Herrenwesten für Business und Freizeit

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Ein Herrenmodeklassiker feiert sein Comeback: Die Weste gehört zu den größten Trends der neuen Menswear-Kollektionen. Modische Westen sind Bestandteil des klassischen Dreiteilers und sind zudem als Basic für den lässigen Casual Style überaus angesagt. Dabei dürfen Westen jetzt auch ohne Sakko getragen werden und eignen sich damit ideal für einen smarten Alltags-Look mit modischem Chic. Eine klassische Herrenweste passt zu Männern in jedem Alter und lässt sich vielseitig mit Business- und Trendmode kombinieren. Dabei kann die modische Herrenweste bereits auf eine bewegte Geschichte zurückblicken.

Herrenwesten als Trend gestern und heute

Die ersten Westen gehen auf das Jahr 1675 zurück und wurden zu dieser Zeit noch in der langärmeligen Variante getragen. Westen sind ein traditionelles Herrenkleidungsstück. Sie etablierten sich im 18. Jahrhundert in ärmelloser und hüftlanger Schnittform. Die klassische Weste war lange Zeit ein fester Bestandteil des Herrenanzugs, der bis in die 1960er-Jahre meistens als Dreiteiler getragen wurde. Dabei bleibt bei Westen der unterste Knopf immer geöffnet, eine Tradition, die vermutlich auf den englischen König Eduard zurückgeht. Neben der klassischen Anzugweste stehen vor allem modische Strickwesten für die Herrenmode der 1960er-Jahre: Westen gehörten damals zur typischen Wochenendmode für den stilbewussten Mann. Für das Comeback dieses eleganten Modestils ist vor allem die von den Sechzigerjahren inspirierte Mode zahlreicher Designer verantwortlich. Auch die Fernsehserie „Mad Men“ dokumentiert den Modestil der Sechziger und hat den Modetrend rund um die klassische Gentlemen-Bekleidung zusätzlich beflügelt. Egal ob zum Anzug oder als sportliche Weste für die Freizeit: Heute haben sich Westen wieder einen festen Platz in der Herrengarderobe erobert. Dabei unterscheidet man die folgenden Modellvarianten:

Die Klassische: Anzugweste

Anzugwesten gehören zum dreiteiligen Herrenanzug und können natürlich auch separat gekauft werden. Als Bestandteil des Anzugs ist die Weste in der gleichen Farbe und dem gleichen Material gehalten wie Sakko und Hose. Nur in seltenen Fällen, zum Beispiel zum Cutaway, bildet die Weste einen Kontrast zum Anzug. Zu den Stilmerkmalen einer klassischen Anzugweste gehört die Kombination von einer Vorderseite aus Anzugstoff und einer Rückseite aus Futterstoff. Früher diente die Anzugweste zur Unterbringung der Taschenuhr, die als traditionelles Accessoire auch heute wieder verstärkt im Trend liegt. Klassische Anzugwesten zeichnen sich durch eine taillenlange Schnittform mit V-Ausschnitt und Knopfleiste aus. Passend zum Anzug besteht die Vorderseite aus Materialien wie Schurwolle.

Die Modische: Dandy-Weste

Die Dandy-Weste ist die trendige Variante der klassischen Anzugweste. Der Dandy des 18. und 19. Jahrhunderts kleidete sich betont modisch und ist heute das stilistische Vorbild für viele junge Hollywoodstars. Zum Dandy-Look gehört eine Weste in modischer Schnittform, die vom Dandy meistens in Kontrastfarbe getragen wird. Moderne Dandy-Westen sind körperbetont und kurz geschnitten mit klassischen Stildetails wie Klappentaschen. Die Materialauswahl orientiert sich an klassischen Anzugwesten.

Die Traditionelle: Landhausweste

Westen gehören zur klassischen Trachtenmode wie die Lederhose zum Oktoberfest. Als Bestandteil süddeutscher Trachten werden Landhauswesten typischerweise zum Hemd mit Bauernkaros und zum klassischen Trachtensakko getragen. Klassische Landhaus- und Trachtenwesten bestehen aus Materialien wie Leinen, Leder und Samt. Sie sind zum Teil aufwendig bestickt und spiegeln mit Stildetails wie Metallknöpfen den klassischen Landhausstil wieder. Im Trend liegen neben traditionellen Trachtenwesten dabei auch modische Herrenwesten, deren Design sich mit Holzknöpfen oder Lederapplikationen am Stil der Landhausmode orientiert. Zu den Trachtenfesten gehören auch Gilets mit einer Vorderseite aus grünem Filzstoff. Ebenfalls ein Klassiker der Landhausmode sind dünne Steppwesten in Karo-Optik im englischen Landhausstil.

