Hi-Fi-Systeme/-Kombinationen für jedermann – so werden sie installiert

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Hi-Fi-Systeme/-Kombinationen für jedermann – so werden sie installiert

Surround-Sound sei Dank: Das Heimkino ist längst nicht mehr aus den Wohnzimmern wegzudenken. Die große Nachfrage nach dem Kino-Gefühl in den eigenen vier Wänden ist groß. Die Hersteller der Surround-Systeme reagierten und brachten immer erschwinglichere, qualitativ hochwertige Lautsprecher-Systeme und Receiver auf den Markt. Auch im Musikbereich sind hochwertige Surround- und Stereo-Sounds längst nicht mehr einigen wenigen Kennern vorbehalten. Mit der Kombination aus den richtigen Verstärkern oder Receivern, Lautsprechern und CD-Playern bzw. DVD-Playern kann jeder sein persönliches Klang- und Kinoerlebnis im eigenen Wohnzimmer haben.

Das haben Sie bei der Recherche auch schon festgestellt. Und da sind sie nun, die neuen Lautsprecher sind gekauft, der Verstärker oder AV-Receiver liegt parat. Jetzt soll zusammengeführt werden, was zusammengehört. Wenn man nun vor diesen vielen Geräten steht, kann das zunächst abschreckend wirken. Welches Kabel kommt wohin? Wie sollen die Lautsprecher aufgestellt werden? In diesem Ratgeber erhalten Sie wichtige Tipps und Tricks bei der Installation und Aufstellung ihres HiFi-Systems.

Aller Anfang ist leicht: Das müssen Sie beim Aufbau Ihrer HiFi-Kombination beachten

Beim Aufbau ihres HiFi-Systems spielt zunächst die Art des Systems eine Rolle. Handelt es sich um ein Stereo-Set zum Musikhören und Filme gucken oder haben Sie sich für eine mehrteilige Surround-Anlage entschieden? Klar ist, dass diese Systeme im Detail unterschiedlich installiert werden. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten, die für alle Systeme gelten. Bei HiFi-Systemen spielen drei Hauptkomponenten eine Rolle. Dies sind:

·         Eine Soundquelle (DVD-Player, CD-Player, Fernsehsignal)

·         Ein Signalverstärker (je nach System ein Audio-Verstärker oder ein AV-Receiver)

·         Lautsprecher

Diese drei Komponenten sind in jedem System in unterschiedlicher Ausführung zu finden. Bei Stereo-Systemen haben Sie einen Stereo-Verstärker und zwei bis drei Lautsprecher. Bei einem Surround-System benötigen Sie einen Surround-Sound-Verstärker mit den nötigen Ausgängen und die dementsprechende Anzahl an Lautsprechern. Wie Sie diese Systeme im Einzelnen aufstellen, erfahren Sie im nächsten Punkt. Zunächst widmen wir uns den allgemeinen Grundlagen, wie der Verkabelung.

Immer gut verkabelt: Diese Kabel benötigen Sie bei der Installation Ihres HiFi-Systems

Für die Aufstellung benötigen Sie die passenden Kabel. Diese werden in der Regel vom Hersteller mitgeliefert und lassen sich in drei Gruppen aufteilen: Audio-Kabel, Video-Kabel und Lautsprecherkabel. Sie werden dazu genutzt, um die einzelnen Komponenten der HiFi-Anlage, also Lautsprecher, Verstärker und Soundquelle, miteinander zu vernetzen.

Audio-Kabel verbinden die Soundquelle, also den Fernseher, Computer, DVD-Player oder CD-Player mit dem Verstärker oder Receiver. Hier gibt es je nach Bauweise und Alter der einzelnen Komponenten unterschiedliche Möglichkeiten.

Häufig verwendet im Audio-HiFi-Bereich sind sogenannte Chinch-Kabel oder RCA-Kabel. Pro Soundkanal ist hier ein Kabel vorhanden. Bei Stereo-Anlagen sind die beiden Kabel in der Regel in Rot und Weiß gehalten. Bei aufwendigeren Soundsystemen, wie beim 5.1-Surround-Sound mit bis sechs Kanälen, sind dementsprechend viele Anschlüsse vorhanden.

Sollen neben Audio-Signalen auch Video-Signale übertragen werden, kommen bei älteren Fernsehern und DVD-Playern Scart-Kabel zum Einsatz. Modernere Geräte verfügen über DVI- oder HDMI-Anschlüsse, die dank digitaler Übertragungsverfahren weniger anfällig für Störungen sind. HDMI ist die Weiterentwicklung von DVI und steht für „High Definition Multimedia Interface“. Mit einem HDMI-Kabel lassen sich auch Computer oder Laptop problemlos mit dem Fernseher oder Verstärker verbinden.

