Highend-Geheimtipp: DAC-Wandler RME ADI-2

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Ein hallo an die audiophilen Freunde der Highend-Szene. Die Wandler-Technik hat in den letzten Jahren deutliche Fortschritte erzielen können. Entsprechend ausgerüstete CD-Player oder Kombinationen sind natürlich am Highend-Markt vertreten. Wer jedoch einen sehr guten älteren CD-Player hat, oder mit der verbauten Wandlertechnik nicht wirklich zufrieden ist, sich der Player als Transport verwenden liese (digitaler Ausgang vorhanden), kann mit seinen CD-Transport (Ex CD-Player) mit einem aktuellen Wandler deutlich aufwerten. Auch da gibt es wieder jede Menge Anbieter in allen Preisregionen und Qualitäten. Darüber will ich aber hier nicht berichten.

Berichten möchte ich über einen DA-Wandler aus der PA-Szene, also aus der professionellen Bühnen- und Studio-Technik, den RME ADI-2 DAC-Wandler. Dieses Teil wird nicht für den Highend-Markt  produziert und wird auch dort nicht angeboten. Alleine der optische Eindruck taugt nur für den PA-Einsatz. Wenn wir mal von der Optik absehen und uns den inneren Werten zuwenden, wird es dem einen oder anderen Highender mehr als warm ums Herz. Dynamik unbewertet 116 dB, Rauschabstand 118 dB, jitterfrei, Wandlertechnik 24 Bit 192kHz Oversampling - noch Fragen ? Von diesen Werten kann so mancher Highend-Wandler nur träumen. Sich das Teil mal ansehen und vor allem anhören lohnt sich auf jeden Fall. Der RME bringt eine unglaublich breite und tiefe Bühne ohne ein Loch zwischen den Lautsprechern, der Klang ist lupenrein, klasse Dynamik, die Instrumente präzise vom Klang und der Ortenbarkeit, sauberer Baß, kristalklare Höhen und Mitten. Der Wandler spielt emotional und feinsinnig, bei höheren Lautstärken mit deutlich mehr Druck im Baß, es bleiben keine Wünsche offen. Eine Live-CD Aufnahme spielte bei einer etwas höheren Lautstärke wirklich livehaftig ! Man spürt und hört regelrecht die Griffe in die Saiten, den Schlag auf die Trommel, das Atmen beim Singen. Da fehlte nur noch das klirren von Gläsern, das Labern Rabarbern von Leuten, der Geruch von Bier und Zigarettenqualm in der Luft.

Die Stereoplay hat neben dem Benchmark und Musik Fidelity den Electrocomapniet getestet, letzterer wurde damals als Referenz erkoren. Mit von der Testpartie war der RME und landete gerademal mit einem Pünktchen weniger direkt hinter der Referenz (hört, hört). Vor allem wegen der Wertigkeit (Optik) gab es Strafpunkte (naja).  Das die Stereoplay den Außenseiter nicht auf den Thron setzen konnte und auch nicht durfte, das dürfte Insidern klar sein. Nicht auszudenken, wenn die werbetreibende Highend-Industrie die rote Karte gezeigt bekäme, dann würde die nächste Anzeigencampanie ganz bestimmt nicht in der Stereoplay erscheinen. Zum Glück konnte man auf der Optik rumreiten, was RME sicherlich nicht juckt, die Geräte werden ja für einen ganz anderen Markt produziert, nämlich für den PA- und Studio-Bereich mit Rackeinbau im halben 19 Zoll Format. 

Wer gerade das Kleingeld für den Electrocompaniet (1600 Euronen) nicht zu Hand hat, dem die Optik auch ziemlich wurscht ist, aber dennoch nicht auf einen Klang verzichten möchte, der es mit Wandlern im Highend-Segment über 2.000.-  EUR aufnimmt, kann für ein drittel des Preise vom Electrocomaniet beim RME-adi 2 zuschlagen. Achtung: Der ADI-4 oder -8 sind keine besseren Geräte, die haben nur mehr Kanäle, nämlich 4 bzw. 8. Wenn die Optik ein wirkliches Problem darstellen sollte, dann das Teil hinter dem Rack verstecken - und gut is.

Was der professionellen Studio-Technik recht ist, das kann dem Highendern auch nur recht sein. Wenn man in diversen HiFi-Foren schmökert wird es auch Stimmen geben, die dem RME nichts abgewinnen können. Liebe Freunde, wenn meine übrige Kette vom MediaMarkt kommt, muß ich mich nicht mit solchen Themen beschäftigen. Aus einem VW-Golf GTI wird auch kein Porsche, wenn ich eine Porsche-Einspritzpumpe in den Golf einbaue. Und aus der MediaMarkt-Anlage wird mit dem RME auch keine Burmester-Anlage - soviel zu diesen Stimmen und Kritiken (ab in die Tonne).

Mit diesem Teil werden sehr oft Studio-Aufnahmen erstellt, die wir dann auf CD kaufen können. Warum nicht mit der gleichen Aufnahme-Technik auch den Klang wieder reproduzieren ? Und warum dann noch mehr investieren ??

Das der RME sich nur an professionelle Anwender wendet,  wird spätestens bei den Anschlüssen deutlich. Neben digitalen Ein- und Ausgängen sind auch optische Ein- und Ausgänge vorhanden. Der analoge Ausgang ist nur über XLR und Klinke möglich. Der RME bietet (weil PA-Technik) zudem noch einen analogen Input über Neutrik-Stecker. Jetzt wird es erst richtig interessant, weil wir über diese Schiene unsere Vinyl-Schätze excelent digitalisieren können und mit dem digitalen Ausgang direkt auf einen Master-Rekorder gehen können.  Und dann ist da noch ein regelbarer Kopfhörerausgang für Monitoring.  Übrigens: RME ist ein deutsches Unternehmen und fertigt die Produkte im deutschen Lande (soviel zu den Preisen und möglichen Qualitäten).  Noch folgenden wichtiger Hinweis: Der Wandler muss ca. 30-50 Stunden eingespielt werden. In der Regel schaltet man ihn nie aus und ist daher immer auf Betriebstemparatur !!

Mein Votum für die Technik 6,0 für die Kür ebenfalls eine 6,0, für die Optik gibt es eine Wurst mit Schleife. Ein hammermäßiges Teil, excelenter Klang für relativ kleines Geld !!  Gänsehaut beim Hören ist versprochen !!  Preis-/Leistungs-Geheim-Kauftipp !!

Wer jetzt Lust und Bock hat kann sich den Stereoplay-Test runterladen, hier der ein bißchen verkryptete Link, weil ja ebay keine Links außerhalb von ebay erlaubt:

www electrocompaniet com/files/reviews/Test_ECD-1.PDF                         

(drag & drop und fehlende 2 Punkte einsetzen! so klappt das auch mit ebay). Sonst auf die Seite von Electrocompaniet gehen und bei dem ECD-1 nachsehen, rechts unter reviews & test findet man den Stereoplay-Test.

 

Bild oben Vorderseite, darunter Rückseite

So unwertig und häßlich sieht er aus der RME ADI-2 (Meinung von Stereoplay) 

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