Herzschmerz, Pferdegeschichten und starke Heldinnen: fantasievolle Bücher für Kinder

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Herzschmerz, Pferdegeschichten und starke Heldinnen: fantasievolle Bücher für Kinder

Spannende, lustige und emotionale Themen, die Kinder zum Lesen motivieren

Lesen und Schreiben, also das Erlernen von Schriftsprachkompetenzen, ist neben der Fähigkeit mit Zahlen umzugehen das wichtigste Lernziel der Grundschule. Kinder lernen durch das Lesen viel über die Welt, in der sie leben, erweitern ihren Horizont und nicht zuletzt auch ihre sozialen Kompetenzen. Daher ist es wichtig, Kinder früh mit Büchern verschiedenster Art vertraut zu machen und sie zum selbstständigen Lesen zu motivieren. Um den Lesespaß der Kinder zu fördern, sind interessante Inhalte unerlässlich. Interessiert sich ein Kind nicht für die Handlung eines Buches, wird es schnell die Lust daran verlieren. Bezüglich der Themen gibt es immer wiederkehrende Motive, die von vielen Kindern gern näher betrachtet werden. Mädchen lesen beispielsweise oft gern Pferdegeschichten und auch die Themen Liebe und Herzschmerz stehen bei Mädchen höher im Kurs als bei Jungs. Diese freuen sich dagegen über spannende Abenteuergeschichten und Superhelden. Spätestens zu Beginn des neuen Jahrtausends hat sich außerdem das Fantasy-Genre in die Riege der beliebten Kinderliteratur eingereiht. Bei eBay finden Sie eine große Auswahl an fantasievollen Kinderbüchern für junge Leser jeder Altersstufe.

„Ben liebt Anna“ - der Kinderbuchklassiker aus den 70ern über Liebe und Herzschmerz

Das Thema Liebe und Herzschmerz wird für viele Mädchen und Jungs während der Pubertät besonders wichtig. Doch auch in Büchern für jüngere Leser ist es oft Gegenstand, denn das Interesse an dieser so abstrakten Thematik ist meist schon lange vor dem Jugendalter vorhanden. Noch heute sehr beliebt ist beispielsweise der Kinderbuchklassiker „Ben liebt Anna“ von Peter Härtling. Das Buch handelt von dem Viertklässler Benjamin Körbel, genannt Ben, und der „Neuen“ in der Klasse, Anna Mitschek. Die beiden Kinder erleben gemeinsam ihre erste Liebe und damit verbunden auch den ersten Kuss ihres Lebens und müssen mit dem Gespött der Klassenkameraden zurechtkommen. Doch das Schlimmste wartet noch auf Ben und Anna: der Abschied. Denn Anna muss die Stadt bald wieder verlassen. Ein Buch über Liebe und Liebeskummer, das dem Leser deutlich macht, dass zu Glück oft auch Trauer gehört.

Auch in Kinderbüchern des 21. Jahrhunderts noch Thema: Liebe, Schmerz und Eifersucht

Ganz andere Probleme als Ben und Anna hat das Mädchen Emma, Protagonistin des Kinderbuches „Liebe geteilt durch zwei“ von Sabine Both. Emma lebt allein bei ihrem Vater und hat einen Schwarm namens Sascha. Sie ist glücklich und zufrieden, bis eines Tages die Freundin ihres Vaters und deren Tochter Maya bei ihnen zuhause einziehen. Emma mag Maya nicht, doch da ist sie die Einzige. In der Schule ist Maya nämlich total beliebt und das Schlimmste ist: Auch Maya steht auf Sascha. „Liebe, geteilt durch zwei“ ist eine typische, moderne Teenager-Geschichte, erzählt von Problemen, die Mädchen in der Pubertät leicht nachempfinden können und greift auch das Thema Patchwork-Familie auf, das für viele Kinder im 21. Jahrhundert zum Alltag gehört und wiederum ganz eigene Probleme aufwirft.

Auch das lustige Kinderbuch „Handy-Liebe“, das aus der Feder von Bianka-Minte König stammt und im Jahr 2000 zum ersten Mal veröffentlicht wurde, ist mitten aus dem Teenager-Leben gegriffen. Kern der Handlung ist der Alltag der Schülerin Hannah und ihrer Freundinnen Mila und Kathi, mit denen sie am liebsten den ganzen Tag telefoniert. Damit Hannah nicht laufend das Telefon blockiert, schenken ihre Eltern ihr eines Tages ein Handy und schon kurz darauf, nach einer Schulfete, geht es los: Hannah bekommt anonyme Anrufe und SMS von einem Jungen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen versucht Hannah herauszufinden, wer der Unbekannte ist, doch das erweist sich als gar nicht so einfach.

