Heke Edelbässe, Sein oder Schein?

Aufrufe 8 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Ich habe mit den Heke Bässen zunächst selbst Erfahrungen machen müssen. Die Werbung verhieß ein Instrument, gebaut aus Qualitätskomponenten, eingestellt von Bassisten und eine abschließende Qualitätskontrolle. Ich also munter auf den Bass geboten und letztlich auch den Zuschlag erhalten, ich war begeistert. Endlich einmal eine Chance, einen günstigen und guten Bass zu erhalten. Doch dann fing der Ärger an: Lieferung: Ich wartete und wartete auf die Lieferung des Instruments. Nach 10 Tagen rief ich beim sogenannten Vertrieb (der keiner ist, weil ausschließlich er die Bässe verkauft) an, um nachzuhorchen, wo mein Instrument denn bleibe. Anstatt einer Auskunft wurde ich vertröstet und es dauerte weitere sieben Tage, bis das Instrument kommentarlos ankam. Das Instrument: Ich entpacke das mit alten Zeitungsseiten mäßig gepolsterte Instrument und stelle schon beim ersten Blick kleinere Lackschäden fest. Dann will ich einmal probespielen, aber die Saiten sind völlig hinüber. Beim Versuch, den Bass zu stimmen zeigt sich, dass die Mechaniken aus Plastik sind und keinerlei Finetuning zulassen, so grob gehen die und es offenbart sich eine katastrophale Saitenlage, was auch nicht ohne weiteres einzustellen war. Der Sound ist dementsprechend pappig, die Pickups brummen deutlich vernehmbar und ergeben, verglichen mit meinem Standardbass (Bartoloni Pickups) einen mageren, krächzigen Sound. Die Potis funktionieren nach dem alles oder nichts Prinzip, die Qualität des Basses kommt allenfalls in dei Nähe der Qualität der Marken Harley benton oder J&D, beides Billigstmarken der großen Musikhäuser Music Store und Thomann. Die Rücksendung: Verständlicherweise war ich enttäuscht und ich wollte das Instrument sofort wieder zurücksenden. Aber da fingen die Probleme erst an...der Heke-Besitzer, Herr Hermann Kempf, weigerte sich, den Bass zurückzunehmen, es sei ein ordentliches Instrument und er habe seine Pflicht getan. Ich solle erst mal die negative Bewertung löschen, dann würde er sich überlegen, ob er vielleicht das Instrument zurücknähme. Erst eine Anzeige wegen Betrugs konnte ihn dazu bewegen, den Bass zurückzunehmen, allerdings nur bei einem bestimmten Versender, was für mich einen riesigen Aufwand bedeutet hat. Die Versandkosten hat er dann auch erst nach Androhung einer weiteren Anzeige erstattet. Das nachspiel: Einige Wochen später sendete mir ein Anwalt einen Drohbrief, in dem ich dazu genötigt werden sollte, die Bewertung zurückzunehmen, was ich aber nicht getan habe. Fazit: Lieber einen Billigbass im Laden, dann aber die Möglichkeit, zu testen, Money back, uneingeschränkte Garantie und ein ordentlich verarbeitetes Instrument mit guten Saiten erhalten.
Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber