HiFi Geräte gut verkaufen

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Viele gute Fotos, ausführliche Beschreibung, weltweit anbieten

Ich bin Sammler von HiFi Geräten der besonderen Art, welche ab den 1960er Jahren besonders gut, teuer oder selten waren.
Es kommt vor, dass ich mich auch wieder von einigen Geräten trennen muss weil der Platz begrenzt ist.
Da sehe ich zunächst nach, was ein ebensolches Modell für einen Verkauserlös gebracht hat. Der erzielbare Verkaufserlös ist von vielen Faktoren abhängig.
Da ist wie überall Angebot und Nachfrage über den Preis entscheident. Die Vorweihnachtszeit ist ein gutes Beispiel für ein großes Angebot bei nicht besonders gestiegener Nachfrage, also besser Kaufen als Verkaufen.
Auch der optische und technische Zustand ist von großer Bedeutung.
Aber auch die Beschreibung zum Gerät allgemein, seiner Entstehungsgeschichte und gegebenenfalls Besonderheiten in Funktion oder Design können dem nicht so versierten Interessenten entscheidende Kaufargumente liefern.
Das Wichtigste aber sind die Fotos.

Fotos

Mit einer einfachen Digitalkamera im halbdunklen Zimmer mit Blitz aufgenommene Fotos sind eher ungeeignet, das Gerät in schönem Licht erscheinen zu lassen.
Hier ist die Anschaffung einer Kamera angeraten, mit der auch kreativ gearbeitet werden kann. Natürliches diffuses Licht ohne harte Schatten bringt beste Ergebnisse.
Am Besten geht das draußen unter einem Sonnenschirm.
Das Gerät sollte von allen Seiten abgebildet werden und auch Detailfotos von wichtigen Elementen am Gerät sollten nicht fehlen. Nur so kann sich der potentielle Käufer einen Eindruck vom Objekt machen, denn Anfassen geht ja nicht.
Ich habe da schon Fotos gesehen, die im Dunkeln eigentlich nichts gezeigt haben, ja sogar Geräte, die unter Stapeln von Kartons nur mit einer kleinen Ecke herausschauten. Ein wertvolles Gerät in einem Müllberg zu fotografieren zeigt, wie achtlos der Verkäufer damit umgegangen ist.
Also hübsch und einzeln hinstellen, auch die gegebenenfalls vorhandenen Anschlusskabel ordentlich hinlegen und schauen, dass drumherum und im Hintergrund nichts anderes zu sehen ist.
Sofern vorhanden, sollte die Seriennummer fotografisch registriert werden, damit im Fall einer erzwungenen Rücknahme kein anderes gleiches Gerät untergeschoben werden kann.

Käuferkreis

Sind Fotos und Beschreibung soweit in Ordnung stellt sich die Frage, wer das kaufen soll. Ein nur zur Abholung angebotenes Gerät schränkt den Käuferkreis extrem auf den regionalen Bereich ein. Der Verkaufserlös wird entsprechend gering sein. Das Angebot auf den nationalen Käuferkreis zu beschränken kann auch zu einem geringeren Verkaufserlös führen.
Da man nicht wissen kann, wer irgendwo auf der Welt genau dieses Gerät haben möchte, sollte die Auktion weltweit angeboten werden. Bei fremdsprachlichen Anfragen hilft eine bekannte Internet-Übersetzungsmaschine.
Die entsprechend hohen Versandkosten in ferne Länder zahlt der Käufer. Wenn einerseits die eBay Verkaufsgebühren einschließlich der Versandkosten berechnet werden so ist zu bedenken, dass ein hoher Verkaufserlös bei nationaler Beschränkung kaum zu erzielen wäre.
Auch die PayPal Gebühren für eventuell anfallende Währungsumrechnung sind vernachlässigbar, sofern die Auktion mit einem entsprechend hohen Verkaufserlös beendet ist.

Verpackung

Die Verpackung macht nach Zahlungseingang jetzt etwas Arbeit.
Vorher einpacken wäre von Nachteil, wenn noch Fragen zum Gerät gestellt werden, die aus den Fotos nicht erkennbar sind.
So ein Paket muss schwere Stöße sowie eine Fallhöhe von 1m überstehen können.
Der Käufer hat das Gerät nicht ersteigert um es nach Erhalt wegzuwerfen.
Besonders der Versand eines Plattenspielers erfordert aufwändige Maßnahmen der Verpackung. Da muss der Teller abgenommen und separat gepolstert unter dem Chassis eingepackt werden, das Gegengewicht muss ebenso abgenommen und der Tonarm zusätzlich fixiert werden. Unter der Haube darf nichts umher fliegen können, sonst gibt's unreparierbare Beschädigungen.
Ein technischer Defekt lässt sich noch reparieren, eine mechanische Beschädigung ist häufig irreparabel.
Die Versandkosten, Versand- und Zollvorschriften sollten dem Verkäufer bekannt sein, die Kosten hierfür trägt der Käufer. Also keine Angst vor einer eventuellen zollamtlichen Behandlung, damit muss sich nur der Käufer auseinandersetzen.
Eine Ausnahme sind Sendungen, welche die 1000 und 3000 EUR Grenze in das nichteuropäische Ausland überschreiten. Hier hilft das Transportunternehmen bei der Ausfuhr mit der zollamtlichen Abfertigung.
Wenn alles gut beim Käufer angekommen ist, werden Sie meist mit einer positiven Bewertung bedacht.
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