Die letzte Kategorie bilden Lautsprecherkabel. Sie werden dazu verwendet, die Lautsprecher mit dem Verstärker zu verbinden. Sie sorgen also dafür, dass das Signal aus dem Verstärker zu den Lautsprechern gelangt, um diese zu betreiben. Da sie an dieser wichtigen Schnittstelle angewendet werden, spielen sie beim Sound eine wichtige Rolle. Lautsprecherleitungen bestehen in der Regel aus einzelnen Kupferleitungen, die zu einer Art Kordel verdrillt werden. Zusätzlich werden die Kupferdrähte von einer Kunststoffschicht ummantelt. Lautsprecherkabel sind an den Enden entweder mit sogenannten Bananensteckern versehen oder werden direkt mit den Kupferlitzen in die dafür vorgesehenen Druck- oder Schraubklemmen am Lautsprecher befestigt. Jeder Lautsprecher wird dabei einzeln mit dem dazugehörigen Ausgang des Verstärkers verbunden.

Ob Stereo oder Surround: So stellen Sie Ihre Anlage richtig auf

Nachdem Sie nun wissen, wie sie die einzelnen Geräte untereinander verbinden, geht es an die Aufstellung der einzelnen Komponenten. Da Audio-Kabel und HDMI-Schnittstellen meistens nicht sehr lang sind, bietet es sich an, Verstärker und Soundquelle nahe beieinander aufzustellen. In der Regel lassen sich Verstärker und die dazugehörigen Klangquellen bequem stapeln oder anderweitig miteinander kombinieren. Hierzu sind spezielle Möbel für Medien die perfekte Lösung.

Bei der Aufstellung der Lautsprecher gibt es einige Vorgaben zu beachten. Zwar lassen sich diese nicht in jedem Raum zu 100 Prozent umsetzen, sie stellen jedoch wichtige Richtlinien dar.

Stereo-Sound für Musikliebhaber: Im Dreieck stehen Sie richtig

Haben Sie sich für eine Stereo-Anlage entschieden, haben Sie zwei bis drei Lautsprecher, die Sie im Raum aufstellen müssen. Um zu verstehen, wie die Aufstellung funktioniert, muss man verstehen, wie Stereo-Sound arbeitet und was damit bewirkt wird.

Bei Stereo-Anlagen werden zwei unterschiedliche Klangkanäle auf zwei Lautsprecher verteilt. Aus der rechten Box werden also andere Klänge abgestrahlt, als aus der linken. Das hat folgende Bewandtnis: Das menschliche Gehör funktioniert, genau wie unser Sehsinn, dreidimensional. . Es kann also orten, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. Bei einem Live-Auftritt, zum Beispiel eines orchesters, entsteht für das menschliche Ohr also ein ganz spezielles Klangerlebnis. Dieser Klang, wird Raumklang genannt. Der zweikanalige Stereo-Sound versucht mit zwei verschiedenen Signalen diesen Effekt nachzuahmen. Die beiden Stereo-Lautsprecher sind dabei gleich groß und können in der Regel den gesamten Frequenzbereich wiedergeben.

Bei kleineren Stereo-Lautsprechern werden zur Wiedergabe der tiefen Frequenzen oftmals Subwoofer als Ergänzung hinzugefügt. Man spricht dann von einem 2.1-Stereosystem. Der Subwoofer bereichert den Stereo-Klang um voluminöse und klar definierte Tiefen. Bei der Aufstellung der Lautsprecher ist Präzision gefragt. Die optimale Position ist dann erreicht, wenn beide Lautsprecher und der Zuhörer ein gleichseitiges Dreieck bilden. An der Ecke dieses Dreiecks befindet sich der sogenannte Sweet-Spot. Das ist der Punkt, an dem das Raumklangerlebnis am Besten zur Geltung kommt. Für den Subwoofer gelten weniger strenge Regeln. Frequenzen unter 50 Hertz werden vom menschlichen Ohr zwar wahrgenommen, können aber aufgrund der langen Wellenlänge der Schallwellen nicht mehr geortet werden.

Generell gilt hier, dass die Aufstellung im sogenannten Stereo-Dreieck ein Ideal ist. Abweichungen von etwa 20 Prozent schmälern das Klangerlebnis nur geringfügig.

Ständer für richtige Höhe?