Die Winterliche: Daunenweste

Daunenwesten gehören zu den beliebtesten Sport- und Freizeitoutfits. Die trendigen Herrenwesten werden meistens aus Oberstoffen wie Nylon hergestellt und zeichnen sich mit ihrer hochwertigen Füllung aus Daunenfedern besonders durch ihr federleichtes Gewicht aus. Daunenwesten präsentieren sich typischerweise in Steppoptik und sind mit ihren wärmenden Eigenschaften für die Herbst- und Wintersaison geeignet. Die sportlichen Westen haben meistens einen Reißverschluss und zwei Eingrifftaschen. Eine Daunenweste ersetzt in den kühleren Monaten die Jacke und eignet sich als Freizeitbekleidung sowie für Sportarten wie Trekking.

Die Praktische: Outdoor-Weste

Outdoor-Westen sind speziell für Outdoor-Aktivitäten wie Camping, Bergsteigen oder Wandern geeignet. Die beliebten Outdoor-Westen bestehen aus atmungsaktiven und schnell trocknenden Materialien. Outdoor-Westen haben eine Vielzahl von Taschen zum Verstauen von Utensilien für unterwegs und können vielseitig mit Hemden, Pullovern und Langarm-Shirts kombiniert werden. Die sportlichen Westen sind überwiegend in typischen Outdoor-Farben wie Beige und Khaki erhältlich. Neben Outdoor-Aktivitäten eignen sich die Herrenwesten natürlich auch als Freizeitwesten.

Die Sportliche: Sportweste

Herrenwesten sind auch als Sportbekleidung für verschiedene Sportarten erhältlich. Zu den beliebtesten Modellen für Sportler gehören Westen zum Laufen und Radfahren, Fitness und Wassersportarten wie Segeln. Dabei zeichnen sich Sportwesten immer durch atmungsaktive Stoffqualitäten aus, die die Feuchtigkeit vom Körper wegtransportieren. Die neuen Sportwesten sind in vielen Farben erhältlich und sind mit einem Reißverschluss ausgestattet. Die meisten Sportwesten bestehen aus atmungsaktiven Kunstfasern wie Polyester. Zu den beliebtesten Materialien gehört auch der praktische Fleece-Stoff für die kühlere Jahreszeit.

Styling-Tipps: Herrenwesten richtig kombinieren

Mit einer Weste entscheiden Sie sich für einen Herrenmodeklassiker, der jedem Outfit eine wahlweise elegante, smarte oder sportliche Note verleiht. Dabei sind Westen nicht nur praktisch, sondern ermöglichen auch zahlreiche Kombinationen: Westen machen aus einem modernen Herrenanzug einen traditionellen Dreiteiler. Eine modische Daunenweste ersetzt im Herbst einen Anorak, und beim Outdoor-Training bietet Ihnen die Weste viel Platz zum Verstauen von wichtigen Kleinigkeiten. So kombinieren Sie Ihre neue Weste stilsicher:

Der Dreiteiler: Weste zum Anzug

Bis in die 1960er-Jahre war die Weste ein fester Bestandteil des Herrenanzugs und gehörte zum klassischen Business-Look wie Sakko und Anzughose. Früher galt es sogar als Fauxpas, einen Anzug ohne Weste zu tragen. Mit dem neuen Trend, eine Weste zum Business-Look zu tragen, wird der traditionelle Anzug also wieder komplettiert. Kaufen Sie Ihren Anzug am besten gleich als Dreiteiler, da Sie diesen durch das Weglassen der Weste wiederum auch als Zweiteiler tragen können. Beim klassischen Dreiteiler bestehen Hose, Sakko und Weste aus dem gleichen Stoff und sollten daher auch im Set gekauft werden. Wenn es um den traditionellen Dreiteiler geht, sind die Styling-Regeln klar definiert: Zum Anzug mit Weste trägt man ein klassisches Businesshemd und eine Krawatte. Nichts falsch machen Sie mit einem weißen oder hellblauen Hemd und einer dezent gestreiften Krawatte.