Geschichten von Pferden und Einhörnern für junge Leser ab sechs Jahren

Pferdegeschichten sind in den meisten Bücherregalen von jungen Mädchen zu finden. Obwohl die Begeisterung für die Tiere oft im Jugendalter wieder nachlässt, ist die Faszination, die Pferde vor allem auf Mädchen, aber auch immer öfter auf Jungs, ausüben, ungebrochen. Und auch die pferdeähnlichen Einhörner sind gerade bei jüngeren Mädchen beliebte Charaktere. Schon für Erstleser gibt es eine ganze Reihe schöner Pferde- und Einhornbücher, die Ihr pferdebegeistertes Kind zum Lesen ermutigen können.

„Sternenfohlen“ und „Sternenschweif“

Schon für die kleinsten Leser ab sechs Jahren geeignet sind die Buchreihen „Sternenfohlen“ und „Sternenschweif“ von der englischen Autorin Linda Chapman. Die Reihe „Sternenfohlen“ spielt in der Zauberwelt Arkadia und handelt von dem kleinen Einhorn Wolke und seinen Freunden, die zusammen die Einhornschule besuchen. Gemeinsam erleben die Einhornkinder in insgesamt 20 Bänden viele Abenteuer, die nicht selten ihre Freundschaft gehörig auf die Probe stellen. Jedes der Einhörner hat einen ganz individuellen Charakter, weswegen es regelmäßig zu Problemen untereinander kommt. So ist das Thema Freundschaft und Konfliktlösung ein zentrales Motiv der „Sternenfohlen“-Reihe. Auch in Chapmans zweiter Buchreihe „Sternenschweif“ geht es um Freundschaft, und auch diesmal spielt ein Einhorn eine wichtige Rolle. Es trägt den Namen Sternenschweif und kommt als Geschenk zu der pferdebegeisterten Laura, deren Eltern Sternenschweif für ein normales Pony halten. Das Einhorn kommt aus dem Zauberland Arkadia, wo auch Wolke und ihre Freunde leben, und ist seit seinem zweiten Lebensjahr auf der Erde zu Hause. Nachdem Laura ihr Pony als Einhorn identifiziert hat, werden die beiden dicke Freunde und erleben gemeinsam viele spannende Abenteuer.

Silberwind

Eine ähnliche Geschichte ist die des Einhorns „Silberwind“, geschrieben von Sandra Grimm. Auch die „Silberwind“-Geschichten gehören einer Buchreihe an und sind für Kinder ab ca. acht Jahren geeignet. Jana lernt das Einhorn auf dem Pferdehof ihrer Oma kennen und freundet sich schnell mit ihm an. Auch in Jörgo, dem Sohn des Pferdepflegers, findet Jana einen guten Freund, der sie und Silberwind fortan auf ihren vielen Abenteuern begleitet. Eine kindgerechte Sprache, viele Bilder und eine große Schrift unterstützen das Lesen und fördern die Motivation. Und da Jörgo in den Geschichten oft eine wichtige Rolle spielt, ist die Buchreihe – trotz des eher für Mädchen interessanten Hauptthemas – bestimmt auch für viele Jungs interessant.

Sheltie

Wenn Ihr Kind lieber reale Pony-Geschichten ohne Fabelwesen lesen möchte, ist die von Peter Clover geschriebene Buchreihe über das schlaue Pony „Sheltie“ ein guter Tipp. Sheltie ist zwar sehr klein, jedoch clever und treu und steht seiner Besitzerin Emma stets bei ihren spannenden Unternehmungen zur Seite. Nicht selten hilft er ihr sogar dabei, kleinere Kriminalfälle aufzuklären und so für Recht und Ordnung in ihrer kleinen Welt zu sorgen. Wenn Sie sich für die Geschichten von Emma und ihrem Pony interessieren, schauen Sie sich einmal bei eBay um. Hier gibt es viele „Sheltie“-Bücher einzeln, oder auch als komplette Serie.

