Hilfe bei der Suche nach einem neuen Motor für Ihr Moped oder Mokick

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Offiziell gehören Mopeds, auch Mokicks genannt, in die Sparte der Kleinkrafträder. Nicht nur zweirädrige, sondern auch Fahrzeuge mit drei Rädern können in diese Kategorie fallen. Was die Fahrzeuge dieser Kategorie ausmacht, ist der auf fünfzig Kubikzentimeter begrenzte Hubraum beziehungsweise die auf 4 kW begrenzte Motorleistung. Dadurch bedingt fahren Mopeds nicht schneller als etwa 45 km/h. Dies macht sie immer dann zu idealen Transportmitteln, wenn Sie nur kurze Wege bestreiten und weder viel Gepäck noch mehr als eine zusätzliche Person mitnehmen möchten. Innerhalb eines Ortes ist das Reisen mit einem Mokick oft angenehmer als mit dem Auto. Sie können sich nicht nur an stehenden Autokolonnen geschickt vorbeischlängeln, sondern haben auch keine Probleme damit, einen Parkplatz zu finden. Wenn ein Weg etwas zu lang für das Fahren mit einem Fahrrad ist, Sie aber trotzdem nicht immer gleich ins Auto steigen möchten, ist ein Moped die ideale Zwischenlösung. Da Mofas vor allem in der schönen und trockenen Jahreszeit verwendet werden, ist der kühle Fahrtwind nur noch ein zusätzlicher Ansporn, sich auf das kleine Kraftfahrzeug zu schwingen.

Vorteile des Mopeds - besonders für jüngere Fahrer

Besonders beliebt ist das Moped bei Jugendlichen, da sie dieses bereits vor ihrem achtzehnten Lebensjahr legal fahren dürfen. Dieser Umstand ermöglicht die eigene Mobilität und Unabhängigkeit. Ab einem gewissen Alter möchte schließlich kein Teenager mehr von seinen Eltern abgeholt werden. Aber eine Stunde auf den Bus zu warten ist auch keine besonders angenehme Option. Viel einfacher geht es da, sich einfach auf das Moped zu setzen und unabhängig von Bus und Eltern nach Hause zu fahren. Die niedrigen zulässigen Höchstgeschwindigkeiten sind für viele Eltern ein Grund zur Beruhigung. Gerade beim Motorradfahren gibt es sehr viele Unfälle, die häufig durch Selbstverschulden und wegen zu hoher Geschwindigkeit passieren. Auf einem Mofa ist der Fahrer immer noch weniger geschützt als in einem Auto. Aber die Gefahr, dass er sich bei der Geschwindigkeit so stark überschätzt, dass diese zu einem tödlichen Unfall führt, ist deutlich geringer.

Was gibt es beim Kauf eines Mopeds zu beachten?

Die Suche nach einem neuen Motor für Ihr Moped kann verschiedene Gründe haben – der alte Motor ist nicht mehr funktionsfähig, nicht mehr zulässig oder entspricht einfach nicht Ihren Vorstellungen. Anstatt blind auf den oft teuren Rat einer Werkstatt zu hören, wollen Sie sich lieber selbst informieren und den optimalen Motor für Ihr Moped besorgen? Solche Entscheidungen lassen sich umso leichter treffen, je besser Sie Bescheid wissen.

Mit welchen Motoren fahren Mopeds? Was sind die Vor- und die Nachteile von Zweitaktmotoren? Welcher Motor passt am Besten zu meinen Bedürfnissen – und auch die meines Mopeds? Lesen Sie in diesem Ratgeber über die verschiedenen Motortypen und erfahren Sie, was diese ausmacht.

Verschiedene Klassen und Bauweisen von Kleinkrafträdern

Die Kategorisierung der Kleinkrafträder ist oft gar nicht so einfach. Im Laufe der Zeit haben sich die Begriffe durch eine umgangssprachliche Verwendung in der Alltagssprache stark vermischt.

Als Mofa werden motorisierte Fahrräder bezeichnet. Diese sind nicht zu verwechseln mit den Elektro-Fahrrädern. In der Regel beschränkt sich die Höchstgeschwindigkeit eines Mofas auf nur 25 km/h. Daher sind Produktion und Verkauf von klassischen Mofas rückläufig. Sie räumen ihren Platz und Namen anderen motorisierten Fahrzeugen.