Trendlook: Weste ohne Sakko

Was früher als Fauxpas galt, ist heute Trend: Beim modischen Business-Look darf auf das Sakko verzichtet werden. Dieser neue Look war zuerst auf dem Laufsteg bei Modemachern wie Dolce & Gabbana zu sehen und gehört heute zu den beliebtesten Dandy-Looks. In der klassischen Variante lassen Sie einfach das Sakko weg und tragen die Anzugweste zur Businesshose mit Hemd und Krawatte. Neben klassisch-eleganten Anzugwesten funktioniert diese Kombination auch mit modischen Westen aus Denim oder Leinen. Anstelle der Anzughose passt auch eine Chino Pant oder Jeans zur Kombination. Beibehalten sollten Sie aber auch in der Casual-Variante in jedem Fall die klassischen Basics des modernen Dandy-Looks: Krawatte, Businesshemd und elegante Schnürschuhe.

Vorsicht, Fauxpas!

Tragen Sie grundsätzlich keine kurzärmeligen Oberteile wie Hemden und Shirts zur Anzugweste.

Sportliche Kombinationen mit Weste

Im Gegensatz zum klassischen Dreiteiler und zum Dandy-Look werden sportliche Herrenwesten mit legerer Mode kombiniert. Zu sportlichen Daunen- und Fleece-Westen, Landhaus- und Sportwesten passen Chino Pants, Jeans und Outdoor-Hosen. Zum Unterziehen eignen sich sportliche Langarmhemden wie Button-Down- und Karohemden, Pullover und Longsleeves.

Die passende Herrenweste für jede Figur

Beim Kauf einer Weste sollten Sie zu einem Modell greifen, das zu Ihrem Figurtyp passt. Eine zu kurze und zu enge Weste betont einen Bauchansatz zusätzlich, während Sie in einem zu lockeren Schnitt nachlässig gekleidet wirken. Diese Westen passen zu folgenden Figurtypen:

Schlanke Männer

Wenn Sie schlank sind, können Sie zu körperbetonten Westen in allen Stilvarianten greifen. Zu Ihnen passen figurbetont geschnittene Anzug- und Dandy-Westen in schmaler Schnittform. Entscheiden Sie sich für einen modischen Dreiteiler in Slim Fit-Passform mit dazu gehörender Weste oder kaufen Sie eine einzelne Weste mit modischer Taillierung zur Anzughose oder Chino Pant. Ihnen stehen auch alle Freizeitmodelle wie Daunenwesten oder dicke Outdoor-Westen.

Kräftige Männer

Wenn Sie eine kräftige Figur haben, stehen Ihnen klassisch geschnittene Westen sehr gut. Die Weste sollte möglichst gerade geschnitten sein und zudem etwas länger ausfallen, damit das klassische Ensemble perfekt sitzt. Zu Ihnen passen Dreiteiler mit Weste im klassischen Schnitt ohne Taillierung wie beispielsweise ein amerikanisch geschnittener Herrenanzug.

Wenn Sie besonders in der Körpermitte kräftiger gebaut sind, sollten Sie grundsätzlich zu einem Anzug in gedeckten Farben wie Anthrazit und Dunkelblau mit passender Weste greifen. Weniger geeignet sind taillierte Westen und Daunenwesten, die unnötig auftragen.

Große Männer

Wenn Sie sehr groß sind, unterbricht ein modischer Layer-Look ihre Silhouette optisch. Beim Layer-Look ist das Oberteil (zum Beispiel ein klassisches Langarmhemd) länger als die Weste. Beim Business-Dreiteiler sind diese lässigen Kombinationen natürlich nicht erlaubt.

Einen ähnlichen Effekt hat ein Businessanzug mit eher kürzer geschnittener Jacke im amerikanischen oder britischen Stil. Meiden Sie lediglich Longjacken oder die italienischen Modelle mit längerem, tailliertem Sakko.

Kleine Männer

Ihnen stehen Ton-in-Ton-Kombinationen mit Anzugweste, Sakko und Hose. Eine durchgehend von Kopf bis Fuß getragene Farbe streckt die Figur optisch. Greifen Sie zu einem dreiteiligen Businessanzug oder zu einer modischen Freizeitweste, die Sie mit einer Hose in ähnlicher Farbe kombinieren. Weniger geeignet sind hingegen Layer-Looks und üppig geschnittene Freizeitwesten. Wählen Sie besser einen körperbetonten Schnitt.

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