Gegenstand vieler Kinderbücher: Abenteuergeschichten für Mädchen und Jungs

Kinder lieben Bücher mit Protagonisten, mit denen sie sich identifizieren und in die sie sich hineinversetzen können – besonders, wenn diese spannende Abenteuer erleben. Noch heute werden daher Kinderbuchklassiker wie „Hanni und Nanni“ oder „Tina und Tini“ immer wieder gern gelesen. Beide Kinderbuchserien werden unter dem Namen Enid Blyton verkauft, was jedoch nicht ganz richtig ist, denn alle „Tina und Tini“ Bücher stammen aus der Feder der Autorin Rosemarie Eitzert, die lediglich in Deutschland unter dem Pseudonym Enid Blyton einige ihrer Werke veröffentlicht hat. Nichtsdestotrotz stellen beide Buchreihen, von denen Sie viele Einzelbücher oder auch Sammelbände bei eBay finden können, eine Bereicherung für jedes Bücherregal dar. Inhaltlich gibt es jedoch kaum Parallellen zwischen „Hanni und Nanni“ und „Tina und Tini“, so dass es sich lohnt, beide Reihen einmal zu lesen.

Hanni und Nanni

Die beiden Zwillingsschwestern Hannah, genannt Hanni, und Marianne, genannt Nanni, Sullivan besuchen zusammen ein privates Mädcheninternat. Wer glaubt, das Leben auf solch einem Internat, ganz ohne Jungs, sei langweilig, irrt gewaltig. Denn Internat ist nicht nur Schule und die beiden, charakterlich absolut ungleichen Schwestern, erleben Jahr für Jahr viele spannende Abenteuer und stehen regelmäßig vor neuen Problemen, die sie aber immer wieder aufs Neue lösen können.

Tina und Tini

Tina und Tini hingegen sind keine Schwestern, sondern beste Freundinnen. Zusammen schlittern sie oft ganz unerwartet von einem Abenteuer ins nächste, meist in Situationen, die anfangs noch einen vollkommen unspektakulären Eindruck machen. So finden die Mädchen zum Beispiel heraus, dass es auf dem Grundstück der Oma am Wald einen versteckten Schatz gibt, decken die geheimen Machenschaften eines Perlendiebes auf einem Passagierschiff auf oder sind einem mysteriösen Hundedieb auf den Fersen. Auch wenn die Mädchen sich mehr als einmal vornehmen, ihren aufregenden Unternehmungen ein Ende zu setzen, werden sie doch immer wieder in neue Abenteuer verstrickt.

Abenteuergeschichten für Mädchen und Jungs

Nicht allein für Mädchen geeignet sind die Abenteuergeschichten der „Drei Fragezeichen Kids“, der Nachfolgeserie der Jugendbuchreihe „Die drei Fragezeichen“. Ähnlich wie ihre Vorgänger lösen die Kinder-Detektive der „Drei Fragezeichen Kids“ spannende Rätsel und mysteriöse Fälle. Die Geschichten sind jedoch weniger komplex und daher eher für jüngere Kinder ab sechs Jahren geeignet. Ein ähnliches Lesepublikum spricht das reich bebilderte Kinderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“ an. Die Geschichte, die von einem Jungen handelt, der aufgrund seines wilden Benehmens ohne Abendbrot ins Bett geschickt wird und sich plötzlich in einem Wald voller Monster – der „wilden Kerle“ - wiederfindet, umfasst recht wenig Text, dafür aber reichlich Bildmaterial und ist daher gut für Kinder geeignet, die noch nicht viel Ausdauer beim Lesen haben.

Fantasievolle Kinderbuchklassiker für Jungs und Mädchen von Otfried Preußler

Auch die Fantasy-Figuren haben längst den Weg in deutsche Kinderbücher gefunden. Vampire, Zauberer, Drachen und Hexen, wie zum Beispiel die allseits beliebte „Hexe Lilli“ kommen in vielen Erstlese- und Vorlesebüchern vor und begeistern kleine und große Kinder. Manche Fantasiegestalten sind dabei schon seit Jahrzehnten beliebt, so beispielsweise die freundlichen Figuren von Otfried Preußler: „Der kleine Wassermann“, „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ haben schon vor Generationen junge Leser in ihren Bann gezogen. „Der kleine Wassermann“ lebt am Grund eines Weihers und erlebt zusammen mit seinem Freund dem Karpfen viele Abenteuer und lernt viele neue Freunde kennen, darunter sogar richtige Menschen. „Die kleine Hexe“ lebt zusammen mit ihrem Raben in einem Haus im Wald in der Nähe des Blocksbergs. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, eine richtige Hexe zu sein und mit den anderen Hexen auf den Blocksberg fliegen zu dürfen. Doch die kleine Hexe hat ein großes Problem: Sie ist zu freundlich. „Das kleine Gespenst“, das jüngste der drei Charaktere, lebt auf einer dunklen Burg und wünscht sich nichts mehr, als die Welt einmal bei Tage zu sehen. Doch als ihm das schließlich gelingt, überschlagen sich die Ereignisse und zu allem Überfluss verläuft es sich auch noch und findet nicht mehr nach Hause zurück.

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