht anderes Zubehör als eine mechanische Nähmaschine. Eine Abdeckung ist oft auch hilfreich, wenn Sie nicht allzu oft nähen wollen. So verstaubt die Nähmaschine nicht und Sie haben nachher keine Flusen an Ihrem Stoff. Da diese Nähmaschinen jedoch auch in unterschiedlichen Preisstufen liegen, sollten Sie sich überlegen was Sie für eine benötigen.

Die mechanischen Nähmaschinen, wie zum Beispiel Privileg sie anbietet, sind besonders praktisch für Einsteiger. Alle Modelle haben eine überschaubare Anzahl an Nähprogrammen, Stichlängen und je nach Modell auch Stichbreiten.

Die Einstellung der Stichprogramme

Die einzelnen Stichprogramme dreht man sich meistens sehr leicht über ein Einstellrad zur gewünschten Einstellung. Damit Sie hier auch genau wissen, welche Stichart Sie gewählte haben, sind diese bei der jeweiligen Einstellung auch zusätzlich abgebildet. Auch die Stichlänge und -breite lassen sich sehr leicht über ein kleines Einstellrad festlegen. Durch die manuelle, mechanische Einstellung lernen Sie schnell die überschaubaren Funktionen und die richtigen Einstellungen für Ihre Nähwünsche kennen. Wenn Sie nur ein Anfängermodell suchen, ist diese Überschaubarkeit ein sehr großer Vorteil. Sie werden nicht von zu vielen Stichprogrammen in die Irre geführt, haben aber genug Funktionen, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Zudem sind diese Modelle wesentlich preiswerter als die anderen zwei Nähmaschinenarten. Natürlich können Sie hier auch in den Preisklassen variieren. So bekommen Sie für mehr Geld natürlich mehr Nähprogramme und die Nähmaschine arbeitet ordentlicher. So kann die Geschwindigkeit der Stiche schneller sein oder aber auch die Stichstärke höher. Ist also der Preis höher, achten Sie darauf, dass Sie Extras erhalten.

Computergesteuerte Nähmaschinen

Sollten Sie jedoch auf Grund Ihres Berufes eine Nähmaschine kaufen, oder Sie möchten die Qualität Ihrer Näharbeit erhöhen, empfiehlt es sich die computergesteuerte Nähmaschine, wie die AEG Premium Line, zu wählen. Durch die eingebaute Computersteuerung kommen mehrere positive Eigenschaften hervor. Solch eine Nähmaschine arbeitet wesentlich schneller. Sie müssen nicht lange Einstellungen selbst von Hand zurecht drehen wie bei der mechanischen Nähmaschine, sondern können einfach schnell über Tasten das bestimmte Programm drücken. Wie viele von diesen Nähprogrammen Sie schlussendlich an der Nähmaschine haben, hängt natürlich auch hier wieder von dem Preis ab, den Sie für Ihre Nähmaschine bezahlen wollen. Doch gibt es hier schon eine viel größere Anzahl. Mit preiswerten Modellen dieser Art können Sie rund 80 Nähprogramme besitzen. Dass es bei dieser Nähmaschinenart so viele Nähprogramme gibt, liegt nicht nur an der einfachen Einstellungsmöglichkeit, sondern auch an der Genauigkeit in der Arbeitsweise der Maschine. Durch die Computersteuerung können die Stiche wesentlich genauer ausgeführt werden. So sind viele andere Sticharten möglich.

Zudem gibt es in den höheren Preisklassen sogar Maschinen, die eine nicht ideale Einstellung erkennen und Ihnen eine verbesserte Einstellung auf einem Bildschirm ausgeben. Jedoch liegt hier auch der, im Vergleich zu den mechanischen Nähmaschinen, höhere Preis begründet. Sie sollten diese Nähmaschine eben nur dann wählen, wenn Sie viel oder beruflich präzise nähen müssen. Achten Sie bei dieser Art auch auf eine längere Garantie, da bei einer computergesteuerten Nähmaschine mit höheren Kosten ein Defekt sonst sehr ärgerlich sein kann.

Overlock- oder Coverlock-Nähmaschinen

Eine weitere Art ist die Overlock-Nähmaschine. Diese sollten Sie sich zulegen, wenn Sie mehr Erfahrung bei Näharbeiten besitzen. Wie der Name der Nähmaschine schon verdeutlicht (to lock = versperren, „over“ = über der Kante), kann man mit dieser Nähmaschine Kanten sehr sauber nähen. Sie vernäht diese nicht einfach nur. Sie schneidet Ihnen zusätzlich auch den Rand richtig ab. Die Overlock-Maschine arbeitet mit mehreren Fäden. Doch dienen sie auch dazu, die schon vorhandenen Nähte am Stoffrand zu bearbeiten. Sie können so die Säume verfeinern oder erneuern. Eine Unterart ist die Coverlock-Nähmaschine. Da diese kein Messer im Nähkopf hat, kann man mit dieser Stoffe säumen. Und das nicht nur am Rand, sondern auch mitten auf dem Stoff.

Diese beiden Nähmaschinen sind aber wirklich nur zu empfehlen, wenn Sie fortgeschrittene, höchst genaue Näharbeiten ausführen wollen. Sie sind speziell für die beschriebenen Tätigkeiten und haben keine weiteren Programme. Zudem gibt es auch von den anderen Nähmaschinenarten Modelle, die sowohl den Overlockstich sowie auch den Coverlockstich in ihrer Programmauswahl besitzen. Zwar wird dieser nicht auf dem gleichen Niveau ausgeführt, ist jedoch meistens schon ausreichend. Überlegen Sie sich also gut, ob Sie eine solch spezielle Nähmaschine benötigen.

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