Eine andere Bauform als die motorradähnliche Knieschlussvariante ist die Konstruktion als Motorroller. Diese Bezeichnung sagt nichts über die Motorstärke eines Fahrzeugs aus, sondern bezieht sich ausschließlich auf die Form. Ein Motorroller muss einen Durchstieg zwischen Sitzbank und Frontkarosserie haben, um als solcher bezeichnet zu werden. Es gibt für Motorroller Zweitakt- und Viertaktmotoren verschiedener Stärke und auch Elektromotoren. Sie sind nach ihrer zulässigen Höchstgeschwindigkeit kategorisiert. Mofas sind, wie bereits erwähnt, nur für Geschwindigkeiten um die 25 km/h zugelassen. Mokicks hingegen, der häufigste Motorroller-Typus, für eine Geschwindigkeit bis zu 45 oder 50 km/h.

125-er werden auch als Maxi-Roller bezeichnet. Sie dürfen ebenfalls mit eigenen Führerscheinen schon vor dem Erreichen der Volljährigkeit gefahren werden. In ihrem Aussehen gleichen sie kleinen Motorrädern oder Rollern. Die Mindesthubraumgröße muss über 50 Kubikzentimetern liegen, damit diese Fahrzeuge in die Kategorie der Leichtkrafträder fallen.

Der Name Moped bezeichnete ursprünglich Kraftfahrräder mit Pedalen. In dieser Form werden sie eigentlich nicht mehr hergestellt. Dennoch ist der Name in der Umgangssprache zu einem Überbegriff für sämtliche Kleinkrafträder beziehungsweise alle zweirädrigen Fahrzeuge geworden, die eine Geschwindigkeit von 50 km/h nicht überschreiten dürfen.

Die Kraftübertragung und der Antrieb von Mopeds

Mopeds zeichnen sich im Gegensatz zu Fahrrädern dadurch aus, dass sie einen Motor besitzen. Es gibt beispielsweise Mopeds mit Zweitakt-Motoren. Immer häufiger werden allerdings die umweltfreundlicheren Viertakt-Motoren verbaut. Das Getriebe wird in der Regel über ein Schaltpedal mit dem Fuß oder per Handschaltung geschaltet. Mittlerweile verfügen die meisten Roller über eine Schaltautomatik.

Ein Großteil der Moped-Motoren gehört zu der einzylindrigen Form des Verbrennungsmotors. Der Einzylindermotor hat durch seinen einfacheren Aufbau und seine Kompaktheit Vorteile gegenüber dem mehrzylindrigen Motor. Vor allem bei niedrigeren Drehzahlen kann diese Art von Motor eine größere Wirkung entfalten. Dass verhältnismäßig mehr Masse in Bewegung gesetzt wird, wirkt sich bei höheren Drehzahlen allerdings negativ aus, da mehr Strömungsenergie verloren geht. Dieser Vergleich lässt sich natürlich nur zwischen einem Einzylindermotor und einem Zweizylindermotor ziehen, wenn diese über die gleiche Hubraumgröße verfügen.

Einzylindrige Motoren können als Zwei- und als Viertaktmotor gebaut werden. Ein mehrzylindriger Motor ist unter dem Namen Reihenmotor bekannt. Sie werden vor allem in Pkws und Motorrädern eingebaut.

Die Funktionsweise und die Arbeitsschritte von Zweitaktmotoren

Der Name dieser Motoren rührt daher, dass sie für ihren Arbeitsprozess nur zwei Takte also zwei Schritte benötigen.

  1. Schritt: Das Verdichten. Der Kolben innerhalb des Motors bewegt sich aufwärts und verdichtet damit das Brennstoff-Luft Gemisch, welches sich im Zylinder befindet. Durch den entstehenden Druck erhöht sich die Temperatur des Gases und es wird mithilfe einer Zündkerze gezündet.
  2. Schritt: Das Arbeiten. Der Kolben dreht sich weiter, das heiße Gas kann sich ausdehnen und dabei abkühlen. Die dabei abgegebene Wärme wird in Bewegungsenergie umgewandelt. Am Ende des Zirkels wird Abgas entlassen und neues Frischgas kann einströmen. Der Verdichtungsprozess beginnt wieder von vorne.

Der Arbeitsprozess eines Viertaktmotors

Auch der Viertaktmotor ist ein Verbrennungsmotor. Der Prozess, für den der Zweitakter nur zwei Schritte benötigt, wird hier in vier verschiedenen Takten ausgeführt.