Sie bilden das Zentrum: So ist Ihr Surround-System für die Heimkino optimal aufgestellt

Was mit Stereo-Klängen begann, wurde mit dem Surround-Klang perfektioniert. Ziel einer Surround-Anlage ist es, den Raumklang noch realistischer zu gestalten. Bei Filmen soll der Zuschauer so das Gefühl haben, mitten im Filmgeschehen zu sitzen. Der Zuschauer ist dabei von unterschiedlichen Klangelementen umgeben, die ihn noch näher an die Filmhandlung bringen.

Eine Surround-Anlage kann unterschiedlich viele Lautsprecherelemente enthalten. Aufgrund der hohen Anzahl ist der Aufbau bei einem Surround-Set deutlich komplexer, als bei einer Stereo-Anlage. Schließlich sind hier nicht nur drei, sondern bis zu acht Lautsprecher involviert. Zur Grundausstattung einer 5.1-Surround-Anlage gehören:

·         ein Subwoofer

·         zwei Stereo-Frontlautsprecher

·         zwei Surround-Lautsprecher

·         ein Center-Lautsprecher

Bei noch umfangreicheren Varianten, wie zum Beispiel bei einem 7.1-System, kommen noch weitere Lautsprecher hinzu. Diese sind im sogenannten Rear-Bereich angeordnet. Das bedeutet, dass sie für Hintergrundgeräusche und Sound-Effekte zuständig sind. Sie werden hinter den Zuhörern positioniert.

Der Subwoofer ist auch in diesem Fall das unkomplizierteste Element. Durch die langen Schallwellen kommt der Bass aus nahezu jeder Position gut an.

Die beiden Frontlautsprecher sind etwas anspruchsvoller. Für sie gelten prinzipiell die gleichen Regeln, wie schon für die Stereo-Lautsprecher. Sie sollten außerdem in einer Höhe zwischen 40 und 120 Zentimetern aufgestellt werden. Sollten Sie keine Standlautsprecher besitzen, bieten sich hier höhenverstellbare Lautsprecherständer an. Frontlautsprecher sind neben der Filmmusik auch für atmosphärische Umgebungsgeräusche zuständig.

Der Center-Lautsprecher ist für die Wiedergabe der Dialoge zuständig. Um eine besonders enge Einheit zwischen Bild und Ton zu erreichen, sollte der Center daher nahe unter- oder oberhalb des Bildes installiert werden. Die Nähe zwischen dem Bild und den Dialogen sorgt dafür, dass das Klangerlebnis noch natürlicher wirkt. Dazu sollten die Stimmen der Personen, die man auf dem Bildschirm sieht, natürlich aus der gleichen Richtung kommen. Auch hier gilt eine Höhe zwischen 40 und 120 Zentimetern als ideal. Sollten Sie nicht die Möglichkeit haben, den Lautsprecher in dieser Höhe aufzustellen, bieten praktische Wandhalterungen die Lösung. Mit ihnen kann der Center-Lautsprecher auch geneigt werden, um die Höhe und den Abstrahlwinkel auszugleichen.

Surround-Lautsprecher sind meistens eher klein gehalten. Sie geben Umgebungsgeräusche wieder und werden für Surround-Effekte, zum Beispiel ein vorbeifahrendes Auto, eingesetzt. So sorgen sie für die Dreidimensionalität des Raumklanges. Daher sollten die Surround-Lautsprecher seitlich vom Hörer positioniert werden. Die empfohlene Höhe bei Dipol-Surround-Lautsprechern liegt zwischen 1,40 und 2,10 Metern. Da Ständer in diesen Höhen auch bei kleinen Lautsprechern zu Instabilitäten neigen, empfehlen sich hier flexible Gelenkhalterungen.

Neigt man die Dipole in einem 45 Grad Winkel zur Wand, wird die Wand für die Akustik mitgenutzt. Durch die diffuse Abstrahlung entsteht ein gestreuter Ton, der den natürlichen Raumklang noch unterstützt.

Fazit: Mit dem richtigen Zubehör und Know-How können Sie ihre HiFi-Anlage einfach selbst installieren

Fassen wir zum Schluss noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen:  Zunächst werden zur Installation der HiFi-Kombination die passenden Kabel benötigt. Wenn Sie sicher sind, alle nötgen kabel zu haben, schließen Sie die Kabel gemäß der Anleitung an. Bevor Sie die Lautsprecher mit dem Verstärker verbinden, sollten Sie die Aufstellung in Ihrem Wohnzimmer planen. Bedenken Sie dabei auch das passende Zubehör, wie Lautsprecherständer und Wandhalterungen. Ist die Aufstellung abgeschlossen, können Sie die Lautsprecherkabel anschließen.

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