Herren-T-Shirts – eine Stilberatung

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Herren-T-Shirts – eine Stilberatung

T-Shirts sind aus der Herrenmode nicht mehr wegzudenken. Es gibt keinen Kleiderschrank, in dem die zumeist leichten Oberteile nicht präsent sind. Jeder Mann hat mindestens ein T-Shirt, oft auch gleich einen ganzen Stapel für jeden Tag und alle Gelegenheiten. Lässige Freizeitmode ist schon lange nicht mehr die alleinige Heimat der T-Shirts. Unter einem Sakko oder zum Anzug kombiniert haben T-Shirts auch in der Business-Class der Mode ihren Platz eingenommen.

Für den perfekten T-Shirt-Look gibt es hier eine kleine Stilkunde und Kaufberatung.

Von den Ägyptern zur Hightech-Faser

Erste Ur-Modelle des T-Shirts werden schon den alten Ägyptern zugeschrieben. Bis vor gut hundert Jahren war das T-Shirt zumeist nur als Unter- oder Nachtwäsche verbreitet. Später wurden sie dann unter den Soldaten im Ersten Weltkrieg auch als Oberbekleidung populär und in den 20er-Jahren fand das T-Shirt, benannt nach seiner T-Form, als fester Begriff schließlich Einzug in die Wörterbücher.

Hollywood-Größen wie James Dean und Marlon Brando machten das T-shirt, vor allem in klassischem Weiß, zum Inbegriff der Coolness und der Rebellion.

Formenvielfalt und kleine Typberatung

Alle Arten des T-Shirts bringen kleine Besonderheiten mit sich, die sich bei den unterschiedlichen Figuren und Männertypen mal mehr, mal weniger positiv auswirken.

Der Klassiker mit Rundhalsausschnitt

Hier findet sich die ursprüngliche Form der T-Shirts wieder. Der hohe, runde Halsausschnitt lässt den Hals kürzer erscheinen. Wer ohnehin einen kurzen Hals oder ein Doppelkinn zu beklagen hat, betont diesen Bereich mit einem runden Ausschnitt oft zusätzlich und unvorteilhaft. Auch ein rundes Gesicht rückt hier stärker in den Blickpunkt.

Vom Schnitt variieren die rund ausgeschnittenen Modelle von lockeren und luftigen Varianten bis zu eng anliegenden T-Shirts. Je weiter der Schnitt, desto freundlicher gibt sich das Shirt gegenüber den typischen Problemzonen am Oberkörper. Enge Varianten betonen den Oberkörper sportlicher Männer und unterstreichen die Silhouette vorteilhaft.

Wem der klassische Rundhalsausschnitt zu bieder und langweilig erscheint, kann mit Prints oder Mustern für optische Auflockerung sorgen. Hier ist fast alles erlaubt, was gefällt. Allerdings wirken große Größen mit Querstreifen oder anderen flächendeckenden Mustern noch einmal etwas voluminöser.

Der V-Ausschnitt

Der V-Ausschnitt verlängert den Oberkörper des Mannes optisch. Er passt zu jedem Figurtyp und lässt gerade kleinere Männer in den Augen des Betrachters etwas wachsen. Auch bei einem kurzen Hals, Doppelkinn und einer runden Kopfform schmeichelt dieser Ausschnitt seinem Träger.

Schlanke und sportlich gebaute Männer können mit dem V-Kragen an einem eng geschnittenen T-Shirt ihren Oberkörper modisch betonen.

Tiefer V-Ausschnitt

Auch der Mann hat die Möglichkeit, durch einen tiefen Ausschnitt mehr Haut zu zeigen. Der supertiefe V-Kragen entfaltet seine volle Wirkung allerdings eher bei schlanken oder trainierten Männerkörpern. Zu viele Muskelberge stehen diesem speziellen Kragenschnitt nicht. Auch wenn das T-Shirt mittlerweile selbst in Businessoutfits oder gehobener Abendgarderobe angekommen ist, bleibt der supertiefe V-Ausschnitt eher dem legeren Freizeitlook vorbehalten.

Eine üppige Brustbehaarung fällt bei diesem Modell sprichwörtlich aus dem Rahmen. Wirklich punkten können Männer mit dieser Variante nur, wenn sie sich gegebenenfalls von ihrer Haarpracht trennen oder diese zumindest stutzen.

Der supertiefe V-Ausschnitt ist kein Schaufenster für die Schmuckkollektion des Mannes. Ketten sollten daher nur sparsam oder gar nicht zu diesem Kragen kombiniert werden.

Das tiefe U

Auch der tiefe U-förmige Ausschnitt ist nicht jedermanns Sache. Wie auch die extreme V-Form passt dieser Kragen vor allem zu schlanken und sportlichen Typen. Aber auch schmächtige Männer mit schmalen Schultern kleidet diese Variante. Wallendes Brusthaar oder Kettenvielfalt stehen diesen Shirts ebenfalls nicht.

Der Wasserfall

Wie die tiefen Ausschnittvarianten hat diese Kragenform ihren Weg aus der Damenmode in die Fashionwelt der Männer gefunden. Bei Frauen betont der Wasserfallkragen in erster Linie die Oberweite. Modebewussten Männern mit ein bisschen Mut zur Extravaganz bietet der Wasserfall eine ausgefallene Alternative zu gewöhnlichen T-Shirts.

Gemeinsamkeiten aller Kragen

Unabhängig von der gewählten Kragenform sollten alle Ausschnitte immer mit einem feinen Rippbund abschließen. So bleiben die Shirts auch nach vielen Wäschen noch in Form. Kragen ohne genähten Abschluss verlieren diese sehr schnell, fransen aus und hinterlassen einen nachlässigen Eindruck. Der elastische genähte Bund passt sich gut den Konturen um den Hals oder am Schulterübergang an und ist mit 1 bis 1,5 Zentimeter optimal bemessen.

Die Ärmel und ihre Wirkung

Auch bei den Ärmeln können sich T-Shirts voneinander unterscheiden. Eine normale Ärmellänge bedeckt etwas mehr als die Hälfte des Oberarms und eignet sich für jeden Figurtyp. Sehr kurze Ärmel wirken vor allem bei schlanken Männer oder solchen mit trainierten Oberarmen passend. Wer etwas fülliger ist, meidet besser diese stoffarmen Vertreter.

Fallen die Ärmel gerade und liegen eher eng am Arm an, kann diese T-Shirt-Partie optimal wirken. Ein hoher Ansatz der Armlöcher und eine natürliche, nicht zu steif vernähte Schulterlinie verstärken den harmonischen Gesamteindruck eines T-Shirts.

Natürlich gibt es auch komplett langärmelige T-Shirts, die sich oft nur in der Dicke des Stoffs noch von echten Sweatshirts unterscheiden. Wer zu diesem Typ greift, sollte darauf achten, dass der Stoff die Arme nicht zu schlabberig umgibt und einigermaßen anliegt, ohne dabei die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Lange Ärmel reichen idealerweise bis leicht über das Handgelenk.

Farben, Muster und mehr

Auch für T-Shirts gilt die altbekannte Moderegel, dass schwarzer Stoff oder dunkle Farben wie Grau, Blau oder Grün auch einer ausladenden Figur noch schmeicheln und einen schlankeren Gesamteindruck hinterlassen.

Helle oder leuchtende Farben tragen dagegen auf und bewirken eher das Gegenteil. Männer, die mit ihrer schlanken Linie zu kämpfen haben, müssen dennoch nicht auf farbliche Akzente verzichten. Ein T-Shirt mit dunklem Stoff und buntem Print ist hier ein gelungener Kompromiss.

Muster, Prints und Dekoelemente

Bei durchgängigen Mustern und Streifen auf den T-Shirts gilt prinzipiell dasselbe wie für die Farbwahl. Schlanke oder sportliche Männer können nahezu alles tragen, was gefällt.

Querstreifen sind ein No-Go, wenn die Figur Probleme macht, denn die Balken strecken den Körper optisch nur noch mehr in die Breite. Eine ähnlich unvorteilhafte Wirkung entfalten auch T-Shirts mit großflächigen, ausgeprägten Mustern. Dagegen sind Längsstreifen sogar vorteilhaft, weil sie optisch eher einen langen und schlanken Oberkörper vermitteln.

Gold, Silber, Strass und auch Pailletten sind nicht mehr nur in der Damenmode beheimatet. Mancher Designer setzt die funkelnden Farben und Elemente auch bei T-Shirts für Männer ein. Werden die extravaganten Zusätze sparsam genutzt, können außergewöhnliche Shirts entstehen, die vor allem zur nächtlichen Disco-Tour oder einem feierlichen Rahmen passen. Modebewusste Männer mit einer Portion Mut ziehen in solch glamourösen T-Shirts mit Sicherheit die Blicke auf sich.

T-Shirt-Länge

Die Länge entscheidet bei T-Shirts oft über die Wirkung. Grundsätzlich sollte ein T-Shirt auf Höhe der Hosentaschen abschließen, wenn es über dem Bund getragen wird. Wer etwas mehr Bauch hat, kann ruhig ein paar Zentimeter Stoff hinzugeben, damit das Shirt auch bei stärkeren Bewegungen keine ungewollten Einblicke gewährt.

Der untere Saum des Shirts muss sich immer wieder zusammenziehen, wenn er leicht gedehnt wird. Ist er erst einmal ausgeleiert, wirkt das T-Shirt vor allem beim Tragen über dem Hosenbund schnell alt und labberig.

Für das Tragen in der Hose empfiehlt sich eine ähnliche Länge. Hier können ebenfalls besser ein paar zusätzliche Zentimeter gewählt werden. So bleibt das T-Shirt bei allen Bewegungen sicher in der Hose und muss nicht regelmäßig zurück gesteckt werden. Ein guter Test ist das Hochstrecken der Arme. Rutscht das T-Shirt hierbei nicht aus der Hose, ist das richtige Maß gefunden.

Was sagt die Grammatur aus?

Bei einem Blick auf das Etikett im Shirt oder die Angebotsbeschreibung fällt oft der Begriff „Grammatur“, verbunden mit einer Zahl und der Einheit g/m², ins Auge. Die Grammatur gibt Auskunft, wie viel Gramm eines Materials, in der Regel Baumwolle, auf einem Quadratmeter Stoff verarbeitet worden sind. So lassen sich Rückschlüsse auf die Stoffqualität und -stabilität, seine Lebensdauer und auch den Tragekomfort ziehen. Werte zwischen 155 und 175 Gramm pro Quadratmeter (g/m²) sind heute die Regel und bescheinigen eine ausreichende, alltagstaugliche Qualität der T-Shirts.

Kleine Material- und Pflegekunde

Um auch langfristig Freude an den neu erstandenen Produkten zu haben, ist es wichtig, diese anschließend bezüglich der verwendeten Materialien optimal zu pflegen. Welche das sind und wie das geht, zeigt der folgende Abschnitt.

Baumwolle

Auch in den Zeiten moderner Kunstfasern ist die Baumwolle immer noch die am meisten verwendete Faser bei der Herstellung von T-Shirts. Sie ist eine pflanzliche Faser und zählt somit zu den nachwachsenden Rohstoffen.

Baumwolle ist sehr fein und lässt sich gut zu hautfreundlichen Textilien verarbeiten. Naturbelassen ergibt sie einen sehr luftigen Stoff. Wird die Baumwolle angeraut, eignet sie sich aber auch zur Wärmeisolation. Gleichzeitig nimmt Baumwollstoff gut Feuchtigkeit auf, wenn ihr Träger einmal ins Schwitzen gerät. Allerdings neigt die Faser wegen geringer Elastizität auch stark zum Knittern, was sich gut bei Kleidungsstücken aus reiner Baumwolle beobachten lässt. Dieser unerwünschten Eigenschaft begegnet die Textilindustrie mit der Beimischung anderer Fasern wie Polyester, Polyamid oder Viskose, was dem Stoff mehr Elastizität verleiht. Auch die Zugabe von Kunstharzen wirkt sich positiv auf das Knitterverhalten von Baumwolle aus. Solche T-Shirts mit robustem Mischgewebe findet man auch zu einem günstigen Preis.

T-Shirts aus reiner Baumwolle sind nach der Wäsche ein Fall für das Bügeleisen. Je nach beigemischten Materialien gibt es aber auch viele bügelfreie Shirts. Selbst wenn Baumwolle grundsätzlich kochfest ist, verkraften die meisten Materialmixe in T-Shirts selten mehr als eine Wäsche bei 60 Grad. Wer auf Nummer sicher gehen und seine T-Shirts schonen will, wäscht diese nur mit 40 Grad.

Vorsicht ist beim Einsatz eines Wäschetrockners geboten. Je höher der Baumwollanteil im T-Shirt, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es im Trockner einläuft.

Polyester und Polyamid

Diese beiden Kunstfasern lassen sich von Mikro- bis hin zu Grobfasern spinnen. Sie werden vor allem in Mischfasern mit Wolle, Baumwolle oder Viskose verarbeitet und lassen ihre besonderen Materialqualitäten in das fertige Kleidungsstück einfließen.

Polyester und Polyamid nehmen nur schlecht Feuchtigkeit auf. In der Verarbeitung werden aber winzige Hohlräume im Garn geschaffen, welche Feuchtigkeit, wie Schweiß, durch die Kleidungsschicht nach außen transportieren.

Die hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit der beiden künstlichen Fasern macht T-Shirts mit Polyester- oder Polyamidzugabe zu robusten und langlebigen Kleidungsstücken. Gleichzeitig verringert sich die Knitterneigung der T-Shirts.

Beide Fasern verlangen bei der Pflege allerdings nach niedrigen Waschtemperaturen, Schonprogramm im Trockner und dampffreiem Bügeln.

Viskose

Auch die Viskose zählt zu den künstlich hergestellten Fasern. Sie basiert allerdings auf natürlichen Zellstoffen und weist ähnliche Eigenschaften wie Baumwolle auf, bringt zusätzlich aber noch einen höheren Glanz mit.

Viskose kann im Gegensatz zu Baumwolle schlechter Wärme isolieren, was im Sommer für angenehme Kühle sorgt, im Winter aber leichter frieren lässt. Wie Seide neigt sie zur Bildung von Wasserrändern. Da sich Viskose zudem leichter als Baumwolle mit Farben bedrucken lässt, findet sie in den heutigen Textilien verstärkte Verwendung. Durch die Beimischung von Polyester oder Polyamid werden die Eigenschaften des fertigen Stoffes dann noch weiter verbessert.

Fazit

Egal, ob Sie nach Baumwolle oder Viskose suchen, lieber V-Ausschnitt statt rundem Kragen tragen oder poppige Muster einem unifarbenen T-Shirt vorziehen - T-Shirts kann man(n) nie genug im Kleiderschrank haben!

 
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