  1. Schritt: Das Ansaugen. Der Kolben steht am obersten Punkt und bewegt sich nach der Öffnung der entsprechenden Ventile nach unten. Das Gasgemisch, oder bei Direkteinspritzmotoren nur Luft, wird angesaugt. Ist der Kolben am untersten Punkt angelangt, schließen sich die Öffnungen wieder.
  2. Schritt: Das Verdichten. Ebenso wie beim Zweitakter wird das Gasgemisch durch die weitere Aufwärtsbewegung des Kolbens verdichtet und unter großen Druck gesetzt. Dadurch erhöht sich die Temperatur und die Mischung kann gezündet werden.
  3. Schritt: Das Arbeiten. Das Gasgemisch verbrennt, es entsteht große Hitze. Diese wird in Bewegungsenergie umgewandelt. Der Kolben bewegt sich weiter und kühlt wieder ab. In der Zwischenzeit wird das Abgasventil geöffnet.
  4. Schritt: Das Ausstoßen. Während der erneuten Aufwärtsbewegung des Kolbens wird das Abgas durch das geöffnete Ventil ausgestoßen.

Pro Zylinder gibt es in einem Motor immer mindestens ein Eingangs- und ein Auslassventil. Oftmals sind allerdings auch mehr Ventile verbaut, da durch einen schnelleren Gasaustausch mehr Leistung erreicht werden kann.

Elektroroller und wie sie funktionieren

E-Scooter sind vor allem in China sehr populär, erfreuen sich aber auch in Europa wachsender Beliebtheit. Wie der Name bereits verrät, werden diese Mopeds elektrisch angetrieben.

Die am häufigsten verwendeten Motoren sind die Gleichstrom-Radnabenmotoren. Die Energiespeicher, auch Akkus genannt, werden in Form von Traktionsbatterien eingebaut. Sie können je nach Hersteller fest verbaut oder herausnehmbar sein. Durch die Umwandlung kinetischer Energie, beispielsweise beim Bergabfahren, kann ein Teil der gebrauchten Energie wieder zurückgewonnen werden. Dieser Rekuperator oder Nutzbremse wird aber nicht in allen Mopeds serienmäßig verbaut.

Die Vor- und die Nachteile der verschiedenen Motoren

a) Die Vorteile eines Zweitaktmotors:

  • Durch die geringere Masse entstehen kleinere Drehimpulse und dadurch geringere Vibrationen.
  • Zweitakter besitzen weniger Bauteile, sind kleiner, leichter und verschleißen weniger schnell.
  • Sie können schneller höhere Drehzahlen erreichen.

... und seine Nachteile:

  • Durch unvollständige Verbrennungen kommt es zu schädlichen Emissionen, die nicht immer der Abgasnorm entsprechen (besonders bei älteren Modellen kann dies ein Problem darstellen)
  • Bauartbedingt haben Zweitakter einen höheren Kraftstoff- und Ölverbrauch

b) Die Vorteile eines Viertaktmotors:

  • Durch seine Bauart werden nicht nur Abgase verringert, sondern auch Kraftstoff gespart.
  • Der Schmierölverlust ist durch den geschlossenen Ölkreislauf weitaus geringer.
  • Die thermische Belastung des Motors ist niedriger, da nur bei jeder zweiten Umdrehung eine Entzündung erfolgt.
  • Die Lärmentwicklung ist sehr viel geringer.

... und seine Nachteile:

  • Sowohl in der Herstellung als auch in der Reparatur ist dieser Motor teurer. Er besteht aus mehr Einzelbauteilen und auch das Bausystem ist etwas komplizierter.
  • Die Leistungsdichte ist geringer, da nur bei jeder zweiten Bewegung gezündet wird.

c) Die Vorteile eines Elektro-Mopeds:

  • Es produziert keine Abgase.
  • Das Moped ist wesentlich leiser als eines mit Brennstoffmotor.
  • Der Wartungsaufwand und die Betriebskosten sind geringer.
  • Das Aufladen funktioniert an jeder Steckdose.
  • Sie sind unabhängig von fossilen Brennstoffen.

... und seine Nachteile:

  • Die Anschaffung eines Elektromopeds oder auch nur des Motors ist sehr kostspielig.
  • Die Ladezeit ist deutlich länger als die Wartezeit beim Auftanken.
  • Die Akkus haben eine geringere Reichweite als die Kraftstofftanks.
  • Sie sind meist recht schwer.

Woher Sie einen Motor für Ihr Moped bekommen können

Wenn Sie sich bereits für einen Motor entschieden haben, können Sie sich nach dem passenden Modell  auf eBay umsehen: Vergleichen Sie hierzu die Angebote und suchen Sie sich das Optimalste heraus. In den richtigen Kategorien finden Sie nicht nur Motoren, sondern auch sonstiges nützliches Zubehör und andere Teile für Ihr Mokick.

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